Mehr Schutz für Haie und Rochen bei CITES gefordert

 

Cites COP17 (FAO)
Cites COP17 (FAO)

Mehr Schutz für Haie & Co. bei CITES dringend gefordert

Pressemitteilung, 24.9.2016 Wieder einmal trifft sich die Staatengemeinschaft zum CITES/Washingtoner Artenschutzabkommen und verhandelt über Wege den Artenverlust zu beschränken. Und auch diesmal geht es darum, den dringenden Schutz von Meerestieren wie einigen Haiarten, Korallenfischen und den Nautilus-Tintenfischen besser zu verankern. Dabei muss es gelingen die rein wirtschaftlichen Interessen insbesondere der Fischerei zurück zu drängen und den „gekauften“ Staaten ihr Treiben gegen den Artenschutz anzukreiden, fordert die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE.

Zwei Wochen lang beraten die Delegierten aus 183 Staaten über Regelungen und Handelsmoratorien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten auf der so genannten CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora)-Konferenz. Auf der Agenda finden sich neben Anträgen zu Tropenholz oder Schuppentieren auch Anträge zu Haien und Rochen für die sich DEPWAVE vehement einsetzen wird. 2013 hat CITES bereits Regeln für Hammer-, Weißspitzen-Hochsee- sowie Heringshaie und Mantas eingeführt. Sie wurden im Anhang II des Abkommens gelistet. Dies bedeutet, dass sie nur noch international gehandelt werden können, wenn sie nachweislich aus einer ökologisch nachhaltigen Fischerei stammen.

„Es geht es mittlerweile um das pure Überleben einiger Haiarten, die von der Fischerei massiv bedroht sind“, sagt Dr. Onno Groß von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE in Südafrika. „Insgesamt mehr als ein Dutzend Arten sind neu auf der COP17-Agenda, je drei Fuchshai- und Seidenhai- Arten und die neun oder mehr Teufelsrochenarten. Dazu kommen Korallenfische und der Nautilus. CITES hat schon früh gezeigt wie wichtig ein Handelsverbot für den Artenschutz ist, und das muss sich für diese Arten wiederholen.“

Bei allen drei Hai-Gattungen gibt es massive Rückgänge von 70 Prozent und mehr, im Indischen Ozean zum Teil über 90 Prozent! Zwar sind Fuchshaie theoretisch durch die regionalen Fischereiabkommen im Indischen und Atlantischen Ozean geschützt, dasselbe gilt für Seidenhaie im Atlantik und im Westpazifik. Allerdings gibt es gewaltige Defizite bei der Umsetzung und Fuchshaie und Seidenhaie werden beispielsweise trotz des Verbots offen auf Fischmärkten angeboten. Bei beiden sind insbesondere die Flossen sehr begehrt und teuer.

„Mindestens 74 Haiarten gelten als sehr gefährdet, vermutlich sind es deutlich mehr“, warnt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Experte für DEEPWAVE vor Ort in Johannisburg. „Die Jagd auf Haifischflossen für die Suppe ist ein globales Problem und globale Probleme brauchen globale Lösungen. Das Flossenabschneiden auf hoher See ist nicht nur ein riesiges Artenschutzproblem es ist gegen alle internationalen Regeln des Tierschutzes, da viele Haie lebendig, aber ohne Flossen über Bord geworfen werde. Es ist auch eine riesige Verschwendung von Ressourcen, wenn nur 1-5% des Tieres genutzt werden.“

Sollte Cites nicht gelingen, wäre das ein katastrophales Signal. Dann würde die Gier einiger weniger Fischereinationen den internationalen Schutz verhindern.

„Es gibt keine versteckten Reserven von Haien irgendwo in der Tiefsee oder in anderen Regionen. Insbesondere durch ihre sehr niedrige Fortpflanzungsrate sind sie selbst für kleinen Fangquoten für Überfischung anfällig. Ihr Rückgang und ihr Verschwinden ist etwas Endgültiges“, so Ralf Sonntag.

Relativ neu ist auch die Jagd auf Teufelsrochen und Mantas. Deren Kiemenreusen finden seit erst ein paar Jahren mehr und mehr Anklang in der chinesischen Medizin, was weltweit zu drastischen Rückgängen geführt hat. CITES kann das ändern, es gilt weltweit als das effektivste und am besten umgesetzte Schutzabkommen. Allerdings müssen zwei Drittel der circa 180 Mitgliedsländer einer Listung zustimmen. Japan versucht genau dies massiv zu verhindern, hoffentlich erfolglos!

Hintergrund:

Fuchshaie (Alopias spp.) gehören zur Gruppe der Makrelenhaie und sind an der massiv verlängerten oberen Schwanzflosse, die fast so lang ist wie der restliche Körper, erkennbar. Sie dient zur Jagd kleiner Schwarmfische durch peitschenartige Hiebe. Fuchshaie können bis zu fünf Meter lang werden und haben 2-6 lebend geborene Nachkommen. 80 % des Bestandes sind verschwunden und sie gelten als bedrohte Tierart. Eine Listung bei CITES würde den Schutz zusätzlich deutlich verbessern.

Seidenhaie (Carcharhinus falciformis spp.) leben im Freiwasser tropischer Meere. Die über drei Meter langen Tiere treten manchmal in großen Schulen auf. Seidenhaie zeigen ein Drohverhalten, wenn sie sich gestört fühlen, und biegen den Rücken nach oben durch und zeigen einen Buckel. Sie sind häufiger Beifang in der Thunfisch-Fischerei aber die Fischereiabkommen im Atlantik und im Westpazifik reichen zum Schutz nicht aus. Die Malediven haben hier die Initiative ergriffen und mit circa 50 anderen Staaten den Antrag gestellt.

Etwa neun Arten Teufelsrochen (Mobulas spp.) und die beiden Manta-Arten bilden eine gefährdete Tiergruppe der Planktonfresser. Mobulas haben eher ein unterständiges Maul während dies bei Mantas endständig ist, und sie sind etwas kleiner. Kennzeich­nend sind die horn­artigen Kopflappen, die dazu dienen, das Plankton in das Maul zu leiten. Teufelsrochen werden erst mit etwa 10 geschlechtsreif und gebä­ren dann alle zwei Jahre nur ein Jungtier. Seit ein paar Jahren werden die getrockneten Kiemenbögen der Tiere für die chinesischen Me­dizin genutzt. Der vermehrte Fang hat dazu geführt, dass es in vielen Gebieten Rückgänge von über 90 Prozent gibt. Während die Bonner Konvention für wandernde Tierarten (CMS) schon ein Fangverbot gefordert hat, muss dies jetzt auch erfolgen. Es ist wichtig, dass die 50 CITES-Antragsteller unter der Führung Fidschis Erfolg haben.

Neben besseren Schutz für den Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni) und dem Clarion-Engelsfisch (Holacanthus clarionensis) ist auch der Tintenfisch Nautilus (Nautilus pompilius) bei einem Handelsgebot weit besser geschützt als bisher. Die Schalen dieser seltenen Tierart werden bisher von keinem Managementsystem erfasst und sind so der Ausbeutung Preis gegeben. In den Philippinen und Indonesien sind mehrere Bestände überfischt. Dieser Antrag von der USA, Fiji und anderen Staaten sollte dringend angenommen werden. Zudem sollte jeder Toruist auf den Kauf von solchen „Meeressouvenirs“ verzichten.

Für DEEPWAVE vor Ort auf der CITES-Konferenz in Johannesburg:

Dr. Ralf P. Sonntag, Senior advisor Marine Conservation
ralfsonntag@web.de
Tel. +49 / 172- 4390583
Pressekontakt: DEEPWAVE e.V. Dr. Onno Groß, President,  Tel. +49 / 0179 598 69 69

nautilus

 

CITES: Besserer Schutz für Haie weltweit

CITES: Besserer Schutz für Haie weltweit

BfN/BMU: Ab dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES. Erzeugnisse aus diesen Arten dürfen dann nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das ist ein Meilenstein für den Artenschutz. Denn damit werden erstmals kommerziell sehr bedeutsame marine Ressourcen unter den Schutz von CITES gestellt.“ Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz engagieren sich seit Jahren für einen besseren Schutz der Haie und Rochen.

Ein Viertel aller Hai- und Rochenarten ist in ihrem Bestand bedroht und nur noch ein Drittel nachweislich nicht gefährdet. Hauptursachen für diese alarmierende Entwicklung sind die Überfischung und der internationale Handel mit Flossen und Fleisch der Haie sowie mit den Kiemenreusen der Rochen.

Bei den nun geschützten Haiarten handelt es sich um den Weißspitzenhochseehai, den Heringshai und drei Arten von Hammerhaien. Die Listungen waren auf der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz im März 2013 verabschiedet, ihr Inkrafttreten aber um 18 Monate verschoben worden, um den betroffenen Staaten hinreichend Zeit zur technischen und administrativen Vorbereitung einzuräumen. Den Heringshai-Antrag hatte Deutschland maßgeblich vorbereitet, da die Europäische Union Hauptimporteur dieser Art ist und damit eine große Verantwortung trägt. Damit die Listungen ab dem 14.9. auch effektiv weltweit umgesetzt werden, haben BMUB und BfN international erhebliche Hilfestellung geleistet.

Weitere Informationen zum Schutz von Haien und Rochen unter CITES finden Sie unter www.bmub.bund.de/N51099 sowie unter cites.org/prog/shark .

Quelle: http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews[tt_news]=5141

Nachhaltigkeitsprüfung für Handel mit gefährdeten Haien

Experten-Workshop beschäftigt sich mit Nachhaltigkeitsprüfung bei Haien
Neue Richtlinien für den Handel mit Hai- und Mantaarten

Im Rahmen eines Experten-Workshops im Bundesamt für Naturschutz (BfN) vom 20. bis 22. August wurde die in Kooperation mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) und der Artenschutzorganisation TRAFFIC erstellte „CITES Non-detriment Findings Guidance for Shark Species“ („Nachhaltigkeitsprüfung für Haiarten“) vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine umfangreiche Prüfungsmethode mit Empfehlungen, die den internationalen Handel mit bestimmten Haiarten kontrollieren soll.

Diese sind zwar nicht direkt vom Aussterben bedroht, ihre Überlebenschancen werden aber durch den kommerziellen Handel eingeschränkt. Deshalb wurden fünf Hai- und alle Mantaarten im März 2013 in den Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen. Deutschland trat dabei als Vorreiter auf, und setzte sich vor allem für den Schutz von Dorn- und Heringshaien ein. Viele Entwicklungsländer waren zurückhaltender, da ihnen sowohl Geld als auch Erfahrung fehlen, um ein notwendiges Kontrollsystem aufzubauen. Reichere Industrienationen aus Asien dagegen wollten ihre Wirtschaft schützen und stimmten gegen die Auflistung. Abgesehen vom Binnenhandel, den CITES nicht kontrolliert, lassen sich mit dem Export von Haiprodukten große Gewinne erzielen.

Die am häufigsten gehandelten Erzeugnisse sind Haifischflossen, Fleisch, Leder und Medizin, die beispielsweise aus Knorpel gewonnen wird und gegen Osteoporose, Arthritis und Krebs helfen soll. Für fast alles findet sich ein Verwendungszweck, weshalb sich das Exportgeschäft auch so auszahlt. Allein über 80 Länder beliefern China mit der Grundzutat für die traditionelle Haifischflossensuppe. Aber auch in Deutschland wird das Fleisch von Dornhaien als „Schillerlocke“ vertrieben. Aufgrund von Überfischung und Beifang schrumpfen die weltweiten Haipopulationen immens. Ein großes Problem ist auch das „Shark-Finning“, das Abtrennen der Flossen des Hais und die anschließende Entsorgung des meist lebendigen Tieres im Meer. Die Regeneration der Haie erfolgt nur langsam, da sie erst spät die Geschlechtsreife erreichen und wenig Nachwuchs bekommen.

Um Richtlinien für den nachhaltigen Handel mit Haien und Mantas festzulegen, hat TRAFFIC (mit finanzieller Unterstützung des Bundesamts für Naturschutz) Daten zum Erhaltungsstatus der betroffenen Haispezies gesammelt. Aufgrund der großen Wanderbewegungen und der fehlenden Grenzen auf hoher See war dies kein leichtes Unterfangen. Aus den neu gewonnen Erkenntnissen wurde eine Nachhaltigkeitsprüfung erstellt, die den Regierungen helfen soll, die für ihr Land entsprechenden Maßnahmen zum Schutz der Haie zu ergreifen. Dabei sind die Konsumenten von Haiprodukten ebenso gefragt, denn durch ihre Nachfrage wird das Angebot aufgestockt. Daher ist es wichtig, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu entwickeln und Haierzeugnisse nicht mehr als Statussymbol anzusehen. Mancherorts wurden bereits erste Schritte unternommen: In Indonesien haben Fischer die Laichgründe der Hammerhaie ausfindig gemacht und meiden diese bei der Jagd. Auch China hat Kontrollen von Haifischflossen eingeführt, und Japan entwickelt zurzeit eigene Gesetze für den Schutz der Haie.

Die Nachhaltigkeitsprüfung für Haie ist die erste, welche sich auf Arten des Anhangs II bezieht. Weitere Nachhaltigkeitsprüfungen zum Schutz von Pflanzen und Seepferdchen sind in Entwicklung. Nach einer endgültigen Analyse und Bearbeitung soll die Nachhaltigkeitsprüfung zur Verfügung stehen, rechtzeitig wenn die Änderungen des Anhangs II des Washingtoner Artenschutzabkommens am 14. September 2014 in Kraft treten

Quelle:
http://www.bfn.de/0401_2014.html?&cHash=8d0c3f8e373d2d6181f0d0e6ee1c1ae8&tx_ttnews[tt_news]=5093

Haie und Tropenhölzer durch Raubbau und unkontrollierten Handel bedroht

Haie und Tropenhölzer durch Raubbau und unkontrollierten Handel bedroht

BfN ruft zum 1. Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März zur nachhaltigen Nutzung von Tieren und Pflanzen auf

Bonn, 28. Februar 2014: Der unkontrollierte Fang von Haien für Fischfilets und Gesichtscremes sowie der massive Raubbau an tropischen Baumarten für Parkettböden, Möbel oder Musikinstrumente bedrohen nach Ansicht des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) die Arten weiterhin in ihrer Existenz. „Diese naturzerstörerischen Aktivitäten müssen ein Ende finden“, mahnte Prof. Beate Jessel, anlässlich des weltweiten Artenschutz-Tages (World Wildlife Day), der von den Vereinten Nationen für den 03. März ausgerufen wurde. “Deshalb müssen wir unsere Bemühungen intensivieren, den internationalen Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen, ob aus den Weltmeeren oder den Tropenwäldern, legal und nachhaltig zu gestalten,“ so Jessel. “In Deutschland gilt unsere besondere Aufmerksamkeit den Einfuhren von Haifisch-Produkten sowie Palisander- und Ebenholzarten“.

Gegenwärtig wird der internationale Handel zwischen der EU und anderen Staaten für insgesamt rund 5.500 Tier- und 35.000 Pflanzenarten durch die EU-Artenschutzverordnung (zur Umsetzung der CITES-Konvention) geregelt. Aber es gibt immer noch zahlreiche Wildtiere und -pflanzen, die insbesondere durch die Fischerei oder den Holzhandel in unverantwortlicher Weise genutzt werden und bei denen dramatische Bestandsrückgänge festzustellen sind.

Untersuchungen der wissenschaftlichen CITES-Behörde im BfN zum Handel mit Haifisch-Produkten in der EU zeigen, dass in mindestens 30 verschiedenen Produkten nicht genau identifizierte oder gefährdete Hai-Arten für die Herstellung von Medizin, Kosmetika, Lederwaren, Schmuck oder Nahrungsmitteln verwendet werden. Die Hauptexporteure dieser Meeresfische sind nach Angaben der EU-Kommission Namibia, Belize, USA, Vietnam und Japan. Allein im Jahr 2013 wurden mehr als 10.000 Tonnen Haifischflossen in die EU eingeführt, dennoch beinhalten die meisten internationalen und regionalen Fischereiabkommen keine konkreten Schutzbestimmungen für diese weltweit gehandelten Arten.

Mit der Aufnahme verschiedener Hai-Arten in das CITES-Abkommen im vergangenen Jahr, die im September 2014 in Kraft treten wird, können Schutz und Nutzung dieser Arten nun erstmals international besser kontrolliert werden. Dies gilt etwa auch für den in der Nordsee vorkommenden Heringshai (Lamna nasus). Als Meeresfilet vom „Kalbsfisch“ oder „See-Stör“ gehandelt kommt er auch auf den deutschen Mittagstisch. „Die ungebremste Nutzung der Bestände dieser Art, vor allem auch für den europäischen Markt, hat den Bestand des Heringshaies im Nordostatlantik bereits an den Rand der Ausrottung gebracht,“ sagte BfN-Präsidentin Jessel. Als wissenschaftliche CITES-Behörde habe das BfN aktuell von internationalen Fachleuten ausführliche Richtlinien zur Prüfung der Nachhaltigkeit der Nutzung von Hai-Arten entwickeln lassen, die als Grundlage zur Erteilung von Einfuhrgenehmigungen in die EU dienen sollen, so Beate Jessel.

Das BfN kritisiert auch den immer noch stattfindenden Handel mit illegal eingeschlagenem Tropenholz. 2013 wurden auf der 16. Vertragsstaatenkonferenz mehr als 200 Palisander- und Ebenhölzer in CITES aufgenommen, darunter alle Palisander- und Ebenholzarten aus Madagaskar. Diese Arten werden wegen ihrer attraktiven Farbe und hervorragender Holzeigenschaften international stark gehandelt – sowohl legal als auch illegal. Sie werden vor allem für die Herstellung von Furnieren, Musikinstrumenten und Möbeln verwendet. Die Bestände der meisten Arten sind mittlerweile übernutzt und werden international als gefährdet eingestuft.
„Das BfN arbeitet an Lösungen für einen besseren Schutz und die nachhaltige Nutzung von Tropenhölzern aktiv mit“, führt Frau Jessel aus. Unter anderem werden Systeme zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit von Holz vom Einschlagsort bis zum Einfuhrhafen in internationaler Zusammenarbeit entwickelt und bereitgestellt. Zudem unterstützt das BfN die Durchführung von wissenschaftlichen Studien zu Größe und Dynamik der Bestände in den Ursprungsländern. Der Schutz der Palisander- und Ebenhölzer kann nur gelingen, wenn für die Erkennung des im Handel befindlichen Holzes Hilfen zur Verfügung stehen und entsprechende Trainingskurse durchgeführt werden.

Solche Kurse führt das BfN sowohl für Zöllner aus Deutschland als auch aus anderen Staaten durch. In diesem Jahr wird zudem ein Kooperationsprojekt mit dem wichtigsten Holz importierenden Staat China durchgeführt. „Zukünftig bietet der in erstmals 2014 von den Vereinten Nationen ausgerufene Tag des weltweiten Artenschutzes jedes Jahr zum 03. März Gelegenheit, das im internationalen Artenschutz Erreichte zu bilanzieren und sich neue Ziele zu setzen“, fasst BfN-Präsidentin Jessel zusammen. „Aus BfN-Sicht steht 2014 ganz im Zeichen von Haien, Holz und Handel.“

Hintergrund:
Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl.: CITES) regelt den internationalen Handel mit gefährdeten Arten und wird in der Europäischen Gemeinschaft durch die EU-Artenschutzverordnung EG-VO 338/97 umgesetzt. Ein- und Ausfuhren der meisten von dieser Verordnung erfassten Arten unterliegen einer Genehmigungspflicht. Die Aufgabe des BfN als wissenschaftliche CITES-Behörde besteht hierbei vor allem in der Prüfung der Nachhaltigkeit der Nutzung der betroffenen Arten.

http://www.bfn.de/0401_pm.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=4837&cHash=0b757fe714f36649eaf7ada456ff213f

London Declaration on the Illegal Wildlife Trade

CITES Secretariat welcomes London Declaration on the Illegal Wildlife Trade

Geneva, 14 February 2014 – The London Conference on the Illegal Wildlife Trade, hosted by the Government of the United Kingdom (UK) and the British Royal Family on 12 and 13 February brought high-level representatives from 46 countries and 11 international organizations together in London to inject further high-level political commitment into efforts to tackle wildlife crime.

Sitting next to HRH Prince Charles, Prince William and Prince Harry, UK Foreign Secretary, Mr William Hague declared at the opening of the Conference: “It is no exaggeration to say that we are facing an unprecedented crisis: tens of thousands of elephants were killed last year; over a thousand rhinos lost their lives to poaching and trafficking; and tigers and many other species are under ever greater threat. But this is not just an environmental crisis. This is now a global criminal industry, ranked alongside drugs, arms and people trafficking.”

Mr Hague said: “We will recognise that CITES is a fantastic weapon in the fight against the illegal wildlife trade. It is the only body that draws the whole of the international community together on this issue. Its strength is that it is universal.”

Prince Charles told delegates: „Today you are breaking new ground by coming together and committing – at high levels never before seen at a conference on this topic – to take urgent action to put a stop to this illicit trade, which has become a grave threat not only to the wildlife and the people who protect them, but also to the security of nations”.

Political leaders, including the Presidents of Botswana, Chad, Gabon and the Republic of Tanzania, recognised the significant scale and detrimental economic, social and environmental consequences of the illegal trade in wildlife.

The 46 countries represented at the Conference adopted the London Declaration by acclamation, calling for further measures to eradicate markets for illegal wildlife products, ensure effective legal deterrents, strengthen law enforcement, and support sustainable livelihoods. They committed more resources to implement these measures, and to assess progress made in delivering on these political commitments over the next twelve months and beyond.

The CITES Secretary-General, Mr John E. Scanlon, when addressing the Conference, stressed that human traits such as greed, ignorance and indifference were driving illegal wildlife trade. He highlighted the collaborative approach taken by CITES , focussing on how Parties could collaborate across source, transit and destination States to solve the problems rather than seeking to attribute blame. „The benefits of working together in a constructive and pragmatic manner were evident earlier this week with the release of the results of Operation Cobra II, a highly successful collaborative operation between 28 States in Asia, Africa and North America“ said Scanlon.

„We know what must be done – as has been captured in decisions taken under CITES and through various other fora. We welcome the London Declaration and the level of political commitment that is evident here in London. The added momentum generated from this meeting, coupled with the spirit of taking a collaborative approach to combatting the illegal wildlife trade, gives us hope that we can reverse the current disturbing trends. “ added Scanlon.

Botswana announced that it will host a high-level follow-up meeting in 2015 to discuss progress in tackling the illegal wildlife trade.

Background information on wildlife trafficking

Poaching levels have increased in all African subregions, with central Africa continuing to display the highest levels of illegal killing of elephants in any subregion in Africa or Asia. Wildlife rangers who are serving in the front line are often quite literally being outgunned. Wildlife crime has become a serious threat to the security, political stability, economy, natural resources and cultural heritage of many countries. The extent of the response required to address this threat effectively is often beyond the sole remit of environmental or wildlife law enforcement agencies, or even of one country or region alone.

Further information on the Conference:
• London Conference on the Illegal Trade in Wildlife, 12 to 13 February 2014
• Photos from the London Conference
Read more about wildlife crime:
• APEC on wildlife crime
• The EU Approach to Combat Wildlife Trafficking
• FACT SHEET: National Strategy for Combating Wildlife Trafficking & Commercial Ban on Trade in Elephant Ivory
• Fact sheet: US efforts to Combat Wildlife Trafficking
• G8 Summit 2013 outcomes on wildlife crime
• Secretary Clinton’s ‚Call for Action‘ on illicit wildlife trade
• UK Royal Family efforts to combat wildlife crime
The International Consortium on Combatting Wildlife Crime (ICCWC)
• The Fact Sheet on „U.S. Efforts to Combat Wildlife Trafficking“ (above) notes that the US will work with the International Consortium on Combatting Wildlife Crime (ICCWC)
• ICCWC hosted the first meeting of regional wildlife enforcement networks at the CITES CoP
• ICCWC also hosted a Ministerial session on transboundary wildlife crime at the CITES CoP
United Nations on Wildlife Crime
• UN Commission on Crime Prevention and Criminal Justice resolution on wildlife crime
• UN Security Council and the LRA and illicit ivory trade
• High-level Panel Discussion: „Poaching and Illicit Wildlife Trafficking – A multidimensional crime and a growing challenge to the international community“ (UN General Assembly side event)

CITES Secretariat on Wildlife Crime
• CITES Conference of the Parties on wildlife crime
• US Senate Foreign Relations Committee Hearing (Written testimony of CITES Secretary General John E. Scanlon)
• CITES Secretariat welcomes President Obama’s Executive Order on Combating Wildlife Trafficking
• CITES at 40 Marks a Major Decision Point for Sharks, Trees, Snakes, Turtles and other Wildlife Species
• CITES Secretary-General calls for urgent action to protect elephants in the Dzanga-Sanga National Park from armed groups
• CITES Secretary-General expresses grave concern over reports of mass elephant killings in Cameroon
• Rio+20 on CITES and wildlife crime

About CITES

With 179 Member States, CITES remains one of the world’s most powerful tools for biodiversity conservation through the regulation of trade in wild fauna and flora. Thousands of species are internationally traded and used by people in their daily lives for food, housing, health care, ecotourism, cosmetics or fashion.

CITES regulates international trade in over 35,000 species of plants and animals, including their products and derivatives, ensuring their survival in the wild with benefits for the livelihoods of local people and the global environment. The CITES permit system seeks to ensure that international trade in listed species is sustainable, legal and traceable.

CITES was signed in Washington D.C. on 3 March 1973.

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