Haischutz

Der internationale Haischutz ist immer noch ein Sorgenkind in der internationalen Meeresschutzpolitik. Geschätzte 20-50 Millionen Tiere oder mehr verenden in den Netzen und an den Langleinen der bisher unspezifischen Fischerei. Die Auswirkungen für die Meere sind dramatisch.

In der EU haben wir uns im Verbund mit der Shark-Alliance bis 2013 intensiv für eine Verbesserung der Fischerei eingesetzt, insbesondere die Forderung einer fins-attached-Politik. Auch bei der CITES-Artenschutzkonferenz und anderen Gremien konnten einige Erfolge erreicht werden. Jedoch: Die EU bleibt weiterhin ein wichtiger Händler von Haifleisch und Haiflossen. Und auch in Deutschland gibt es Haiprodukte weiterhin zu kaufen. Verzichten Sie daher bitte auf diese „Delikatesse“ und unterstützen Sie die weitere Aufklärungsarbeit von DEEPWAVE zum Schutz der Haie.

 

Zitronenhai

Fotos von Angelika Hornsbeck (www.angelikahonsbeek.com)

 Fotoaustellung: Der Hai…

… er hat bei uns den Ruf eines Killers, einer Unterwasser-Mordmaschine. Als Fabeltier und Monster verschrien, fand er seine Rolle – die wir ihm zugedacht haben – in einem pseudorealen Szenario auf der Kino-Leinwand. Hier wurde er uns als Monster vorgeführt, der hierdurch das Synonym für eine ganze Tierrasse werden sollte – der “Weiße Hai“. Viele Naturvölker haben ihn – im Gegensatz zu uns Industrienationen – so nie empfunden und mit ihm zusammen gelebt. Sie haben ihn akzeptiert, sich arrangiert, ihn sogar verehrt.

Heute wissen wir, den Ruf ein Menschenschlächter zu sein hat er nicht verdient. Im Gegenteil, wir wissen um seine Position im Tierreich, seine Funktion und Aufgabe.

Die Haie sind Knorpelfische, sie verfügen im Gegensatz zu den uns bekannten Fischen weder über eine Schwimmblase, noch über Gräten. Sie sind circa 400–350 Millionen Jahre alt. Der bekannteste Ur-Hai, der Megalodon, wurde 16 Meter lang und Mythen wollen uns glauben machen, er lebe heute immer noch in der Tiefsee. Die einen Haie bringen ihren Nachwuchs lebend zur Welt, die anderen legen Eier. Es gibt Vegetarier und Fleischliebhaber. Rund 500 verschiedene Arten sind bekannt: Große, die 12 Meter lang werden und kleine mit einer Gesamtlänge von nur 25 Zentimetern.

…und wir von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE möchten Ihnen diese Tiere nahe bringen, indem wir einige, besonders gelungene Fotos präsentieren und die heutige Situation aufzeigen, unter dem dieses Tier lebt.


Über die Fotografin:

Angelika Honsbeek (www.angelikahonsbeek.com)

Im Alter von 16 Jahren fing die Niederländerin mit ihrer Leidenschaft, dem Tauchen, an – nunmehr vor 25 Jahren. Hauptberuflich ist sie in der niederländischen Botschaft in Berlin tätig, ihre Freizeit widmet Angelika dem Reisen und dem Tauchen. Diese Begeisterung dokumentiert sie zum einen auf ihrer WebSite und zum anderen mit ihren Fotos; ihre gesamte Leidenschaft hat sie der Unterwasserwelt gewidmet – vom winzigen Seepferd auf den Philippinen, bis hin zum Walhai in Patagonien.

Angelika Honsbeek hat sich ihr eigenes Bild von den Haien gemacht, zum Beispiel als sie auf den Bahamas war. Manchmal gab es da schon mal “Körperkontakt“, jedoch bereitete der Organisator der Haisafari alle Taucher auf die Tauchgänge vor und erinnerte immer wieder daran, nicht den Augenkontakt mit den Tieren zu verlieren. So kam sie den Raubtieren hautnah und drückt ihre Faszination für diese majestätischen Riesen in ihren Bildern aus. Leider drohen immer mehr Haiarten auszusterben. Mit ihren Fotos hat sie viele internationale Preise gewonnen.