Pressemitteilungen

Bei Fragen zu unserem Pressematerial wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@deepwave.org oder melden Sie sich per Telefon unter der 040-46 85 62 62, mob. 0179 598 69 69. In unserem Deepwave-Blog oder bei Facebook oder Twitter finden Sie ebenfalls aktuelle Nachrichten über den Meeresschutz. Auf unserer Seite Projekte finden Sie Berichte zu  Kampagnen und aktuelle Termine. Im Bereich Pressematerial stehen Ihnen Video-Intervies und auch Fotos etc. zur Verfügung.

Der gemeinnützige Hamburger Verein DEEPWAVE e.V.  setzt sich seit dem Jahr 2003 für den Schutz der Meere ein. Unser Ziel ist es, zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem Meer beizutragen, sowie die Menschen für die Erhaltung der Ozeane zu begeistern. Durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit möchten wir die Bevölkerung zur Verantwortlichkeit anregen und zum Handeln anspornen.


DEEPWAVE Elbstrand Clean Up Day 2016
DEEPWAVE Elbstrand Clean Up Day 2016

DEEPWAVE Elbstrand Clean Up Day 17. September 2016

Pressemitteilung DEEPWAVE e.V. Hamburg 26.8.2016: Am 17.9.2016 ist der diesjährige internationale Coastal Clean Up Day. Als deutscher Partner will DEEPWAVE sich auch diesmal wieder beteiligen und einen Teil des Elbestrands reinigen. Alle interessierten Hamburger sind herzlich eingeladen, mitzuhelfen.

Der Coastal Clean Up Day wurde 1986 von Meeresschützern ins Leben gerufen. Seitdem helfen Freiwillige weltweit jedes Jahr am dritten Samstag im September den Müll an unseren Stränden aufzusammeln. Dabei geht es vor allem darum ein Zeichen zu setzen und auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen.

Flaschen, Dosen, Kippen, Tüten, Grillreste – viele Besucher lassen ihren Müll am Strand zurück. Von dort ist der Weg ins Meer dann nicht mehr weit. Laut einer Studie des Umweltprogramms der UN befinden sich heute bis zu 18.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresfläche. Das birgt Verletzungsgefahren für Mensch und Tier und bedroht die Ökosysteme der Meere.

Treffpunkt wird wie im vorherigen Jahr der Övelgönner Museumshafen sein (Gut zu erreichen mit dem Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken sowie von Finkenwerder). Um 15 Uhr beginnen wir hier und arbeiten uns weiter vor zur „Strandperle“ und evtl. weiter bis Teufelsbrück. Wir hoffen, dass sich auch in Hamburg dieses Jahr wieder viele Helfer finden werden, die mit uns den Elbstrand von Plastik und anderem Müll befreien.

Treffpunkt Sammeln: Hamburg Museumshafen Övelgönne, 15.00 Uhr

TOP10 Strandfunde
TOP10 Strandfunde (Ocean Conservancy)

Als persönlicher Ansprechpartner steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Onno Groß – Tel. 0179-598 6969

Pressematerial senden wir auf Anfrage gerne zu.

Mehr Schutz für die Meere: Wir tun etwas dafür – helfen Sie uns dabei!

Spendenkonto: Deepwave e.V.

Hamburger Sparkasse

IBAN: DE10 20050550 1208116713

Diese Pressemitteilung wurde auch auf openPR veröffentlicht.

Die gemeinnützige Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen ein. Mehr Informationen finden Sie unter www.deepwave.org.


Beneath the Wave Festival DEEPWAVE in Hamburg 2016
Beneath the Wave Festival DEEPWAVE in Hamburg 2016

„Beneath the Waves“ – 4. Dokumentarfilmfestival zum Schutz der Meere

(Fotostream, Bericht)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Meere.

Wir laden Sie ein: auf eine Reise in die Tiefe, in den ältesten Lebensraum der Erde. Am 10. Juni 18 Uhr findet im Hamburger Lichtmeß-Kino das 4. „Beneath the Waves“-Kurzfilmfestival statt – mit faszinierenden Aufnahmen, mit neuen Perspektiven und Denkanstößen aus der Welt der Meere.

Wir leben von und mit dem Meer. Und doch ist vielen Menschen nicht klar, wie stark dieser Lebensraum und seine Bewohner bedroht sind. Ziel des „Beneath the Waves“- Kurzfilmfestivals ist es, Menschen für das Meer zu begeistern, für Probleme zu sensibilisieren und Lösungsansätze aufzuzeigen. Bereits seit Jahren findet das Festival mit Dokumentationen zum Schutz der Meere in den USA statt; parallel steigen weitere Mini-Festivals rund um den Globus, beispielsweise in Island, Japan und Portugal. In Hamburg gastiert „Beneath the Waves“ zum vierten Mal, organisiert von einer Gruppe Hamburger Studenten und der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V.

Nach den gelungenen Vorführungen der letzten Jahre freuen wir uns auf neue Filme von jungen Filmemachern, auf packende Aufnahmen von Tauchern, Meeresschützern und Wissenschaftlern. In beeindruckenden Bildern zeigen sie bedrohte Arten und prekäre Lebensbedingungen, Müll und Gift im Wasser – aber auch die Vielseitigkeit und Schönheit der Meere.

Wir präsentieren eine Auswahl an Filmen in drei Themenblöcken: „Blaues Wachstum und Nachhaltigkeit?“, “Findet Dori – der globale Fischhandel im Korallenmeer“ und „Faszination Ozean“. Darüber hinaus diskutieren wir auf dem Podium mit interessanten Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen. Als Gäste begrüßen wir die Filmemacherinnen Heike Keuthen und Birgit Klumpp, die zur Premiere des Films „Sale of the Sea“ kommen. Diskutieren werden wir zudem mit Experten der Sustainable Aquarium Industry Association (SAIA) und Vertetern aus der Politik. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Onno Groß.

Wir freuen uns auf Sie!

Beneath the Waves

Termin:     Freitag, 10. Juni 2016, 18:00 – 22:00

Ort:            Lichtmeß-Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg

Eintritt frei!

Die Filme sind in teils in englischer Sprache verfasst.

Weitere Informationen gibt es unter:

www.facebook.com/BTW.Filmfest

Der Abend wird mit finanzieller Unterstützung des BMZ ermöglicht.

Kooperationspartner ist die Friedrich Ebert Stiftung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie auch anderen von unserer Veranstaltung berichten!

Das Plakat senden wir Ihnen auf Anfrage gerne in druckfähiger Auflösung für eine Veröffentlichung zu.

DEEPWAVE e.V.
Dr. Onno Groß
DEEPWAVE e.V.
Lindenallee 72
20259 Hamburg
Tel: 040 040-46856262
Mobil: 0179-5986969
presse@deepwave.org


Umweltverbände fordern wirksameren Meeresschutz

 Stellungnahme für strengere Fischereiregeln in Schutzgebieten eingereicht

Hamburg/Berlin, 16.03.2016 – Wirksameren Meeresschutz fordern deutsche Umweltverbände von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Für die deutschen Natura-2000-Schutzgebiete in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) müssen künftig deutlich strengere Regeln für die Fischerei gelten, so die Forderung der Verbände in einer gemeinsamen Stellungnahme. Noch bis zum 22. März läuft das offizielle Beteiligungsverfahren zu den von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium vorgeschlagenen Fischereimaßnahmen. „Die Vorschläge im aktuellen Maßnahmenkatalog reichen nicht aus, um etwa die einzige deutsche Walart, den Schweinswal, oder die seltenen Steinriffe und Sandbänke zu schützen. In mindestens der Hälfte der Schutzgebiete müssen menschliche Eingriffe verboten werden. Zerstörerische Fischerei hat in Schutzgebieten gar nichts zu suchen“, sind sich die Umweltverbände BUND, Deepwave, DNR, DUH, Greenpeace, NABU, Schutzstation Wattenmeer, Whale & Dolphin Conservation und WWF einig.

Besonders kritisieren die Verbände in ihrer Stellungnahme das komplette Fehlen von Maßnahmen für die Ostsee-Schutzgebiete und die vorgeschlagenen Maßnahmen für das Sylter Außenriff mit der Amrumbank – der Kinderstube des Schweinswals. Die Verbände fordern striktere Fischereimaßnahmen in Schutzgebieten, wie etwa das Verbot von Meeresboden schädigenden Grundschleppnetzen oder Stellnetzen, in denen Seevögel und Schweinswale als ungewollter Beifang verenden. „Nur mit der Einrichtung von fischereifreien Zonen können die Schutzgebiete ihrer Funktion als Refugien für bedrohte Arten und als natürliche Lebensräume gerecht werden“, so die Verbandsvertreter.

Nein zu umweltschädlichen Fangmethoden im Schutzgebiet

Ebenfalls im Fokus der Kritik: Die Vorschläge der Bundesministerien, das östliche Sylter Außenriff für die Krabbenfischerei geöffnet zu lassen, obwohl diese mit zerstörerischen Fanggeräten arbeitet. „Diese Ausnahme für die Krabbenfischerei konterkariert das Wort Schutzgebiet. Die eingesetzten Grundschleppnetze schädigen den Meeresboden“, argumentieren die Umweltschützer. Dabei hätte eine Schließung des Gebiets für die heimischen Krabbenfischer kaum Fangeinbußen zur Folge – mit unter drei Prozent ist ihr Jahresfanganteil dort verschwindend gering.

Der von der deutschen Regierung erarbeitete Katalog der Fischereimaßnahmen wird an die EU-Kommission und jene EU-Mitgliedsländer verschickt, die in der deutschen Nordsee fischen. Dazu gehören Dänemark, die Niederlande, Großbritannien, Belgien und Frankreich. Auch diese Länder müssen den Vorschlägen zustimmen. Erst dann können die Maßnahmen in Deutschland umgesetzt werden. Die Umweltverbände befürchten ein weiteres Aufweichen der Maßnahmen in dem bevorstehenden europäischen Prozess. „Zu oft haben sich auf EU-Ebene die Fischereiinteressen gegen geltendes Naturschutzrecht durchgesetzt – diesmal darf die Bundesregierung in den Verhandlungen keinem politischen Minimalkonsens zustimmen“, fordern die Sprecher der Verbände.

Achtung Redaktionen: Die vollständige Stellungnahme der Umweltverbände finden Sie hier; Bildmaterial auf Anfrage unter 040 30618-376.

Für Rückfragen erreichbar:
Deepwave 1. Vorsitzender Dr. Onno Groß (0179-5986969),

 


Austellung „Meeresfibel – Unser blauer Planet gestern, heute, morgen“

03.12.15 bis Ende Juni 2016 im Meeresmuseum Stralsund

Artikel Ostsee-Zeitung Meeresfibel

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Stralsund/Die-Ozeane-brauchen-eine-Chance

Meeresfibel Stralsund: Copyright Ostsee-Zeitung
Meeresfibel Stralsund: Copyright Ostsee-Zeitung
Mare Magazin August 2014:

„Überraschender Reichtum
Eine Ausstellung und ein Büchlein der Meeresschutzorganisation Deepwawve zeigen Fakten, warnen und machen auch noch Spaß  … “die Botschaft: Es gibt ein Morgen! Die Meere haben noch eine Chance. Zumindest, wenn die Menschheit aus den Fehlern der Vergangenheit und Gegenwart lernt. Vielleicht trägt dieses Büchlein ein bisschen dazu bei. Es könnte ein Klassiker werden, das Kleine Blaue.”

 


DEEPWAVE Fish Shape – Kampagne gegen Überfischung

Veranstaltung: Donnerstag, der 19. Juli 2014 um 18 Uhr.

Ort: Internationales Maritimes Museum, Hamburg

Deepwave_Fischmob
Deepwave_Fischmob

Als Folge der Überfischung gehen die Fischbestände in unseren Meeren immer weiter zurück. Diesen Sommer bieten die Europäischen Fischwochen eine hervorragende Gelegenheit, unseren Politikern deutlich zu machen: Stoppt die Überfischung – sonst droht der Abschied vom Fischfang.

Die Bürger der EU können dabei nun ihre Abgeordneten bei ihrer Beschlussfassung für eine verantwortungsvolle Fischereipolitik besonders unterstützen: DEEPWAVE e.V. ruft dazu auf, sich am Donnerstag, den 19. Juli um 18 Uhr zu einem gemeinsamen Foto mit der Europarlamentsabgeordnetin Sabine Wils und anderen hamburger Politikern vor dem Internationalen Maritimen Museum zu treffen.
Dort werden wir gemeinsam einen Fish-Shape bilden.

Das Foto soll als Ausdruck unserer Besorgnis um die Fischbestände in Europa dienen. Nutzen Sie die Gelegenheit und verschaffen Sie Ihrer Stimme im Rahmen der Europäischen Fischwochen Gehör.

Hintergrund: Die Europäische Fischwoche ist eine Kampagne der Ocean2012 Koalition, ein Zusammenschluss von 169 Organisationen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Überfischung in der Europäischen Union zu beenden. Weiteres zur Kampagne finden Sie unter ocean2012.eu

Fotos anderer Veranstaltungen in Europa: flickr.com
Ein Kurzfilm zur Überfischung: vimeo.com

Mehr Schutz für die Gewässer der Antarktis

Bündnis veröffentlicht Bericht über dringend benötigten Schutz für 19 bedrohte Meeresgebiete in der Antarktis

HAMBURG, 21. Mai 2012 – Die Antarctic Ocean Alliance (AOA) hat heute einen Entwurf für die Errichtung des weltweit größten Netzwerks von Meeresschutzgebieten und Fangverbotszonen zum Schutz von 19 wichtigen marinen Lebensräumen in der Antarktis vorgestellt. In ihrem neuen Bericht „Das Erbe des Südpolarmeeres: Ein Entwurf für zirkumpolaren Schutz“ (Antarctic Ocean Legacy: A Vision for Circumpolar Protection) appelliert das Bündnis an die Bundesregierung, für den verstärkten Schutz dieser einzigartigen und kostbaren Habitate einzutreten.

Der Druck auf die Meeresökosysteme der Antarktis wächst. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Fisch und Fischmehl rückt der antarktische Ozean zunehmend in den Blickpunkt der kommerziellen Fischerei. Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Verfügbarkeit wichtiger Nahrungsquellen für Pinguine, Wale und Robben.

Mit Nachdruck setzt sich die AOA dafür ein, dass die Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources – CCAMLR) als das für die Regulierung der Meeresumwelt in dieser Region zuständige Gremium die geplanten Schutzmaßnahmen durchsetzt, solange dieser einzigartige Meeresraum noch weitgehend intakt ist. Die CCAMLR hat zugesagt, noch in diesem und dem kommenden Jahr ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten in Teilen des Ozeans rund um Antarktis zu errichten.

„Als Mitglied der CCAMLR und dank ihres eigenen umfangreichen wissenschaftlichen Interesses an der Region ist Deutschland prädestiniert dafür, im Kampf um den Schutz der Meeresumwelt der Antarktis eine Vorreiterrolle einzunehmen“, erklärt der Koordinator der AOA Steve Campbell. „Die Meere rund um Antarktika beheimaten bis zu 10.000 hoch spezialisierte Arten, von den viele nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind, doch der Druck auf diesen Meeresraum von Seiten der kommerziellen Fischerei nimmt zu.“

Bei ausreichendem Schutz vor menschlichen Einflüssen können die Ozeane der Antarktis angesichts wachsender Klimafolgen als wichtiger Versuchsraum für die Erforschung des Klimawandels dienen. Die Antarctic Ocean Alliance appelliert daher an die Bundesregierung, sich auf Ebene der CCAMLR für die Errichtung von Meeresreservaten und Meeresschutzgebieten einzusetzen, um so den umfassenden Schutz des Südpolarmeers im Dienste von Frieden und Wissenschaft zu ermöglichen.

Bei der CCAMLR handelt es sich um ein Zustimmungsgremium, dessen Zusammenkünfte nur ein geringes Maß an Bürgerbeteiligung und keinerlei Zugang zu den Medien vorsehen. Das Bündnis ist der Überzeugung, dass bei fehlendem öffentlichem Interesse nur ein verschwindend geringer Schutz erzielt werden wird.

Zu den 19, vom Bericht des Bündnisses erfassten Gebieten, gehört auch das Weddellmeer, auf das sich die wissenschaftlichen Untersuchungen von deutscher Seite konzentrieren.

„Der Schutz des Weddellmeeres im Rahmen eines Südpolarmeer-Netzwerks von Meeresschutzgebieten und Fangverbotszonen würde den Fortbestand aller dort lebenden bedrohten Tiere sichern, darunter viele Walarten“, sagt Dr. Onno Groß von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE. „Auch das vielfältige Benthos würde bewahrt, einschließlich zahlreicher bislang verborgener Arten im westlichen Weddellmeer, einer noch weitgehend unerforschten Region.

Die Gewässer der Antarktis stellen beinah ein Zehntel der Weltmeere dar und gehören zu den wenigen noch weitgehend intakten Lebensräumen auf unserem Planeten. Sie beheimaten fast 10.000 einzigartige und vielfältige Arten, darunter Pinguine, Robben und Wale.

Der AOA gehören die Antarctic and Southern Ocean Coalition, Greenpeace, IFAW, der WWF, WDCS, IFAW, DEEPWAVE und weitere Umweltorganisationen an, die sich gemeinsam einsetzen für die Errichtung eines Netzwerks von Meeresschutzgebieten und Fangverbotszonen im Südpolarmeer rund um die Antarktis.

Hinweis:
Mehr Informationen und den Report „Das Erbe des Südpolarmeeres:
Ein Entwurf für zirkumpolaren Schutz“ finden Sie unter: www.antarcticocean.org.


Ministerin für Haischutz

Bundesministerin Aigner schließt sich Forderung der Bürger nach mehr Haischutz an

Mai 2012, Berlin: Zeitgleich mit der Debatte im Europäischen Parlament über die Perspektiven des EU-Finning-Verbots an Haien machen Naturschutzgruppen, Taucher, Wissenschaftler und andere Teile der Öffentlichkeit in Deutschland die breite öffentliche Unterstützung für den Haischutz deutlich.

Vertreter der Shark Alliance haben heute gegenüber Fischereiministerin Ilse Aigner auf die besondere Bedeutung der Haie für Deutschland und die gesamte EU hingewiesen und ein Buch vorgelegt, das an die im vergangenen Herbst im Rahmen der European Shark Week durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen erinnert und die Zahlen zum deutschen Haifang und -handel auflistet.

„Die Menschen sind zunehmend besorgt über den Rückgang und die verschwenderische Nutzung der Haie“, sagt Heike Zidowitz, Koordinatorin der Shark Alliance in Deutschland. „Haie sind begehrt wegen ihrer Flossen, ihres Fleischs und Lebertrans. Aber sie sind für gewöhnlich langsam wachsende Tiere, die besonders anfällig für Überfischung sind aber von Fischerei-Managern zu häufig noch ignoriert werden.“

Ein besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der laufenden Reform des EU-Verbots des Finning (bei dem die Flossen eines Hais abgeschnitten und der Körper zurück ins Meer geworfen wird). Zur Zeit befasst sich das Europäische Parlament mit einem Vorschlag der Europäischen Kommission, nach dem die gravierenden Schlupflöcher im aktuellen Verbot dadurch geschlossen werden sollen, dass jegliches Abtrennen von Haiflossen an Bord von Schiffen untersagt wird (gleichbedeutend mit der verbindlichen „Ganzkörperanlandung“ aller Haie). Sämtliche Fischereiminister der EU befürworten diesen Vorschlag – mit Ausnahme Spaniens und Portugals, die über die größten Fangflotten Europas verfügen.

Um auf die Problematik hinzuweisen, haben 165.000 besorgte Bürger aus ganz Europa, darunter mehr als 14.000 aus Deutschland, eine Petition unterzeichnet, mit der die EU-Fischereiminister dringend aufgefordert werden, den Verpflichtungen aus dem Hai-Aktionsplan der EU von 2009 nachzukommen und folgende Maßnahmen durchzusetzen:

  • Ein vollständiges und ausnahmsloses Verbot des Abtrennens von Haiflossen auf See
  • Fanggrenzen für Haie und Rochen auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen und des Vorsorgeansatzes
  • EU-weite und nationale Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Hai- und Rochenarten.

Bundesministerin Aigner dankte den Vertretern der „Shark Alliance“ für ihren Einsatz beim Haischutz und sagte, dass die Petition das große Interesse der Öffentlichkeit an einem wirksamen Schutz der Haibestände widerspiegele. „Haie sind nicht nur faszinierende Tiere, die seit mehreren hundert Millionen Jahren in den Meeren leben, sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Aufgrund ihrer biologischen Eigenschaften gehören sie allerdings zu den meistgefährdeten Meeresbewohnern. Die Bestände sind sehr empfindlich gegen Überfischung. Die Bundesregierung engagiert sich deshalb sehr für Maßnahmen zum Schutz von Haien innerhalb der EU und im Rahmen von internationalen Organisationen.“

„Die Mitgliedsgruppen der Shark Alliance in Deutschland begrüßen die aktive Unterstützung von Bundesministerin Aigner für eine Politik der „Ganzkörperanlandung“ zur Verhinderung des Hai-Finnings“, fügt Zidowitz hinzu. „Ihre klare Haltung unterstreicht erneut die Führungsposition, die die Bundesrepublik im Kampf um einen verbesserten Schutz für Haie innerhalb der EU und auf der ganzen Welt innehat.“

Hinweise

Haie in Deutschland: Die Bundesrepublik hat die Debatte um den Haischutz dank seiner anhaltenden, wegweisenden Bemühungen um den Eintrag von Dorn- und Heringshai in das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (CITES – Convention on International Trade in Endangered Species) weltweit vorangebracht und sich damit als verantwortungsbewusste Verbrauchernation präsentiert. Deutschland gehört auch zu den wichtigsten Befürwortern globaler Maßnahmen zum Haischutz gemäß dem Bonner Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS – Convention on Migratory Species).

Eine beliebte Spezialität auf den deutschen Fischmärkten und an hiesigen Fisch-Ständen sind die als „Schillerlocken“ bekannten, geräucherten Bauchlappen des Dornhai.

Deutschland gehörte zu den wenigen EU-Mitgliedstaaten, die sich in der Vergangenheit eine Ausnahmeregelung der EU-Finning-Verordnung zunutze gemacht und Fischer mit Sondergenehmigungen zum Abtrennen von Haiflossen auf See ausgestattet haben. 2008 hat Deutschland die Erteilung dieser speziellen Fangerlaubnisse eingestellt und damit die verpflichtende Ganzkörperanlandung aller Haie für alle Schiffe festgelegt.

Obwohl der 2009 verabschiedete Hai-Aktionsplan der EU den Weg für grundlegende Verbesserungen der Richtlinien zum Haifang und Haischutz bereitet hat, wurden viele der gemachten Zusagen bis heute nicht eingelöst. So fehlt es nach wie vor an Fanggrenzen für die von den europäischen Haifischereien am stärksten befischten Arten (Blau- und Makohai), in den meisten EU-Staaten gelten keinerlei gesonderte nationale Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten (wie Hammerhai und Teufelsrochen), und nach wie vor weist das EU-Finning-Verbot riesige Schlupflöcher auf, die dazu führen, dass das Finning an Haien zu häufig noch unentdeckt und ungeahndet bleibt.

Haiflossen sind die Hauptzutat für eine traditionelle und teure asiatische Suppe. Die EU, allen voran Spanien, gehört zu den weltweit größten Lieferanten von Haiflossen nach Asien. Die 2003 beschlossene EU-Finning-Verordnung untersagt zwar generell das Entfernen von Haiflossen an Bord von Fischereifahrzeugen, sieht daneben aber Ausnahmeregelungen vor, nach denen die Mitgliedstaaten ihren Fischern „spezielle Fangerlaubnisse“ erteilen können. Portugal und Spanien – die einzigen EU-Mitgliedstaaten, die diese Sondergenehmigungen bis heute nutzen – erteilen etwa 200 solcher Fangerlaubnisse an die Mehrzahl ihrer Gefrierschiffe, die in entfernten Gewässern Langleinenfischerei betreiben, und die zusammengenommen die größte Haifangflotte der EU bilden. Fischern an Bord der mit einer Sondergenehmigung ausgestatteten Schiffe ist es erlaubt, Haiflossen abzutrennen, solange der Haikörper aufbewahrt wird. Ein stark überhöhter Grenzwert für das Verhältnis von Flossen- zum Körpergewicht eines Fangs dient als Maßstab dafür, ob die angelandeten Flossen und Körper im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN könnten Fischer für jeden angelandeten Hai an geschätzten zwei oder drei Haien Finning praktizieren, ohne diesen hohen Grenzwert zu überschreiten. Dagegen ermöglicht eine Richtlinie, die die „Ganzkörperanlandung“ sämtlicher Haie verbindlich vorschreibt, neben der maximalen Durchsetzbarkeit bestehender Finning-Verbote auch eine verbesserte Erhebung artenspezifischer Informationen über die Haifangerträge, wie sie für Bestandskontrollen und Fischerei-Management unerlässlich sind.

Im November 2011 hat die EU-Kommission einen Vorschlag zur Überarbeitung der Verordnung vorgelegt, nach dem die „Ganzkörperanlandung“ sämtlicher Haie verbindlich vorgeschrieben werden soll – beruhend auf der überwältigenden Zustimmung zu dieser Option im Rahmen der vorangegangenen öffentlichen Konsultation. Am 12. März 2012 hat sich der Rat der EU-Fischereiminister für eine Annahme des Vorschlags ausgesprochen. Deutschland hat dieses Anliegen unterstützt; Spanien und Portugal haben es als einzige abgelehnt. Derzeit wird im Europäischen Parlament über das Thema beraten.

Die Shark Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 120 Naturschutz-, Wissenschafts- und Freizeitorganisationen, die sich für die Wiederherstellung und den Schutz der Haibestände mithilfe verbesserter Schutzbestimmungen für Haie einsetzt. Zu den deutschen Mitgliedsgruppen gehören Deepwave e.V., die Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft e.V., die Deutsche Umwelthilfe e.V., die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V., Pro Wildlife e.V., Reef Check e.V. und der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. Gründer und Koordinator der Shark Alliance ist die Pew Environment Group, die Naturschutzabteilung der Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die der Überfischung der Weltmeere ein Ende setzen will.

European Shark Week: Seit nunmehr fünf Jahren organisieren die Mitglieder der Shark Alliance in Europa jeweils im Oktober in Zusammenarbeit mit Aquarien und anderen Hai-Begeisterten eine öffentliche Veranstaltungswoche mit dem Ziel, die allgemeine Wertschätzung für Haie und Maßnahmen zum Haischutz zu fördern. In Deutschland fanden anlässlich der European Shark Weeks bundesweit Veranstaltungen, Vorträge, Filmvorführungen und Ausstellungen statt.

Kontakt für Interviews:
mit Dr. Onno Groß (+44 (0) 179 59 86 969)
E-Mail: info@deepwave.org

 


Schützt das Rossmeer

Hamburg, 28 Februar 2013: Eine Koalition von Umweltorganisationen zum Schutz der Antarktischen Meere veröffentlichte heute einen Bericht, der den dringenden Schutz der Antarktischen Meere anmahnt. Besonders das Rossmeer sollte demnach geschützt werden, da es von zentraler ökologischer Bedeutung ist.

„Fast alle unsere Meere sind kommerziell überfischt“ sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Einige Länder wollen nun die noch weitgehend unberührten Meere rund um die Antarktis stärker kommerziell nutzen. Dieses Ökosystem ist aber sehr wichtig für Wale, Robben, Pinguine und viele andere Arten. Deswegen ist es so entscheidend diese Gebiete zu schützen.“

„Auch die kommerzielle Fischerei nimmt in dieser Region zu,“ erklärt Dr. Onno Groß von der Organisation DEEPWAVE. „Ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten rund um die Antarktis ist wichtig, um das vielfältige Geflecht von Leben in den Ozeanen zu erhalten. Sie würden auch die Widerstandsfähigkeit der Ozeane gegen den Klimawandel und andere Gefahren erhöhen.“

Die Meere rund um die Antarktis machen etwa zehn Prozent der weltweiten Gewässer aus und sind noch weitgehend unberührt. Beinahe 10.000 Tierarten, beispielsweise fast alle Pinguinarten und die meisten Robben- und Walarten leben dort. Die Meere sind durch die kommerzielle Befischung und die Klimaerwärmung bedroht. Die Koalition „Antarctic Ocean Alliance“ fordert den Schutz von 19 kritischen Lebensräumen im Südpolarmeer, darunter das Rossmeer, das als erstes unter Schutz gestellt werden soll. „Es gibt kaum mehr Fische in großen Anzahlen nahe der von Menschen bewohnten Gebiete, die Antarktischen Meere sind daher für die industrielle Fischerei attraktiv geworden“ sagt Sylvia Earl, weltbekannte Ozeanographin. „Wir wissen, dass wir ein Problem haben und wir wissen, dass wir handeln müssen. Deswegen rufen wir die Menschen dazu auf, mit uns diesen noch unberührten Lebensraum zu schützen.“

Die Zwischenstaatliche Kommission zum Schutz der lebenden Marinen Ressourcen in der Antarktis – CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) – ist zuständig für diese Region. Sie hat zugestimmt ein Netzwerk von mehreren Meeresschutzgebieten im Südlichen Ozean einzurichten. Deutschland ist Mitglied dieser Kommission. „Deutschland hat sich im bisherigen Prozess zurückgehalten“ so Sonntag weiter. „Wir fordern von der Bundesregierung, sich stärker zu engagieren und sicherzustellen, dass wichtige marine Lebensräume in der Antarktis geschützt werden. Der Schutzstatus sollte ein umfassendes Nutzungsverbot für diese Gebiete beinhalten.“

„Das Schicksal der antarktischen Meeresumwelt wird demnächst entschieden und die Weltöffentlichkeit weiß davon nichts“ so Groß. „Wir haben die einmalige Gelegenheit, rechtzeitig für einen ausreichenden Schutz zu sorgen. Das schaffen wir aber nur mit Unterstützung vieler engagierter Menschen, die bei unserer Kampagne „Join the Watch“ mitmachen.“

Umweltschutzorganisationen aus der ganzen Welt haben sich in der Koalition „Antarctic Oceans Alliance“ zusammen geschlossen, um für ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten im Südlichen Ozean zu kämpfen, in denen keinerlei Fischerei oder Walfang stattfinden darf. Zu der Koalition gehören 15 Umweltschutzorganisationen darunter DEEPWAVE, Greenpeace, der IFAW und WWF. Unterstützt wird sie durch weltweit bekannte Persönlichkeiten, wie den Aktivisten und UN Botschafter für Biodiversität Edward Norton, Ozeanographin Sylvia Earle, Unternehmer Richard Branson und Ted Turner.

Eine deutsche Zusammenfassung des Ross-Sea-Reports finden Sie im Anhang.
Kontakt:
Dr. Onno Groß ist Meeresbiologe und Gründer und 1. Vorsitzender des Vereins DEEPWAVE e.V. Kontakt info@deepwave.org, Tel. 040-46856262 oder mob. 0179-5986969
Andreas Dinkelmeyer, IFAW: (+49) 040-86650015, adinkelmeyer@ifaw.org Blair Palese, AOA: +61414659511, blair@antarcticocean.org

Meeresschutzbericht Antarktis veröffentlicht (zum Rossmeer)
Das Erbe des Südpolarmeeres: Ein Meeresschutzgebiet für das Rossmeer
AOA Report – ANTARCTIC OCEAN LEGACY: A MARINE RESERVE FOR THE ROSS SEA

PM_Rossmeer.pdf,  Erbe_des_Südpolarmeeres.pdf,  AOA-Ross-Sea-Report_Web.pdf

 


tauchen_award2

DEEPWAVE e.V. ist Gewinner der TAUCHEN-Awards 2012!

Feb. 2012. Die Gewinner der TAUCHEN-Awards 2012 stehen seit dem 26. Januar 2012 fest! In der Düsseldorfer Nachtresidenz fand die Verleihung der TAUCHEN-Awards in feierlichem Rahmen statt. Die Trophäe wurde in 17 Kategorien an Firmen verliehen, die im vergangenen Jahr herausragende Leistungen erbracht haben. Ermittelt wurden diese Firmen durch eine große Umfrage, die unter den TAUCHEN-Lesern stattfand.

Auch eine Spende wurde in diesem Jahr wieder übergeben: Verlegerin Alexandra Jahr übergab Dr. Onno Groß von der Meeresschutzorganisation Deepwave e. V. einen Spendenscheck in Höhe von 3350 Euro. Deepwave setzt sich für die Erhaltung der Meere ein, möchte Menschen für die Erhaltung der Ozeane begeistern und durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung zur Verantwortlichkeit anregen und zum Handeln anspornen.

Fotos vom Event auch im DEEPWAVE Flickr Album unter: flickr.com

 


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