Copyright ©
2003-2010
DEEPWAVE
Initiative zum
Schutz der Tiefsee
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A K T U E L L E P M s _______________________________________________________ |
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3. Ocean-Talk im Maritimen Museum
Donnerstag 25. Februar 2010, 19 Uhr
Korallenriffe - bedrohte Wildnis tropischer Meere
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Pressemitteilung
+++ Korallenriffe: Wie überleben trotz Klimawandel? +++
+++ Raubbau und Souvenirhandel +++
+++ Schutzgebiete zeigen Erfolge +++
Hamburg, den 25.01.2010: Gemeinsam helfen und Neues entdecken. In Kooperation mit dem Internationalen Maritimen Museum Hamburg lädt die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. zu weiteren Vortragsabenden auf das Deck 7 ein. Mit dem Erlös der Veranstaltung wird das Küstenschutzprojekt MANGREEN in Indien unterstützt, dessen Schirmherrschaft der Bestsellerautor Frank Schätzing übernommen hat.
Im 3. Ocean-Talk geht es um das Thema „Korallenriffe – bedrohte Wildnis tropischer Meere“ und damit das Überleben der bunten Unterwasserparadiese in Zeiten des globalen Klimawandels. Darüber berichten die Experten:
Dr. Georg Heiss vom Naturkundemuseum Berlin und 1. Vorsitzender Reef Check e.V. und Dr. Sebastian Ferse, Meeresbiologe Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) .
Wann: 25. Februar 2010 um 19:00 Uhr:
Wo: Deck 07, Internationales Maritimes Museum Hamburg
Kaispeicher B
Koreastraße 1 (ehemals Magdeburger Straße)
20457 Hamburg
Eintritt (inklusive Museumsbesichtigung): € 10,--
+++ Vorausschau: 4. Ocean-Talk im Maritimen Museum +++
Donnerstag 4. März 2010, 19 Uhr: „Wale können sich nicht wehren“
Referentin: Petra Deimer-Schütte, Meeresbiologin, Buchautorin und Walexpertin, Gründerin der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (www.gsm-ev.de)
Ansprechpartner Dr. Onno Groß
Telefon 0179 – 598 69 69
Internationales Maritimes Museum Hamburg
Kaispeicher B
Koreastraße 1 (ehemals Magdeburger Straße)
20457 Hamburg
Telefon 040/300 92 300
www.internationales-maritimes-museum.de
Mehr Schutz für die Meere – wir tun was dafür! Unterstützen Sie die Arbeit von DEEPWAVE e.V.,
Spendenkonto:
Deepwave e.V., Konto: 1208 116 713,
Hamburger Sparkasse, BLZ: 20050550.
Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung. |
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07. 01. 2010
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Die Netze werden nicht mehr voll.
Pressemitteilung
Stellungnahme zum Grünbuch über die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) (KOM(2009)163)
Präambel
Der gemeinnützige Hamburger Verein DEEPWAVE e.V. setzt sich seit dem Jahr 2003 für den Schutz der Meere ein. DEEPWAVE richtet seine Aktivitäten vor allem darauf aus, die Menschen für Umweltbedrohungen zu sensibilisieren, die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern und einen organisatorischen Rahmen für Informations- und Meinungsaustausch zu meereskundlichen Themen zu schaffen. DEEPWAVE ist aber auch, initiativ oder unterstützend, in verschiedenen Projekten aktiv und setzt sich national wie international auf politischer Ebene für die Durchsetzung ökologischer Ziele ein.
Stellungnahme zum Grünbuch über die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) (KOM(2009)163)
„…Die marinen Ökosysteme in den europäischen Gewässern könnten hoch produktive Fischbestände unterhalten. Allerdings wurden die meisten Bestände bereits durch Überfischung reduziert. 88 % der Gemeinschaftsbestände werden über den höchstmöglichen Dauerertrag hinaus befischt… 30 % dieser Bestände befinden sich außerhalb sicherer biologischer Grenzen, was bedeutet, dass sie sich möglicherweise nicht mehr erholen können…“
Dieses Zitat aus dem „GRÜNBUCH – Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik“ (S. 7) soll hier als Ausgangslage für den von der EU Kommission angestoßenen Prozess einer Erneuerung der europäischen Fischereipolitik dienen. Denn hinter diesen Zahlen verbirgt sich das Eingestehen des Scheiterns einer Politik, die auf viele ungelöste Probleme zurückzuführen ist.
Folgende wesentliche Kernpunkte sind nach unserer Auffassung dringend erforderlich:
· Zielsetzung einer nachhaltigen, ökosystem-basierten Fischerei als Mittel zum Erhalt eines Guten Umweltzustands
(sensu GES der MSRL) Reduzierung der Überfischungspolitik
· Vermeidung von Beifang (Seevögel, Meeressäuger)
· Abbau der Flottenüberkapazität
· Bekämpfung der IUU-Fischerei
· Aufgabe unrentabler, unökologischer Fischereien z. B. des Tiefsee-bodentrawlings etc
· Generelle Reduktion der Fischereisubvention
· Einstellung der Subvention bei Nichteinhaltung der GFP-Ziele
· Einhaltung des ökosystem-basierten Fischereimanagements
· Fangstopp für besonders empfindliche Arten (alle Hai- und Tiefseearten)
· Entwicklung weiterer selektiver Fangmethoden
· Einbeziehung der Küsten- und Sportfischerei in die TAC-Quotenvergabe
· Ausweisung von Schutzgebieten z.B. der „vulnerable marine ecosystems“
· Vermehrter Schutz der Meeresumwelt durch den Fischsektor
In genereller Hinsicht ist die europäische Fischerei nur unter Berücksichtigung des ökologischen Vorsorgeansatzes im Fischereimanagement, unter strikter Befolgung von wissenschaftlichen Empfehlungen durch freie Entscheidungsinstrumente, und unter der Prämisse einer starken GFP-Kontrolle und Implementierung einer nicht übersubventionierten Industrieüberhaupt überlebensfähig: „Fische wird es ohne die Fischerei geben, aber keine Fischerei ohne Fische.“
Das Grünbuch hat in seinen aufgeworfenen Fragen diese einzelnen Punkte zwar erkannt. Aber das wesentliche Ziel für die Erneuerung der Fischereipolitik ist nicht allein durch eine Wiederholung der (2002-)Reformwünsche zu erzielen.
Denn das oberste Ziel und die oberste Priorität muss diesmal wirklich eine nachhaltige und naturverträgliche Bewirtschaftung der Fischbestände sein. An Maßnahmen gehören dazu u. a. die Einführung von Rückwurfverboten und Anlandegeboten, die Stärkung selektiver Fischereien und Anreize für die Eigenverantwortung der Fischerei.
Zusätzlich sollte die neue GFP:
· langfristige und strategische Management-Entscheidungen differenziert auf den richtigen Ebenen sicherstellen
· wissenschaftlichen Empfehlungen direkt befolgen unter Berücksichtigung aller Ökosystemfaktoren (Klimawandel, Habitatzerstörung, Eutrophierung etc.)
· rechtlich verbindliche und/oder zeitlich gebundene Instrumente entwickeln (regional, pro Fischerei, pro Zielart etc. )
· der Fischindustrie Zugang zur Ressource nur nach der Befolgung von ökologischen und sozial nachhaltigen Kriterien erlauben
· die Aquakultur durch strikte Gesetzgebung zu Umwelt-, Tierschutz- und Lebensmittelsicherheit verpflichten
· Futtermittel für die Fischzucht aus globalen Fischbeständen einschränken
transparente und mitbestimmende Entscheidungen tätigen.
Eine Reform der GFP kann nur unter der Prämisse einer ökologisch nachhaltigen Fischerei wirklichen Erfolg haben. Positive Beispiele für solche Fischerei gibt es bereits, die sich immer durch ein ökosystem-basiertes Management, durch den Einsatz selektiver Fangmethoden und durch großzügige Schutzgebiete auszeichnen. Entscheidend dafür ist aber auch, dass der Fischereisektor ein integrierter Bestandteil in der gesamten künftigen Meerespolitik (z. B. in der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und der Natura 2000-Richtlinien) der EU sein muss.
PDF-Download unserer Stellungnahme hierzu an die europäische Kommission;
1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V.
The Initiative for the Protection of the High and Deep Sea
THE OCEAN BLOG http://deepwave.blog.de
DONATE A MANGROVE TREE http://www.mangreen.org
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DEEPWAVE e.V. lädt Sie herzlichst in das Internationale Maritime Museum Hamburg zu zwei Vortragsabenden ein.
Mit dem Erlös der Veranstaltung wird das Küstenschutz-projekt MANGREEN in Indien unterstützt.
Am ersten Abend dreht sich alles um das Thema Wracks und ihre Erforschung.
Zu Gast sind Dr. Thomas Förster vom Deutschen Meeresmuseum und der Taucher und Buchautor Ingo Oppelt.
Ocean-Talk I am 26. November 2009 um 18:00 Uhr : Schiffswracks in unseren Gewässern
Wracks sind hotspots der Artenvielfalt. Aber sind deshalb künstliche Riffe sinnvoll? Und wie müssen die Wracks geschützt werden? Dr. Onno Groß (DEEPWAVE) erläutert zur Einführung der beiden Vorträge aktuelle Fragen der Forschung.
Die Wracks der Ostsee
Referent: Ingo Oppelt, Taucher und Buchautor
Tauchreise in die Vergangenheit
– aktuelle archäologische Untersuchungen vor der deutschen Küste
Referent: Dr. Thomas Förster, Deutsches Meeresmuseum, Verein „archaeomare“
Eintritt (inklusive Museumsbesichtigung): € 10,--
Das Thema „Exotische Tierarten in Nord und Ostsee“ und die Problematik des Ballastwassers stehen im Mittelpunkt des zweiten Abends.
Ocean-Talk II am 03. Dezember 2009 um 18:00 Uhr: Ballastwasser und Einnschleppung Ortsfremder Organismen
Sie kommen aus der ganzen Welt und werden global verschleppt: Exotische neue Arten machen sich in unseren Meeren dank der Schifffahrt breit. Stören sie die heimische Artenvielfalt und müssen wir etwas unternehmen? Dr. Onno Groß (DEEPWAVE) erläutert zur Einführung der beiden Vorträge aktuelle Fragen der Forschung.
Wege für ein globales Management für Ballastwasser
Referent: Dr. Stephan Gollasch, Meeresbiologe
Ballastwassertechniken in Schiffen
Referent: Dr. Matthias Voigt, Firma Hamann
Eintritt (inklusive Museumsbesichtigung): € 10,--
Ansprechpartner Dr. Onno Groß
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Internationales Maritimes Museum Hamburg
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Telefon 040/300 92 300
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Video-Trailer der Shark Alliance
Vom Jäger zum Gejagten
Die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE lädt ein zu den „Tagen der Haie“ am 10. und 11. Oktober.
Im Tropen-Aquarium von Hagenbecks Tierpark können sich die Besucher über die weltweite Bedrohung der Haifische informieren. Mit diversen Aktionen, wie Vorträgen, wollen die Meeresschützer auf die Situation der großen Knorpelfische aufmerksam machen. Für Kinder gibt es Wettbewerbe mit lukrativen Preisen. Erwachsene können mit Ihrer Unterschrift unter die Beispielresolution den Schutz der bedrohten Tiere unterstützen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der European Shark Week statt, die von 75 weltweit in der Shark Alliance zusammen geschlossenen Umweltschutzorganisationen durchgeführt wird.
Zum Hintergrund: Die europäischen Gewässer, von der kalten Nordsee bis zu den wärmsten Gebieten des Mittelmeeres, beheimaten über 130 Hai- und Rochenarten. Ein Drittel der europäischen Haibestände sind bereits stark bedroht, doch trotz dieser alarmierenden Zahl bleiben die meisten Hai- und Rochenfischereien in der EU unreguliert und wissenschaftliche Empfehlungen unbeachtet.
Aber auch weltweit sieht es nicht besser aus. Von den derzeit heute noch 450 verschiedenen existierenden Arten sind inzwischen schon jetzt 70 vom Aussterben bedroht. Mehrere Millionen Haie werden pro Jahr vernichtet! Nur für eine angeblich delikate Suppe werden vielen Haien bei lebendigem Leib die Rückenflosse abgeschnitten und lebendig wieder ins Meer zurückgeworfen, wo sie elendig verenden. Das Verbot dieses so genannten Hai-Finnings ist innerhalb der EU das durchlässigste in der Welt.
Dabei sind Haie unverzichtbare Bestandteile des Ökosystems „Meer“. Wie früher Wolf, Bär oder andere Raubtiere im Wald, hält der Hai das Gleichgewicht innerhalb der Arten im Meer aufrecht. Ohne ihn würden sich kleinere Raubfische ungebremst vermehren und so den Fischbestand insgesamt gefährden. Haie und seine nahen Verwandten, die Rochen, sind besonders anfällig für Überfischung, weil nur wenige Jungtiere heranwachsen und diese ihre Geschlechtsreife häufig erst nach 30 Jahren erreichen.
DEEPWAVE tritt dafür ein, die Überfischung der Haie gesetzlich zu stoppen. Im letzten Jahr wurden von der Shark Alliance mehr als 100.000 Unterschriften für den Schutz der Raubfische in Brüssel vorgelegt. In diesem Jahr wenden wir uns an die spanische Regierung, um den Haiaktionsplan, insbesondere hinsichtlich der Verschärfung des Finning-Verbots und der Senkung der Fangquote auf Null für besonders gefährdete Haiarten, voranzutreiben.
Link zur Petition: www.europeansharkweek.de
Hilfe für die Haie!
Wusstest du, dass schon ein Drittel aller Haiarten vom Aussterben bedroht ist!
Tu doch was dagegen.
Du möchtest den bedrohten Haien helfen?
Dann mach mit bei der Unterschriftensammlung und dem Malwettbewerb der Shark Alliance.
So geht’s: Lade dir die Malvorlage herunter.
Malwettbewerb
Schnapp dir deine Buntstifte und verpasse dem Räuber der Meere einen neuen Anstrich.
Dein fertiges Bild schickst du an:
Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft c/o
Biozentrum und Zool. Museum, Universität Hamburg
Martin-Luther-King-Platz 3
20146 Hamburg
Der Einsendeschluss ist der 31.Oktober.
Für die besten Zeichner gibt es tolle Preise zu gewinnen:
1. Preis: ein NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD-Jahresabo
2. bis 5. Preis: je 2 Eintrittskarten für das Tropen-Aquarium Hagenbeck
6. bis 10. Preis: je 4 Eintrittskarten für das Sealife Centre in deiner Nähe.
Mehr Informationen findest du auch in dem Taschenführer HAISCHUTZ

Mehr Schutz für die Meere: Wir tun etwas dafür - helfen Sie uns dabei! Der gemeinnützige Verein DEEPWAVE - die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee - setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen ein. Mehr Informationen finden Sie unter www.deepwave.org
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Hamburg macht mit beim 24. International Coastal Clean Up Day 2009
Machen Sie mit beim Aktionstag gegen die Verschmutzung unserer Strände.
UNSERE ELBE IST KEIN ABWASSERKANAL!
Helfen Sie uns, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.
Treffpunkt: Museumshafen Övelgönne
Samstag den 19. September 2009 ab 15 Uhr
Flaschen, Dosen, Kippen, Tüten, Grillreste – unsere Strände sind voll von diesem Müll. Abfall aus Glas, Aluminium, Tabak, Kohle, Papier, vor allem aber aus Plastik. Dieser Unrat verunstaltet nicht nur unsere Ufer und birgt Verletzungsgefahren, er bedroht letztlich die Ökosysteme der Meere. Denn Strandmüll landet oft im Ozean. Schätzungsweise eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische sterben jährlich weltweit an dieser Verschmutzung. Schildkröten verfangen sich in Plastiktüten und verenden qualvoll. Albatrosse verhungern, weil ihre Mägen voll gestopft sind mit kleinsten Plastikteilchen. An der Oberfläche dieser Partikel können sich zudem Toxine wie DDT oder PCB binden, die über Flüsse ins Meer gelangen. Fische, die an diesen „Giftschwämmen“ nicht eingehen, verspeisen wir dann im Rahmen der Nahrungskette. Wir schlucken somit im wahrsten Sinne unseren eigenen Dreck.
Laut einer Studie der UNEP (Umweltprogramm der UN) befinden sich heute bis zu 18.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresfläche. Das muss nicht sein! Den eigenen Müll wieder mitnehmen ist die effektivste und einfachste Lösung. Leider beachten das nur wenige. Deshalb will DEEPWAVE e.V. als deutscher Partner des „International Coastal Cleanup“ auf die Vermüllung aufmerksam machen und einen Teil des Elbestrands reinigen.
Das große Sammeln startet am Samstag, 19.09. 2009, um 15 Uhr am Övelgönner Museumshafen (Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken bzw. Finkenwerder).
Von hier beginnend, arbeiten wir uns hoch zu unserem Infostand bei der „Strandperle“ und weiter evtl. bis Teufelsbrück.
Gemeinsames Handeln ist nicht nur sinnvoll, es macht auch Spaß!
Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender
Internet: www.deepwave.org
E-Mail:
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Mehr Schutz für die Meere – wir tun was dafür! Unterstützen Sie die Arbeit von DEEPWAVE e.V., bitte auch finanziell! Spendenkonto: Deepwave e.V., Konto: 1208 116 713, HASPA, BLZ: 20050550. Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung. |
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06. Juli 2009
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Abgeordneter bei der Arbeit.
DAS MEER ZUM WAHLTHEMA MACHEN!
BÜRGER KÖNNEN ABGEORDNETE BEFRAGEN.
Wir alle werden selten genug um unsere Meinung gefragt, wer uns wie regieren soll.
Viele Bürger urteilen erst in den letzten Tagen vor einer Wahl wohl eher aus dem Bauch heraus, dass sie von dieser oder jener Partei, von diesem oder jenem Kandidaten besser vertreten werden könnten und machen dann jeweils dort ihr Kreuz.
Als DIE Hamburger Meeresschutzorganisation möchten wir Abgeordneten, insbesondere natürlich den aus Hamburg stammenden, die Möglichkeit geben, auf die drängenden Fragen des Umweltschutzes öffentlich zu antworten.
Wie halten es die Hamburger Kandidaten zum Beispiel mit den Kreuzfahrtschiffen, die im Hafen mit ständig laufenden Motoren das gesamte Stadtklima verschmutzen?
Was tut oder was hat der einzelne Kandidat getan, um Gesetze auf den Weg zu bringen, die bedrohten Fischarten zu retten?
Was tut der Kandidat, um die Vernichtung des Lebens am Meeresboden zu verhindern, die durch den unkontrollierten Bodenschatzabbau vor sich geht?
Was tut er gegen die unter anderem den Nachwuchs vieler Fischarten vernichtende Schleppnetzfischerei?
Was gegen den Kiesabbau in der Nordsee?
Was für die Vorbereitung auf einen Unfall mit der neuen Gaspipeline in der Ostsee?
Diese Fragen und noch viel mehr sollten wir unseren Kandidaten stellen…
Und wir von DEEPWAVE möchten Sie bitten, diese unsere Aktion zu unterstützen, indem Sie Ihre Zuschauer, Leser und Zuhörer auffordern, unserem Beispiel zu folgen und Abgeordnete (z.B. auf Ihren Internetzugängen, oder unter www.abgeordnetenwatch.de) für den Schutz der Meere ganz genau zu befragen.
Vielen Dank.
Natürlich stehe ich Ihnen als Gründer der Meeresschutzorganisation bei Nachfragen auch persönlich für Rückfragen zur Verfügung.
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08. Juni 2009
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Hydrothermalquellen strotzen nur so vor Leben, wie dieses Tiefsee-Muschelfeld zeigt.
UN-MEERESBODENBEHÖRDE VERTAGT ERNEUT SCHUTZGESETZ FÜR TIEFSEEBERGBAU
BEGINNT NUN EINE KOLONIALISIERUNG DER WELTMEERE?
Goldgräberstimmung in der Tiefsee wegen der dort vermutenden Buntmetallvorkommen. Rechtsfreier Raum bleibt nach Scheitern der UN-Konferenz weiter bestehen.
Kingston, Jamaica. 8.6.2009. Bei dem diesjährigen Treffen der UN-Meeresbodenbehörde (www.isa.org.jm) konnten sich die Staaten erneut nicht für einen Bergbau-Codex für den Abbau der Tiefseelagerstätten einigen. Durch den Druck der rohstofforientierten Länder China und Indien verzögert sich somit der Schutz der Metalllagerstätten in der Tiefe und öffnet den Spekulanten weiterhin Tor und Tür.
Die so genannten „Schwarzen Raucher“ in der Tiefsee rund um unseren Erdball gelten als hydrothermale Urquellen allen Lebens auf der Erde. Aus ihnen werden bei ca. 300 bar Druck und 450 Grad Celsius aus der Tiefe des Erdinneren Rohstoffe ins Meer geschossen. Die bei der Erkaltung anfallenden Sulfidmatten gelten inzwischen als Rohstofflieferanten der Zukunft.
So wird vermutet, dass es möglich sein könnte, über 10 Milliarden Tonnen polymetallische Stoffe aus den Manganknollen, den „Trüffeln“ der Meere, herauszulösen. Neben Mangan für die Stahlproduktion natürlich auch die inzwischen stark nachgefragten Buntmetalle wie Nickel, Kupfer, Zink, Kobalt, Gold und Silber.
In dem Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko hat auch Deutschland für 250.000 Dollar Schürfrechte erworben und ein Claim abgesteckt in der Größe von Bayern. 15 Jahre lang dürfte hier die Heimat von Tiefsee-Lebenskünstlern zerstört werden. Wie mit einem Ackerpflug werden die Böden dabei umgewälzt und durch Sedimentation legt sich dabei eine Trübungswolke wie ein Leichentuch auf bodennahe Organismen wie z.B. Schwämme.
Kein Wissenschaftler hat bisher langfristig die nachhaltigen Auswirkungen auf das Ökosystem untersucht, keiner weiß, was für Folgen die ebenfalls angestrebte Gewinnung von Methanhydrat auf unser Erdklima haben könnte.
Weitere Lagerstätten insbesondere für Gold finden sich in Form von so genannten Massivsulfiden an den untermeerischen Vulkanen und aktiven Plattengrenzen. Vor Papua-Neuguinea wollen nun Gesellschaften wie Anglo-American, Teck Cominco und Barick Gold durch zwei Firmen den Tiefseebergbau beginnen.
Da der internationale „mining code“ diese Schwarzen Raucher und Massivsulfide nicht erfasst, wird seit Längerem bei der Internationale Meeresbergbaubehörde über einen Entwurf für einen neuen Codex diskutiert. Mehrere Länder verzögern jedoch die Ratifizierung und beeinflussen die Vorschläge über die Umweltprüfung und Lizenzaufteilung. Solange sich die internationale Staatengemeinschaft nicht für einen effektiven Schutzmechanismus einsetzt, wird dem gierigen Wunsch der Minengesellschaften keine Schranken entgegengesetzt.
Wir von DEEPWAVE e.V. HAMBURG plädieren dafür, erst einmal genaue Untersuchungen anzustellen, ehe wir nun, nach den Meerestieren, auch noch den Meeresboden der Tiefsee zerstören.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen zur Verfügung.
Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender
DEEPWAVE. e.V.
Die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Web: http//:www.deepwave.org
Hegestrasse 46 d, D-20251 Hamburg
Telefon: ++49 - (0)40 46 85 62 62
Telefax: ++49 - (0)40 46 85 62 63
Mobil: ++49 - (0)179 598 69 69*
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27. März 2009
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GEGEN DAS ABSCHLACHTEN DER ROBBEN IN KANADA

Kegelrobbe vor Kanada, J.Kriese
Wir von der Hamburger Meeresschutzorganisation DEEPWAVE sind darüber erschüttert, dass es nach nun schon über 30 Jahren des
Kampfes gegen das Robbenabschlachten in Kanada immer noch erlaubt ist, Sattelrobben auf erschreckend brutale Weise zu erschlagen, um das noch weiße Fell gleich auf dem Eis abzuziehen und dann international zu vermarkten.
Nach jahrelangen Protesten hat die kanadische Regierung die Abschlachtquote von 350 000 auf 280 000 Jungtiere zwischen 12 Tagen und 4 Wochen gesenkt.
Erst wenn der aktuelle Bestand von 5,5 Millionen Tieren auf 1,8 Millionen „reduziert“ sein sollte, sieht die Regierung in Kanada einen Grund, das grausame Gemetzel gänzlich zu unterbinden.
Wegen der radikalen Klimaerwärmung reduziert sich das Meereis immer stärker und es bleibt den Robben immer weniger Raum, ihre Jungen dort solange zu säugen, bis deren weißes Fell sich so verändert hat, dass sie im extrem kalten Nordmeer selber überleben können.
100 000 Jungtiere verenden jährlich, weil sie dies nicht schaffen.
Die kanadische Regierung gibt als Grund für die Abschlachtungsfreigabe an, dass die Robben den Kabeljaubestand gefährden würden.
Eine ähnliche Lüge war ursprünglich auch immer das Argument für die Ausrottung der Wale.
Und das alles wird durch ständige Wiederholung nicht wahrer.
Als ob nicht schon immer klar war, dass die Robben Feinde der Speisefische fressen und so zur Arterhaltung des Ökosystems „Meer“ unerlässlich sind und in Wahrheit die wirkliche Ursache für den extremen Rückgang der Fischbestände die industrialisierte Ausbeutung der Meere durch internationale Fischereiflotten ist.
In Zusammenarbeit mit dem internationalen Tierschutzfonds IFAW kämpft DEEPWAVE Hamburg in allen Gremien dafür, dass es
KEINE AUSNAHME BEIM HANDEL MIT ROBBENPRODUKTEN geben darf.
Bitte unterstützen Sie uns bei diesem Anliegen.
Ich, als Hamburgs Meeresbotschafter in Brüssel, stehe Ihnen bei Fragen persönlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Onno Groß, Meeresbiologe
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03. März 2009
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Bürgerinnen und Bürger rufen zum Haischutz auf
Berlin, 3. März 2009: Staatssekretär Gert Lindemann vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhält heute die Unterschriften von über 100.000 Bürgerinnen und Bürger einer Unterschriftenaktion, die zum besseren Schutz von Haien aufruft. Die Petition zeigt das wachsende Bewusstsein für die Überfischung der Haie und fordert Verbraucherschutzministerin Aigner auf, den kürzlich vorgestellten EU-Haiaktionsplan zu fördern.
Die Petition wurde von der Shark Alliance organisiert, einem Zusammenschluss von mehr als 60 internationalen Nichtregierungsorganisationen. In Deutschland beteiligten sich während der „Europäischen Haiwoche 2008“ die deutschen Shark Alliance Partner Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft e.V. (D.E.G.) und DEEPWAVE e.V. an einigen der mehreren hundert Veranstaltungen in ganz Europa.
„Den Bürgerinnen und Bürger Deutschlands wird zunehmend bewusst, dass Haie eine wichtige Rolle in unseren Meeren spielen und bereits stark überfischt sind“, sagte Heike Zidowitz, Shark Alliance Koordinatorin für Deutschland und Vorsitzende der D.E.G. „Die vielen Unterschriften, die während der Aktionswoche gesammelt wurden, sind eine klare Botschaft an unsere Regierung, dass die Öffentlichkeit die Haie besser geschützt sehen möchte“.
Die meisten Bestände der europäischen Haie, und der nah verwandten Rochen, sind überfischt - ein Drittel bereits vom Aussterben bedroht. Trotzdem blieben bislang die meisten Fischereien auf Haie und Rochen in der EU unreguliert.
Anfang Februar hat die Europäische Kommission den lang erwarteten Haiaktionsplan vorgestellt, mit dem Haie durch Fischerei- und Handelsregulierungen und durch Schutz von Lebensräumen besser geschützt werden sollen. Die Fischereiminister werden ihre Reaktionen zu diesem Plan im April bekannt geben.
„Ein erster Umsetzungsschritt des Haiaktionsplans wäre die schnellst mögliche Stärkung des europäischen Finning-Verbotes”, fügte Onno Groß, Vorsitzender von DEEPWAVE e.V., hinzu. „Die momentane Verordnung hat noch immer zu viele Schlupflöcher, die das Finning von Haien auf hoher See möglich machen.”
Die Mitglieder der Shark Alliance rufen Verbraucherschutzministerin Aigner daher auf, die sofortige Umsetzung dieses wissenschaftlich fundierten Haiaktionsplans zu gewährleisten.
Weitere Informationen zur Europäischen Haiwoche gibt es hier.
Hinweise für Redakteure:
Die Shark Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 Nichtregierungsorganisationen aus dem Meeres- und Artenschutz, sowie von Taucher- und Anglerverbänden, die sich für die Verbesserung der Haischutz-Politik in der EU einsetzen.
Die meisten Haie können schnell überfischt werden, da sie nur langsam wachsen, spät geschlechtsreif werden und nur wenige Jungen bekommen.
Seit 1999 ruft die Welternährungsorganisation (FAO) zur Erstellung von nationalen Haiaktionsplänen auf. Am 5. Februar 2009 hat die EU-Kommission ihren Vorschlag veröffentlich, der nun von den Ministern diskutiert wird.
Kontakt:
Dr. Onno Groß
DEEPWAVE e.V.
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Tel. 0 40-46 85 62 62 oder mob. 01 79-5 98 69 69
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12. Januar 2009
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DEEPWAVE-Erklärung zur ozeanischen Plankton-Forschung
Gemeinsam Lösungen gegen den globalen Klimawandel finden!
Dieser Tage geht ein Rausch an Nachrichten durch die Medienwelt, die sich auf die geplante Erforschung der Auswirkungen von Eisendüngung auf das ozeanische Plankton im polaren Südmeer beziehen und die teilweise ein Verbot dieser Aktivitäten fordern, siehe die Blogbeiträge:
Minister setzt Düngung der Ozeane aus
Eisendüngung im Südmeer
In diesem Zusammenhang erachtet es DEEPWAVE e.V. als wichtig folgende Sachverhältnisse zu betonen:
1) Die Wissenschaft ist ein wichtiger Partner bei der Bewältigung der Krise unserer vielfach übernutzen und geschändeten Ozeane
"Zu den größten Problemen der Küsten und Meere zählen heute Überfischung, Überdüngung und der Eintrag schädlicher Stoffe - hinzukommen noch die Auswirkungen des Klimawandels. Jedoch fehlen uns die wissenschaftlichen Werkzeuge, um Parameter wie etwa Strömungen, Wassertemperatur oder Algenkonzentration präzise beurteilen und vorhersagen zu können"
Dieser Satz entstammt nicht etwa einer Pressemitteilung der an dem Ozean-Experiment beteiligten Institute, sondern stammt von Prof. Colijn vom Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrum Geesthacht. Fakt ist jedoch, dass er sich genauso auf die Forschung im Südmeer beziehen könnte.
Für jeglichen umweltpolitischen Entscheidung ist die Wissenschaft die einzig verlässliche Grundlage. Auch die Meeresforschung trägt dazu bei und die Beispiele sind unzählig. Jüngstes Beispiel ist die Ausweisung der Meeresschutzgebiete, wie des Marianen-Tiefseegrabens oder der Schutzzonen im Coral Triangle, die sich auf die Zoologen und Artenforscher berufen, bis hin zu den ersten Schutzgesetzen für die stark bedrohten Haiarten. Manche politische Impulse sind sogar von der Wissenschaft initiiert worden, so die Aufforderung an die Vereinten Nationen mehr für die durch die Grundschleppnetzfischerei bedrohten Kaltwasser-Korallen in der Tiefsee zu tun (Boothbay-Harbour Deklaration). Dass diese wissenschaftlichen Forderungen (gerade in der Fischereipolitik) fast überhaupt nicht oder selten gehört werden, ist ein sehr großes Manko.
2) Die Wissenschaft bedarf der Glaubwürdigkeit für die Politik und auch für die Zivilgesellschaft
Im Spannungsfeld von Interessen kann es vorkommen, dass die Expertenmeinungen aus der Wissenschaft sich aufheben oder aber instrumentalisiert werden. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich der „wissenschaftliche“ Walfang der Japaner, der nachweislich nichts mit Forschung zu tun hat. Auch manche andere Experimente unterliegen fadenscheinigen Argumenten und werden missbraucht (Stichwort Klimaforschung USA, Mobilfunk etc). Die Glaubwürdigkeit aller Wissenschaft steht dann durch solche Schwarzen Schafe auf dem Spiel.
Ein Ausweg aus dieser Situation ist nur durch das korrekte Verhalten und durch die Selbstverpflichtung der Wissenschaft zu ethischen Normen zu durchbrechen. Die Tiefseeforscher an Hydrothermalquellen haben z.B. solch ein schonende Forschungspolitik in der Münchner Erklärung eingefordert und sogar das internationale Ocean Drilling Project hat sich Statuten bei der Meeresgeologie auferlegt. Die Politik und Zivilgesellschaft braucht solch ein Votum, um richtige Lösungen für die uns umgebenen und rasant wachsenden globalen Probleme einzufordern.
3) Die Wissenschaft muss Zeichen setzen und zukunftsweisend wirken
Was für ein Pech: Die Vorbereitungen von Expedition bedarf jahrelanger Vorlaufzeiten, der Satelliten- und Reiseplan muss beantragt werden und das Wetter muss auch noch mit spielen – auch das politische Wetter. Und gerade dies wurde letztes Jahr im Rahmen der Diskussionen des Gastgeberlandes Deutschland für die letzte Biodiversitätskonferenz CBD durch die vorsichtige Ächtung der Eisendüngungsexperimente im offenen Ozean empfindlich gestört.
Der Erklärungstext der Staatengemeinschaft (COP 9 Decision IX/20, Marine and coastal biodiversity) bestätigt darin ja eigentlich die Rolle der Wissenschaft bei der Erforschung der globalen Kreisläufe im Ozeane.
§ 4. Bearing in mind the ongoing scientific and legal analysis occurring under the auspices of the London Convention (1972) and the 1996 London Protocol, requests Parties and urges other Governments, in accordance with the precautionary approach, to ensure that ocean fertilization activities do not take place until there is an adequate scientific basis on which to justify such activities, including assessing associated risks, and a global, transparent and effective control and regulatory mechanism is in place for these activities; with the exception of small scale scientific research studies within coastal waters. Such studies should only be authorized if justified by the need to gather specific scientific data, and should also be subject to a thorough prior assessment of the potential impacts of the research studies on the marine environment, and be strictly controlled, and not be used for generating and selling carbon offsets or any other commercial purposes;
So wie es auch die London Konvention tut:
In the resolution, Parties agreed that scientific research proposals should be assessed on a case-by-case basis using an assessment framework to be developed by the Scientific Groups under the London Convention and Protocol. Until specific guidance is available, Parties should be urged to use utmost caution and the best available guidance to evaluate scientific research proposals to ensure protection of the marine environment consistent with the Convention and Protocol.
Aber das Thema war auf die politische Agende gehievt worden, denn an die Grundlagenforschung hatten sich wirtschaftliche Interessensgruppen wie die Firma Planktos u.a angehängt und damit die weitere Forschung erstmal in Misskredit gebracht. Ein Jahr - das mag ungerecht und unsinnig erscheinen - schien für das Wogen der Glätten in der Öffentlichkeit nicht genug Zeit zu sein. Zumindest nicht für das Magazin „Nature“ (so wie auch DEEPWAVE), dass sich diese Gelegenheit in eine kontroverse Diskussion einzusteigen nicht nehmen ließ - mit dem positiven Effekt das sich Forscher mal als Blogger für eine Sache einsetzen!
Ist die Forschung also unfrei? Ja, sie muss sich auch der gesellschaftlichen Verantwortung stellen und im Falle internationaler Vorgaben sich an diese halten. Ein Gutachten wird das Ozeanexperiment sicherlich frei geben (die rechtliche Auslegung was ein großskaliger Eingriff ist steht zwar noch aus).
Aber der Sinn dieser Experimente ist damit allein noch nicht geklärt (siehe auch FAZ oder Nature.com).
Dazu auch Exkurs in Planktonkunde: Da in der oligotrophen Südsee eher die Silikatalgen (Radiolarien) vorherrschen und keine karbonathaltigen Algen wie die Coccolithophoriden, bedeutet dies, dass keine Karbonate (mitsamt dem aufgenommenen „atmosphärischen“ CO2) in die Tiefsee und die geologischen Schichten verschwinden. Und dort wo es überwiegend karbonathaltige Algen gibt, wird bei deren Schalenbildungschemie auch noch CO2 gebildet, der dann in die Atmosphäre entweicht! Das ist das Gegenteil von Maßnahmen zum Klimaschutz. Und dolle Satelittenbilder alleine reichen eben nicht aus (ohne die Kooperation u.a. der Forschung klein reden zu wollen.)
4) Die Wissenschaft muss eine transparente Kommunikation führen
Richtiges und Falsches zu kommunizieren ist im Zuge der Interessen nicht immer einfach. Oder anders gesagt:
Nein, die Forschungsexperimente stellen keine wirkliche Gefährdung für die marine Tierwelt da. Nein, der Eingriff führt kaum zu einem Boom von neuen Unternehmen, die nun mit ozeanischen CO2-Zertifikaten Handel betreiben werden (es wurde ja international geächtet!) und die Wissenschaft leistet hier keinem falsch verstandenem Geoingeneering Vorschub.
Ja, Zweifel bleiben. Doch die Ozeandüngung wird kaum den Meeresspiegelanstieg aufhalten können (ein Großteil des Eisens verschwindet ja ungenutzt in der Tiefsee Zitat: Indeed, a group of EUR-OCEANS scientists using the Kerguelen Plateau as a site study for natural iron fertilisation of the Southern Ocean, recently showed that artificial iron fertilisation of the surface ocean is a mechanism 10 to 100 times less efficient than the naturally occurring processes, in increasing CO2 capture through the biological pump.)
Ja, die Forschung muss herausfinden warum der Krill in der Arktis etc. verschwindet. Ja, der Eingriff findet in der Hohen See statt und nicht in Küstengewässern (vielleicht als Wasserkörper, aber nicht geografisch), wie es aber die AWI-Pressemitteilung verlauten lässt (oder liegt das an den nicht erlangten Lizenzen? Wenn aber die CBD von coastal spricht meint sie dann 1000 km??).
Ja, es ist ein großskaliger Eingriff, zumindest da es sich um einen anthropogenen Eingriff handelt (und größer als von einem Schiff geht ja kaum), der auf 300 Quadratkilometern etwas (?) bewirkt.
Nein es findet keine „Hexenjagd“ auf die Meeresforschung statt und es sind auch keine selbstherrlichen „Egoengineers“ und Wissenschaftsskeptiker, die dieses Forschungsfeld kritisch begutachten (auch wenn der Kanadischen NGO ein seltener Mediencoup gelungen ist).
Diese Einwände wurde schon bei der Diskussion bei Experimenten zur Auswirkung des Manganknollenabbaus in der Tiefsee geführt oder bei der Einleitung flüssigen Kohlendioxids in die Tiefsee durch norwegische Statoil-Forscher. Damals lag die Forschung in den Anfängen und die kleinskaligen Experimente haben eine erste Ahnung von der großen Auswirkung solcher Experimente gebracht (die Spuren der Pfluggeggen sind vmtl. noch heute auf dem Tiefsee-Meeresboden zu sehen). Nach nun 10 Jahren Eisendüngungsexperimenten war deren Nutzen als technisches tool gegen den Klimawandel größtenteils widerlegt.
5) Gemeinsam die besten praktischen Lösungen gegen den globalen Klimawandel finden
Es geht kein Weg daran vorbei, sich schnellstmöglich auf den Klimawandel, der weit reichende ökonomische und soziale Folgen nach sich ziehen wird, mit geeigneten Mitteln vorzubereiten. Insbesondere die pazifischen Inselstaaten werden darunter leiden und fordern zu Recht wie in Posen nach schnellen Maßnahmen. Dass der Wissenschaft für die Erarbeitung von geeigneten Lösungen und bei dem Erhalt der Ozeane als Klimapuffer und Lebensraum enorme Bedeutung zukommt, sollte klar sein.
Aber auch das sich manchmal die Forschung weiterbewegt und es mehrere Optionen gibt, so wie es EuroOceans/AWI selber formuliert hat:
Despite the great natural potential of the oceans in taking up atmospheric CO2, our current knowledge indicates that seeding iron on the oceans or dissolving more carbon dioxide into the depths do not seem conceivable solutions to solve our CO2 problem. However, given the current situation, taking no action may lead to even greater risks. We need to decrease our emissions of carbon dioxide and will probably have to adopt multiple strategies.
Hier noch einmal der Link zum Projekt LOHAFEX: weiter
Kontakt:
Dr. Onno Groß
DEEPWAVE e.V.
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Tel. 0 40-46 85 62 62 oder mob. 01 79-5 98 69 69
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06. Januar 2009

Den Thunfisch sollte man von seiner Speisekarte streichen..
An alle umweltbewussten Fischgenießer!
Ein Großteil der auf dem heimischen Markt erhältlichen Fischsorten ist überfischt und vom Aussterben bedroht. Wir von der Hamburger Meeresschutzorganisation DEEPWAVE möchten dazu anregen über die geeigneten – da nicht vom Aussterben bedrohten – Fischarten zu informieren.
Hierbei handelt es sich um
KARPFEN, MAKRELE, HERING, SEELACHS (auch Fischstäbchen) und ZANDER.
Aber Vorsicht: Nicht überall wo Seelachs draufsteht, ist ausschließlich Seelachs drin!
Oft sind es die bedrohten Formen von Kabeljau und Dorsch, die so bezeichnet werden.
Die gemeinnützige Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. kämpft seit Jahren mit mannigfaltigen Aktionen und in Zusammenarbeit mit allen wesentlichen Umweltorganisationen für den Erhalt und die Gesundung unserer Meere.
Gleichzeitig wollen wir das Bewusstsein der Konsumenten auf eine naturverträgliche Nutzung der Fischbestände hinweisen.
Nur durch Ihre Wahl an der Fischtheke können die Meere vor der Überfischung geschützt werden.
Deswegen bereiten wir von DEEPWAVE eine Aktion vor, die (als ersten Schritt) auf den Hamburger Wochenmärkten und auch vor den einschlägigen Supermarktketten das Kaufverhalten aller ändern soll.
Wie schlimm es auch um die Verschmutzung der Meere steht, zeigt das immer mehr ins Bewusstsein vordringende Problem der Meeresvermüllung. Unsere jährlich wiederkehrende Aktion der Strand- und Uferreinigung an der Elbe (siehe Pressespiegel September 2008) soll immer wieder darauf hinweisen, dass schon an vielen Orten 15 bis 20 Prozent des Strandes aus winzigen Teilen nicht abbaufähigen Plastiks bestehen. Diese landen durch den Ökokreislauf so auf unserem Tisch und damit in unseren Körpern.
Bei der Zusammenarbeit von Ihnen als Medienvertretern und DEEPWAVE, ist das „Vor-Ort-Sein“ in Hamburg Eppendorf unser wichtigster Beitrag.
Ich, als Gründer und Vorsitzender, kann von Ihnen schnell und direkt in unserem Büro kontaktiert werden, persönlich zu aktuellen Fragen Stellung beziehen und ökologische Zusammenhänge verständlich erklären, bzw. auch zu einem schnell vereinbarten Interview in Ihr Büro kommen.
In diesem Zusammenhang weisen wir auch gerne auf unser Angebot hin, Vorträge oder Kochkurse, z.B. für Schulklassen, in den jeweiligen Institutionen abzuhalten.
Sollten Sie journalistisch verwertbare Kurzinfos für das jeweilige Thema benötigen, stellen wir Ihnen diese ebenfalls gerne zur Verfügung.
Ihr Dr. Onno Groß
(Meeresbiologe)
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Oktober 2008
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Start der Europäischen Woche zum Schutz der Haie in Hamburg: Filme, Vorträge, Unterschriftensammlung zum Schutz der Haie.
Bitte unterschreiben Sie die Unterschriftenaktion zum Schutz der Haie!!!
Online Petition in Deutsch
HAMBURG. Schützt unsere Haie
Die europäischen Gewässer, von der kalten Nordsee bis zu den wärmsten Gebieten des Mittelmeeres, beheimaten über 130 Hai-, Rochen- und Chimärenarten (Knorpelfische). Ein Drittel der europäischen Haibestände sind bereits stark bedroht, doch trotz dieser alarmierenden Zahl bleiben die meisten Hai- und Rochenfischereien in der EU unreguliert und wissenschaftliche Empfehlungen unbeachtet.
Die zweite European Shark Week findet vom 11. bis 19. Oktober 2008 statt und ist eine einzigartige Gelegenheit für die Menschen in ganz Europa ihre Unterstützung für den Schutz der Haie zu zeigen. Mit der Aktionswoche kann wirklich etwas bewegt werden und so begrüßen und freuen wir uns auf Ihre Teilnahme.
Schon während der European Shark Week 2007 konnten Aquarien, Tauchvereine und viele andere Organisationen mehr als 100 Veranstaltungen ausrichten und mehr als 20,000 Unterschriften sammeln. Dieses Jahr ist wirklich entscheidend in der europäischen Hai-Politik, weshalb wir uns ganz besonders ins Zeug legen wollen, um die European Shark Week so groß wie möglich zu machen!
Jetzt ist die Gelegenheit!
Helfen Sie dabei, gemeinsam mit den Shark Alliance Organisationen, das Ansehen der Haie und auch Ihrer Organisation zu verbessern, indem Sie mit uns die European Shark Week feiern. In diesem Jahr geht unsere Botschaft direkt an die Regierungen, um einem starken europäischen Haiaktionsplan einzufordern. Unsere Gesuche werden gerade in den letzten Monaten der Ausarbeitungen zu diesem lang erwarteten Plan kommen, sodass es tatsächlich eine gute Chance für einen Einfluss auf diesen Prozess geben wird.
Wenn Sie mehr über die European Shark Week erfahren möchten und wie Sie etwas beitragen können, dann kontaktieren Sie uns gern unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Weitere Informationen über die Shark Alliance und die ESW auf:
www.sharkalliance.org
europeansharkweek.elasmo.de
Bitte unterschreiben Sie die Unterschriftenaktion zum Schutz der Haie
Online Petition in Deutsch
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Dr. Onno Groß
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September 2007
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Foto: M. Kasparek/© MEDASSET/Marine Photobank
Müll, nichts als Müll, soweit das Auge reicht. Tun Sie was dagegen.
DEEPWAVE an weltweiter Strandmüll-Sammelaktion beteiligt
HAMBURG. Seinen eigenen Müll mitnehmen und richtig entsorgen, so denken viele, ist heute doch normal. Normal? Für einige andere ist die Umwelt noch nicht geschädigt genug. Man kennt die Situation, jedes Mal das gleiche Dilemma: Da will man sich schön an den Strand legen, entspannen und zur Ruhe kommen oder baden gehen. Doch dann dies: leere Flaschen liegen am Strand, übrig gebliebene Grillutensilien versperren den Weg und im Wasser schwimmt einem der Müll entgegen.
Denn letztendlich endet der Strandmüll da, wo alles Leben begann: im Meer. Hier angekommen bedroht es die Ökosysteme und birgt eine große Gefahr für seine Bewohner: Schildkröten verfangen sich in Plastik und verenden qualvoll, Albatrosse verhungern, weil ihre Mägen mit kleinen Plastikteilchen voll gestopft sind. Schätzungsweise eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische sterben jährlich an der Verschmutzung. Laut einer Studie der UNO befinden sich heute bis zu 18.000 (!) Plastikteile auf jedem Quadratkilometer der Meeresfläche.
DEEPWAVE e.V. beteiligt sich daher am Samstag, den 15. September 2007, als deutscher Partner bei der weltweit durchgeführten Müllsammelaktion "International Coastal Cleanup Day". Als praktische und symbolische Aktion werden Mitglieder und Freiwillige entlang des Elbstrandes in Altona den Strandmüll einsammeln. Das große Sammeln startet am 15.9. um 15 Uhr am Övelgönner Museumshafen. Jeder ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Die Stadtreinigung Hamburg sponsert Handschuhe und wird die vollen Müllsäcke dankenswerterweise später kostenlos entsorgen.
"Unser Umgang mit den Meeren muss dringend geändert werden", beschreibt Dr. Onno Groß, Präsident von DEEPWAVE e.V., die verheerende Situation in den Meeren. "Denn die Ozeane zeigen immer deutlichere Anzeichen, dass ihnen der Geduldsfaden gerissen ist. Verdreckte Strände und Meere sind ein globales, menschengemachtes Problem und es ist dringend nötig jetzt endlich zu handeln."
DEEPWAVE e.V. wird auch mit seinen internationalen Partnern und Projekten an dieser globalen Aktion teilnehmen, so in Indien im Rahmen des Mangrovenschutzprojekts MANGREEN durch die indische Organisation OMCAR und auf den Kanarischen Inseln Ende des Monats durch das Projekt CANDIVE.
Die Aktion International Coastal Cleanup ist die größte und erfolgreichste Aktion ehrenamtlicher Mitarbeiter und gibt es schon seit 1986. Es kommt ohne großen Aufwand aus und bei der Aktion ist jeder Teilnehmer sein eigener Star. Seit 1986 haben die freiwilligen Helfer der verschiedensten Umweltorganisationen 100.000 Tonnen Müll von ca. 170.000 Meilen Küste, Flüssen und Seen entfernt.
Rahmendaten: Müllsäuberung an der Elbe/International Coastal Cleanup Day
Termin: 15. September 2007
Ort: Övelgönner Museumshafen in Hamburg
Uhrzeit: 15 Uhr/ca. 4 Stunden
Kontakt:
Dr. Onno Groß (Gründer und 1. Vorsitzender des Vereins DEEPWAVE e.V. )
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Tel.: 0 40-46 85 62 62 oder mobil: 01 79-5 98 69 69
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Februar 2007
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Stellungsnahme zu CITES 2007
Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Namen von DEEPWAVE e.V. und der Deutschen Elasmobranchier-Gesellschaft e.V. ( D.E.G.) möchten wir Ihnen hiermit unsere Stellungsnahme für die bevorstehende 14. Artenschutzkonferenz im Juni 2007 übermitteln.
Zuvorderst möchten wir Ihnen jedoch ein Lob aussprechen, da Sie sich
intensiv mit dem Thema Schutz des Herings- und Dornhais auseinander gesetzt haben und trotz der Niederlage 2004 diese Tierarten erneut auf die internationale Agenda bei der Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen bringen und bereits erfolgreich die Anträge durch die EU am 19. Dezember 2006 gebracht haben.
Die Situation ist insgesamt noch dramatischer als vor einigen Jahren und
bisher hat sich die Auswirkung einiger Versprechungen zum Schutz der Haie als nicht wirklich erfolgreich erwiesen. Die Zahl der bedrohten Hai- und Rochenarten hat sich laut Rote Liste auf mittlerweile 110 Arten erhöht.
Dies gilt auch für den Heringshai (Lamna nasus) und Dornhai (Squalus
acanthias) in den deutschen Gewässern, die als stark bedroht gelten. Beide Arten, die z. B. bei uns für Schillerlocke und Seeaal, und in
Großbritannien für "fish and chips" oder als "rock salmon" genutzt werden, wurden in den vergangenen 10 Jahren im Nordwestatlantik um 90 % (Heringshai) bzw. 95 % (Dornhai) in Ihrem Bestand reduziert. Europa und auch Deutschland sind somit wesentliche Konsumenten von Haiprodukten.
mehr...
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September 2006
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Mehr Schutz für Chinas Meere!
Hamburg, den 12.09.2006. Chinas Umweltproblematik ist derzeit in aller Munde. Angesichts des Hamburger “China Summits", dem China Gipfel in Hamburg bei dem auch Ministerpräsident Wen Jiabao erwartet wird, gibt es auch dringenden Anlass dazu. Ob Wasser, Klima oder Chemikalien: die besorgniserregenden Meldungen über Umweltfrevel im bevölkerungsreichsten Land der Erde werden hoffentlich auf dem China Summit zur Sprache gebracht.
Stiefmütterlich wurde bisher jedoch das Thema Meeresumweltschutz erwähnt. Das hat vielfältige Gründe, die vor allem in der schlechten Informationspolitik liegen. Dabei hat die 18.000 km lange Küstenzone Chinas eine bedeutende Funktion für die asiatischen Meere. Auch sind chinesische Fischer weltweit im Einsatz und tragen so bei der Überfischung der Meere einen erheblichen Anteil. Im Jahr 2005 stammten 8 Prozent aller deutschen Fischimporte aus China und dieser Anteil wird durch die Zunahme der Aquakultur weiter steigen. Dieser Ressourcenhunger führt allerdings auch zum Bau neuer Hochseetrawler, wie im letzen 5-Jahresplan beschlossen, die den gewaltigen Druck auf die Fischbestände (auch als Fischmehllieferant) im Meer unnötigerweise noch erhöhen werden. Dieser Entwicklung gilt es frühzeitig Einhalt zu bieten.
Die Umwelt-Problematik ist sich China zu einem gewissen Maße bewusst. Auch gibt es schon seit langem die Zusage zu einer nachhaltigen Entwicklung des Landes. So hat China bereits 1994 die Agenda 21 nach der UN-Konferenz von Rio über Umwelt und Entwicklung (UNCED) beschlossen. In dem vorliegenden Bericht von Moritz Essmann wird die nationale Umsetzung dieser internationalen Gesetze einmal Jahre danach beleuchtet. Der Fokus liegt dabei auf den Anforderungen für den Meeresschutz. Sein Fazit: In vielen Bereichen erweisen sich die Gesetze noch als zahnlose Tiger, ein Missstand der dringend behoben werden muss.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die größte Nation auf Erden ihrer globalen Verantwortung auch für den Schutz der Meere stärker bewusst wird und die selbst gesteckten Ziele noch engagierter umsetzt. Der DEEPWAVE-Bericht soll daran erinnern.
Für weitere Informationen:
DEEPWAVE e.V.
Dr. Onno Groß, Tel. 040 / 46 85 62 62 oder mob. 0179 / 598 69 69
Moritz Eßmann mob. 0174 / 3304518
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Website: www.deepwave.org
Blog: deepwave-china.blog.de
Bilder zu diesem Thema können angefordert werden.
Über ein Spende würden wir uns freuen.
Spendenkonto: DEEPWAVE e.V.
Hamburger Sparkasse
Kto.-Nr. 12 08 116713
BLZ 200 505 50
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Mit DEEPWAVE e.V.
heimische Wale und Robben entdecken
Ungeahnte Inselerlebnisse für Jung und
Alt
Hamburg, 06.09.2006 – Die Nord-
und Ostsee verbinden viele Menschen in erster Linie mit
Sonne, Strand und Meer. Der Hamburger Reiseveranstalter
laMar zeigt, dass die heimischen Gewässer weit mehr zu
bieten haben: Meeressäuger wie das „Wildtier des
Jahres“, den Seehund (Foto), Kegelrobben und sogar
Wale. In Kooperation mit Umweltschutz-Organisationen
erleben die Reiseteilnehmer intensive Einblicke in die Welt
der Meeressäuger und unterstützen die Arbeit zum
Schutz der Tiere. Ein weiterer Schwerpunkt der Reisen sind
die landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen
Besonderheiten der Zielgebiete.

Wildtier des Jahres: der
Seehund.
Die Hamburger Meeresschutz-Initiative DEEPWAVE e.V. ist
Partner einer Familienreise an die Nord- und Ostsee. Ein
Teil des Reisepreises fließt in die Projekte des
Vereins zum Schutz der Hoch- und Tiefsee. Die Rundreise
startet in der Hansestadt bei einem Kinder-Kochkurs zum
Thema nachhaltige Fischerei mit einer Einführung von
Dr. Onno Groß, Meeresbiologe und
Geschäftsführer von DEEPWAVE.
Von Hamburg aus führt die Reise auf die
Nordseeinsel Sylt. Zusammen mit einem Biologen der
Schutzstation Wattenmeer können Seehunde, Kegelrobben
und mit etwas Glück auch Schweinswale gesichtet
werden. Im Heimat-Museum der Insel berichtet ein alter
Friese von der Geschichte des Sylter Walfanges, von dem
noch manche Spuren zeugen. Daneben bleibt Zeit für
Spaziergänge am Strand, regionale Spezialitäten
und Entspannung im Seefahrerdorf Keitum.
Letzte Station der Rundreise ist die dänische Insel
Fünen. Im Fjord&Baelt-Center des Fischereihafens
Kerteminde können Schweinswale hautnah erlebt werden
und Kinder dürfen bei der Fütterung der nur 1,50
Meter großen Wale helfen. Die Insel bietet für
Kinder aber noch weit mehr: Hier entdecken sie Spuren der
alten Wikinger und erleben die Märchen von Hans
Christian Andersen, dem berühmtesten Sohn der Insel.
Feinschmecker kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Das
Kerteminder Restaurant „Rudolf Matis“ ist weit
über Fünen hinaus für seine ausgezeichnete
Küche bekannt.
Auch bei den weiteren Reisen von laMar werden
Genießertage am Meer mit intensiver
Meeressäuger-Beobachtung und einem Beitrag zum
Meeresschutz kombiniert. Auf Helgoland können die
Reiseteilnehmer beispielsweise in Kooperation mit dem WWF,
World Wide Fund for Nature, zu Weihnachten Robbenbabys
beobachten und auf Deutschlands einziger Hochseeinsel dem
Festtagstrubel entkommen.
In Italien und Spanien hingegen erleben sie mediterranes
Flair bei Aufenthalten auf Walforschungsschiffen. Auch hier
vermutet kaum jemand Wale und im Gegensatz zu den
Schweinswalen bringen es die Mittelmeer-Wale auf eine
Länge von 20 Metern. Die Reiseteilnehmer können
auf Wunsch sogar aktiv an der Erforschung der Tiere
teilnehmen. Im Dialog mit engagierten Experten erhalten sie
so einen intensiven Einblick in die Welt der
Meeressäuger.
Aktuelle laMar-Reisen an Nord- und
Ostsee:
Sylt/Fünen –
Inselträume und Meeressäuger
Partner: Deepwave e.V, Hamburg, http://www.deepwave.org
27.-31.10.2006
Helgoland – Weihnachten bei den
Robbenbabys
Partner: WWF Deutschland, www.wwf.de
27.-30.12.2006, 4.-7.1. und 12.-14.01.2007
Für Rückfragen und druckfähiges
Bildmaterial:
Deepwave e.V./laMar-Reisen
Pressekontakt: Barbara Focke
Tel +49 (0)40-59 45 70 64
mobil +49 (0)1 74 - 40 35 642
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
www.lamar-reisen.de
DEEPWAVE. e.V.
Die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
info@deepwave.org
www.deepwave.org
Hegestrasse 46 d, D-20251 Hamburg
Telefon: +49-(0)40 46 85 62 62
Telefax: +49-(0)40 46 85 62 63
Mobil: +49-(0)179 598 69 69
Mangrovenschutz unter www.mangreen.org
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Juli 2006
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Foto: Medienmacherei
Zuchtshrimps von tropischen Küsten sind billig zu haben im "globalen Supermarkt". Doch was uns ernährt, lässt andere hungern... Gegen die Eiweißdiebe startete im Juli 2006 auf der Lovis eine Segeltour.
Segeln gegen Proteinpiraten
Umwelt-Tour auf der Ostsee widmet sich der globalen Überfischung und den verheerenden Garnelenfarmen
KAPPELN/GREIFSWALD. Frische Seeluft tanken, Abenteuer pur erleben und umweltaktiv auf die fatalen Folgen der Überfischung der Meere aufmerksam machen: All dies ist in der Zeit vom 7. bis zum 16. Juli 2006 bei der Tour "Segeln gegen Proteinpiraten" auf der Ostsee möglich. Das Ziel dieser von der Menschenrechtsorganisation FIAN in Kooperation mit der Umweltschutzorganisation DEEPWAVE e.V. organisieren Fahrt ist es, über die globale Shrimps- und Fabrikfischerei zu informieren. Mit Vorträgen, Aktionstheater und Filmbeiträgen sollen dabei Verbraucher, Touristen und Küstenanwohner für die drastischen ökologischen und ökonomischen Folgen sensibilisiert werden. Entlang der Ostseeküste wird es dazu an Bord des antiken Bildungsloggers "Lovis" öffentliche Seminare von verschiedenen Menschenrechtsund Umweltaktivisten aus Deutschland, Spanien, England, Holland und Indien geben.
Starten wird die Segeltour am 7. Juli in Kappeln in Schleswig-Holstein. Der Zielhafen wird am 16. Juli der Hafen von Greifswald, Mecklenburg Vorpommern, sein. In Stralsund (14.7.) und Greifswald sowie in weiteren Häfen werden jeweils am Abend Vorträge, Infostände und eine Foto-Ausstellung über die Ziele der Tour informieren. Für allerlei spektakuläre Überraschungen für die Sommergäste sollen freie Theaterstücke und ein Freiluftkino auf den Segeln der "Lovis" sorgen. Es gibt derzeit noch freie Plätze. Die Kosten für die Segeltour gegen Proteinpiraten liegen inklusive Verpflegung bei nur etwa 250 Euro pro Person. Segelkenntnisse sind nicht nötig.
Weitere Informationen gibt es für alle, die mitfahren wollen, telefonisch bei Natalie Berghahn unter 040-677 49 84 sowie auf der Website www.proteinpirates.org
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Juli 2004
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Wie im Meer Kies gemacht
wird
Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich
eine neue Methode entwickelt, die Meere schonungslos
auszubeuten. Traditionell wird das schon seit
Menschengedenken von der Schifffahrt und der Fischerei
getan, längst überzieht ein Netz von Strom- und
Kommunikationskabeln den Meeresgrund, seit langem werden
auch Gas und Öl gefördert und an Land
transportiert.
Jetzt werden auch noch Sand und Kies in großem
Maß vom Nord- und Ostseeboden abgesaugt und
weggeschafft – mit voraussichtlich dramatischen
Konsequenzen für die Flora und Fauna der
Gewässer.
Kies ist ein für die Bauindustrie besonders
lukrativer Rohstoff, der vor allem im deutschen Sektor der
Nordsee lagert: Von 1985 bis 2003 wurden etwa 21 Millionen
Kubikmeter abgebaut. Im vergangenen Jahr wurden laut
Bergamt Clausthal-Zellerfeld etwa zwei Millionen Kubikmeter
Sand und Kies – das sind 1,1 Millionen Tonnen -
allein aus der Nordsee geholt.
Leichentuch für Flora und
Fauna
Beim Abbau wird der Meeresboden von einem Saugbagger auf
drei Meter Breite und bis drei Meter Tiefe abgesaugt. Alles
Leben stirbt ab. Das Material wird auf dem Schiff gesiebt,
und die feinkörnigen Bestandteile werden ins Meer
gekippt. Hierdurch zieht das Schiff eine mehrere hundert
Meter breite und kilometerlange Sedimentfahne hinter sich
her, deren Niederschlag wie ein Leichentuch weite
Meeresgebiete samt der Tier- und Pflanzenwelt bedeckt. Der
umgepflügte Meeresgrund und die selteneren Stein- und
Kiessandhabitate benötigen Jahrzehnte, um wieder zu
regenerieren. Können sich so Industrie und Naturschutz
vertragen?
Erst kürzlich wurden weitere größere
Kiesabbaugebiete in der so genannten Ausschließlichen
Wirtschaftszone (AWZ) bewilligt oder sind derzeit in der
Bewilligungsphase:
1. Das Nordsee-Feld "Weiße Bank" (OAMII) wurde
Ende 2002 genehmigt und hat eine Laufzeit von 30 Jahren.
Nach den ersten Förderungen im Jahr 2003 wird dieses
Jahr der Kiesabbau auf ein bis zwei Millionen Kubikmeter
anschnellen.
2. Für das Feld "OAM III“ läuft derzeit
das Genehmigungsverfahren. Die Firma OAM-DEME Mineralien
GmbH, Großhansdorf, hat beim Landesbergamt
Clausthal-Zellerfeld einen Antrag auf die Gewinnung von
Sand und Kies bis zum Jahre 2051 ! gestellt. Das Feld liegt
etwa 40 Kilometer westlich von Sylt. Die geplante
Jahresförderung beträgt eine Million Kubikmeter,
die Gewässersohle wird rund zwei Meter tief
abgebaut.
3. Für das Feld "BSK1“ (BSK Baustoffe und
Seekies GmbH, Hamburg) mit 140 Quadratkilometer Ausdehnung
fand am 26. Februar 2004 die erste Anhörung im Kieler
Wirtschaftsministerium statt. Bis zu drei Millionen Tonnen
Kies sollen dort pro Jahr gewonnen werden, die Ladung
entspricht einem jährlichen Güterzug von Hamburg
bis München.
Auf Unverständnis stößt bei den
Naturschutzverbänden wie GSM, DNR, IFAW und DEEPWAVE
der ungebremste Einsatz der Industrie, aus den bei der EU
gemeldeten Schutzgebieten in einem Wettlauf mit der Zeit
Nutzgebiete für Erdöl, Erdgas und Kiesabbau zu
machen.
“Derzeit sind drei größere
Kiesabbauflächen in der so genannten
Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nord- und
Ostsee bewilligt oder stehen kurz davor", so Dr. Onno
Groß, Meeresbiologe und Vorsitzender des Vereins
DEEPWAVE zum Schutz der Hoch- und Tiefsee. “Die
Kies-Industrie will ihre Förderung nun schlagartig um
das fünffache auf etwa fünf Millionen Kubikmeter
Sand und Kies im Jahr erhöhen. Aber die Kiesbänke
und Steinfelder sind nicht nur einmalige Ökosysteme,
sondern auch wichtige Laichgründe für einige
Fischarten. Auch der Bestand des Sandaals, der insbesondere
den Schweinswalen und tauchenden Seevögeln als
wichtige Nahrungsgrundlage dient, könnte durch den
Abbau zurückgehen", fürchtet Groß.
Laden Sie sich hierzu die Stellungsnahme
gegen den Kiesabbau in der Nordsee als Word-Dokument
(ca. 1,8 mB) auf Ihren Rechner und informieren Sie sich
über die dramatischen Auswirkungen dieses
Raubbaus.
Mehr zum Kiesabbau finden Sie auf den Seiten:
DEEPWAVE Pressespiegel
DEEPWAVE Konferenzen
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April 2004
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HAILIFE - Die
internationale Kampagne zur Rettung der
Haie
100 Millionen Haie werden jährlich abgeschlachtet.
Die Gefahr, dass mit den Haien ein wichtiger Faktor im
Ökosystem Ozeane wegfällt, ist akut: Allein im
Nordwestatlantik ging der Bestand an Haien in 15 Jahren um
90 Prozent zurück! 400 Millionen Jahre Evolution sind
bedroht: Bislang stehen nur die Plankton fressenden Wal-
und Riesenhaie unter Schutz. Alle anderen Haiarten sind dem
gnadenlosen Raubbau und einem Ende als Schillerlocke oder
fish&chips schutzlos ausgeliefert. Einen besonderen
Frevel an der Natur stellt das finning dar: Den
gefangenen Haien werden bei lebendigem Leib die Flossen
abgeschnitten, der Torso wird wieder ins Meer geworfen. Die
Rendite von Haifischflossen (Foto) ist der des
Rauschgifthandels vergleichbar!

Die Hailife-Kampagne will:
- alle internationalen Haischutz-Akteure synergetisch
zusammenführen
- dem faszinierenden Geschöpf Hai ein positiveres
Image verschaffen
- weitere Haiarten unter Schutz stellen lassen
- bewirken, dass die Nutzung der Haie nachhaltig
gemanagt wird
- bewirken, dass Fang- und Tötungsmethoden weniger
qualvoll sind
Die Kampagne wird getragen von allen großen
Naturschutzverbänden, Artenschutzorganisationen, Zoo-
und Tierschutzorganisationen und Fachvereinigungen. Hailife
ist keine eigene Organisation, sondern repräsentiert
das gemeinsame Interesse von ca. zwei Millionen Mitgliedern
der beteiligten Organisationen, den Haien eine Zukunft zu
geben und das Ökosystem Ozean zu schützen.
Die Kampagne dient als Plattform für die
artenschützerischen Intentionen der Fachverbände
und zur Umsetzung des internationalen Schutzziels Erhaltung
der Biodiversität im Sinne der Erklärungen von
Rio de Janeiro 2000 sowie der Konferenz für
Biodiversität, Kuala Lumpur 2004.
Die Federführung der Kampagne liegt bei Heike
Finke, Präsidiumsmitglied NABU Deutschland und
Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Internationaler
Artenschutz. Das Projektmanagement hat Sven Thanheiser,
Vorsitzender der Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.,
München, übernommen. Der Ansatz der Kampagne ist
global. Ihre Methode ist die nachdrückliche Suche nach
kooperativer Erreichung der o.g. Ziele gemeinsam mit allen
Marktakteuren bei der Haiverwertung.
Die nächsten Schritte:
- PR-Kampagne für die Ziele von Hailife
- Unterschutzstellung weiterer Haiarten bei der
CITES-Konferenz im Oktober 2004 in Bangkok
- Zielgruppengespräche mit Haiverwertern
- Schonung der Haibestände durch freiwillige
Handelsverzichte
- Beeinflussung des Verbraucherverhaltens
- Aufbau eines Fang- und Verwertungsmanagements
für nicht geschützte Haiarten durch die
Marktakteure
Die Hai-Society ist keine neue Organisation, sondern
eine offene Initiative zur Rettung der Haie. Zur
Hai-Society gehören auch Sie! Jeder, der sich für
die Ziele der Artenschützer engagiert, gehört
dazu und ist Willkommen. Weitere Infos gibt es hier...
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April 2004
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"HAIE SIND
FREUNDE!"
Bruce&Co. aus "Findet Nemo!" zählen auf
Sie…)
Dear Minister,
On behalf of the undersigned members of the Species
Survival Network (SSN) we are writing to respectfully urge
your government to support Germany's proposals to include
the spiny dogfish (Squalus acanthias) in Appendix II of the
Convention on International Trade of Endangered Species
(CITES). EU member States are going to agree on a common
position on this proposal by May 3rd.
The conservation status of this species is of particular
concern because it has seen very large population declines
in recent years and its population continues to be
threatened by international trade in meat, fins and other
body parts worldwide. As it stands, this trade poses a
significant threat to wild populations. The lack of data on
the trade, only serves to delay the implementation of
needed conservation and regulatory measures.
In the North Atlantic, heavy overfishing has reduced
spiny dogfish populations by 75% in the last ten years
alone, with overall declines as high as 95%.
Fisheries data indicate similar population declines in
other regions as well. In 2003, the World Conservation
Union (IUCN) listed the spiny dogfish as “near
threatened” worldwide and “vulnerable” to
“endangered” in the North Atlantic. Adequate
fisheries management is lacking in most places where this
highly migratory species travels. Where management does
exist, it has proven woefully inadequate to stop population
declines and ensure the long-term viability of the
species.
The principal global threat to the spiny dogfish is
overfishing, including both targeted fisheries and
bycatch.
This threat is exacerbated by the fact that spiny
dogfish are slow-growing, late maturing with a low
reproductive rate and a resultant low rate of population
growth. The problem is particularly acute, because
fisheries disproportionately target the mature females
critical to sustaining the species. The combination of
these biological characteristics makes it difficult for the
species to recover after being over-fished, thus increasing
its vulnerability and the likelihood of further population
declines while unregulated exploitation and trade
continues.
The European Union is a driving force in the
international trade of spiny dogfish.
As the largest market for spiny dogfish, with over 65%
of the retained catch, the European Union has a vested
interest in the long-term sustainability of this species
and should show its support for conservation efforts by
supporting Germany’s listing proposal.
An Appendix II listing could help address the
uncontrolled exploitation of this species by helping to
bring unsustainable international trade under control.
In addition, an Appendix II listing for spiny dogfish
would provide critically needed additional information on
the exploitation, trade and status of the species, while
helping ensure its long-term survival. It would not,
however, cause problems for the EU fishing fleets catching
the species, since consumption is essentially domestic. On
the contrary, these added protection measures would
substantially contribute to the protection of this
vulnerable shark species for the future and help to
maintain a natural balance in the marine ecosystems of
which they are an important part.
At its most recent meeting, the Shark Working Group
established by the CITES Animals Committee acknowledged
that the spiny dogfish appears to meet the requirements for
listing on Appendix II of CITES. CITES listing of the spiny
dogfish is also wholly consistent with the FAO
International Plan of Action for the Conservation and
Management of Sharks.
We are asking your government to demonstrate the
political will to put this much needed protection in place.
Without the improved management and regulatory resources
that the Appendix II listing would garner, we can only
expect spiny dogfish populations to continue to
decline.
The support of the European Union is crucial in this
endeavor. We thank you for your attention to this important
matter.
Sincerely,
Daniela Freyer
SSN European Bureau

On behalf of the following Members of the Species
Survival Network, including members of the SSN Fish Working
Group:
ASMS OceanCare, Switzerland
Animal Welfare Institute, USA
Born Free Foundation, United Kingdom
Born Free, USA
Co-Habitat, United Kingdom
Deepwave – The Initiative for the protection of the
high seas, Germany
Defenders of Wildlife, USA
Earthtrust, USA
Gesellschaft zur Rettung der Delfine, Germany
Hawaii Audubon Society / Pacific Fisheries Coalition,
USA
Humane Society International, Australia
IFAW - International Fund for Animal Welfare, USA
IWC - International Wildlife Coalition, USA
The Last Great Ape Organization, Cameroon
National Council of SPCAs, South Africa
Pro Wildlife, Germany
RSPCA - Royal Society for the Prevention of Cruelty to
Animals, United Kingdom
Society for the Conservation of Sea Mammals - GSM
Denmark
WDCS - Whale and Dolphin Conservation Society, Germany
WildAid, USA
WSPA -World Society for the Protection of Animals, United
Kingdom

European Elasmobranch Association
Urgent Request regarding Proposal to list spiny
dogfish Squalus acanthias
and porbeagle shark Lamna nasus on Appendix II of the
Convention on International Trade in Endangered Species
(CITES)
As an international body of scientific experts in the
field of elasmobranch biology, the European Elasmobranch
Association (EEA) wishes to emphasize the urgent need for
the EU to actively engage in the conservation and
management of sharks. The EEA strongly urges EU Parties to
CITES to support Germany’s proposals to list the
spiny dogfish Squalus acanthias and the porbeagle shark
Lamna nasus on CITES Appendix II.
In accordance to the conclusion of the 20th meeting of
the CITES AC’s Working Group in Johannesburg 2nd
April 2004, that “most members agreed that spiny
dogfish (and porbeagle shark) appeared to meet the criteria
for listing in CITES Appendix II”, the EEA recognizes
the scientifically sound evidence included in these
proposals documenting the status of populations, the trend
to depletion and lack of management – based on the
best available fisheries stock assessments
With the constructive support of these proposals, the EU
will express the sincerity of its proclaimed intentions to
implement a modern, responsible and sustainable fisheries
policy, as documented in numerous European and
international fisheries agreements, eg. the EU CFP, the FAO
Code of Conduct for Responsible Fisheries and the FAO
IPOA-Sharks (International Plan of Action for the
Conservation and Management of Sharks).
Fisheries and trade within the EU would not be
negatively affected by this listing: on the contrary, it
would enable fisheries managers to implement measure that
would ensure the long-term sustainability of fisheries for
these species and reflect responsible consumption. The
consequent dialogue between CITES and EU Fisheries
Management Authorities for the implementation of an
Appendix II listing provides an opportunity for cooperation
and compromise from varying missions to solutions –
an important precedent in the light of the latest progress
in the Memorandum of Understanding between the FAO and
CITES to work out the dialogue process for listings of
commercially exploited aquatic species.
The major threat to these species is the dynamic of
international trade and the difficulty to establish
ecologically sustainable management through lack of
sufficient catch and trade data. The CITES documentation
instrumentarium applied under an Appendix II listing offers
established professional structures to collate and provide
data to counter this dynamic into further stock depletion.
Only with the improved data baseline then achieved will
there be an effective foundation for the introduction of
meaningful, management measures which in turn will enable
the region to carry out its obligations under the FAO
IPOASharks.
All recent scientific studies analyzing the status of
living resources in the world’s oceans have revealed
alarming decreases in fish stocks, especially among
predatory key species such as sharks. Fisheries worldwide
need to move significantly from their traditional modus
operandi to the introduction of effective measures for
genuine, ecologically sustainable use of the ocean’s
resources, including the reduction of wasteful forms of
fisheries such as bycatch and discards. Support for these
proposals should be seen as a responsible step towards a
new way of approaching marine fisheries.
To quote Fisheries Commissioner Franz Fischler on the
difficult decisions that have to be made in order to
achieve the aim of responsible and sustainable
fisheries:
“There is no Gain without Pain”
The EEA is committed to advising governments and
fisheries management authorities to establish responsible
fisheries management and therefore sees the proposed CITES
listings of spiny dogfish and porbeagle shark as an
important opportunity to achieve this goal.
On behalf of the Board Members of the European
Elasmobranch Association:
Boris Frentzel-Beyme
EEA President
Deutsche
Elasmobranchier-Gesellschaft
Zool. Inst. & Zool. Museum der Universität
Martin-Luther-King-Platz 3
D-20146 Hamburg
Germany
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Sarah Fowler
EEA Secretary
SharkTrust
c/o National Marine Aquarium
Rope Walk
Coxside
PlymouthPL4 0LF
UK
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Dr. Frank Jeal
Irish Elasmobranch Group
Zoology Department
Trinity College
Dublin 2
EIRE
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Ali Hood
SharkTrust
c/o National Marine Aquarium
Rope Walk, Coxside
PlymouthPL4 0LF
UK
E-Mail:
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April 2004
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Attention European
Conservationists: Please Help Rescue Shark Proposal from
Jaws of Defeat!
Your help is urgently needed to save a sound
German proposal that would provide imperiled spiny dogfish
sharks with essential international
protection.
Background
Spiny dogfish shark populations have been seriously
depleted in many parts of the world due to persistent
European demand for their meat. Restrictions on
international trade in dogfish under the Convention on
International Trade in Endangered Species (CITES) could
keep this trade in check and safeguard populations from
depletion. Germany has proposed such CITES protection
(known as an Appendix II listing), but 2/3rds of the
European Union must agree if the proposal is to advance to
the meeting of the CITES Parties in October. The dogfish
proposal faces an uphill battle because of lack of concern
for this charismatically challenged species and
sensitivities about fisheries management issues. Your voice
is critical to tipping the balance and giving spiny dogfish
the international attention they need.
How You Can Help
Please contact your (EU) country’s Minister of
Fisheries and/Environment and express your strong support
for Germany’s proposal to list spiny dogfish sharks
on Appendix II of the Convention on International Trade in
Endangered Species (CITES) and your hope that they will
forward it to the CITES meeting on behalf of the European
Union. The final decision will be made on May 3 based on a
mail vote so please weigh in as soon as you can (before
April 28 if possible).
You should make the following points in your letter:
-
spiny dogfish grow slowly
and have few young, and are therefore especially
vulnerable to overfishing;
-
European demand for
dogfish meat is responsible for intense fisheries that
have led to serious dogfish depletion in many parts of
the world; and
-
spiny dogfish meet the CITES criteria for
listing.
The proposal faces an uphill battle because it raises
concerns about fisheries management. Therefore it may be
helpful to point out that a CITES listing:
- >will not affect EU dogfish fishermen;
- would restrict international trade and prevent
further depletion from export fisheries (the EU is a
major importer, not exporter of dogfish); and
- can complement, but not replace, fisheries management
programs.
Close by expressing your hope that your country:
- act as a responsible consumer of these imperiled
ocean fish; and
- actively promote Germany’s dogfish proposal and
its advancement to CITES on behalf of the European
Union.
Sample Letter:
April 23, 2004
Dear Minister:
As a citizen of [enter your country], I am writing to
express my strong support for Germany’s proposal to
list spiny dogfish sharks on Appendix II of the Convention
on International Trade in Endangered Species (CITES). I
hope that Belgium will see the merits and the urgency of
this proposal and vote to forward it to the October CITES
meeting on behalf of the European Union.
Because spiny dogfish are slow-growing and have few
young, they are especially vulnerable to overfishing.
European demand for dogfish meat is responsible for intense
fisheries that have depleted dogfish in many parts of the
world. Most of the members of CITES own Shark Working Group
agree that spiny dogfish meet the CITES criteria for
listing. I would very much like to see [enter your country]
follow Germany’s lead and act as a responsible
consumer of these imperiled ocean fish.
I understand that fisheries management can be
controversial. It is important to note that a CITES listing
will not affect EU dogfish fishermen. Europe serves as the
major importer of spiny dogfish meat; a CITES listing would
restrict international trade from other countries and
prevent further depletion from export fisheries. CITES can
complement, but not replace, existing fisheries management
programs.
I urge the [enter your country] government to actively
promote the adoption of Germany’s spiny dogfish
proposal and its advancement to CITES on behalf of the
EU.
Thank you for considering my views.
Sincerely,
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Dezember 2003
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Es wird Zeit für
offshore-Schutzgebiete. Foto: O. Gross
Stellungsnahme zu den
FFH-Natur2000 Schutzgebieten in der Nord- und
Ostsee
An das
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
Referat N I 2
Herrn Dr. Fritz Dieterich
Postfach 12 06 29
53048 Bonn
Hamburg, den 19.12.03
Vorschläge des Bundesumweltministeriums
für Schutzgebiete in der Ausschließlichen
Wirtschaftszone (AWZ) gemäß Natura 2000 in Nord-
und Ostsee
Sehr geehrter Herr Dr. Dieterich,
die Anhörung in Bremen zu FFH/Natura 2000
Schutzgebieten ließ nicht vermuten, dass die
Vorschläge (nach FFH-RL, 92/43/EWG und V-RL,
79/409/EWG) in der AWZ (12 - 200 Seemeilen vor der
Küste) von Nord- und Ostsee auf erhebliche
Einwände besonders seitens der Wirtschaft stoßen
würden.
Deshalb sehen sich DNR (Deutscher Naturschutzring), GSM
(Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere) und
DEEPWAVE (Die Initiative zum Schutz der Hoch- und
Tiefsee) sowie IFAW (Internationaler
Tierschutz-Fonds) veranlasst, ergänzend zu den
Ausführungen in Bremen noch auf folgende Punkte
hinzuweisen:
Die genannten Verbände begrüßen die
Vorschlagsliste des BMU ausdrücklich und
beglückwünschen BMU und BfN zu dieser Initiative.
Sie erwarten jetzt eine zügige Durchsetzung dieser
Vorschläge innerhalb der Bundesregierung und
gegenüber Brüssel.
Im Interesse eines effektiveren Schutzes der
betreffenden Lebensräume und Arten halten wir
allerdings die Ausweisung größerer Schutzgebiete
für sinnvoll. Deshalb erwarten wir, dass die
zuständigen Bundesländer in ihrer Verantwortung
für entsprechende Erweiterung sorgen – und von
der Bundesregierung dazu aufgefordert werden. Dies gilt
auch für Nachbarstaaten.
Mit Nachdruck weisen wir – entgegen kritischer
Stimmen von Vertretern aus Fischerei und Wirtschaft –
darauf hin, dass die Pommersche Bucht und Oderbank für
den Erhalt des vom Aussterben bedrohten Schweinswals der
(zentralen-östlichen) Ostsee überlebensnotwendig
ist.
Insbesondere die MINOS-Untersuchungen, auf die sich im
Wissenschafts-ausschuss der IWC (International Whaling
Commission) die deutsche Delegation berufen hat, und die
Untersuchungen des IFAW mit dem Forschungssegler "Song of
the Whale", sowie der "Jastarnia Plan" (ASCOBANS Recovery
Plan for the Baltic Harbour Porpoise), an dem Deutschland
maßgeblich mitgearbeitet hat, unterstreichen die
Schutzbedürftigkeit der beiden Gebiete und sollten
für Deutschland Anlass sein, sich um deren Schutz
intensiv zu bemühen.
Auch die von polnischen Wissenschaftlern in der Sitzung
des Advisory Committee von ASCOBANS 2003 (in Bonn)
genannten Beifangdaten bestätigen, dass
Maßnahmen zum Schutz der Ostseepopulation
(geschätzt weniger als 500 Tiere) unbedingt nötig
sind. Ein tot aufgefundener Schweinswal mit Netzspuren vor
wenigen Wochen in Lettland macht deutlich, dass man nicht
davon ausgehen muss, dass der Schweinswal in der
östlichen Ostsee nicht mehr existiert (es handelt sich
um den ersten Beifang-Fund seit 30 Jahren).
Einwände seitens der Fischerei oder von
Wassersportverbänden sind uns unverständlich, da
sie nicht in nennenswerter Weise durch solche
Schutzausweisungen betroffen sind.
Für Einschränkungen im Rahmen der Fischerei
(wegen der schlechten Situation der Fischbestände) ist
die EU mit ihrer CFP (Common Fisheries Policy)
zuständig. Wir hoffen auf durchgreifende
Maßnahmen, die nicht zuletzt die Fische bitter
nötig haben. Die Entscheidungen des Fischereirates vom
19.12.2003 sind ein erster Schritt in die richtige Richtung
und lassen hoffen, dass sich die EU ihrer Verantwortung
für die Fischbestände in Nord- und Ostsee bewusst
wird.
Wir fordern, dass auch die weiteren
Schutzgebietsvorschläge nicht auf dem Altar
wirtschaftlicher Interessen geopfert werden und der Vorrang
des Naturschutzes durchgesetzt wird.
Die Kadetrinne wird nicht ohne Grund als Lebensader der
Ostsee und Korridor für Schweinswale bezeichnet. Die
Bedeutung für den Schweinswal unterstreichen einmal
mehr die o.g. MINOS-Untersuchungen. Die GSM führt seit
zwei Jahren Sichtungen mit Hilfe von Seglern durch und kann
bereits jetzt Konzentrationen von Schweinswalvorkommen in
vorgeschlagenen Gebieten benennen. Ein erstes Dokument
wurde von Deutschland anlässlich des AC ASCOBANS 2003
eingereicht. Es betraf die Auswertung von 100 Sichtungen in
den Sommermonaten 2002 (s. Anlage). Die 600 (!) Meldebogen
für die Saison 2003 (die auch "aufwandkorrigiert" vom
FTZ ausgewertet werden) deuten weiterhin schon jetzt auf
die Notwendigkeit der Schutzvorschläge hin. Eine
endgültige Auswertung war in der Kürze der Zeit
noch nicht möglich.
Es versteht sich von selbst, dass insbesondere in
Gebieten wie um Fehmarn (inkl. Fehmarn Belt) besonders
viele Sichtungen vorkommen. Dies liegt zum einen daran,
dass hier wohl noch vergleichsweise viele Schweinswale
leben und zum anderen, dass die Gewässer vor der
deutschen Küste und in der "dänischen
Südsee" von Seglern besonders gern aufgesucht werden.
Die Auswertungen werden sicher bei der Erfassung der
Verbreitung der Schweinswale eine weitere Hilfe sein. Die
Sichtungsaktion hat schon jetzt Forderungen des
Jastarnia-Plans nach verstärkter
Öffentlichkeitsarbeit erfüllt. Die
Sichtungsaktion wurde im übrigen von vielen Medien
aufgegriffen. Natürlich hoffen wir (wie auch in Bezug
auf die Flensburger Förde) auch hier auf eine gute
Koordinierung mit Schleswig-Holstein und Dänemark
.
Das von Seiten der Wirtschaft vorgetragene
Standardargument, es fehle an Forschungsergebnissen, die
die Auswahl von Schutzgebieten begründen, weisen wir
zurück. Zum einen sind Schweinswale überaus agile
Tiere, die sich nicht an strenge Grenzen halten, zum
anderen kann man sie nicht wie Kühe auf der Weide
zählen. Die Wissenschaft braucht mehr Zeit, und es ist
bedauerlich, dass sich SCANS II nicht um die fraglichen
Gebiete kümmern wird (wegen fehlender Finanzen). Im
übrigen kann auch von Seiten der Wirtschaft nicht
ernsthaft in Frage gestellt werden, dass der
Ostsee-Schweinswal vom Aussterben bedroht ist und der
Streit um exakte Bestandszahlen der Sache wenig dient.
Nicht zuletzt die erwähnten Sichtungen der GSM
bestätigen zumindest Konzentrierungen der Tiere in den
vorgeschlagenen Gebieten und unterstreichen damit deren
Schutzbedürftigkeit im Rahmen von Natura 2000.
Ganz ähnlich wie in der Ostsee verhält es sich
aus unserer Sicht in der Nordsee. Wir unterstützen die
vorgeschlagenen Schutzgebiete Dogger Bank, Sylter
Außenriff und Borkum-Riffgrund sowie die
Vogelschutzgebiete (Ost- und Nordsee). Als einer der ersten
Verbände hat sich die GSM bereits vor Jahren für
das Schutzgebiet für Schweinswale vor Sylt und Amrum
eingesetzt, und wir begrüßen es sehr, dass die
nationalen Anfänge nun zu einem ökologisch
wertvollen Gebiet anwachsen sollen.
Auch hier erwarten wir, dass die Bundesländer und
Nachbarstaaten das ihre tun, um die Gebiete sinnvoll zu
erweitern. Für die Bundesrepublik sehen wir auch hier
eine weitere Verpflichtung zum Schweinswalschutz durch
Zusagen im Rahmen von ASCOBANS (zu erarbeitender
Rettungsplan für den Schweinswal in der Nordsee) und
der Nordseeschutz Konferenz.
Die in Anhang I der FFH-Richtlinie aufgeführten
Lebensraumtypen "Sandbänke" und "Riffe" in der Nord-
und Ostsee sind durch die Datenerhebung der BfN ausreichend
gut dokumentiert worden. Ein Schutz dieser Lebensraumtypen
ist das wichtigste Mittel zur Sicherung der
Biodiversität und dringend erforderlich zur
Rekrutierung übernutzter Fischbestände. Die
Artenvielfalt kann jedoch nur gewährleistet werden,
wenn ein ausreichend enges Netzwerk von Schutzgebieten
ausgewiesen wird. Denn anders als bei Landtieren werden
durch die freischwimmenden Larven bei marinen Organismen
zwischen den Generationen immer wieder neue
Lebensräume besiedelt.
In der Nordsee ist dies durch die anvisierten
FFH-Gebiete vermutlich gewährleistet. Dort dient
insbesondere die Doggerbank als wichtiges
Rekrutierungsgebiet für die marine Artenvielfalt in
der Deutschen Bucht. Gerade aufgrund dieser einmaligen
ökologischen Bedeutung sind eventuellen Einwänden
gegen die Ausweisung dieses Gebietes klare Absagen zu
erteilen. In der Ostsee sind die Schutzgebiete "Kadetrinne"
und "Adlergrund" jedoch etwas zu stark voneinander
isoliert.
Insbesondere die Riffe am Kriegers Flak stellen aufgrund
der besonderen ozeanographischen Verhältnisse in dem
Brackwasserbereich der Ostesse als Lebensraum einen
wichtigen "stepping stone" bei der Verbreitung von
Organismen dar. Auch ein Schutz dieser nördlichen
Riffe wäre daher sehr empfehlenswert.
In Anbetracht der Tatsache, dass Nord- und Ostsee
fischereilich, aber auch industriell - wie im Rahmen der
Gewinnung von Energie und Bodenschätzen - längst
zu stark ausgebeutet werden, fordern wir die
Bundesregierung auf, sich für die vorgeschlagenen
Schutzgebiete nicht nur intensiv einzusetzen, sondern sich
auch mit den Bundesländern und Nachbarstaaten, wie
Polen und Dänemark (Ostsee), bzw. den Niederlanden,
Dänemark und Vereinigtes Königreich (Nordsee) in
Verbindung zu setzen, um die Ausweisung ökologisch
sinnvoller und entsprechend großer Schutzgebiete zu
koordinieren und voranzutreiben. Dies sollte unserer
Meinung nach bereits im Vorwege passieren und nicht erst
später der EU überlassen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Deimer, Dipl.-Biol.
Prof. Dr. Manfred Niekisch
Dr. Onno Groß
Dr. Andreas Pfander
Für DEEPWAVE, DNR, GSM, IFAW
cc. BMVEL - Frau Ministerin Renate Künast
cc: BfN – Herrn Dr. Rainer Blanke
© DEEPWAVE e. V. - Die Initiative zum Schutz der
Hoch- und Tiefsee
Hegestrasse 46 d
D-20251 Hamburg
Telefon: +49 (0 40) 46 85 62 62
Fax: +49 (0 40) 46 85 62 63
E-Mail: info@deepwave.org
Website: http://www.deepwave.org
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Dezember 2003
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Besuchen Sie DEEPWAVE bei
der 9. Hamburger Hafennacht in Altona!
Am 18. Dezember 2003 findet ab 18 Uhr in den Zeise-Kinos
(Friedensallee 7-9, 22765 Hamburg-Altona) die 9. Hafennacht
statt. Mit dabei: Ozean.tv, mare, NDR und DEEPWAVE.
Besuchen Sie uns - wir freuen uns auf Sie. mehr...
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November 2003
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Der Disney-Film "Findet Nemo" sorgt für
eine rege Nachfrage nach tropischen Fischen.
Rettet Nemo: Hände
weg von Korallenfischen!
Zum Start des neuen Disney Films "Findet Nemo"
appellieren DEEPWAVE e.V. - Die Initiative zum Schutz der
Hoch- und Tiefsee und Rettet den Regenwald e. V. an die
Bundesregierung, für einen konsequenten Schutz
gefährdeter Tier- und Pflanzenarten einzutreten.
"Die kürzlich um 2000 (!) auf jetzt 12 259
Einträge erweiterte Rote Liste der weltweit bedrohten
Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN
zeigt einmal mehr sehr deutlich, wie wenig derzeit noch
für den Artenschutz getan wird. Skandalös ist es
da besonders, dass in Deutschland noch immer Kontrollen
für den Handel mit tropischen Zierfischen
fehlen“, sagt dazu Dr. Onno Groß, Meeresbiologe
bei DEEPWAVE e.V.
Die alarmierende Meldung des Inselstaats Vanuatu im
Südpazifik über einen sprunghaften Anstieg des
Exports von Tropenfischen für den Zierfischhandel nach
dem US-Filmstart, passt genau ins dieses Bild. "Findet
Nemo" aus den Pixar Animation Studios handelt von einem
Clownfisch, der seinen verschwundenen Sohn sucht.
Unzählige Kinder haben nach dem Filmbesuch ihre
Verwandten nun anscheinend um ein eigenes Fischaquarium
gebeten, was weltweit zu einem sprunghaftem Anstieg des
Korallenfischhandels geführt hat und führen
wird.
Auch hierzulande warnen Umweltschützer nach dem
bundesweiten Filmstart vor solchem Verlangen. Zu Recht,
denn nach wie vor ist Deutschland weltweit führend im
Import wild lebender Tiere, auch von exotischen Fischen.
"So lange es von deutscher Seite keine Bemühungen
gibt, diesen Handel zu kontrollieren," so Dr. Onno
Groß, "ist der Ausverkauf der tropischen
Lebensräume nicht zu stoppen." Bisher existiert nur
für Seepferdchen (Hippocampus spp.) durch das
Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) seit
November 2002 ein ausreichender Schutz. Andere tropische
Zierfische unterliegen dagegen nach wie vor keinem
Importverbot!
"Weniger als zehn Prozent der Zierfische", so Dr. Onno
Groß, "und nur ein Prozent der Korallen für die
Aquariumindustrie stammen bisher aus Nachzuchten. Jeder
Import von Tropenfischen ist damit direkt für die
Zerstörung der tropischen Artenvielfalt
verantwortlich.“
Helfen Sie bitte durch eine Veröffentlichung unsere
Ziele zur Erhaltung der Ozeane und deren Lebensräume
zu sichern
Für weitere Informationen:
DEEPWAVE e.V.
Dr. Onno Groß,
Tel. 040/ 46 85 62 62 oder
01 79 / 598 69 69
Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.
Friedhofsweg 28
22337 Hamburg
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.regenwald.org/
Bilder zu diesem Thema können angefordert werden
unter E-Mail
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Tipp: Lesen Sie zu dieser Pressemitteilung auch
den Beitrag Der weltweite Handel
mit tropischen Fischen bedroht die Vielfalt der
Korallenriffe.
Über ein Spende würden
wir uns freuen.
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August 2003
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DEEPWAVE e.V. bei der 7.
Hamburger Hafennacht
Die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
informiert
August 2003 -- Zum Ende der Sommerpause gibt es wieder
eine Hafennacht. NDR Fernsehen präsentiert am 29.
August 03, umsonst und drinnen, in den Zeise-Hallen
(Friedensallee 7-9) ab 18.00 Uhr die 7. Hafennacht von
www.ozean.tv und den Zeisekinos!
DEEPWAVE e.V. ist mit einem Info-Stand vertreten.
Besuchen Sie uns. mehr...
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März 2003
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DEEPWAVE bei Meerestagung
"Warnsignale im Meer"
März 2003 -- Im Geomatikum der Universität
Hamburg findet vom 31.3 bis zum 2.4.2003 das Symposium
WARNSIGNALE AUS DEM MEER statt. Zur
Eröffnungsrede ist Prof. Dr. Klaus Töpfer (UNEP)
eingeladen. Themen werden unter anderem sein "Das Meer und
Klimaänderungen", "Übernutzung des Meeres"
(Schiffstransport, Fischerei, Nutzungskonflikte),
"Meeresverschmutzung und Meeresschutz".
Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Filme begleiten das
wissenschaftliche Programm.
Die Initiative DEEPWAVE wird ebenfalls vor Ort sein und
mit Informationsmaterial auf die Gründung dieser
Initiative zum Schutz der Hoch-und Tiefsee aufmerksam
machen.
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März 2003
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Gründung von DEEPWAVE
– die Initiative zum Schutz der Hoch- und
Tiefsee
Kurze Zusammenfassung:
DER SCHUTZ DER HOCH- UND TIEFSEE BRAUCHT MEHR
FÖRDERER
Die Erde ist ein Planet des Wassers: Die Hälfte des
Lebensraums auf unserem blauen Planeten bilden die Hoch-
und Tiefsee. Dieses größte Ökosystem bildet
den Lebensraum für Millionen Tier- und Pflanzenarten,
ist wesentlicher Motor im globalen Klimageschehen und ein
Quelle für Nahrung und Rohstoffe für die
Menschheit. Doch die miteinander vernetzten Ozeane sind
vielfältig bedroht. Umweltverschmutzung und
Missmanagement der Ressourcen zerstören
tagtäglich diesen einzigartigen Lebensraum. Nur mit
vereinten Anstrengungen auf nationaler und internationaler
Ebene lässt sich der Ausverkauf stoppen. Dafür
setzt sich DEEPWAVE, die Initiative zum Schutz der Hoch-
und Tiefsee, ein.
mehr....
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