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2003-2010
DEEPWAVE
Initiative zum
Schutz der Tiefsee
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C H R O N O L O G I E D E R E N T D E C K U N G E N _____________________________ |
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2000-1000 v. Chr. |
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Die Phönizier, die ersten Seefahrer der Welt, erforschen das Mittelmeer, Teile des Roten Meeres, Somalia, Arabien, Indien, möglicherweise China und entdecken die Kanarischen und die Scilly Inseln. |
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590 v. Chr. |
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Der ägyptische Monarch Necho berichtet von der ersten großen Reise der Phönizier: Die Umsegelung von Afrika. |
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400 v. Chr. |
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Auf einer Karte von Herodot werden die drei Hauptkontinente Europa, " Libyen" und Asien von drei großen Ozeanen umspült – dem Mare Atlanticum, dem Mare Australis und dem Mare Erythraeum. |
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325 v. Chr. |
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Der griechische Astronom und Geograph Pytheas unternimmt die erste wichtige wissenschaftliche Forschungsreise. Mit Hilfe der Astronomie bestimmt er auf dem Weg nach Island die Breitengrade. Er schlägt auch vor, dass die Gezeitenbewegungen durch den Mond beeinflusst werden. |
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100 v. Chr. |
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Der Stoiker Posidonius unternimmt eine wissenschaftliche Reise nach Spanien, um festzustellen, ob die Sonne zischt, wenn sie im Atlantik untergeht. Er beschreibt erste Meerestiefen von 1000 Faden (1828 Meter) vor Sardinien und notiert atlantische Tiden. |
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127-141 n. Chr. |
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Ptolemäus entwickelt eine Theorie des Universums mit der Erde als Kugel und liefert damit den bedeutendsten Beitrag zur Ozeanographie vor dem Zeitalter der Entdeckungsreisen. |
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914 |
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Der arabische Historiker und Geograph Masudi entwickelt genaue Theorien zur Evaporation, dem Kreislauf des Regens, und über die Ursachen des Salzgehalts im Ozean. |
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1003 |
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Der Wikinger Leif Erikson überquert den Atlantik bis nach "Vinland" und besiedelt als erster Nordamerika. |
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1100 |
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Erste dokumentierte Erwähnung der Verwendung der magnetischen Nadel. |
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1100-1300 |
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Sternbildern und Vogelzuglinien folgend erforschen die Polynesier den Pazifik und kolonisieren Hawaii, die Solomonen und Neuseeland. |
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1292 |
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Nach 17 Jahren in China kehrt Marco Polo mit einer Flotte von 14 Schiffen
über Sumatra, Ceylon und Persien zurück nach Venedig und Europa. |
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1416 |
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König Heinrich von Portugal gründet bei Sagres eine Schule der Navigation und begründet damit das große Zeitalter der Seefahrt. |
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1488 |
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Bartholomäus Diaz segelt um die südliche Spitze von Afrika und ist der erste Mensch, der in den Indischen Ozean von Westen her eindringt. |
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1492 |
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Christoph Columbus will einen westlichen Seeweg nach Indien finden und entdeckt stattdessen Amerika, das er für das östliche Ende von Asien hält. |
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1499-1501 |
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Amerigo Vespucci erforscht 6000 Meilen der südamerikanischen Küstenlinie. Er entwickelt eine fast genaue Berechnung der Längengrade und verrechnet sich für den Äquatorumkreis der Erde nur um 50 Meilen. |
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1513 |
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Vasco Nunez de Balboa überquert über Land Panama und wird der erste Europäer, der den pazifischen Ozean sieht. |
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1519 |
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Ferdinand Magellan will einen Seeweg nach Asien finden, indem er um die Spitze von Südamerika segelt. Auf den Philippinen werden er und die meisten seiner Mannschaft getötet. Aber Juan del Cano überquert den Indischen Ozean und vollendet die erste Weltumseglung der Erde. |
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1555 |
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Olaus Magnus, schwedischer Erzbischof, verfasst die "Historia de Gentibus Septentrionalis", eine Geschichte der nordischen Völker und beschreibt darin die Existenz einer Seeschlange. |
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1576 |
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Martin Frobisher versucht eine Nordwestpassage zum Orient über die Arktis zu finden. |
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1585 |
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Gerardus Mercator stellt den ersten großen Atlas der Welt zusammen. |
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1594 |
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Der holländischer Nautiker William Barents unternimmt drei erfolglose Versuche, eine Nordostpassage nach Indien zu finden und entdeckt dabei Spitzbergen. |
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1609 |
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Henry Hudson entdeckt bei einer erneuten Suche der Nordwestpassage den Hudson Fluss und später die Hudson Bay. |
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1616 |
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William Baffin scheitert in der Baffin Bucht und ist überzeugt, dass eine eisfreie Nordwestpassage nicht existiert. |
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1576 |
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Der Holländer Abel Tasman umsegelt Australien und stellt fest, dass es nicht Teil des südlichen Kontinentes ist. Er entdeckt auch Tasmanien und Neuseeland. |
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1687 |
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Isaac Newton veröffentlicht seine Arbeit über die Abhängigkeit der Gezeitenbewegung des Ozeans von der Bewegung des Mondes. |
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1737 |
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Nach einem Erdbeben tritt eine gewaltige Flutwelle in der Bucht von Bengal auf und tötet 300 000 Menschen und zerstört 20 000 Boote. |
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1768-1776 |
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James Cook unternimmt mit der "Endeavour" die erste moderne Expedition der wissenschaftlichen Ozeanerforschung. In mehreren Reisen besegelt er das Weltmeer und ist der Erste, der den antarktischen Wendekreis überquert. Er misst Ozeantemperaturen, Winde, Strömungen, Meerestiefen, kartographiert die pazifischen Inseln und dokumentiert die Korallenriffe. |
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1769 |
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Benjamin Franklin nutzt Temperaturmessungen und Beobachtung der Wasserfarbe, um den Golfstrom aufzuspüren und liefert eine erste Karte für Nautiker. |
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1772 |
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Der französischer Chemiker Antoine Lavoisier unternimmt erste quantitative Analysen vom Meerwasser. |
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1795 |
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Die Britische Admiralität fängt eine Übersicht der Küsten der Welt an. |
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1790-1830 |
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Der englische Geograph James RenneIl unternimmt wichtige wissenschaftliche Studien zur Messung von Winden und Meeresströmungen und fertigt die erste komplette Studie für den Atlantik an. |
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1802 |
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Erster seetüchtiger Chronometer. |
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1818 |
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Sir John Ross entwickelt einen "Tiefsee-Greifer", um Schlammablagerungen nach oben zu holen. Beim Heraufholen kommen Würmer und ein Medusenhaupt zutage und bestätigen das Vorhandensein von Leben am Meeresboden. |
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1837 |
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Charles Darwin veröffentlicht seine Theorie zur Entstehung der Korallenriffe. |
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1841 |
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Der Engländer Edward Forbes führt den Gebrauch des Boden-Greifers in die Wissenschaft ein und wird zum Vater der Meeresbiologie, indem er die Meere in verschiedene Zonen unterteilt.1843 behauptet er, dass die Zahl der Arten mit der Tiefe abnimmt und unterhalb 600 Metern eine leblose - azoische - Wüste sei. |
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1845 |
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Sir John Franklin erleidet bei der Suche nach einer Nordwestpassage Schiffbruch. Die Rettungsschiffe, die vom Osten und Westen kommen, treffen sich in der Melville Bucht: damit ist die Nordwestpassage gefunden. |
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1855 |
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Der Amerikaner Matthew Maury veröffentlicht das erste Lehrbuch und den Klassiker zur Ozeanographie (The physical Geography of the Sea). Später veröffentlicht er das erste Tiefendiagramm vom Atlantischen Ozean. |
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1858 |
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Das erste transatlantische Telegraphenkabel geht in Betrieb. Schon nach wenigen Monaten versagt es. 1866 verlegt die "Great Eastern" einen neuen Strang, der am 27. Juli Neufundland erreicht. |
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1859 |
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Charles Darwin veröffentlicht sein epochales Werk "Die Entstehung der Arten". Darin erläutert er, dass Spezies über lange Zeiträume unverändert bleiben könnten, wenn sie in einer stabilen Umwelt lebten. Die Tiefsee gilt vielen als ein solcher beständiger Ort. Angestoßen von diesen Ideen, setzt eine intensive Suche nach lebenden Fossilien im Meer ein. |
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1864 |
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Der Norweger Svend Foyn erfindet das Harpunengewehr und die moderne Walfangindustrie beginnt. |
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1866 |
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Der deutsche Biologe Ernst Haeckel teilt die Meereslebewesen nach ihrem Lebensraum in zwei Gruppen: das Nekton (die Organismen des offenen Ozeans) und das Benthos (die Organismen auf dem Meeresboden). Der deutsche Physiologe Viktor Hensen führt später ein dritte Gruppe ein: das Plankton, die nicht frei schwimmenden, schwebenden Organismen. |
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1870 |
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In seinem Abenteuerroman "20 000 Meilen unter dem Meer" lässt Jules Verne das Tauchboot "Nautilus" bis auf den Ozeangrund in rund 16 Kilometer Tiefe vorstoßen - und beflügelt damit die Phantasie der Menschen bis heute wie kaum ein anderer. Seine technischen Visionen erweisen sich als erstaunlich zutreffend. Mit seinen biologischen Fiktionen liegt der Autor allerdings daneben: Ganz im Sinne der Theorie von einer azoischen Zone findet die "Nautilus"- Besatzung unterhalb einer bestimmten Grenze kein Leben mehr. |
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1872 |
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Anton Dohrn gründet die erste meeresbiologische Station in Neapel und treibt andere Nationen an, ebenfalls ozeanographische Institute zu gründen. |
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1872-1876 |
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Mit der britischen Expedition der "Challenger" beginnt das Zeitalter der modernen Ozeanographie. Die Expedition unter Leitung von Sir Charles Wyville Thomson besegelt 69 000 Meilen des Weltmeers (außer der Arktis) und nimmt Hunderte Tiefenmessungen, Bodenproben, Meereswasseranalysen und Strömungsmessungen vor. Die Forscher entdecken unterseeische Gebirgsketten und 4717 bislang unbekannte Arten aus Tiefen bis zu 5,5 Kilometer, darunter Seelilien, Riesenwürmer und Radiolarien. Der Expeditionsleiter Wyville Thomson resümiert: "Die Verteilung der Lebensformen hat kein Tiefenlimit". |
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1879 |
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Der schwedischer Baron A. E. Nordenskjold lokalisiert die Nordostpassage im Pazifik, als er von Norwegen durch die Bering-Strasse nach Japan segelt. |
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1883 |
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Eine gewaltige Explosion zerreißt die Insel Krakatoa und fordert 36 380 Opfer. |
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1893-1896 |
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Der norwegischer Forscher Fridtjof Nansen lässt absichtlich sein Schiff, die Fram, im Eis einfrieren, um den Arktischen Ozean und das Fehlen von Landmassen zu beweisen. |
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1903 |
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Dem norwegischer Forscher Roald Amundsen gelingt zum ersten Mal eine Durchfahrt durch die Nordwestpassage. |
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1905 |
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Die Hawaii-Mönchsrobbe wird als letzte neue Robbenart beschrieben. Einst sehr häufig, gilt sie heute als besonders stark vom Aussterben bedroht. |
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1909 |
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Admiral Robert Peary erreicht den Nordpol. |
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1911 |
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Roald Amundsen erreicht den Südpol. |
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1912 |
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Angeregt durch die "Titanic"-Katastrophe, entwickelt der deutsche Physiker Alexander Behm das Echolot zur Entfernungsmessung. Dabei werden Schallwellen ausgeschickt, an einem Objekt reflektiert und wieder empfangen. Aus den Laufzeiten der Signale lassen sich genaue Distanzen errechnen. |
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1903 |
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Sir Hubert Wilkins misst die tiefste Stelle im Arktischen Ozean mit 5440 Metern. Später versucht er erfolglos mit dem U-Boot "Nautilus" (wie Jules Verne) unter dem Eis zum Nordpol zu tauchen. |
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1930 |
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William Beebe und Otis Barton tauchen in einer Stahlkugel, die an einem Seil abgelassen wird, 427,8 Meter unter den Meeresspiegel - so tief wie niemand zuvor. "Diese Fische hatten nicht nur ein halbes Dutzend Schuppen, sondern sie erstrahlten wie in einer schimmernden Rüstung", schreibt Beebe über die Pionierfahrt, "Garnelen und Quallen trieben an uns vorbei wie Flocken nie geahnter Schneestürme". |
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1934 |
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Otis Barton und William Beebe erreichen eine Tiefe von etwa 925 Metern in ihrer Bathysphere-Tauchkugel. |
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1938 |
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Am 22. Dezember läuft der Kutter "Nerine" in den Hafen der südafrikanischen Stadt East London mit einem Quastenflosser an Bord ein, einer zoologischen Jahrhundertsensation. Diese Fischgruppe, die schon zu Zeiten der Dinosaurier die Ozeane bevölkerte, galt als seit 65 Millionen Jahren ausgestorben. |
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1945 |
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Der schwedische Ozeanograph Börje Kullenberg entwickelt das Kolbenlot, mit dem 20 Meter lange Sedimentproben vom Ozeanboden gewonnen werden können. |
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1947 |
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Harold Drey entwickelt das "Sauerstoffthermometer", um die Isotopenverhältnisse in Sedimenten zu messen und so vergangene Klimazustände festzustellen. Willard Libby entwickelt danach eine "Atomuhr“, um die Chronologie der Eiszeiten in den Eiskernen zu dokumentieren. |
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1947 |
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Maurice Ewing beginnt die systematische Untersuchung der Meeresbodentopographie im Nordatlantik. Er entdeckt im tiefsten Teil des Atlantiks die "abyssal plains", flache und mehr als 350 Kilometer breite Tiefseeebenen. |
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1947 |
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Die schwedische Tiefseeexpedition erforscht den Atlantik und findet extreme Gebirgszüge und widerlegt damit die Theorie eines flachen Ozeanbodens. Hans Pettersson findet Sedimentschichten mit mehr als 3000 Meter Mächtigkeit. |
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1950 |
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Jacques Cousteau nutzt die weiterentwickelte Aqualunge, um den Kontinentalsockel bis in Wassertiefen von 60 Metern zu erforschen. |
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1950-1952 |
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Die dänische Tiefseeexpedition holt im Philippinengraben Schlammproben aus 10 062 Meter an Deck, in dem noch Organismen vorkommen. Auf der Expedition wird auch in 4000 Meter die Neopilina entdeckt, ein lebendes Fossil aus der Gruppe der Monoplacophora, ein Verwandter einer seit 350 Millionen Jahren ausgestorbenen Urform der Mollusken (Muscheln, Schnecken und Tintenfischen). |
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1952 |
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Im Zuge der Bombentests wird die erste großräumige Korallenstudie unternommen. Bei der Bohrung durch das Eniwetok-Atoll stoßen die Wissenschaftler auf vulkanischen Boden und bestätigen Darwins Theorie von der Entstehung der Korallenriffe auf versunkenen Inseln. |
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1956 |
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Der Mittelozeanische Rücken, ein weltumspannendes 40 000 Meilen langes Unterwassergebirge, wird entdeckt. |
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1957-1958 |
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Im Internationalen Geophysikalischen Jahr werden folgende Forschungsziele definiert: 1) die Eignung der Ozeantiefen als Endlager für radioaktive Abfälle
2) das Proteinpotential des Ozeans für die wachsende Bevölkerung und
3) die Rolle der Ozeane bei der Klimaveränderung. In den Jahren darauf werden 30 Stationen im atlantischen, pazifischen und indischen Ozean gegründet und 80 Forschungsschiffe beteiligen sich an der hydrographischen Untersuchung des Atlantiks. |
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1958 |
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Das atomgetriebene U-Boot "U.S. Nautilus" gelangt unter dem Eis bis zum Nordpol. |
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1960 |
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Jacques Piccard und Don Walsh erreichen am 23. Januar im Bathyscaphe "Trieste", entworfen vom Vater Auguste Piccard, die Rekordtiefe von 10 916 Meter (35 800 Fuß) im Challengertief des Marianengrabens 1900 Kilometer östlich der Philippinen. Durch winzige Plexiglas-Luken erkennen sie einen "Fisch" (es war eine Seegurke). Die Aquanauten bleiben 20 Minuten am Grund. Bis heute ist kein Mensch mehr so weit vorgestoßen. |
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1961 |
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Die amerikanischen Geologen Harry Hess und Robert Dietz entdecken, dass der Meeresboden sich neu bildet, und entwickeln die Theorie der Plattentektonik, nach der die Erdoberfläche aus aneinandergrenzenden, driftenden Schollen besteht. Hess und Dietz bestätigen damit die heftig umstrittene Kontinentaldrift-Theorie des deutschen Geophysikers Alfred Wegener aus dem Jahr 1912. |
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1963 |
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Die "Trieste" taucht bis auf 2560 Meter im Atlantik und fotografiert die Überreste des mit 129 Männern versunkenen U-Boots "Thresher". |
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1964 |
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Der Kalte Krieg heizt die Eroberung des Weltraums, aber auch der Tiefsee an: Die US-Navy baut das Tauchboot "Alvin", das viele wichtige Missionen unternimmt. Zunächst konzipiert bis etwa 2 000 Meter Tauchtiefe, erhält das Fahrzeug 1973 statt der Stahlkabine eine Druckkapsel aus Titan. Es kann dadurch zunächst 4000 und nach weiteren Umbauten 1994 bis 4500 Meter tief ins Meer vordringen. |
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1966 |
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Gleichzeitig finden in "Sealab II", nahe Kalifornien, und "Conshelf Three" vor Frankreich erste Experiment in Unterwasserlaboren statt, |
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1966 |
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Die "Alvin" und ein Navy-Roboter bergen eine amerikanische Wasserstoffbombe, die nach einer Flugzeugexplosion vor der spanischen Küste ins Mittelmeer gestürzt ist. |
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1968 |
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Das Deep Sea Drilling Projekt beginnt, um Daten zur Kontinentaldrift-Theorie zusammenzutragen. |
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1974 |
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Ein französisch-amerikanisches Forschungsteam taucht südwestlich der Azoren in einen Graben des mittelatlantischen Rückens. Es findet dort völlig unerwartet frische Lava, die zwischen den auseinanderstrebenden Kontinentalplatten aufsteigt und neuen Meeresboden bildet. |
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1976 |
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Am 15. November verfängt sich zum ersten Mal ein Riesenmaulhai, ein Megamouth (Megachasma pelagios) in einem Netz. Von dem seltenen, fünf Meter langen Tiefsee- Hai sind bisher weniger als 20 Exemplare gefangen worden. |
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1977 |
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Die "Alvin" stößt nahe der Galapagos-Inseln, knapp 2500 Meter unter dem Meeresspiegel, auf heiße Quellen. Um diese herum gedeiht eine Vielzahl völlig unbekannter Arten von Bakterien, Würmern, Krebsen und Fischen. Die Aufsehen erregende Entdeckung dieser Tiefsee-Oasen ist der Anfang einer neuen Forschungsrichtung: 1979 sichten Wissenschaftler durch die Luken der "Alvin" Schwarze Raucher, Türme aus Mineralienablagerungen, aus denen 350 Grad heißes Wasser strömt und die ebenfalls eine charakteristische Lebensgemeinschaft unterhalten. 1984 macht das amerikanische Tauchboot im Golf von Mexiko kalte Quellen aus, besiedelt wiederum von einem ähnlichen Artenspektrum. |
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1982 |
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Die Vereinten Nationen verabschieden die Internationale Seerechtskonvention. Sie erklärt die Mineralien des Meeres zum Erbe der gesamten Menschheit. Der Vertrag tritt endgültig 1994 in Kraft. |
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1985 |
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Robert Ballard spürt das Wrack der "Titanic" auf. Ein Film, aufgenommen von den russischen Tauchbooten "Mir 1" und "Mir 2", bringt 1991 den Schiffstorso erstmals auf die Leinwand. |
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1987 |
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Dem deutschen Meeresbiologen Hans Fricke gelingt es erstmals, Quastenflosser in deren Lebensraum zu filmen. |
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1988 |
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Die Sowjetunion beteiligt sich mit zwei Tauchbooten, "Mir-1" und "Mir-2", am Wettlauf in die Tiefe. Bereits 1985 ist das Französische Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (Ifremer) mit der "Nautile" ins Rennen eingestiegen. Die Fahrzeuge erreichen eine Tiefe von 6000 Metern. Als jüngste Entwicklung der Flotte bemannter Tauchvehikel läuft die japanische "Shinkai 6500" vom Stapel. Sie verschiebt die Leistungsgrenze um weitere 500 Meter nach unten. Forscher wollen damit jene Zone erkunden, in der vor Japans Ostküste viele verheerende Erdbeben entstehen. |
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1990 |
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Nach dem Ende des Kalten Krieges stellt die US-Navy bislang geheime Militärtechnik für zivile Forschung zur Verfügung. Dank eines weltweiten Netzes hochempfindlicher Unterwassermikrofone können Wissenschaftler nun auf eine umfassende Weise Wale belauschen und Ausbrüche unterseeischer Vulkane verfolgen. |
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1995 |
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Am 24. März taucht der japanische Roboter "Kaiko" 10 911 Meter und 40 Zentimeter ins Challengertief des Marianengrabens hinab. In diesem Jahr veröffentlicht die US-Navy auch Gravitationswerte der Erde, die ursprünglich die Zielgenauigkeit amerikanischer Interkontinentalraketen verbessern sollten. Ozeanographen erstellen daraus einen Meeresboden-Atlas von enormer Präzision: Er zeigt die Topographie mit einer Auflösung von sechs Kilometern. |
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1996 |
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Marinesoldaten fangen vor San Diego ein etwa sieben Meter langes und vollständig intaktes Exemplar eines Riemenfisches (Regalecus glesnae). Über den zwar schon 1770 beschriebenen, längsten Knochenfisch der Welt ist wenig bekannt: Er lebt verborgen in der Tiefsee. |
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1998 |
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Deutschen und amerikanischen Wissenschaftlern gelingt es unabhängig voneinander, jeweils bis zu zwei Meter hohe Mineralienschlote, die Schwarzen Raucher, vom Ozeangrund zu bergen. Die australische Firma Nautilus Minerals sichert sich Abbaurechte für 5000 Quadratkilometer Meeresboden vor Neuguinea. Dort liegen Erze mit hohen Kupfer-, Silber- und Goldgehalten. Die Uno fürchtet zunehmend einen Raubbau in der Tiefsee und will ein System von Schutzgebieten einrichten. |
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1998 |
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Ein Forscherehepaar entdeckt auf einem Fischmarkt eine zweite Quastenflosserart: Der Sulawesi-Quastenflosser, Latimeria menadoensis. |
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1999 |
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Die Bremer Forscherin Heidi Schulz beschreibt eine Riesenbakterie: Thiomargarita namibiensis, die namibische Schwefelperle. Sie ist fast hundertmal größer als das bis dahin bekannte größte Bakterium. |
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2000 |
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Die "Alvin" entdeckt "Lost City", ein neues Thermalfeld im Atlantik. Die Quellen liegen an einer nicht vermuteten Stelle auf altem Seeboden und die Schlote bestehen aus Karbonat und nicht aus Sulfaten wie an anderen Quellen. |
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2002 |
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Der "Rose Garden", das 1977 entdeckte erste Hydrothermalfeld, ist möglicherweise durch frischen Lavaausfluss verschwunden, die Tierwelt mit den einzigartigen Röhrenwürmer fast ganz verschwunden. |
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2002 |
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Im Schwarzen Meer werden an Methanquellen Riffe entdeckt, die durch besondere Bakterien gebildet werden. Es ist der erste Fund von solch großer Biomasse und gilt als ein Schlüssel zum Verständnis zu Vorgängen in der Frühzeit der Erdevolution. |
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2003 |
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Britische Forscher forden, die im Jahr 1998 entdeckten "Darwin Mounds" in 1000 Meter Wassertiefe vor Schottland unter Schutz zu stellen. Bis zu 800 Tierarten leben in den bis zu 8 Meter hohen Kaltwasserriffen. Die zunehmende Überfischung mit Dredgen bedroht die seltenen Korallen. |
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| Quellen: |
| LIFE "The Sea" |
| GEO WISSEN Nr. 24 "Ozean und Tiefsee" |
| Lothar Frenz "Riesenkraken und Tigerwölfe" |
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