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Copyright © 2003-2008
DEEPWAVE
Initiative zum
Schutz der Tiefsee |
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P R E S S E S P I E G E L |
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| Juli
2007 |
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| Meeresschutz:
Goldrausch in der Tiefe |
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In Jules Vernes' 1870
erschienenem Roman "20.000 Meilen
unter dem Meer" trifft Professor
Pierre Arronax auf Nemo, den mysteriösen
Kapitän des Unterseeboots Nautilus.
Nemo versorgt sich und seine Mannschaft
ausschließlich mit den Schätzen des
Meeres und beutet unter dem Meeresboden
liegende Kohlenflöze aus. Aus der
Fiktion, Rohstoffe vom Meeresboden zu
nutzen, wird heute Realität: Mit
steigenden Metallpreisen lohnt sich
zunehmend auch der Bergbau im tiefen
Ozean. |
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| Welche Folgen dies für die Umwelt
haben kann, erläutert Onno Groß in
Heft 7/2007 des Infodienstes punkt.um. |
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| Juli 2006 |
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| Gegen die Vernichtung von Mangrovenwäldern |
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Umweltorganisationen machen aufmerksam
Umweltproteste in Stralsund.
Während Greenpeace-Aktivisten zur Bushvisite mit spektakulären Antikriegs-Transparenten
die übertriebenen Sicherheitsmassnahmen ad absurdum führten, lag ein Tag
später ein Schiff fast unbemerkt im Hafen. |
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| Besuchen Sie dazu auch die Website www.proteinpirates.org
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| Dezember 2005 |
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| Buddel im Gold der Nordsee |
Naturschützer kritisieren großflächigen Abbau von Kies
Von Axel Bojanowski
Süddeutsche Zeitung Nr. 294, Seite 9, Mittwoch, 21. Dezember 2005 |
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Seit zwei Jahren kreuzt das größte Saugbaggerschiff der Welt die Nordsee. Die "Charlemagne" fördert Sand und Kies von der Weißen Bank, einem Gebiet etwa 60 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Ihr Rüssel schlürft alles vom Meeresgrund, was dort zu finden ist. Eine fischig riechende Lawine aus Geröll, Pflanzen und Tieren ergießt sich aus dem oberen Ende des Saugrohrs in den hausgroßen Schiffsbunker. Steinriffe auf dem Meeresgrund, die ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen sind, muss die "Charlemagne" 500 Meter weit umfahren. Da niemand genau weiß, wo diese Schutzgebiete liegen, musste die Betreiberfirma OAM-Deme Karten des Meeresgrundes anfertigen, um die Fördergenehmigung zu bekommen.
"Unschätzbarer Schaden"
Doch diese Karten sind offenbar falsch. Diverse Steinfelder seien auf den Karten viel zu klein dargestellt, manche gar nicht eingezeichnet, sagt Henning von Nordheim vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). "Auch in Schutzzonen wurde gebaggert und unschätzbarer Schaden angerichtet". Das zeigten Filmaufnahmen von Tauchern, die im Auftrag des BfN den Nordseegrund inspiziert haben. Womöglich seien zahlreiche Biotope zugrunde gegangen, sagt von Nordheim.
"Wir gehen der Sache nach", erklärt das Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld, das die Fördergenehmigung erteilt hat. Der Schutz der Steinbiotope solle auf jeden Fall gewährleistet werden. Auf den kilometerlangen Wällen und Inseln aus Fels, Kies und Sand finden Seeigel, Muscheln, Seelilien und Würmer Halt und Unterschlupf. Viele dieser Lebewesen stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Um sie zu schädigen, reicht es schon, dass die "Charlemagne" den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht einhält. Denn wenn an Bord des Förderschiffes die nicht erwünschten Sandkorngrößen ausgesiebt werden, entsteht eine trübe Fahne, die wochenlang im Wasser treibt. Die Körnchen verstopfen die Filterorgane vieler Lebewesen, die dann zugrunde gehen, warnt Hans-Jörg Lüth vom Bund für Umwelt und Naturschutz.
Die Abbaufirma bestreitet die Vorfälle. "Für eine Überprüfung der Karten gibt es keinen Grund", sagt Klaus Bäätjer, Geschäftsführer von OAM-Deme. Henning von Nordheim hingegen erklärt, das Unternehmen habe Misstrauen erregt, weil die Sonarkarten nicht die erforderliche Genauigkeit aufwiesen. Neue Karten habe OAM-Deme trotz mehrfacher Aufforderung nicht vorgelegt. Deshalb sei das Abbaugebiet schließlich kontrolliert worden.
Das Gesetz sieht bei Verstößen gegen die Auflagen neben einer Verwarnung auch Strafe und gar ein Verbot der Rohstoffförderung vor. Das käme OAM-Deme äußerst ungelegen, denn auf dem Grund der Nordsee liegen riesige Mengen Kiessand. Die Nachfrage nach dem "Gold der Nordsee" ist groß, vor allem als Schotter für den Straßen- und Bahnbau und als Grundstoff für Beton. 460 Tonnen Sand und Kies verbraucht ein Deutscher durchschnittlich in seinem Leben - das ist weitaus mehr als von je dem anderen Rohstoff. Bei Erdöl, das an zweiter Stelle steht, ist es nur ein Drittel der Menge.
Das Landesbergamt genehmigte den Kiesabbau in der Weißen Bank erst nach jahrelanger Prüfung. Beschlossen wurde schließlich, dass OAM-Deme zum Ausgleich für den angerichteten Schaden neben der obligatorischen Pachtabgabe Ersatzzahlungen von fünf Cent pro Kubikmeter Sand oder Kies für Umweltschutzmaßnahmen leisten muss. Uwe Johannsen von der Umweltstiftung WWF ist dennoch der Meinung, dass die Vergabe von Nutzungsrechten in der Nordsee zu leichtfertig erfolgt. Vor kurzem hat OAM Deme die Genehmigung erhalten, 45 Jahre lang in dem Gebiet OAM3 Kies zu fördern, das neben der Weißen Bank liegt. Von dieser Region gebe es nicht einmal Sonarkarten, sagt Johannsen. Die Fördererlaubnis sei allein auf Grundlage von Stichproben des Meeresgrundes erteilt worden. "Wie will man schädliche Eingriffe verhindern, ohne zu wissen, wo die Biotope liegen?", fragt der Umweltschützer. Derzeit wird über die Vergabe einer Fördererlaubnis für ein drittes Feld namens BSKI verhandelt.
Wettlauf um Meeres-Claims
Naturschutzverbände sehen den Kiesabbau grundsätzlich skeptisch. Denn in den genehmigten Fördergebieten leben Sandaale, von denen sich wiederum Kegelrobben, mehrere Vogelarten und der Schweinswal ernähren. Zudem überwintern dort verschiedene Vögel, unter anderem der Seetaucher. Das Abbauareal OAM3 liegt großteils in einem Vogelschutzgebiet. Die EU überlegt, alle Kiesfelder zu so genannten "Fauna-Flora-Habitat-Gebieten" zu erklären. In solchen Regionen werden menschliche Eingriffe nur mit Sondergenehmigung und nur unter Auflagen erlaubt.
Eine vernünftige Interessenabwägung zwischen Wirtschaft und Naturschutz habe beim Kiesabbau in der Nordsee nicht stattgefunden, sagt Onno Groß von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE. Verschärft werde der Konflikt, weil sich diverse Firmen einen Wettlauf um die besten Claims auf dem Meeresgrund lieferten. Denn zwischen Schifffahrtsstraßen, Fischereigründen und militärischen Übungsgebieten werden Windkraftan-lagen errichtet, Telekommunikationskabel und Ölpipelines verlegt sowie Rohstoffe abgebaut. |
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| November 2004 |
| Leer
gefischt, verdreckt und zunehmend industriell
genutzt |
Von Philip Banse
Umwelt
& Landwirtschaft 5.11.2004 |
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| Er wird zugebaut,
mit Schadstoffen belastet und von
Wasser und Wind abgetragen - der Boden
ist eines der Sorgenkinder der Umweltfachleute.
Genau wie das Land leiden aber auch
die Meere unter einer übermäßigen
Nutzung durch den Menschen: Sie werden
leer gefischt, voll gepumpt mit belastetem
Abwasser und zunehmend genutzt für
die Schifffahrt, als Standort für
Windkraftanlagen oder für den
Abbau von Rohstoffen. Wie kommen Tiere
und Pflanzen im Meer damit zurecht?
Und was kann und muss für ihren
Schutz getan werden? Mit diesen Fragen
beschäftigten sich Experten auf
einer Veranstaltung in Berlin - eingeladen
vom NABU, dem Naturschutzbund Deutschland.
Was vor rund 20 Jahren der Regenwald
war, ist in den Augen der Naturschützer
auf dem NABU-Seminar heute das Meer:
Von Verschmutzung und Raubbau geschunden,
vom Menschen vergessen - auch von
vielen Naturschutzverbänden.
Ralf Schulte vom Naturschutzbund NABU
erklärt das lange Schweigen vieler
Umweltschützer zum ökologischen
Drama Meer so:
Es ist dort niemand, der hautnah
betroffen wird von diesen Ereignissen.
Und selbst, wenn wir als Touristen
oder als Urlauber uns im Sommer am
Meer aufhalten, dann nehmen wir das
so unmittelbar nicht wahr. Wir erfahren
mal von einer Lagenplage, vielleicht
von toxischen Algen, die wir nicht
berühren sollten, aber das ist
dann auch alles.
Dass vor allem Nord- und Ostsee von
viel weitreichenderen Problemen bedroht
sind, versuchte der NABU auf dem Seminar
deutlich zu machen: Ölförderung,
Fernmeldekabel, Off-Shore- Windkraftanlagen,
Kiesabbau, Fischerei - die industrielle
Nutzung des Ökosystems Meer nimmt
stetig zu - mit zum Teil drastischen
Folgen für die Pflanzen und Tiere.
Petra Deimer, Vorsitzende der Gesellschaft
zum Schutz der Meeressäugetiere,
kritisierte unter anderem die Windkraftanlagen
im Meer. Diese verursachten großen
Lärm, der Fischen und Meeressäugern
sehr zu schaffen macht. Schweinswale
zum Beispiel verlören die Fähigkeit,
einander zu hören - ein oft tödlicher
Defekt. Die größte Bedrohung
für Fische und Meeressäuger
seien jedoch die Fischer, sagte Petra
Deimer: Hunderdtausende von Fischen
verenden jedes Jahr als so genannter
Beifang in den Netzen. Der Schweinswal
sei deswegen in der Ostsee vom Aussterben
bedroht. Deimer forderte, ganze Gebiete
für den Fischfang zu sperren
und schlicht weniger Fische zu fangen:
Die Fischerei ist in der ganzen Welt
nicht nachhaltig. Wir können
nicht fischen, was wir fangen können.
Die Subventionen sind schuld, weil
es sich für Fischer auch lohnt
rauszufahren, auch wenn sie mit ganz
wenig Fisch zurückkommen. Es
wird zu viel gefischt, die meisten
Fische werden schon gefischt, bevor
sie geschlechtsreif sind. Wo soll
denn da der Nachwuchs herkommen? |
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| Für
Wale ist kaum Platz mehr in der Nordsee.
Foto: BSH |
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| Auf eine bisher kaum
beachtete Nutzung des Meeres machte
Onno Groß, Meeresbiologe von
DEEPWAVE aufmerksam, einer Initiative
zum Schutz der Hoch- und Tiefsee.
Obwohl es an Land große ungenutzte
Vorräte gebe, werde in Nord-
und Ostsee immer mehr Sand und Kies
abgebaut. Eine Hand voll Unternehmen
habe sich umfassende Rechte gesichert
und darf in zum Teil ökologisch
hoch sensiblen Gebieten den kompletten
Meeresboden absaugen. Beispielsweise
wird eine Hamburger Firma 40 km westlich
von Sylt jedes Jahr eine Millionen
Tonnen Sand und Kies fördern
- das füllt einen Güterzug
von Hamburg bis München und zurück.
In nächsten 50 Jahren werden
nur in diesem Gebiet vor Sylt 25.000
Fußballfelder Meeresboden abgesaugt,
sagte Onno Groß von DEEPWAVE
- und Meeresboden ist nicht nur Sand:
Es sind Millionen von Tieren, auch
seltene Tiere, es ist ein Abbau der
obersten Schicht des Meeresbodens
von 2 bis 3 Meter Tiefe, da gibt Fischlaich,
Meeressäuger wie Schweinswale
sind betroffen. Insofern ist es ein
gewaltiger Eingriff in das Ökosystem
der Nordsee und sollte eigentlich
verboten werden.
Einig waren sich die Meeres-Experten,
dass die Europäische Union wichtige
Schritte zum Schutz der Nord- und
Ostsee unternommen hat. Mit der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie,
die den Lebensraum Europa nachhaltig
schützen soll, habe die EU eine
zentrale Grundlage auch zum Schutz
der Meere gelegt. Auch das EU-Programm
Natura 2000 wurde gelobt. Alle EU-Staaten
müssen danach mindestens 10 Prozent
ihrer Hoheitsgewässer als Schutzgebiete
ausweisen. Deutschland hat das als
erstes Land gerade getan. Onno Groß,
Meeresbiologe von DEEPWAVE, bemängelte
jedoch, in Brüsseler Fischerei-
und Umweltpolitik gegensätzliche
Ziele verfolgen. Der Umweltschutz
müsse zu oft hinter die wirtschaftlichen
Interessen der Fischereiländer
zurücktreten. So seien Schleppnetze
erst 2008 verboten - für viele
Schweinswale das Todesurteil. EU-Richtlinien
müssten viel stärker auf
eine nachhaltige Bewirtschaftung der
Meere abzielen:
Wenn wir das nicht tun, dann
überrennt uns die Problematik,
durch Fischerei, Klimawandel, zunehmende
Nutzung, man denke an die Offshore-Windkraftanlagen
und zunehmende Schifffahrt, und wir
sind nicht mehr in der Lage, diese
Artenvielfalt in den europäischen
Gewässern zu bewahren. |
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| Oktober
2004 |
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| Das Hamburger
Straßenmagazin - Oktober 2004 |
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| RAT
UND TAT |
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| Um Umweltschutz vor
der Haustür kümmern sich
schon viele - um den Schutz der Ozeane
nur sehr wenige. Dabei besteht die
Erde zu 60 Prozent aus Hoch- und Tiefsee.
Doch dieser Lebensraum für Millionen
Tier- und Pflanzenarten, für
Nahrung und Rohstoffe wird vernachlässigt,
verschmutzt und ausgebeutet. Ein Zustand,
der den Hamburger Meeresbiologen Dr.
Onno Groß veranlasste, die "Intitiative
zum Schutz der Hochund Tiefsee Deepwave
e.v." zu gründen.
"Die Tiefsee ist ein Jahrmillionen
alter Lebensraum und so artenreich
wie die Regenwälder. Aber es
gibt keinen wirksamen Schutz. Keine
Umweltinitiative hat sich speziell
diesem Ökosystem gewidmet",
so der Vorsitzende der jungen Naturschutzorganisation,
die inzwischen auf internationaler
Ebene arbeitet und auch mit anderen
Organisationen kooperiert. Mit Öffentlichkeitsarbeit,
wissenschaftlichen Projekten und politischem
Druck kämpft "Deepwave"
für den Schutz dieses gewaltigen
Ökosystems - und für seine
Erforschung.
Denn: "Von dieser riesigen Fläche
mit Tiefen von mehr als 5000 Metern
sind gerade mal zwei Quadratkilometer
Meeresboden erforscht. Wir haben noch
lange nicht die komplexen Vorgänge,
die dort ablaufen, durchschaut - ob
sie nun für das Weltklima oder
für die Fischbestände wichtig
sind", so Groß. Nur ein
größeres Bewusstsein und
Wissen über diesen Lebensraum
könne helfen, dass die Menschen
mehr Respekt für die Tiefsee
aufbringen und zum Schutz des labilen
Ökosytems ihr Verhalten ändern.
Wer die Intiative unterstützen
oder sich informieren will:
Deepwave, Hegestraße 46d,
20251 Hamburg,
Tel.: 46856262,
Internet: www.deepwave.org
Spendenkonto: 1208 116713,
Hamburger Sparkasse 20050550. |
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| März
2004 |
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| Stern
- 26. März 2004 |
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| Interessenskonflikt
- Kies oder Schweinswale? |
| Umweltschützer schlagen
Alarm. Der Kiesabbau in einem der bedeutendsten
Naturschutzgebiete Europas hätte
katastrophale Folgen. |
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| Vor der deutschen
Nordseeküste wollen zwei Unternehmen
in einem der bedeutendsten Naturschutzgebiete
Europas Millionen Tonnen Sand und
Kies fördern. Umweltschützer
schlagen Alarm: Angesichts der Schneisen,
die riesige Saugbagger in den Boden
reißen würden, könnte
es zu katastrophalen Folgen für
seltene Tiere wie den bedrohten Schweinswal,
die Kegelrobbe, unzählige Bodenlebewesen
und damit für die gesamte Nordsee
kommen. Die Behörden müssen
zwischen Naturschutz- und wirtschaftlichen
Interessen abwägen.
Von dem Interessenkonflikt sind
das Sylter Außenriff (5317 Quadratkilometer)
und das Vogelschutzgebiet Östliche
Deutsche Bucht (3142 Quadratkilometer)
betroffen. Beide Regionen liegen westlich
vor der Ferieninsel Sylt. Aus Sicht
des Bundesamts für Naturschutz
(BfN) zählen sie im europäischen
Maßstab zu den besonders schützenswerten
Regionen und sind aussichtsreiche
Kandidaten für das Projekt "NATURA
2000" der Europäischen Union.
Dieses hat zum Ziel, ein Netz von
Schutzarealen über den Kontinent
zu legen, um "die biologische
Vielfalt in allen Bereichen"
zu erhalten. Zurzeit diskutieren die
Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft,
Verkehr und Wirtschaft in Berlin,
welche Regionen nach Brüssel
gemeldet werden.
Förderung von jährlich
drei Millionen Tonnen Kies geplant
Ob und wann Unternehmen mit dem Kiesabbau
beginnen dürfen, ist zurzeit
noch unklar. Die geplante Förderung
von jährlich etwa drei Millionen
Tonnen sei noch nicht genehmigt, sagt
Klaus Söntgerath vom zuständigen
Landesbergamt in Clausthal-Zellerfeld.
Das Amt prüfe derzeit, ob der
Abbau "die vorgesehenen Schutzgebiete
und deren Erhaltungs- und Entwicklungsziele
erheblich beeinflussen" würde.
Wäre dies der Fall, bleibt der
Kies, wo er ist. Man gehe im Amt schon
jetzt davon aus, dass eingesaugte
Organismen "überwiegend
getötet" und Meeressäuger
zeitweise gestört oder vertrieben
werden können.
Umweltschützer wie die Gesellschaft
zum Schutz der Meeressäuger (GSM)
oder der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) warnen,
dass im Falle eines Abbaus wertvoller
Lebensraum für seltene Arten
weit über die Förderfläche
hinaus verloren gingen. Die Bagger
würden eine etwa drei Meter breite
und rund zwei Meter tiefe Schneise
in den Boden saugen. An Bord des Schiffes
wird der Kies gleich gelagert oder
zuvor gesiebt. Die Reste - feiner
Sand, zertrümmerte Muscheln,
Seeigel sowie andere Tier- und Pflanzenreste
- sollen wieder ins Meer gelangen.
Dieser Niederschlag würde weite
Gebiete mitsamt seiner Tier- und Pflanzenwelt
bedecken.
"Zerstörung der artenreichsten
Lebensräume der Nordsee"
"Die Kiesentnahme zerstört
einen der artenreichsten Lebensräume
der Nordsee, in denen viele seltene
Meerestiere leben wie beispielsweise
essbare Seeigel, Seescheiden, Moostierchen,
Nesseltiere und Krebse", erklärt
der Vorsitzende des gemeinnützigen
Vereins Deepwave zum Schutz der Hoch-
und Tiefsee, Onno Groß.
Einige der betroffenen Organismengruppen
stünden auf der Roten Liste der
bedrohten Arten. "Der umgepflügte
Meeresgrund benötigt viele Jahre,
um sich wieder zu regenerieren",
ergänzt der Kieler BUND-Experte
Martin Marquardt. Gisbert Jäger
von der regionalen Umweltorganisation
"Hohe Tied" betont, der
Kies wirke am Meeresboden wie eine
Kläranlage für belastetes
Wasser. "Wollten wir diese Reinigungswirkung
mit Maschinen erzielen, müssten
wir jährlich 500 Millionen Euro
aufwenden."
Eine der Firmen, die in der Nordsee
Kies gewinnen möchten, ist das
Hamburger Unternehmen OAM-Deme Mineralien.
Geschäftsführer Klaus Bätjer
räumt ein, dass es eine Restschädigung
geben könne. "Absurd"
sei hingegen die Annahme, dass es
"erhebliche Schäden"
geben werde. Bätjer weist darauf
hin, dass sein Unternehmen überhaupt
nur eine Fläche von zehn Quadratkilometern
als "kieshöffig" ansieht.
Nicht der EU überlassen Der
bis zum Jahr 2039 vorgesehene Kiesabbau
ist ein Teil der vielfältigen
Belastung der Nordsee. Es gibt militärische
Übungsgebiete, Ölförderplattformen,
Telekommunikationskabel und Pipelines.
Künftig sollen große Windräder
hinzukommen. Die Naturschutzorganisationen
fordern die Bundesregierung daher
auf, die Ausweisung von Schutzgebieten
voranzutreiben. Dies solle nicht der
EU überlassen werden.
(dpa, Thilo Resenhoeft)
http://www.stern.de/wissenschaft/natur/?id=521989&nv=cp_L2_tt |
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| Februar
2004 |
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| Kies
nicht wie Sand im Meer |
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| Rohstoffabbau in
potenziellen EU-Schutzgebieten westlich
von Sylt beantragt. Umweltschützer
warnen: Bodenlebensgemeinschaften
würden auf Jahre hinaus zerstört.
Der geschützte Schweinswal hätte nichts
mehr zu fressen
von GERNOT KNÖDLER
In der Nordsee wird es eng: Zwischen
Schifffahrtsstraßen, Offshore-Windkraftanlagen,
militärischen Übungsgebieten und Rohstoffabbau-Feldern
haben es die Bewohner des Meeres immer
schwerer, sich zu behaupten. Jetzt
will die Firma OAM Deme Mineralien
in potenziellen EU-Naturschutzgebieten
40 Kilometer westlich von Sylt Sand
und Kies abbauen. Umweltschützer halten
das für absurd. Die vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie
sei "unter aller Kanone",
schimpft Onno Gross von der Umweltinitiative
Deepwave.
Derzeit läuft ein Planfeststellungsverfahren,
bei dem zwischen den Interessen des
Bergbaus und des Naturschutzes abgewogen
wird.OAM Deme hat beim Oberbergamt
in Claustahl-Zellerfeld die Genehmigung
beantragt, auf zwei 85 und 100 Quadratkilometer
großen Feldern Sand und Kies abbauen
zu dürfen. Dabei würde sie eine bis
zu 2,60 Meter dicke Schicht des Meeresbodens
mit den darin lebenden Pflanzen und
Tieren absaugen - bis zu einer Million
Kubikmeter im Jahr. Um diese Menge
zu transportieren, wäre eine Sattelschlepper-Schlange
von Hamburg nach München und zurück
nötig, hat Gross ausgerechnet.
Für Karl Bätjer von OAM geht es um
die "langfristige Versorgung
mit Sand". Während Gross auf
die schwächelnden Preise für den Rohstoff
verweist, die sich auf dem Niveau
der 80er Jahre bewegten, verweist
Bätjer auf den Bedarf der Bauindustrie:
Um einen Kubikmeter Beton herzustellen,
seien eine Tonne Sand und eine Tonne
Kies nötig. Diese Mengen ließen sich
auch an Land gewinnen, findet Gross.
In den vergangenen Jahren seien neue
Kiesfelder, etwa in Mecklenburg-Vorpommern
entdeckt worden. Stattdessen die seltenen
Kiesbänke auf dem Grund der Nordsee
anzugreifen, hält er für falsch, denn
das würde die ohnehin schon stark
beeinträchtigte Nordsee als Lebensraum
auf vielfältige Weise schädigen. "Man
zerstört die Bodenlebensgemeinschaften
auf Jahre hinaus", warnt Gross.
In Kiessanden leben nach Auskunft
von Gross Trogmuscheln, Seeigel, Borstenwürmer,
Lanzetttierchen und Sandaale, die
dem gefährdeten Schweinswal als Nahrung
dienen. Über die aus der Eiszeit stammenden
Kiesbänke verstreut liegen Findlinge,
die weiteren Arten als Trittsteine
für ihre Verbreitung und den Austausch
von Genen dienen: Seescheiden, Moos-
und Nesseltierchen, Seenelken sowie
die Rote-Liste-Arten Tote Manneshand
und Essbarer Seeigel. "Der Kies
am Meeresboden wirkt wie eine Kläranlage
für belastetes Wasser", sagt
Gisbert Jäger von der Umweltgruppe
Hohe Tied. "Wollten wir diese
Reinigungswirkung mit Maschinen erzielen,
müssten wir jährlich 500 Millionen
Euro aufwenden", rechnet er vor.
Bätjer verweist darauf, dass es seine
Firma gewohnt sei, unter Umweltschutzauflagen
zu arbeiten: "Wir sind ja nicht
das erste Mal beim Baggern."
Für den Küstenschutz werde aus küstennahen
Meeresgebieten Kies entnommen, ohne
auf das Ökosystem Rücksicht zu nehmen.
Da sei es doch besser, das an wenigen
Stellen unter Überwachung zu tun.
Im übrigen gehe es OAM in erster Linie
um Kies, "ungefähr so groß wie
eine Walnuss". Sandaale lebten
hier nicht. "Es heißt ja nicht
Kiesaal." Allerdings, räumt Bätjer
ein, werde man auch Sand abbauen.
Das sei aber nicht von Belang, weil
der Nordseeboden vor allem aus Sand
bestehe.
taz Nord Nr. 7279 vom 9.2.2004, Seite
24, 111 Zeilen (TAZ-Bericht), GERNOT
KNÖDLER
http://www.taz.de/pt/2004/02/09/a0304.nf/text.ges,1
Quelle: Spiegel, Ausgabe 07/2004
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| Februar
2004 |
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Quelle: Welt am Sonntag,
15. Februar 2004
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| Eldorado
in der Elbmündung |
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| In der deutschen
Bucht lagern riesige Mengen Kies.
Das "Gold der Nordsee" soll
nun geborgen werden
von Axel Bojanowski
Ob Gold, Silber oder Diamanten -
wertvolle Rohstoffe werden aus den
Weltmeeren gefördert. Kies erscheint
dagegen zunächst nicht bergungswürdig.
Dabei ist er zusammen mit Sand der
wichtigste Bodenschatz für uns.
Wenn man den Gesamtverbrauch an Kies
und Sand durch die Bevölkerungszahl
dividiert, benötigt jeder Deutsche
in seinem Leben 460 Tonnen Kies und
Sand - das ist weitaus mehr als von
jedem anderen Rohstoff. Bei Öl,
das an zweiter Stelle rangiert, sind
es 166 Tonnen. Steinchen und Minerale
in der Größe zwischen zwei
und 63 Millimeter werden als Kies
bezeichnet, kleineres Material heißt
Sand.
Jetzt, da die Kiesvorräte an
Land langsam zur Neige gehen, werden
manch Firmen im Meer "kieshöffig"
- ein Begriff, der von dem Wort Hoffnung
stammt.
Es herrscht Aufbruchstimmung an der
Küste. Zwischen Schifffahrtstraßen,
Fischereigründen und militärischen
Übungsgebieten versuchen immer
mehr Unternehmen, sich Areale in der
Nordsee zu sichern: Windkraftanlagen
sollen errichtet, Rohstoffe abgebaut,
Telekommunikationskabel und Ölpipelines
verlegt werden. Die Kieslagerstätten
versprechen geradezu eine Bonanza.
Denn während der Eiszeit transportierten
Schmelzwasserflüsse große
Mengen des Lockermaterials in das
damals großenteils ausgetrocknete
Nordseegebiet.
Vor einem Jahr wurde erstmals Kiesabbau
in der Nordsee genehmigt: Westlich
der Insel Sylt auf dem Gebiet der
Weißen Bank, das mit einer Fläche
von 440 Quadratkilometern etwa so
groß ist wie die Stadt München,
dürfen die Schiffbagger der Firma
OAM-Deme Mineralien GmbH 40 Jahre
lang ihre Saugrüssel zu Wasser
lassen.
Dasselbe Unternehmen buhlt jetzt
um ein ähnlich großes Kiesfeld
ganz in der Nähe. Das Gebiet
trägt bereits den Namen der Firma:
"OAM 3". Jedes Jahr sollen
dort in etwa 20 Meter tiefem Wasser
bis zu eine Million Kubikmeter Kies
und Sand geschürft werden. Um
diese Menge zu transportieren, wäre
eine Sattelschlepper-Kolonne von Hamburg
nach München und zurück
nötig. Die Firma OAM-Deme verfügt
mit dem Saugbagger "Charlemagne"
über das größte derartige
Schiff der Welt. Es kann 10 000 Tonnen
Kies aufnehmen, das 350fache eines
Lastwagens - das senkt die Stückkosten.
Um die gewünschte Kiesfraktion
zu erhalten, wird das geförderte
Material noch an Bord durch Siebe
geleitet. Im Hamburger Hafen wird
der Kies schließlich angelandet
und in Züge und LKW verladen.
Vor allem als Schotter für den
Straßen- und Bahnbau und als
Grundstoff für Beton ist die
Nachfrage nach Kies seit langem groß.
Um eine Kubikmeter Beton herzustellen,
ist jeweils eine Tonne Sand und eine
Tonne Kies nötig. Pro Tonne Kies
werden etwa drei Euro bezahlt. Maximal
ein Zehntel davon darf der Staat als
Förderzins kassieren.
Der Preis, den die Wasserwelt für
den Abbau bezahlt, ist nicht so leicht
zu bestimmen. Nicht nur, dass der
Meeresboden beim Abbau metertief abgetragen
wird, wobei auch Tiere und Pflanzen
mit eingesogen werden. Dabei werden
bisweilen auch Schadstoffe aufgewirbelt,
die normalerweise der Kies am Meeresboden
als natürliche Kläranlage
für belastetes Wasser herausfiltert.
Hinzu kommt, dass die Schwimmbagger
Lärm machen und eine Hunderte
Meter lange und breite Sedimentfahne
hinter sich lassen. Und: Ausgerechnet
das nun beantragte Kiesfeld sollte
der Europäischen Union demnächst
als Naturschutzgebiet vorgeschlagen
werden.
Die Lebensgemeinschaften am Meeresboden
würden zerstört, fürchtet
deshalb Onno Gross von der Umweltinitiative
Deepwave. In Kiessanden leben beispielsweise
Seeigel, Sandaale, Muscheln, Würmer
und Moos- und Nesseltierchen. Einige
der Tiere sind eingetragen in der
roten Liste der bedrohten Arten. Andere
dienen dem ebenfalls dezimierten Schweinswal
als Nahrung. Zudem ist das Gebiet
ein Winterrevier für Vögel
namens Seetaucher. Die Lebensräume
für diese Arten seien begrenzt,
erklärt Gross. Kiesareale sind
in der Nordsee viel seltener als Sandböden
- das "Gold der Nordsee"
sei deshalb auch für die Meeresbewohner
kostbar.
Bestünde die Nordsee nicht aus
Wasser, müsste man sie großenteils
als
juristisches Neuland bezeichnen, denn
es gibt keine abgestimmte Raumplanung:
Nutzungsrechte überlagern sich.
Bei der vor einigen Tagen abgehalten
Anhörung der an dem Kiesfeld
OAM 3 interessierten Firma durch das
Schleswig-Holsteinischen Wirtschaftsministerium
gab es denn auch einige Verwirrung.
Vertreter von Umweltschutzverbänden
wurde die Teilnahme verweigert, weil
sie ihren Stammsitz nicht in Schleswig-Holstein
haben. Der einzige bei der Anhörung
zugelassene Teilnehmer eines Umweltvereins,
Martin Marquardt vom Bund für
Umwelt und Naturschutz (BUND), hält
die Abbaupläne der Firma für
"unausgegoren". Man wisse
nicht genau, was das Unternehmen vorhabe,
sagt Marquardt. Würde nicht aller
Kies geschürft, könnten
sich einige Lebewesen nach einigen
Jahren womöglich wieder ansiedeln.
Naturschützer drängen darauf,
Pläne zu machen, um die Interessen
zwischen Wirtschaft und Naturschutz
abzuwägen. "Die Behörden
hinken den Fakten hinterher, die da
draußen geschaffen werden",
erklärt Marquardt. Zudem seien
an Land neue Kiesfelder gefunden worden,
etwa in Mecklenburg-Vorpommern sowie
zwischen Wiehengebirge und Emsland.
Artikel erschienen am 15. Feb 2004
Welt am Sonntag
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| Januar
2004 |
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| Meeresschutz:
Neue Initiative mit Tiefgang - DEEPWAVE
in NATIONAL GEOGRAPHIC |
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| Mit dem Löcherkraken
als Logo schmückt sich eine von
Onno Groß, Meeresbiologe und
ehemaliger Redakteur von NATIONAL
GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND, ins Leben
gerufene ungewöhnliche Umweltorganisation:
Deepwave - die Initiative zum Schutz
der Hoch- und Tiefsee. "Auf einer
Expedition im Mittelmeer sah ich Bilder
eines Tiefseevideoschlittens: Hunderte
von Plastiktüten schwammen in
2000 Meter Tiefe vorbei", erinnert
sich der Biologe, "auch Orangenschalen,
Kreditkarten und anderer Müll."
Unfassbar für Groß, denn
die Tiefsee ist ein viele Millionen
Jahre alter Lebensraum und so artenreich
wie die Regenwälder an Land.
Obwohl die Hoch- und Tiefsee 60 Prozent
unseres Planeten ausmacht, gibt es
bisher keine Umweltinitiative speziell
zum Schutz der Tiefsee. Deshalb wurden
Groß und seine Mitstreiter aktiv
und gründeten Deepwave. Auf ihrer
Website im Internet informieren sie
über die bedrohte Artenvielfalt
an den Seebergen, die Zerstörung
der Kaltwasserriffe vor Europas Küsten
und über weltweite Forschungsprojekte.
Auch ein Online-Forum zum Meinungsaustausch
und einen Newsletter bieten die Hamburger
an. Denn eins möchte Groß
verhindern: "dass uns die Juwelen
der Tiefsee verloren gehen" -
und Arten
wie beispielsweise der hochentwickelte,
äußerst seltene und im
Freiwasser der Ozeane lebende Löcherkrake.
Noch wissen wir wenig über diese
geheimnisvollen Tiere und über
die Ökosysteme der Tiefsee. Informationen
bietet fortan Deepwave unter www.deepwave.org.
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| November
2003 |
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| DEEPWAVE.org
zur "Homepage der Woche" ernannt |
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| Hamburg, den 11.11.2003.
Die Webseite von DEEPWAVE e.V. erfreut
sich zunehmender Beliebtheit und steigender
Nutzerzahlen. Folgerichtig wurde am
11.11.2003 unsere Website im Digatrend,
dem wöchentlichen Supplement der
Hamburger Morgenpost zur "Homepage
der Woche" ernannt. |
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| Besonders freut uns
nicht nur das Kompliment eines "sehr
schön gestalteten Netzauftritts",
und der Hinweis auf den "umfangreichen"
Informationsgehalt, sondern auch die
richtige Einschätzung der Zeitung,
mit der Wahl zur "Homepage der
Woche" dem Schutz der Ozeane
in der Öffentlichkeit insgesamt
mehr Aufmerksamkeit geben zu wollen.
Wir bedanken uns für diesen Sevice
und hoffen in Zukunft bei dieser Aufgabe
noch viele weitere Mitstreiter gewinnen
zu können.
Zur Original-Meldung in der Mopo.

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