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Initiative zum
Schutz der Tiefsee
 
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A K T U E L L E  P M S 
_________________________________________________________
 
Oktober 2007

Start der Europäischen Woche zum Schutz der Haie in Hamburg: Filme, Vorträge, Unterschriftensammlung zum Schutz der Haie.

 

HAMBURG. Vom 8. bis zum 14. Oktober 2007 veranstaltetet die Shark Alliance zum ersten Mal die European Shark Week - die europäische Woche zum Schutz der Haie -, an der mehr als 30 Meeresschutzorganisationen teilnehmen. Ziel dieser Aktionswoche ist es, auf den dramatischen Rückgang der Haibestände in Europa, die Rolle der EU im internationalen Handel mit Haien und auf die weltweite Gefährdung dieser Lebewesen hinzuweisen. Gerade Europa mit einer der weltgrößten Fischfangflotte und völlig unzureichender Gesetzgebung stellt eine besondere Schlüsselrolle und Gefahr für das Überleben dieser Tiergruppe dar.

"Dies ist der richtige Zeitpunkt sich für den Haischutz stark zu machen. Bevor es endgültig zu spät ist", sagt Heike Zidowitz von der Deutschen Elasmobranchier­Gesellschaft e.V. (D.E.G.), einer Initiative zur Erhaltung von Haien, Rochen und Chimären.

Die erste ³European Shark Week² steht unter dem Motto ³Jede Flosse zählt² und soll jeden Einzelnen ermutigen, sich bei der EU für ein verbessertes Fischereimanagement in den europäischen Gewässern einzusetzen.

"Die europaweite Aktionswoche zeigt, welchen Stellenwert Haie im Naturschutz angenommen haben", warnt Dr. Onno Groß von DEEPWAVE e.V. ³Die heimischen Haibestände und auch die beiden Nordseearten Heringshai und Dornhai sind dramatisch von der Überfischung bedroht. Es bedarf dringend des versprochenen Aktionsplans seitens der EU³.

Überall in Europa sind Aquarien und andere Institutionen mit Veranstaltungen aktiv. Das Ziel ist es, möglichst viele signierte Flossen zu sammeln, die dann im November 2007 an den verantwortlichen EU-Kommissar Joe Borg übergeben werden sollen.

In Hamburg werden DEEPWAVE und die D.E.G. am Donnerstag, dem 11.10.07, im Abaton-Kino um 18:00 Uhr den Dokumentarfilm ³Steward of the Reef² von Christopher Johnson erstmalig in Deutschland vorführen und Infovorträge halten. Internationale Meeresforscher machen in diesem Dokumentarfilm auf die Situation der Haie aufmerksam, die durch Überfischung vom Aussterben bedroht sind.

Am 12.10.07 findet dann die ³Lange Nacht der Haie² im Zoologischen Museum statt, mit wissenschaftlichen Vorträgen der D.E.G., Hai-Filmen von Sigurd Tesche und Infotische mit der Unterschriftenaktion ³Jede Flosse zählt².

Mehr Informationen unter: http://europeansharkweek.elasmo.de Bitte unterscheiben Sie die Online Petition: http://www.sharktrust.org/content.asp?did=28362#germanonline

denn "Jede Flosse zählt": http://www.sharkalliance.org/makemyfincount.asp

Veranstaltungen in Hamburg:

"Stewards of the Reef" - Film und Diskussion. Donnerstag 11.10. um 18.00, Abaton-Kino Hamburg Internationale Meeresforscher machen in diesem Dokumentarfilm auf die Situation der Haie aufmerksam, die durch Überfischung vom Aussterben bedroht sind. D.E.G. und DEEPWAVE ergänzen mit einem Vortrag Europas Perspektive.

"Lange Nacht der Haie" Freitag, den 12.10.2007, ab 18:00, Zoologisches Institut der Universität Hamburg Vortrag von Dr. Matthias Stehmann (DEG) über die Biologie von Haien und Rochen, Filmvorführungen von Hai-Dokumentationen von Sigurd Tesche, Infotische mit Unterschriftenaktion ³Jede Flosse zählt². Eintritt frei.

Kontakt:

Dr. Onno Groß
DEEPWAVE e.V.
info@deepwave.org
Tel. 0 40-46 85 62 62 oder mob. 01 79-5 98 69 69,

Dipl.-Biol. Heike Zidowitz
D.E.G. (Deutsche Elasmobranchier­Gesellschaft e.V., Initiative zur Erhaltung von Haien, Rochen und Chimären)
info@elasmo.de
Tel. 01 76-61 01 63 67

Dipl.-Biol. Petra Deimer Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) e.V.
info@gsm-ev.de
Tel. 0 41 06/47 12 oder 01 71/7 84 83 20

 
 
September 2007
                                              Foto: M. Kasparek/© MEDASSET/Marine Photobank

Müll, nichts als Müll, soweit das Auge reicht. Tun Sie was dagegen.

 
DEEPWAVE an weltweiter Strandmüll-Sammelaktion beteiligt

HAMBURG. Seinen eigenen Müll mitnehmen und richtig entsorgen, so denken viele, ist heute doch normal. Normal? Für einige andere ist die Umwelt noch nicht geschädigt genug. Man kennt die Situation, jedes Mal das gleiche Dilemma: Da will man sich schön an den Strand legen, entspannen und zur Ruhe kommen oder baden gehen. Doch dann dies: leere Flaschen liegen am Strand, übrig gebliebene Grillutensilien versperren den Weg und im Wasser schwimmt einem der Müll entgegen.

Denn letztendlich endet der Strandmüll da, wo alles Leben begann: im Meer. Hier angekommen bedroht es die Ökosysteme und birgt eine große Gefahr für seine Bewohner: Schildkröten verfangen sich in Plastik und verenden qualvoll, Albatrosse verhungern, weil ihr Magen mit kleinen Plastikteilchen voll gestopft sind. Schätzungsweise eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische sterben jährlich an der Verschmutzung. Laut einer Studie der UNO befinden sich heute bis zu 18.000 (!) Plastikteile auf jedem Quadratkilometer der Meeresfläche.

DEEPWAVE e.V. beteiligt sich daher am Samstag, den 15. September 2007, als deutscher Partner bei der weltweit durchgeführten Müllsammelaktion "International Coastal Cleanup Day". Als praktische und symbolische Aktion werden Mitglieder und Freiwillige entlang des Elbstrandes in Altona den Strandmüll einsammeln. Das große Sammeln startet am 15.9. um 15 Uhr am Övelgönner Museumshafen. Jeder ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Die Stadtreinigung Hamburg sponsert Handschuhe und wird die vollen Müllsäcke dankenswerterweise später kostenlos entsorgen.

"Unser Umgang mit den Meeren muss dringend geändert werden", beschreibt Dr. Onno Groß, Präsident von DEEPWAVE e.V., die verheerende Situation in den Meeren. "Denn die Ozeane zeigen immer deutlichere Anzeichen, dass ihnen der Geduldsfaden gerissen ist. Verdreckte Strände und Meere sind ein globales, menschengemachtes Problem und es ist dringend nötig jetzt endlich zu handeln."

DEEPWAVE e.V. wird auch mit seinen internationalen Partnern und Projekten an dieser globalen Aktion teilnehmen, so in Indien im Rahmen des Mangrovenschutzprojekts MANGREEN durch die indische Organisation OMCAR und auf den Kanarischen Inseln Ende des Monats durch das Projekt CANDIVE.

Die Aktion International Coastal Cleanup ist die größte und erfolgreichste Aktion ehrenamtlicher Mitarbeiter und gibt es schon seit 1986. Es kommt ohne großen Aufwand aus und bei der Aktion ist jeder Teilnehmer sein eigener Star. Seit 1986 haben die freiwilligen Helfer der verschiedensten Umweltorganisationen 100.000 Tonnen Müll von ca. 170.000 Meilen Küste, Flüssen und Seen entfernt.

Rahmendaten: Müllsäuberung an der Elbe/International Coastal Cleanup Day

Termin: 15. September 2007

Ort: Övelgönner Museumshafen in Hamburg

Uhrzeit: 15 Uhr/ca. 4 Stunden

Kontakt:
Dr. Onno Groß (Gründer und 1. Vorsitzender des Vereins DEEPWAVE e.V. )
E-Mail: info@deepwave.org
Tel.: 0 40-46 85 62 62 oder mobil: 01 79-5 98 69 69

 
 
 
Februar 2007
Stellungsnahme zu CITES 2007
 

Sehr geehrte Damen und Herren,


Im Namen von DEEPWAVE e.V. und der Deutschen Elasmobranchier-Gesellschaft e.V. (D.E.G.) möchten wir Ihnen hiermit unsere Stellungsnahme für die bevorstehende 14. Artenschutzkonferenz im Juni 2007 übermitteln.

Zuvorderst möchten wir Ihnen jedoch ein Lob aussprechen, da Sie sich
intensiv mit dem Thema Schutz des Herings- und Dornhais auseinander gesetzt haben und trotz der Niederlage 2004 diese Tierarten erneut auf die internationale Agenda bei der Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen bringen und bereits erfolgreich die Anträge durch die EU am 19. Dezember 2006 gebracht haben.

Die Situation ist insgesamt noch dramatischer als vor einigen Jahren und
bisher hat sich die Auswirkung einiger Versprechungen zum Schutz der Haie als nicht wirklich erfolgreich erwiesen. Die Zahl der bedrohten Hai- und Rochenarten hat sich laut Rote Liste auf mittlerweile 110 Arten erhöht.
Dies gilt auch für den Heringshai (Lamna nasus) und Dornhai (Squalus
acanthias) in den deutschen Gewässern die als stark bedroht gelten. Beide Arten, die z. B. bei uns für Schillerlocke und Seeaal, und in
Großbritannien für "fish and chips" oder als "rock salmon" genutzt werden, wurden in den vergangenen 10 Jahren im Nordwestatlantik um 90 %  (Heringshai) bzw. 95 % (Dornhai) in Ihrem Bestand reduziert. Europa und auch Deutschland sind somit wesentliche Konsumenten von Haiprodukten.
mehr...

 
 
 
September 2006
Mehr Schutz für Chinas Meere!

Hamburg, den 12.09.2006. Chinas Umweltproblematik ist derzeit in aller Munde. Angesichts des Hamburger “China Summits³, dem China Gipfel in Hamburg bei dem auch Ministerpräsident Wen Jiabao erwartet wird, gibt es auch dringenden Anlass dazu. Ob Wasser, Klima oder Chemikalien: die besorgniserregenden Meldungen über Umweltfrevel im bevölkerungsreichsten Land der Erde werden hoffentlich auf dem China Summit zur Sprache gebracht.

Stiefmütterlich wurde bisher jedoch das Thema Meeresumweltschutz erwähnt. Das hat vielfältige Gründe, die vor allem in der schlechten Informationspolitik liegen. Dabei hat die 18.000 km lange Küstenzone Chinas eine bedeutende Funktion für die asiatischen Meere. Auch sind chinesische Fischer weltweit im Einsatz und tragen so bei der Überfischung der Meere einen erheblichen Anteil. Im Jahr 2005 stammten 8 Prozent aller deutschen Fischimporte aus China und dieser Anteil wird durch die Zunahme der Aquakultur weiter steigen. Dieser Ressourcenhunger führt allerdings auch zum Bau neuer Hochseetrawler, wie im letzen 5-Jahresplan beschlossen, die den gewaltigen Druck auf die Fischbestände (auch als Fischmehllieferant) im Meer unnötigerweise noch erhöhen werden. Dieser Entwicklung gilt es frühzeitig Einhalt zu bieten.

Die Umwelt-Problematik ist sich China zu einem gewissen Maße bewusst. Auch gibt es schon seit langem die Zusage zu einer nachhaltigen Entwicklung des Landes. So hat China bereits 1994 die Agenda 21 nach der UN-Konferenz von Rio über Umwelt und Entwicklung (UNCED) beschlossen. In dem vorliegenden Bericht von Moritz Essmann wird die nationale Umsetzung dieser internationalen Gesetze einmal Jahre danach beleuchtet. Der Fokus liegt dabei auf den Anforderungen für den Meeresschutz. Sein Fazit: In vielen Bereichen erweisen sich die Gesetze noch als zahnlose Tiger, ein Missstand der dringend behoben werden muss.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die größte Nation auf Erden ihrer globalen Verantwortung auch für den Schutz der Meere stärker bewusst wird ­ und die selbst gesteckten Ziele noch engagierter umsetzt. Der DEEPWAVE-Bericht soll daran erinnern.

Für weitere Informationen:
DEEPWAVE e.V.
Dr. Onno Groß, Tel. 040 / 46 85 62 62 oder mob. 0179 / 598 69 69
Moritz Eßmann mob. 0174 / 3304518

Email: info@deepwave.org
Website: www.deepwave.org
Blog: deepwave-china.blog.de

Bilder zu diesem Thema können angefordert werden.

Über ein Spende würden wir uns freuen.
Spendenkonto: DEEPWAVE e.V.
Hamburger Sparkasse
Kto.-Nr. 12 08 116713
BLZ 200 505 50

 
 
Mit DEEPWAVE e.V. heimische Wale und Robben entdecken

Ungeahnte Inselerlebnisse für Jung und Alt

Hamburg, 06.09.2006 – Die Nord- und Ostsee verbinden viele Menschen in erster Linie mit Sonne, Strand und Meer. Der Hamburger Reiseveranstalter laMar zeigt, dass die heimischen Gewässer weit mehr zu bieten haben: Meeressäuger wie das „Wildtier des Jahres“, den Seehund (Foto), Kegelrobben und sogar Wale. In Kooperation mit Umweltschutz-Organisationen erleben die Reiseteilnehmer intensive Einblicke in die Welt der Meeressäuger und unterstützen die Arbeit zum Schutz der Tiere. Ein weiterer Schwerpunkt der Reisen sind die landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Besonderheiten der Zielgebiete.

seehund
Wildtier des Jahres: der Seehund.

Die Hamburger Meeresschutz-Initiative DEEPWAVE e.V. ist Partner einer Familienreise an die Nord- und Ostsee. Ein Teil des Reisepreises fließt in die Projekte des Vereins zum Schutz der Hoch- und Tiefsee. Die Rundreise startet in der Hansestadt bei einem Kinder-Kochkurs zum Thema nachhaltige Fischerei mit einer Einführung von Dr. Onno Groß, Meeresbiologe und Geschäftsführer von DEEPWAVE.

Von Hamburg aus führt die Reise auf die Nordseeinsel Sylt. Zusammen mit einem Biologen der Schutzstation Wattenmeer können Seehunde, Kegelrobben und mit etwas Glück auch Schweinswale gesichtet werden. Im Heimat-Museum der Insel berichtet ein alter Friese von der Geschichte des Sylter Walfanges, von dem noch manche Spuren zeugen. Daneben bleibt Zeit für Spaziergänge am Strand, regionale Spezialitäten und Entspannung im Seefahrerdorf Keitum.

Letzte Station der Rundreise ist die dänische Insel Fünen. Im Fjord&Baelt-Center des Fischereihafens Kerteminde können Schweinswale hautnah erlebt werden und Kinder dürfen bei der Fütterung der nur 1,50 Meter großen Wale helfen. Die Insel bietet für Kinder aber noch weit mehr: Hier entdecken sie Spuren der alten Wikinger und erleben die Märchen von Hans Christian Andersen, dem berühmtesten Sohn der Insel. Feinschmecker kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Das Kerteminder Restaurant „Rudolf Matis“ ist weit über Fünen hinaus für seine ausgezeichnete Küche bekannt.

Auch bei den weiteren Reisen von laMar werden Genießertage am Meer mit intensiver Meeressäuger-Beobachtung und einem Beitrag zum Meeresschutz kombiniert. Auf Helgoland können die Reiseteilnehmer beispielsweise in Kooperation mit dem WWF, World Wide Fund for Nature, zu Weihnachten Robbenbabys beobachten und auf Deutschlands einziger Hochseeinsel dem Festtagstrubel entkommen.

In Italien und Spanien hingegen erleben sie mediterranes Flair bei Aufenthalten auf Walforschungsschiffen. Auch hier vermutet kaum jemand Wale und im Gegensatz zu den Schweinswalen bringen es die Mittelmeer-Wale auf eine Länge von 20 Metern. Die Reiseteilnehmer können auf Wunsch sogar aktiv an der Erforschung der Tiere teilnehmen. Im Dialog mit engagierten Experten erhalten sie so einen intensiven Einblick in die Welt der Meeressäuger.

Aktuelle laMar-Reisen an Nord- und Ostsee:

Sylt/Fünen – Inselträume und Meeressäuger
Partner: Deepwave e.V, Hamburg, http://www.deepwave.org
27.-31.10.2006

Helgoland – Weihnachten bei den Robbenbabys
Partner: WWF Deutschland, www.wwf.de
27.-30.12.2006, 4.-7.1. und 12.-14.01.2007

Für Rückfragen und druckfähiges Bildmaterial:
Deepwave e.V./laMar-Reisen
Pressekontakt: Barbara Focke
Tel +49 (0)40-59 45 70 64
mobil +49 (0)1 74 - 40 35 642
barbara.focke@lamar-reisen.de
www.lamar-reisen.de

DEEPWAVE. e.V.
Die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
info@deepwave.org
www.deepwave.org

Hegestrasse 46 d, D-20251 Hamburg
Telefon: +49-(0)40 46 85 62 62
Telefax: +49-(0)40 46 85 62 63
Mobil: +49-(0)179 598 69 69

 
Mangrovenschutz unter www.mangreen.org
 
 
Juli 2006
segeltour
Foto: Medienmacherei

Zuchtshrimps von tropischen Küsten sind billig zu haben im "globalen Supermarkt". Doch was uns ernährt, lässt andere hungern... Gegen die Eiweißdiebe starte teim Juli 2006 auf der Lovis eine Segeltour.

 
Segeln gegen Proteinpiraten

Umwelt-Tour auf der Ostsee widmet sich der globalen Überfischung und den verheerenden Garnelenfarmen

KAPPELN/GREIFSWALD. Frische Seeluft tanken, Abenteuer pur erleben und umweltaktiv auf die fatalen Folgen der Überfischung der Meere aufmerksam machen: All dies ist in der Zeit vom 7. bis zum 16. Juli 2006 bei der Tour "Segeln gegen Proteinpiraten" auf der Ostsee möglich. Das Ziel dieser von der Menschenrechtsorganisation FIAN in Kooperation mit der Umweltschutzorganisation DEEPWAVE e.V. organisieren Fahrt ist es, über die globale Shrimps- und Fabrikfischerei zu informieren. Mit Vorträgen, Aktionstheater und Filmbeiträgen sollen dabei Verbraucher, Touristen und Küstenanwohner für die drastischen ökologischen und ökonomischen Folgen sensibilisiert werden. Entlang der Ostseeküste wird es dazu an Bord des antiken Bildungsloggers "Lovis" öffentliche Seminare von verschiedenen Menschenrechtsund Umweltaktivisten aus Deutschland, Spanien, England, Holland und Indien geben.

Starten wird die Segeltour am 7. Juli in Kappeln in Schleswig-Holstein. Der Zielhafen wird am 16. Juli der Hafen von Greifswald, Mecklenburg Vorpommern, sein. In Stralsund (14.7.) und Greifswald sowie in weiteren Häfen werden jeweils am Abend Vorträge, Infostände und eine Foto-Ausstellung über die Ziele der Tour informieren. Für allerlei spektakuläre Überraschungen für die Sommergäste sollen freie Theaterstücke und ein Freiluftkino auf den Segeln der "Lovis" sorgen. Es gibt derzeit noch freie Plätze. Die Kosten für die Segeltour gegen Proteinpiraten liegen inklusive Verpflegung bei nur etwa 250 Euro pro Person. Segelkenntnisse sind nicht nötig.

Weitere Informationen gibt es für alle, die mitfahren wollen, telefonisch bei Natalie Berghahn unter 040-677 49 84 sowie auf der Website www.proteinpirates.org

 
 
Juli 2004
Wie im Meer Kies gemacht wird

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich eine neue Methode entwickelt, die Meere schonungslos auszubeuten. Traditionell wird das schon seit Menschengedenken von der Schifffahrt und der Fischerei getan, längst überzieht ein Netz von Strom- und Kommunikationskabeln den Meeresgrund, seit langem werden auch Gas und Öl gefördert und an Land transportiert.

Jetzt werden auch noch Sand und Kies in großem Maß vom Nord- und Ostseeboden abgesaugt und weggeschafft – mit voraussichtlich dramatischen Konsequenzen für die Flora und Fauna der Gewässer.

Kies ist ein für die Bauindustrie besonders lukrativer Rohstoff, der vor allem im deutschen Sektor der Nordsee lagert: Von 1985 bis 2003 wurden etwa 21 Millionen Kubikmeter abgebaut. Im vergangenen Jahr wurden laut Bergamt Clausthal-Zellerfeld etwa zwei Millionen Kubikmeter Sand und Kies – das sind 1,1 Millionen Tonnen - allein aus der Nordsee geholt.

Leichentuch für Flora und Fauna

Beim Abbau wird der Meeresboden von einem Saugbagger auf drei Meter Breite und bis drei Meter Tiefe abgesaugt. Alles Leben stirbt ab. Das Material wird auf dem Schiff gesiebt, und die feinkörnigen Bestandteile werden ins Meer gekippt. Hierdurch zieht das Schiff eine mehrere hundert Meter breite und kilometerlange Sedimentfahne hinter sich her, deren Niederschlag wie ein Leichentuch weite Meeresgebiete samt der Tier- und Pflanzenwelt bedeckt. Der umgepflügte Meeresgrund und die selteneren Stein- und Kiessandhabitate benötigen Jahrzehnte, um wieder zu regenerieren. Können sich so Industrie und Naturschutz vertragen?

Erst kürzlich wurden weitere größere Kiesabbaugebiete in der so genannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) bewilligt oder sind derzeit in der Bewilligungsphase:

1. Das Nordsee-Feld "Weiße Bank" (OAMII) wurde Ende 2002 genehmigt und hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Nach den ersten Förderungen im Jahr 2003 wird dieses Jahr der Kiesabbau auf ein bis zwei Millionen Kubikmeter anschnellen.

2. Für das Feld "OAM III“ läuft derzeit das Genehmigungsverfahren. Die Firma OAM-DEME Mineralien GmbH, Großhansdorf, hat beim Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld einen Antrag auf die Gewinnung von Sand und Kies bis zum Jahre 2051 ! gestellt. Das Feld liegt etwa 40 Kilometer westlich von Sylt. Die geplante Jahresförderung beträgt eine Million Kubikmeter, die Gewässersohle wird rund zwei Meter tief abgebaut.

3. Für das Feld "BSK1“ (BSK Baustoffe und Seekies GmbH, Hamburg) mit 140 Quadratkilometer Ausdehnung fand am 26. Februar 2004 die erste Anhörung im Kieler Wirtschaftsministerium statt. Bis zu drei Millionen Tonnen Kies sollen dort pro Jahr gewonnen werden, die Ladung entspricht einem jährlichen Güterzug von Hamburg bis München.

Auf Unverständnis stößt bei den Naturschutzverbänden wie GSM, DNR, IFAW und DEEPWAVE der ungebremste Einsatz der Industrie, aus den bei der EU gemeldeten Schutzgebieten in einem Wettlauf mit der Zeit Nutzgebiete für Erdöl, Erdgas und Kiesabbau zu machen.

“Derzeit sind drei größere Kiesabbauflächen in der so genannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nord- und Ostsee bewilligt oder stehen kurz davor", so Dr. Onno Groß, Meeresbiologe und Vorsitzender des Vereins DEEPWAVE zum Schutz der Hoch- und Tiefsee. “Die Kies-Industrie will ihre Förderung nun schlagartig um das fünffache auf etwa fünf Millionen Kubikmeter Sand und Kies im Jahr erhöhen. Aber die Kiesbänke und Steinfelder sind nicht nur einmalige Ökosysteme, sondern auch wichtige Laichgründe für einige Fischarten. Auch der Bestand des Sandaals, der insbesondere den Schweinswalen und tauchenden Seevögeln als wichtige Nahrungsgrundlage dient, könnte durch den Abbau zurückgehen", fürchtet Groß.

Laden Sie sich hierzu die Stellungsnahme gegen den Kiesabbau in der Nordsee als Word-Dokument (ca. 1,8 mB) auf Ihren Rechner und informieren Sie sich über die dramatischen Auswirkungen dieses Raubbaus.

Mehr zum Kiesabbau finden Sie auf den Seiten:
DEEPWAVE_Pressespiegel
DEEPWAVE Konferenzen

 
 
April 2004

HAILIFE - Die internationale Kampagne zur Rettung der Haie

100 Millionen Haie werden jährlich abgeschlachtet. Die Gefahr, dass mit den Haien ein wichtiger Faktor im Ökosystem Ozeane wegfällt, ist akut: Allein im Nordwestatlantik ging der Bestand an Haien in 15 Jahren um 90 Prozent zurück! 400 Millionen Jahre Evolution sind bedroht: Bislang stehen nur die Plankton fressenden Wal- und Riesenhaie unter Schutz. Alle anderen Haiarten sind dem gnadenlosen Raubbau und einem Ende als Schillerlocke oder fish&chips schutzlos ausgeliefert. Einen besonderen Frevel an der Natur stellt das finning dar: Den gefangenen Haien werden bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten, der Torso wird wieder ins Meer geworfen. Die Rendite von Haifischflossen (Foto) ist der des Rauschgifthandels vergleichbar!

 
Die Hailife-Kampagne will:
 
  • alle internationalen Haischutz-Akteure synergetisch zusammenführen
  • dem faszinierenden Geschöpf Hai ein positiveres Image verschaffen
  • weitere Haiarten unter Schutz stellen lassen
  • bewirken, dass die Nutzung der Haie nachhaltig gemanagt wird
  • bewirken, dass Fang- und Tötungsmethoden weniger qualvoll sind
 
Die Kampagne wird getragen von allen großen Naturschutzverbänden, Artenschutzorganisationen, Zoo- und Tierschutzorganisationen und Fachvereinigungen. Hailife ist keine eigene Organisation, sondern repräsentiert das gemeinsame Interesse von ca. zwei Millionen Mitgliedern der beteiligten Organisationen, den Haien eine Zukunft zu geben und das Ökosystem Ozean zu schützen.
 
Die Kampagne dient als Plattform für die artenschützerischen Intentionen der Fachverbände und zur Umsetzung des internationalen Schutzziels Erhaltung der Biodiversität im Sinne der Erklärungen von Rio de Janeiro 2000 sowie der Konferenz für Biodiversität, Kuala Lumpur 2004.
 
Die Federführung der Kampagne liegt bei Heike Finke, Präsidiumsmitglied NABU Deutschland und Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Internationaler Artenschutz. Das Projektmanagement hat Sven Thanheiser, Vorsitzender der Tierparkfreunde Hellabrunn e.V., München, übernommen. Der Ansatz der Kampagne ist global. Ihre Methode ist die nachdrückliche Suche nach kooperativer Erreichung der o.g. Ziele gemeinsam mit allen Marktakteuren bei der Haiverwertung.
 
Die nächsten Schritte:
 
  • PR-Kampagne für die Ziele von Hailife
  • Unterschutzstellung weiterer Haiarten bei der CITES-Konferenz im Oktober 2004 in Bangkok
  • Zielgruppengespräche mit Haiverwertern
  • Schonung der Haibestände durch freiwillige Handelsverzichte
  • Beeinflussung des Verbraucherverhaltens
  • Aufbau eines Fang- und Verwertungsmanagements für nicht geschützte Haiarten durch die Marktakteure
 
Die Hai-Society ist keine neue Organisation, sondern eine offene Initiative zur Rettung der Haie. Zur Hai-Society gehören auch Sie! Jeder, der sich für die Ziele der Artenschützer engagiert, gehört dazu und ist Willkommen. Weitere Infos gibt es hier...
 
 
April 2004

"HAIE SIND FREUNDE!"
Bruce&Co. aus "Findet Nemo!" zählen auf Sie…)

Dear Minister,

On behalf of the undersigned members of the Species Survival Network (SSN) we are writing to respectfully urge your government to support Germany's proposals to include the spiny dogfish (Squalus acanthias) in Appendix II of the Convention on International Trade of Endangered Species (CITES). EU member States are going to agree on a common position on this proposal by May 3rd.

The conservation status of this species is of particular concern because it has seen very large population declines in recent years and its population continues to be threatened by international trade in meat, fins and other body parts worldwide. As it stands, this trade poses a significant threat to wild populations. The lack of data on the trade, only serves to delay the implementation of needed conservation and regulatory measures.

In the North Atlantic, heavy overfishing has reduced spiny dogfish populations by 75% in the last ten years alone, with overall declines as high as 95%.

Fisheries data indicate similar population declines in other regions as well. In 2003, the World Conservation Union (IUCN) listed the spiny dogfish as “near threatened” worldwide and “vulnerable” to “endangered” in the North Atlantic. Adequate fisheries management is lacking in most places where this highly migratory species travels. Where management does exist, it has proven woefully inadequate to stop population declines and ensure the long-term viability of the species.

The principal global threat to the spiny dogfish is overfishing, including both targeted fisheries and bycatch.

This threat is exacerbated by the fact that spiny dogfish are slow-growing, late maturing with a low reproductive rate and a resultant low rate of population growth. The problem is particularly acute, because fisheries disproportionately target the mature females critical to sustaining the species. The combination of these biological characteristics makes it difficult for the species to recover after being over-fished, thus increasing its vulnerability and the likelihood of further population declines while unregulated exploitation and trade continues.

The European Union is a driving force in the international trade of spiny dogfish.

As the largest market for spiny dogfish, with over 65% of the retained catch, the European Union has a vested interest in the long-term sustainability of this species and should show its support for conservation efforts by supporting Germany’s listing proposal.

An Appendix II listing could help address the uncontrolled exploitation of this species by helping to bring unsustainable international trade under control.

In addition, an Appendix II listing for spiny dogfish would provide critically needed additional information on the exploitation, trade and status of the species, while helping ensure its long-term survival. It would not, however, cause problems for the EU fishing fleets catching the species, since consumption is essentially domestic. On the contrary, these added protection measures would substantially contribute to the protection of this vulnerable shark species for the future and help to maintain a natural balance in the marine ecosystems of which they are an important part.

At its most recent meeting, the Shark Working Group established by the CITES Animals Committee acknowledged that the spiny dogfish appears to meet the requirements for listing on Appendix II of CITES. CITES listing of the spiny dogfish is also wholly consistent with the FAO International Plan of Action for the Conservation and Management of Sharks.

We are asking your government to demonstrate the political will to put this much needed protection in place. Without the improved management and regulatory resources that the Appendix II listing would garner, we can only expect spiny dogfish populations to continue to decline.

The support of the European Union is crucial in this endeavor. We thank you for your attention to this important matter.

Sincerely,

Daniela Freyer
SSN European Bureau

On behalf of the following Members of the Species Survival Network, including members of the SSN Fish Working Group:

ASMS OceanCare, Switzerland
Animal Welfare Institute, USA
Born Free Foundation, United Kingdom
Born Free, USA
Co-Habitat, United Kingdom
Deepwave – The Initiative for the protection of the high seas, Germany
Defenders of Wildlife, USA
Earthtrust, USA
Gesellschaft zur Rettung der Delfine, Germany
Hawaii Audubon Society / Pacific Fisheries Coalition, USA
Humane Society International, Australia
IFAW - International Fund for Animal Welfare, USA
IWC - International Wildlife Coalition, USA
The Last Great Ape Organization, Cameroon
National Council of SPCAs, South Africa
Pro Wildlife, Germany
RSPCA - Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals, United Kingdom
Society for the Conservation of Sea Mammals - GSM Denmark
WDCS - Whale and Dolphin Conservation Society, Germany
WildAid, USA
WSPA -World Society for the Protection of Animals, United Kingdom

 
European Elasmobranch Association
 

Urgent Request regarding Proposal to list spiny dogfish Squalus acanthias
and porbeagle shark Lamna nasus on Appendix II of the Convention on International Trade in Endangered Species (CITES)

 
As an international body of scientific experts in the field of elasmobranch biology, the European Elasmobranch Association (EEA) wishes to emphasize the urgent need for the EU to actively engage in the conservation and management of sharks. The EEA strongly urges EU Parties to CITES to support Germany’s proposals to list the spiny dogfish Squalus acanthias and the porbeagle shark Lamna nasus on CITES Appendix II.

In accordance to the conclusion of the 20th meeting of the CITES AC’s Working Group in Johannesburg 2nd April 2004, that “most members agreed that spiny dogfish (and porbeagle shark) appeared to meet the criteria for listing in CITES Appendix II”, the EEA recognizes the scientifically sound evidence included in these proposals documenting the status of populations, the trend to depletion and lack of management – based on the best available fisheries stock assessments

With the constructive support of these proposals, the EU will express the sincerity of its proclaimed intentions to implement a modern, responsible and sustainable fisheries policy, as documented in numerous European and international fisheries agreements, eg. the EU CFP, the FAO Code of Conduct for Responsible Fisheries and the FAO IPOA-Sharks (International Plan of Action for the Conservation and Management of Sharks).

Fisheries and trade within the EU would not be negatively affected by this listing: on the contrary, it would enable fisheries managers to implement measure that would ensure the long-term sustainability of fisheries for these species and reflect responsible consumption. The consequent dialogue between CITES and EU Fisheries Management Authorities for the implementation of an Appendix II listing provides an opportunity for cooperation and compromise from varying missions to solutions – an important precedent in the light of the latest progress in the Memorandum of Understanding between the FAO and CITES to work out the dialogue process for listings of commercially exploited aquatic species.

The major threat to these species is the dynamic of international trade and the difficulty to establish ecologically sustainable management through lack of sufficient catch and trade data. The CITES documentation instrumentarium applied under an Appendix II listing offers established professional structures to collate and provide data to counter this dynamic into further stock depletion. Only with the improved data baseline then achieved will there be an effective foundation for the introduction of meaningful, management measures which in turn will enable the region to carry out its obligations under the FAO IPOASharks.

All recent scientific studies analyzing the status of living resources in the world’s oceans have revealed alarming decreases in fish stocks, especially among predatory key species such as sharks. Fisheries worldwide need to move significantly from their traditional modus operandi to the introduction of effective measures for genuine, ecologically sustainable use of the ocean’s resources, including the reduction of wasteful forms of fisheries such as bycatch and discards. Support for these proposals should be seen as a responsible step towards a new way of approaching marine fisheries.
To quote Fisheries Commissioner Franz Fischler on the difficult decisions that have to be made in order to achieve the aim of responsible and sustainable fisheries:

“There is no Gain without Pain”

The EEA is committed to advising governments and fisheries management authorities to establish responsible fisheries management and therefore sees the proposed CITES listings of spiny dogfish and porbeagle shark as an important opportunity to achieve this goal.

On behalf of the Board Members of the European Elasmobranch Association:

Boris Frentzel-Beyme
EEA President
Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft
Zool. Inst. & Zool. Museum der Universität
Martin-Luther-King-Platz 3
D-20146 Hamburg
Germany
E-Mail: boris_fbeyme@yahoo.com

Sarah Fowler
EEA Secretary
SharkTrust
c/o National Marine Aquarium
Rope Walk
Coxside
PlymouthPL4 0LF
UK
E-Mail: enquiries@sharktrust.org

Dr. Frank Jeal
Irish Elasmobranch Group
Zoology Department
Trinity College
Dublin 2
EIRE
E-Mail: fj@mail.tcd.ie

Ali Hood
SharkTrust
c/o National Marine Aquarium
Rope Walk, Coxside
PlymouthPL4 0LF
UK
E-Mail: ali@sharktrust.org

 
 
April 2004
Attention European Conservationists: Please Help Rescue Shark Proposal from Jaws of Defeat!
 

Your help is urgently needed to save a sound German proposal that would provide imperiled spiny dogfish sharks with essential international protection.

 
Background
Spiny dogfish shark populations have been seriously depleted in many parts of the world due to persistent European demand for their meat. Restrictions on international trade in dogfish under the Convention on International Trade in Endangered Species (CITES) could keep this trade in check and safeguard populations from depletion. Germany has proposed such CITES protection (known as an Appendix II listing), but 2/3rds of the European Union must agree if the proposal is to advance to the meeting of the CITES Parties in October. The dogfish proposal faces an uphill battle because of lack of concern for this charismatically challenged species and sensitivities about fisheries management issues. Your voice is critical to tipping the balance and giving spiny dogfish the international attention they need.

How You Can Help
Please contact your (EU) country’s Minister of Fisheries and/Environment and express your strong support for Germany’s proposal to list spiny dogfish sharks on Appendix II of the Convention on International Trade in Endangered Species (CITES) and your hope that they will forward it to the CITES meeting on behalf of the European Union. The final decision will be made on May 3 based on a mail vote so please weigh in as soon as you can (before April 28 if possible).

You should make the following points in your letter:

 
  • spiny dogfish grow slowly and have few young, and are therefore especially vulnerable to overfishing;
  • European demand for dogfish meat is responsible for intense fisheries that have led to serious dogfish depletion in many parts of the world; and
  • spiny dogfish meet the CITES criteria for listing.
 
The proposal faces an uphill battle because it raises concerns about fisheries management. Therefore it may be helpful to point out that a CITES listing:
 
  • will not affect EU dogfish fishermen;
  • would restrict international trade and prevent further depletion from export fisheries (the EU is a major importer, not exporter of dogfish); and
  • can complement, but not replace, fisheries management programs.
 
Close by expressing your hope that your country:
 
  • act as a responsible consumer of these imperiled ocean fish; and
  • actively promote Germany’s dogfish proposal and its advancement to CITES on behalf of the European Union.
 

Sample Letter:
April 23, 2004

Dear Minister:

As a citizen of [enter your country], I am writing to express my strong support for Germany’s proposal to list spiny dogfish sharks on Appendix II of the Convention on International Trade in Endangered Species (CITES). I hope that Belgium will see the merits and the urgency of this proposal and vote to forward it to the October CITES meeting on behalf of the European Union.

Because spiny dogfish are slow-growing and have few young, they are especially vulnerable to overfishing. European demand for dogfish meat is responsible for intense fisheries that have depleted dogfish in many parts of the world. Most of the members of CITES own Shark Working Group agree that spiny dogfish meet the CITES criteria for listing. I would very much like to see [enter your country] follow Germany’s lead and act as a responsible consumer of these imperiled ocean fish.

I understand that fisheries management can be controversial. It is important to note that a CITES listing will not affect EU dogfish fishermen. Europe serves as the major importer of spiny dogfish meat; a CITES listing would restrict international trade from other countries and prevent further depletion from export fisheries. CITES can complement, but not replace, existing fisheries management programs.

I urge the [enter your country] government to actively promote the adoption of Germany’s spiny dogfish proposal and its advancement to CITES on behalf of the EU.

Thank you for considering my views.

Sincerely,

 
 
Dezember 2003
Es wird Zeit für offshore-Schutzgebiete. Foto: O. Gross
 
Stellungsnahme zu den FFH-Natur2000 Schutzgebieten in der Nord- und Ostsee
 

An das
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
Referat N I 2
Herrn Dr. Fritz Dieterich
Postfach 12 06 29

53048 Bonn

Hamburg, den 19.12.03

Vorschläge des Bundesumweltministeriums für Schutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) gemäß Natura 2000 in Nord- und Ostsee

Sehr geehrter Herr Dr. Dieterich,

die Anhörung in Bremen zu FFH/Natura 2000 Schutzgebieten ließ nicht vermuten, dass die Vorschläge (nach FFH-RL, 92/43/EWG und V-RL, 79/409/EWG) in der AWZ (12 - 200 Seemeilen vor der Küste) von Nord- und Ostsee auf erhebliche Einwände besonders seitens der Wirtschaft stoßen würden.

Deshalb sehen sich DNR (Deutscher Naturschutzring), GSM (Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere) und DEEPWAVE (Die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee) sowie IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) veranlasst, ergänzend zu den Ausführungen in Bremen noch auf folgende Punkte hinzuweisen:

Die genannten Verbände begrüßen die Vorschlagsliste des BMU ausdrücklich und beglückwünschen BMU und BfN zu dieser Initiative. Sie erwarten jetzt eine zügige Durchsetzung dieser Vorschläge innerhalb der Bundesregierung und gegenüber Brüssel.

Im Interesse eines effektiveren Schutzes der betreffenden Lebensräume und Arten halten wir allerdings die Ausweisung größerer Schutzgebiete für sinnvoll. Deshalb erwarten wir, dass die zuständigen Bundesländer in ihrer Verantwortung für entsprechende Erweiterung sorgen – und von der Bundesregierung dazu aufgefordert werden. Dies gilt auch für Nachbarstaaten.

Mit Nachdruck weisen wir – entgegen kritischer Stimmen von Vertretern aus Fischerei und Wirtschaft – darauf hin, dass die Pommersche Bucht und Oderbank für den Erhalt des vom Aussterben bedrohten Schweinswals der (zentralen-östlichen) Ostsee überlebensnotwendig ist.

Insbesondere die MINOS-Untersuchungen, auf die sich im Wissenschafts-ausschuss der IWC (International Whaling Commission) die deutsche Delegation berufen hat, und die Untersuchungen des IFAW mit dem Forschungssegler "Song of the Whale", sowie der "Jastarnia Plan" (ASCOBANS Recovery Plan for the Baltic Harbour Porpoise), an dem Deutschland maßgeblich mitgearbeitet hat, unterstreichen die Schutzbedürftigkeit der beiden Gebiete und sollten für Deutschland Anlass sein, sich um deren Schutz intensiv zu bemühen.

Auch die von polnischen Wissenschaftlern in der Sitzung des Advisory Committee von ASCOBANS 2003 (in Bonn) genannten Beifangdaten bestätigen, dass Maßnahmen zum Schutz der Ostseepopulation (geschätzt weniger als 500 Tiere) unbedingt nötig sind. Ein tot aufgefundener Schweinswal mit Netzspuren vor wenigen Wochen in Lettland macht deutlich, dass man nicht davon ausgehen muss, dass der Schweinswal in der östlichen Ostsee nicht mehr existiert (es handelt sich um den ersten Beifang-Fund seit 30 Jahren).

Einwände seitens der Fischerei oder von Wassersportverbänden sind uns unverständlich, da sie nicht in nennenswerter Weise durch solche Schutzausweisungen betroffen sind.

Für Einschränkungen im Rahmen der Fischerei (wegen der schlechten Situation der Fischbestände) ist die EU mit ihrer CFP (Common Fisheries Policy) zuständig. Wir hoffen auf durchgreifende Maßnahmen, die nicht zuletzt die Fische bitter nötig haben. Die Entscheidungen des Fischereirates vom 19.12.2003 sind ein erster Schritt in die richtige Richtung und lassen hoffen, dass sich die EU ihrer Verantwortung für die Fischbestände in Nord- und Ostsee bewusst wird.

Wir fordern, dass auch die weiteren Schutzgebietsvorschläge nicht auf dem Altar wirtschaftlicher Interessen geopfert werden und der Vorrang des Naturschutzes durchgesetzt wird.

Die Kadetrinne wird nicht ohne Grund als Lebensader der Ostsee und Korridor für Schweinswale bezeichnet. Die Bedeutung für den Schweinswal unterstreichen einmal mehr die o.g. MINOS-Untersuchungen. Die GSM führt seit zwei Jahren Sichtungen mit Hilfe von Seglern durch und kann bereits jetzt Konzentrationen von Schweinswalvorkommen in vorgeschlagenen Gebieten benennen. Ein erstes Dokument wurde von Deutschland anlässlich des AC ASCOBANS 2003 eingereicht. Es betraf die Auswertung von 100 Sichtungen in den Sommermonaten 2002 (s. Anlage). Die 600 (!) Meldebogen für die Saison 2003 (die auch "aufwandkorrigiert" vom FTZ ausgewertet werden) deuten weiterhin schon jetzt auf die Notwendigkeit der Schutzvorschläge hin. Eine endgültige Auswertung war in der Kürze der Zeit noch nicht möglich.

Es versteht sich von selbst, dass insbesondere in Gebieten wie um Fehmarn (inkl. Fehmarn Belt) besonders viele Sichtungen vorkommen. Dies liegt zum einen daran, dass hier wohl noch vergleichsweise viele Schweinswale leben und zum anderen, dass die Gewässer vor der deutschen Küste und in der "dänischen Südsee" von Seglern besonders gern aufgesucht werden. Die Auswertungen werden sicher bei der Erfassung der Verbreitung der Schweinswale eine weitere Hilfe sein. Die Sichtungsaktion hat schon jetzt Forderungen des Jastarnia-Plans nach verstärkter Öffentlichkeitsarbeit erfüllt. Die Sichtungsaktion wurde im übrigen von vielen Medien aufgegriffen. Natürlich hoffen wir (wie auch in Bezug auf die Flensburger Förde) auch hier auf eine gute Koordinierung mit Schleswig-Holstein und Dänemark .

Das von Seiten der Wirtschaft vorgetragene Standardargument, es fehle an Forschungsergebnissen, die die Auswahl von Schutzgebieten begründen, weisen wir zurück. Zum einen sind Schweinswale überaus agile Tiere, die sich nicht an strenge Grenzen halten, zum anderen kann man sie nicht wie Kühe auf der Weide zählen. Die Wissenschaft braucht mehr Zeit, und es ist bedauerlich, dass sich SCANS II nicht um die fraglichen Gebiete kümmern wird (wegen fehlender Finanzen). Im übrigen kann auch von Seiten der Wirtschaft nicht ernsthaft in Frage gestellt werden, dass der Ostsee-Schweinswal vom Aussterben bedroht ist und der Streit um exakte Bestandszahlen der Sache wenig dient. Nicht zuletzt die erwähnten Sichtungen der GSM bestätigen zumindest Konzentrierungen der Tiere in den vorgeschlagenen Gebieten und unterstreichen damit deren Schutzbedürftigkeit im Rahmen von Natura 2000.

Ganz ähnlich wie in der Ostsee verhält es sich aus unserer Sicht in der Nordsee. Wir unterstützen die vorgeschlagenen Schutzgebiete Dogger Bank, Sylter Außenriff und Borkum-Riffgrund sowie die Vogelschutzgebiete (Ost- und Nordsee). Als einer der ersten Verbände hat sich die GSM bereits vor Jahren für das Schutzgebiet für Schweinswale vor Sylt und Amrum eingesetzt, und wir begrüßen es sehr, dass die nationalen Anfänge nun zu einem ökologisch wertvollen Gebiet anwachsen sollen.

Auch hier erwarten wir, dass die Bundesländer und Nachbarstaaten das ihre tun, um die Gebiete sinnvoll zu erweitern. Für die Bundesrepublik sehen wir auch hier eine weitere Verpflichtung zum Schweinswalschutz durch Zusagen im Rahmen von ASCOBANS (zu erarbeitender Rettungsplan für den Schweinswal in der Nordsee) und der Nordseeschutz Konferenz.

Die in Anhang I der FFH-Richtlinie aufgeführten Lebensraumtypen "Sandbänke" und "Riffe" in der Nord- und Ostsee sind durch die Datenerhebung der BfN ausreichend gut dokumentiert worden. Ein Schutz dieser Lebensraumtypen ist das wichtigste Mittel zur Sicherung der Biodiversität und dringend erforderlich zur Rekrutierung übernutzter Fischbestände. Die Artenvielfalt kann jedoch nur gewährleistet werden, wenn ein ausreichend enges Netzwerk von Schutzgebieten ausgewiesen wird. Denn anders als bei Landtieren werden durch die freischwimmenden Larven bei marinen Organismen zwischen den Generationen immer wieder neue Lebensräume besiedelt.

In der Nordsee ist dies durch die anvisierten FFH-Gebiete vermutlich gewährleistet. Dort dient insbesondere die Doggerbank als wichtiges Rekrutierungsgebiet für die marine Artenvielfalt in der Deutschen Bucht. Gerade aufgrund dieser einmaligen ökologischen Bedeutung sind eventuellen Einwänden gegen die Ausweisung dieses Gebietes klare Absagen zu erteilen. In der Ostsee sind die Schutzgebiete "Kadetrinne" und "Adlergrund" jedoch etwas zu stark voneinander isoliert.

Insbesondere die Riffe am Kriegers Flak stellen aufgrund der besonderen ozeanographischen Verhältnisse in dem Brackwasserbereich der Ostesse als Lebensraum einen wichtigen "stepping stone" bei der Verbreitung von Organismen dar. Auch ein Schutz dieser nördlichen Riffe wäre daher sehr empfehlenswert.

In Anbetracht der Tatsache, dass Nord- und Ostsee fischereilich, aber auch industriell - wie im Rahmen der Gewinnung von Energie und Bodenschätzen - längst zu stark ausgebeutet werden, fordern wir die Bundesregierung auf, sich für die vorgeschlagenen Schutzgebiete nicht nur intensiv einzusetzen, sondern sich auch mit den Bundesländern und Nachbarstaaten, wie Polen und Dänemark (Ostsee), bzw. den Niederlanden, Dänemark und Vereinigtes Königreich (Nordsee) in Verbindung zu setzen, um die Ausweisung ökologisch sinnvoller und entsprechend großer Schutzgebiete zu koordinieren und voranzutreiben. Dies sollte unserer Meinung nach bereits im Vorwege passieren und nicht erst später der EU überlassen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Deimer, Dipl.-Biol.
Prof. Dr. Manfred Niekisch
Dr. Onno Groß
Dr. Andreas Pfander
Für DEEPWAVE, DNR, GSM, IFAW

cc. BMVEL - Frau Ministerin Renate Künast
cc: BfN – Herrn Dr. Rainer Blanke

© DEEPWAVE e. V. - Die Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
Hegestrasse 46 d
D-20251 Hamburg
Telefon: +49 (0 40) 46 85 62 62
Fax: +49 (0 40) 46 85 62 63
E-Mail: info@deepwave.org
Website: http://www.deepwave.org

 
 
 
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