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Ein Glossar meereskundlicher Termini ist ein schier unendliches Unterfangen. Fachausdrücke der Geologen, Ökologen, Mikrobiologen, aus der Seeschifffahrt und der Politik würden in ein solches Glossar ebenfalls hineingehören, wie die 30 000 verschiedene Spezies, vom Einzeller bis zum Wal, die der Abschlussbericht des ERMS-Projekts (European Register of Marine Spezies) allein in den europäischen Gewässern nachweist. Insofern kann dieses Glossar nur eine lose Zusammenstellung einiger Fachbegriffe zu meereskundlichen Themen vorstellen. Wir freuen uns auf weitere Anregungen.
 
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  Aasfressernach oben
   
  Das Leben in der lichtlosen Tiefsee ist überwiegend auf Nahrungsnachschub aus den obersten Meeresschichten angewiesen. Doch nicht nur abgestorbene Kleinstalgen rieseln hinab, hin und wieder sacken auch tote Wale, Robben oder Tintenfische in die Tiefe, wo sich dann beispielsweise Scharen von Flohkrebsen über sie hermachen. 1996 unternahm die Zoologin Emma G. Jones von der University of Aberdeen ein Experiment im Nordostatlantik in der "Porcupine-Tiefe". Sie versenkte ein sogenanntes Freifallgerät, an dessen Rahmen ein halber Delphin befestigt war. Nachdem die Fracht in 4800 Meter Tiefe auf dem Meeresboden gelandet war, schoss eine mitgeführte Unterwasserkamera fortwährend Bilder. Schon nach 50 Minuten erschienen die ersten Leichenfledderer: Grenadierfische der Art Coryphaenoides armatus. An den folgenden Tagen gesellten sich vier weitere Fischarten hinzu. Schließlich verweilten an dem Köder gleichzeitig bis zu 30 Tiefseefische, die wiederum umschwärmt waren von vielen hundert Flohkrebsen.
   
  Abralia veranyinach oben
   
  Tintenfisch
   
  Abyssalnach oben
   
  4000-6000 Meter. Wörtlich: bodenlose Tiefe
   
  Acanthephyra spnach oben
   
  Tiefseegarnele
   
  Alaysia spiralisnach oben
   
  Spiral-Bartwurm, etwa 30 cm lang.
   
  AlepocephaIus bairdiinach oben
   
  Glattkopf. Tiefseefisch.
   
  Alepocephalus rostratusnach oben
   
  Tiefseefisch.
   
  Alicella giganteanach oben
   
  Flohkrebs, etwa15 cm lang.
   
  Alvinnach oben
   
  Tiefsee-Tauchboot.
   
  Alvinella pompejananach oben
   
  Der Wurm an den hydrothermalen schwarzen Rauchern gilt als hitzetolerantestes Tier der Welt: Er überlebt vermutlich noch Temperaturen von mehr als 80 Grad Celsius. Körperlänge 8 cm.
   
  Alvinocaris luseanach oben
   
  Schlotgarnele, etwa 6 cm groß.
   
  Alviniconcha hesslerinach oben
   
  Schlot-Stachelsehneeke, etwa 9 cm groß.
   
  Alvmella pompejananach oben
   
  Pompejiwurm, etwa 15 cm lang.
   
  Amphipodennach oben
   
  Flohkrebse, Gruppe der Krebstiere. Ihr Körper ist meist seitlich zusammengedrückt und besteht im allgemeinen aus 14 Leibesringen, die Beine tragen. Amphipoden treten im Meer teilweise in großen Mengen auf.
   
  Anderson, Williamnach oben
   
  Der amerikanische Fregattenkapitan wagte mit der "Nautilus“, dem ersten Atom-U-Boot der Welt, die Unterquerung des Nordpols. Nach mehreren Anläufen wurde das Ziel am 3. August 1958 um 19.15 Uhr erreicht. Seitdem sind Fahrten unter dem Packeis fur U-Boote nichts Besonderes mehr.
   
  Anoplogaster cornutanach oben
   
  Tiefseefisch. Große Fangzähne verhindern das Schließen des Mauls. Er schluckt seine Beute unzerkaut herunter.
   
  Antimora rostratanach oben
   
  Tiefsee-Tauchboot.
   
  Anthomaastus ritterinach oben
   
  Weichkoralle. Fischt mit den Tentakeln nach Nahrung.
   
  Anthtropozoikumnach oben
   
  Noch kein offizieller stratigraphischer Begriff, doch nach Meinung vieler Wissenschaftler sind die menschlichen Eingriffe und ihre Folgen so gravierend, dass die heutige erdgeschichtliche Epoche bereits als "Anthropozän" bezeichnet werden kann.
   
  Aphanopus carbonach oben
   
  Schwarzer Degenfisch
   
  Apolemia sp.nach oben
   
  Staatsqualle (Siphonophora, gr.: Röhrenträger). Staatsquallen bilden individuenreiche Kolonien, deren Einzeltiere mit dem "Staat“ verbunden beiben.
   
  Apristurus indicusnach oben
   
  Kleinbäuchiger Katzenhai. Kommt im Indischen Ozean vor. Ungefährlich für Menschen.
   
  Architeuthis sp. nach oben
   
  Tiefsee-Kalmar. Das größtes bekannte Exemplar, gestrandet 1887 auf Neusseland, war mehr als 17 Meter lang.
   
  Argentina silus. nach oben
   
  Goldlachs
   
  Argyropelecus affinisnach oben
   
  Beilfisch. Lebt in der Dämmerlichtzone. Blaue Leuchtorgane an der Bauchseite verhindern ein Schattenbild von unten.
   
  Aristostomias sp.nach oben
   
  Zungenkiemer. Tiefseefisch.
   
  Arthropodennach oben
   
  Gliederfüßler. Die größte bekannte Tiergruppe mit etwa 80 Prozent aller Tierarten (Krebstiere, Spinnentier, Tausendfüßler, Insekten).
   
  Asthenosphärenach oben
   
  "Fließzone“, die unter der etwa 70 bis 100 km dicken, starren Lithosphäre liegt.
   
  Astronesthes cyaneusnach oben
   
  Großmünder mit vielen Leuchtorganen. Länge 10 cm.
   
  Astronesthes indicusnach oben
   
  Indischer Großmäuler. Lebt in 500 Metern Tiefe und steigt wie viele Tiefseefische nachts zur Meeresoberfläche auf.
   
  Astronesthes martensiinach oben
   
  Großmäuler. Lebt bis 2 000 Meter Wassertiefe.
   
 
 

 

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