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Die
Riesenwelle traf auf entwurzelte
Küsten. |
Quelle:
Südasien.info |
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Mangrovenansiedlung als Küstenschutz
für die Zukunft – Spenden werden
direkt vor Ort umgesetzt!
Das Seebeben von Sumatra ist eines der
größten Naturkatastrophen des
noch jungen Jahrhunderts. Das Leid der Bevölkerung
ist unvorstellbar, die Tragödien sind
unzählig. Nur langsam kommt das ganze
Ausmaß der Flut mit all ihren Schicksalen
zu uns ins Bewusstsein. Zu gewaltig hat
sich das Meer in ihrer unbändigen Kraft
ihr Opfer geholt.
Vedharajan Bajil (Foto), Mitglied von DEEPWAVE
in Indien, hat uns folgende Zeilen geschickt
und beschreibt seine Eindrücke:
“I immediately after 3 hours
from the attack rushed to the Velankanni
shore with friends.
Velankanni, a famous holy shrine church
on the coramandal coast of Tamil Nadu, is
the place at which thousands of pilgrims
where gathered to celebrate Christmas and
New Year from all over India and foreign.
But, all I could seen was the hundreds of
scattered dead bodies that I never seen
in my life. No shops, no water, and no food
and everyone was crying and searching for
their mothers and childs. I saw a 12-year-old
girl with her shopping bag, who has been
splashed on the building by the wave. We
could cover some dead bodies with available
cloths and helped some people to move out
from the shore by our car.
Actually no one had an idea about what the
tsunami is, before. I talked with victims
and they have seen the backward movement
of shore water before the tsunami. Several
curious people gathered on the shore to
see this, and suddenly a large mass of water
hit (about 12m height). Most of them died
due to the physical force of the water that
collapsed jeeps and cars.
The number of dead persons is increasing
and dead bodies are washed ashore from the
mud in every hour. In an overall view in
my state, most of the victims are poor fisher
folks and the number could be more than
10000. At afternoon, my friends will reach
the coast to distribute clothes and food.
The islet village called MGR Thittu, was
in my view the most beautiful of all over
my state. The shore of that village is a
favourite place for Olive Ridleys turtles
due to its undisturbed natural beach, and
the people were very co-operative to our
turtle conservation awareness programme.
But, now the village was destroyed, completely.
Pray for those souls. Yours truly, V.Balaji
“
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Die
Tsunami-Flut hat ganze Landstriche
völlig zerstört. |
Quelle:
IndiaDaily |
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Naturschutzarbeit vor Ort
Vedharajan Balaji (24) ist Diplombiologe
und arbeitet zur Zeit an seiner Doktorarbeit
an der Bharadisan Universität in Südindien.
Seine Dissertation beschäftigt sich
mit der Verbreitung und Begleitfauna im
Seegras-Ökosystem der Palk Bucht.
Vedharajan ist ebenfalls seit längerem
in sozialen Projekten in den Küstendörfern
engagiert. Schon während seines Biologiestudiums
hat er sich um den Naturschutz in Indien
verdient gemacht. Unter anderem reiste er
im Sommer 2002 mehr als 1100 Kilometer mit
dem Fahrrad im Zuge des "Marine Environmental
Awareness Bike Expedition" durch die
Provinz Tamil Nadu. Er hat einen Bericht
zum Handel mit Seepferdchen für den
WWF angefertigt und engagiert sich für
das "Marine Turtle Awareness Programme"
in der Provinz Cuddalore.
Das Tamil Nadu Projekt von DEEPWAVE
e.V.
DEEPWAVE hat gemeinsam mit Vedharajan Balaji
Wege zu einer sofortigen Hilfe für
den Wideraufbau in Tamil Nadu überlegt.
Besonders seine Kontakte zu den lokalen
Umweltschutzgruppen helfen uns dabei sicherzustellen,
dass eine Unterstützung direkt ankommt.
Der weltweite sofortige Einsatz von Hilfsorganisationen
ist in vollem Gange. Die Versorgung mit
notwendigen Medikamenten, Trinkwasser, Nahrung
und Kleidung aus angrenzenden Gebieten ist
vielerorts mittlerweile sichergestellt.
Doch unzählige Fragen über die
Zukunft bleiben offen.
Für uns als Umweltinitiative erscheinen
konkrete Förderungsmassnahmen zur Stärkung
der Naturschutzarbeit besonders effizient.
Denn viele der Küsten waren bereits
im Vorfeld durch menschliche Aktivitäten
stark beeinträchtigt und liegen nun
völlig brach.
Insbesondere die Shrimpindustrie verursachte
teilweise irreparable Schäden in den
betroffenen Küstenregionen. Die Krabbenzucht
in Aquakulturen ist mittlerweile eine 6-Milliarden-Dollar-Industrie,
wobei der größte Teil davon nach
Amerika und Europa exportiert wird. Anstatt
der traditionellen extensiven Shrimpfarmen
wurden jedoch überall in Indien intensive
Aquakulturen eingerichtet, die katastrophale
Folgen für die Meeresumwelt haben.
So sind in den letzten Jahren weltweit
mehr als eine Million Hektar Mangroven und
andere Feuchtgebiete den Zuchtteichen zum
Opfer gefallen. Nach einer Studie der FAO
(1996) sind allein in den Philippinen von
einst 500.000 Hektar (1920) etwa 367.000
Hektar den Zuchtteichen geopfert worden
(1990). In Thailand sind ca. 50 % der Mangroven
in weniger als 30 Jahren verschwunden. Insgesamt
hat sich die Mangrovenfläche im letzten
Jahrhundert mehr als halbiert.
Auch in Indien sind in Andrha Pradesh 40
%, in Orissa und Tamil Nadu 26 % der ökologisch
wichtigen Feuchtgebiete zerstört worden.
Die ursprünglichen Mangrovenfelder
an den indischen Küsten sind fast völlig
verschwunden.
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Mangovenwälder
können Leben schützen. |
Quelle:
NOAA |
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Lebensrettende Mangroven
Die einzigen Pflanzen, die vor der Wucht
des Tsunamis hätten schützen können
wurden somit im Vorfeld zerstört. Küsten
mit Mangrovenwäldern sind weniger zerstört
worden, wie jetzt erste Auswertungen der
Vereinten Nationen ergeben. Tausende Menschen
hätten also durch die Mangrovenwälder
gerettet werden können!
Denn die Mangroven bieten einen äußerst
effektiven Schutz vor Erosion, für
das regionale Klima und den Wasserhaushalt.
Auch viele Speisefischbestände, von
denen die Küstenbewohner leben, werden
mit den Mangrovenabholzungen vernichtet.
Überall dort, wo Mangroven großflächig
abgeholzt wurden und dem Städtebau,
der Landwirtschaft oder Aquakulturanlagen
weichen mussten, gingen die Erträge
der Küstenfischerei drastisch zurück.
Nach der verheerenden Sturmflut wird nun
über Möglichkeiten zum Wiederaufbau
nachgedacht. Es reicht jedoch nicht in Zukunft
die Küsten frei von Hotelanlagen oder
wilden Fischerdörfern zu lassen. Es
muss auch um die Wiederherstellung der natürlichen
Küstenzonen und Bollwerke gehen. Davon
profitiert nicht nur der Naturschutz, sondern
auch die Bevölkerung, denen dadurch
eine Art psychologischer Schutz geboten
wird.
Eine Mangrove koste ein Euro
Der Verlust der Mangroven kann jedoch gestoppt
werden. Die UNESCO hat im Can Gio Reservat,
in der Nähe des Mekong-Deltas in Vietnam,
seit langem erfolgreich die Wiederaufforstung
von Mangroven vorangetrieben. Auch wenn
es sich in dem Biosphärenreservat um
eine Art Monokultur handelt, so sind diese
Ergebnisse viel versprechend.
Eine Mangrovenpflanze kostet etwa einen
Euro. Wichtig ist dabei jedoch auch der
weitere Schutz und die Information rund
um diese Pflanzen. Dazu bedarf es lokaler
Umweltschutzinitiativen, die aufklären
und örtliche Gehilfen unterrichten.
Neben der humanitären Soforthilfe kann
die Entwicklung von Küstennaturschutz
den betroffenen Menschen wieder Hoffnung
und Arbeit geben.
So können Sie helfen:
Mit dem Tamil Nadu
Projekt hoffen wir, die lokale Naturschutzarbeit
anzutreiben.
Wichtig ist uns,
dass die Spendengelder direkt vor Ort umgesetzt
werden.
Jede Spendensumme zählt!
Spendenkonto:
DEEPWAVE e.V.
Hamburger Sparkasse
Kto.-Nr. 12 08 11 67 13
BLZ 200 505 50
Links
• MANGREEN - Mangrove Restoration an Ecology in India
• Mangroven
– Lebenskünstler auf salzigem
Grund
• Shrimps
oder Garnelen Lebensraum Mangrove
• Forschung
am Zentrum für Marine Tropenökologie
(ZMT)
• Welternährungsorganisation
• National
Institute of Oceanography, Dona Paula, Goa,
India
• Das Tamil Nadu-Projekt als PDF
(ca. 220 kb) zum Download
© DEEPWAVE e. V. - Die Initiative
zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
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