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DEEPWAVE
Initiative zum
Schutz der Tiefsee |
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A R C H I V |
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| Top
news aus Forschung und Umwelt |
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| 29.11.2004 |
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Walschutz
ist mehr denn je gefordert! |
Foto:
M. Moore |
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Deutschland muss auf Anti-Walfangkurs
bleiben
Whalewatch, eine Koalition von über
140 Tierschutzorganisationen aus mehr als
55 Ländern , fordert die deutsche Regierung
eindringlich auf, sich weiterhin klar gegen
den Walfang auszusprechen. Hintergrund sind
Beratungen der Internationalen Walfang Kommission
(IWC) in Schweden, bei denen ab morgen Pläne
zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs
erörtert werden.
Im schwedischen Borgholm berät vom
29. November bis 1. Dezember eine Arbeitsgruppe
der IWC mit deutscher Beteiligung über
das sogenannte "Wal-Bewirtschaftungssystem",
kurz auch RMS oder "Revised Management
System" genannt. Die Gespräche
haben das Ziel, eine Einigung über
dieses hochkontroverse Thema zu erzielen,
was über kurz oder lang zur Aufhebung
des bestehenden Wahlfangverbotes führen
soll. Das RMS sieht eine nachhaltige Nutzung
der Walbestände mit einem Quotensystem
vor.
Als Sprecher für Whalewatch erklärt
Martin Riebe, Geschäftsführer
der WSPA Welttierschutzgesellschaft: "Jede
Aufweichung des Walfangverbotes ist nichts
anderes als die internationale Billigung
unnötiger Grausamkeit. Das Wal-Bewirtschaftungssystem
oder RMS wird den kommerziellen Walfang
wieder absegnen. Das aber bedeutet den qualvollen
Tod von Abertausenden von Walen. Schon weniger
als eine Handvoll Stimmen kann den Ausschlag
in der IWC geben zwischen Be-fürwortern
und Gegnern des Walfangs. Wie nie zuvor
steht damit die Zukunft der Wale weltweit
auf Messers Schneide. Wir appellieren deshalb
an die deutschen Delegationsvertreter, sich
weiterhin
standhaft für den Schutz der Wale einzusetzen."
Bei der letzten IWC-Konferenz im Juli dieses
Jahres wurde vereinbart, dass Verhandlungen
über das RMS rechtzeitig geführt
werden müssen, damit bei der IWC-Konferenz
2005 in Südkorea über das Wal-Bewirtschaftungssystem
oder RMS entschieden werden kann.
Wale lassen sich nicht schnell und ohne
Qualen töten. Beim kommerziellen und
beim sogenannten wissenschaftlichen Walfang
– mit Sprengkopfharpunen und großkalibrigen
Gewehren - beträgt die geschätzte
durchschnittliche Zeit bis zum Eintritt
des Todes über zwei Minuten. Oft dauert
der Todeskampf auch über eine Stunde.
presseportal.de/story.htx?firmaid=50621
Deep
sea species : Commission proposes to cut
catches of very vulnerable fish stocks
According to scientists, catches of most
deep sea stocks must urgently be reduced.
The species concerned are slow growing and
as such are particularly vulnerable to overexploitation.
Furthermore, despite recent efforts at improving
data on fisheries activities, knowledge
of these species is still scant. The European
Commission proposes therefore that fishing
effort and quotas be reduced for 2005 and
2006 in fisheries that have been regulated
for the past two years. It also proposes
to limit effort and catches in hitherto
unregulated fisheries such as deep sea sharks.
Where applying scientific advice would
involve cuts in catches of over 50%, these
would be limited to 50%; where substantial
but unspecified cuts are advised, these
would be set at 30%. The fishing effort
of the fleets concerned would be reduced
and, in some fisheries, closed areas established.
Species concerned include orange roughy,
black scabbardfish, roundnose grenadier,
Greenland halibut, ling, tusk and red seabream.
The Commission believes that, by leading
the way, the EU will encourage other Parties
to apply similar restrictions on their fleets
to protect the stocks concerned. It will
continue to promote this approach within
the North-East Atlantic Fisheries Commission
(NEAFC) europa.eu.int/comm/fisheries/doc_et_publ/factsheets/facts/en/pcp4_3_02.htm
.
Deep sea species: Commission proposal (in
tonnes)
Species / Zones / Current TACs / Commission
proposal
Deep sea sharks V, VI, VII, VIII, IX 3,219
Deep sea sharks X 14
Deep sea sharks Deania histricosa Deania
profondorum XII 243
Black scabbardfish Aphanopus carbo I, II,
III, IV 30 30
Black scabbardfish Aphanopus carbo V, VI,
VII, XII 3,110 1,965
Black scabbardfish Aphanopus carbo VIII,
IX, X (IX, X) 4,000 3, 197
Black scabbardfish Aphanopus carbo CECAF
34.1.2. 4,285
Greater silver smelt Argentina silus I,
II 116
Greater silver smelt Argentina silus III,
IV 1,566 284
Greater silver smelt Argentina silus V,
VI, VII 6,247 2,229
Alfonsinos Beryx spp. I, II, III, IV, V,
VI, VII, VIII, IX, X, XII, XIV 315
Tusk Brosme brosme I, II, XIV 35 35
Tusk Brosme brosme III 40 40
Tusk Brosme brosme IV 370 134
Tusk Brosme brosme V, VI, VII 710 277
Roundnose grenadier Coryphaenoides rupestris
I, II, IV, Va 20 20
Roundnose grenadier Coryphaenoides rupestris
III 1,870 683
Roundnose grenadier Coryphaenoides rupestris
Vb, VI, VII 5,106 2,290
Roundnose grenadier Coryphaenoides rupestris
VIII, IX, X, XII, XIV, 7,217
Orange roughy Hoplostethus atlanticus VI
88 88
Orange roughy Hoplostethus atlanticus VII
1,349 258
Orange roughy Hoplostethus atlanticus I,
II, III, IV, V, VIII, IX, X, XI, XII, XIV
102
Blue ling Molva dypterygia II, IV, V 138
85
Blue ling Molva dypterygia III 25 25
Blue ling Molva dypterygia VI, VII 3,678
2,328
Ling Molva molva I, II 45 45
Ling Molva molva III 136 86
Ling Molva molva IV 4,666 1,706
Ling Molva molva V 54 54
Ling Molva molva VI, VII, VIII, IX, X, XII,
XIV 14,966 7,007
Red seabream Pagellus bogaraveo VI, VII,
VIII 350 127
Red seabream Pagellus bogaraveo IX 1,271
463
Red seabream Pagellus bogaraveo X 1,136
748
Forkbeards Phycis blennoides I, II, III,
IV 36
Forkbeards Phycis blennoides V, VI, VII,
2,080
Forkbeards Phycis blennoides VIII, IX, 267
Forkbeards Phycis blennoides X, XII 63
Greenland halibut Reinhardtius hippoglossoides
IIa, IV, VI 844
Greenland halibut Reinhardtius hippoglossoides
V, XII, XIV, 1,707
europa.eu.int/comm/fisheries/news_corner/press/com04_en.htm
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| 22.11.2004 |
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Naturschutzverband
befürchtet "Kabelsalat" in
Schutzgebieten
Der Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein
(LNV) befürwortet die Nutzung der Windkraft
in der Nordsee, allerdings ur außerhalb
der Schutzgebiete und sensiblen Bereiche.
Das teilte der Dachverband Anfang September
mit. Der LNV fordert zudem eine nordsee-
oder zumindest deutschlandweite Windpark-
und Kabel-Anbindungsplanung.
Es sei nicht zu akzeptieren, so der Verband,
dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
des Bundes alle Wasserstraßen und
deren Randbereiche weiterhin von vornherein
zu "Tabuzonen" erkläre, ohne
weiter nach Lösungsmöglichkeiten
zu suchen. Die für die Anbindung der
Offshore-Windparks in Auftrag gegebene so
genannte "Dena-Netzstudie" sei
bis heute nicht fertig. Der LNV befürchtet
daher einen "Kabelsalat" in den
Schutzgebieten, weil konkrete Genehmigungsverfahren
bereits laufen würden und erste Kabeltrassen
bald genehmigt sein werden.
Die bundes- und landesweit zuständigen
Behörden müssten sich endlich
an einem Runden Tisch zusammenfinden, um
eine gebündelte Kabeltrasse für
alle Offshore- Windparks festzulegen - "umweltschonend,
kurz und verbrauchernah".
www.lnv-sh.com
Krebsmittel
aus Meeresschwämmen
Max-Planck-Forscher haben in Meeresschwämmen
chemische Abwehrstoffe entdeckt, die sich
als Krebsmedikamente eignen könnten.
www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0411/23_meeresschwamm.php
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| 20.11.2004 |
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Volkszählung
im Meer bringt neue Erkenntnisse
In Europa oder Nordamerika gibt es nichts
mehr zu entdecken? Von wegen! Man muss nur
über den kontinentalen Tellerrand hinwegsehen
und sich ins Meer wagen: dorthin, wo das
Unbekannte lauert.
Bestätigten Gerüchten zufolge
weiß die Menschheit mehr über
Mond und Mars als über die Tiefsee
des eigenen Planeten. Selbst Regionen wie
Europa, deren Landlebewesen - zumindest
bei den Wirbeltieren - weit gehend erfasst
scheinen, haben noch weiße Löcher
in ihren Schelfmeeren und Kontinentalabhängen.
Während man bislang ungefähr 1,5
Millionen terrestrische Arten kennt, berechnen
Wissenschaftler die Zahl der erfassten Meerestiere
auf etwa 230 000 Spezies: von der kleinen
Mikrobe bis zum riesigen Blauwal. Die Gesamtsumme
liegt aber wohl um einiges höher, denn
die Ozeane bedecken schließlich eine
größere Fläche als das feste
Land.
Licht ins Dunkel der Tiefsee bringen nun
Ergebnisse eines Zensus der marinen Biodiversität,
der von Forschern aus siebzig Nationen initiiert
wurde - mit teils sehr überraschenden
Ergebnissen: Jede Woche addieren sich demnach
mindestens zwei neue Arten an Meeresfischen
zur langen Liste der schon entdeckten Spezies:
Allein im Jahr 2004 wuchs das Register um
106 auf nun 15 482 Mitglieder an, insgesamt
erwartet man 20 000. Unter den Neuankömmlingen
befand sich unter anderem auch ein Gründel
(Amblyeleotris katherine), der in enger
Partnerschaft mit bestimmten Garnelen lebt.
Das Krustentier gräbt Löcher,
die der Fisch als Schutzraum nutzt, als
Gegenleistung bewacht dieser die Garnele.
Die Gewässer um die Antarktis entpuppten
sich als Poseidons Garten Eden für
Tintenfische und Kraken: Hier gab es Familienzuwachs
vier neue Spezies aus zwei Gattungen, von
denen eine zuvor der Forschung ebenfalls
nicht bekannt war. Auch Krustentiere scheinen
die Bedingungen dort zu schätzen: 85
Prozent aller gefundenen Arten leben nur
dort. Viele Einzeller sind wohl dagegen
Weltenbummler, denn sie hausen oft nicht
nur um die Antarktis, sondern reichen in
ihrer Verbreitung bis zum Nordatlantik.
Im Prinz-William-Sund Alaskas entdeckten
Wissenschaftler Kolonien von so genannten
Rhodolithen: korallenartiger roter Seetang,
der wie Spielzeug aussieht und auf dem Meeresboden
mit der Brandung hin und her rollt. Damit
schaffen die Pflanzen Mulden, die Muscheln,
Garnelen oder anderen Wirbellosen als Kinderstube
dienen.
Als einmaliges Ökosystem mit einzigartigen
Tieren sind die Schwarzen Raucher und hydrothermalen
Tiefseequellen bekannt, und auch weiterhin
erscheinen sie als Hort faszinierender Lebewesen:
Von den Küsten Chiles wird eine neue
Muschelart beschrieben, die sich an Methanhydraten
delektiert. Und im Indischen Ozean fanden
Wissenschaftler einen winzigen Mollusken,
der direkt in den Öffnungen heißer
Quellen überlebt.
Je tiefer die Forschung auf Entdeckungsreisen
in den Meeren geht, desto höher wird
die Wahrscheinlichkeit, zuvor unbekannte
Arten zu finden. Jenseits der 3000-Meter-Tiefenlinie
liegt Chance dafür bei 50 Prozent.
Und dieser Trend gilt nicht nur für
die südlichen Meere oder den Pazifik:
Selbst im gut erforschten Europa zeigt die
Entdeckungskurve steil nach oben, und es
ist noch kein Ende absehbar, so die Forscher.
Diese marine Bevölkerungszählung
gibt aber nicht nur reines Wachstum der
Artenzahlen an, sondern gewährt auch
neue Einblicke in die Ökologie der
Meere und ihrer Bewohner. Dazu befestigten
Wissenschaftler aus verschiedenen Nationen
etwa Sendegeräte an unterschiedlichen
Meereslebewesen und konnten so Zugbahnen
unter Wasser nach verfolgen.
Der Große Tunfisch (Thunnus thynnus)
beispielsweise überquert den Pazifik
und pendelt zwischen Japan und Kalifornien
hin und her, während Lederschildkröten
(Dermochelys coriacea), die an Costa Ricas
Küsten ihre Eier ablegen, in riesigen
Schleifen durch den Pazifischen Ozean ziehen.
Grüne Störe (Acipenser medirostris)
tauchten tausend Kilometer nördlich
ihrer vermeintlich ursprünglichen Heimat
Kalifornien auf, was wiederum vielleicht
auf den Klimawandel zurückzuführen
ist.
Der Zensus zeigt denn schließlich
auch die vielfältigen Eingriffe des
Menschen in das Ökosystem der Meere:
Sie bleiben natürlich ebenso wenig
von Übernutzung und Degradierung verschont
wie ihre festländischen Pendants. Ein
Vergleich heutiger mit historischen Fangzahlen
verdeutlicht etwa nochmals den Niedergang
der Kabeljaufischerei: Während im 16.
Jahrhundert noch regelmäßig Fische
mit achtzig Pfund geangelt wurden, zappeln
nun um 30 Prozent schlankere Artgenossen
in den Netzen und an den Langleinen.
Noch schlimmer trifft es allerdings die
Haie. Immer noch teilweise gefürchtet
als vermeintliche Menschenfresser und zu
Tausenden wegen ihrer als Delikatesse geschätzten
Flossen abgeschlachtet, erleiden sie massive
Bestandseinbrüche: Die Population des
Weißspitzen-Riffhais (Triaenodon obesus)
im Golf von Mexiko brach im Vergleich zu
1950 um 99 Prozent ein, die der Hammerhaie
(Sphyrna mokarran) im Nordatlantik um 90
und die der dortigen Makohaie (Isurus oxyrinchus)
um immerhin 40 Prozent.
Während die Forschung mit dem Zensus
also insgesamt viel "Neuland"
betritt, bricht ihr auf der anderen Seite
bereits wieder die Untersuchungsgrundlage
weg. Um damit auf den eingangs erwähnten
Mars zurückzukommen: Die Chancen, dort
Organismen zu finden, sind eher gering,
das Meer birst aber vor Leben. Es ist folglich
die richtige Zeit, noch mehr Missionen in
den Kosmos Tiefsee zu starten.
Daniel Lingenhöhl / spektrumdirekt
www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/765900
www.vistaverde.de/news/Natur/0411/23_tiefsee.php
www.enn.com/today.html?id=443
Für
ein Ende der Haifischflossensuppe
New Orleans (AP) Im Atlantik ist künftig
die Jagd auf Haie wegen ihrer Flossen verboten.
62 der 63 Mitglieder der Internationalen
Kommission für die Erhaltung der Atlantischen
Tunfische (ICCAT) stimmten am Sonntag einer
entsprechenden Initiative zu. Einzig Südkorea
war dagegen. Der Vereinbarung zufolge ist
es künftig verboten, die mittlerweile
in ihrem Bestand bedrohten Haie allein wegen
ihrer Flossen zu töten. Bei dieser
Jagd werden den gefangenen Tieren die Flossen
abgetrennt und dann der Rumpf über
Bord geworfen, um Platz zu sparen. Haiflossen
sind eine Delikatesse in Asien und erzielen
dort hohe Preise: Eine Haifischflossensuppe
in Singapur kostet etwa 100 Dollar, wie
die Umweltschutzgruppe WildAid mitteilte.
Eine andere Naturschutzgruppe, The Ocean
Conservancy, begrüßte den ICCAT-Beschluss
als erstes internationales Verbot des so
genannten Flossenfischens. Dies sei ein
bedeutender schritt nach vorne, sagte ihre
Expertin Sonja Fordham. Nach Angaben der
Vereinten Nationen werden jedes Jahr 100
Millionen Haie getötet. Eine Studie
der Universität Dalhousie schätzte,
dass seit 1950 rund 90 Prozent der großen
Fische weltweit verschwunden sind. Die ICCAT
gilt als effektiv bei der Umsetzung von
Schutzmaßnahmen. So erholte sich der
Schwertfischbestand im Nordatlantik seit
der Verhängung von Fangquoten 1999.
http://www.faz.net/umwelt |
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| 17.11.2004 |
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Erstmals werden
Korallenriffe in internationalen Gewässern
vor zerstörerischer Fischerei geschützt
Der WWF fordert die heute in New York über
Meeresschutz beratende Vollversammlung der
Vereinten Nationen auf, ein weltweit gültiges
vorläufiges Verbot (Moratorium) der
schädlichen Bodenschleppnetzfischerei
in internationalen Gewässern zu verabschieden.
Zehn Jahre nach Inkrafttreten des nach WWF-Ansicht
verbesserungswürdigen Seerechtsabkommens
der Vereinten Nationen, berät das höchste
Gremium der UN den Schutz von Meeresnatur
und Fischbeständen.
Stephan Lutter, Experte für internationalen
Meeresschutz des WWF: "Die UN haben
jetzt die einmalige Chance, die letzten
Wildnisse der Tiefsee für kommende
Generationen zu erhalten und die Fischerei
zugleich zukunftsfähig zu gestalten.
Kaltwasserkorallenriffe und Seeberge sind
großartige Schätze der Tiefsee,
die durch Bodenschleppnetze unwiederbringlich
zerstört werden können. Das Fischen
mit schwerem Gerät an einem Korallenriff
ist, als ob man einen Elefanten durch eine
Manufaktur mit Meißner Porzellan jagt:
Am Ende bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig."
Die Zeit für einen solchen Vorstoß
seitens WWF und rund zwei Dutzend weiterer
Nichtregierungsorganisationen erscheint
günstig, denn die Nordostatlantische
Fischereikommission (NEAFC) beschloss gerade
vorigen Freitag nach langen und harten Verhandlungen,
den Gebrauch von Bodenschlepp- und Stellnetzen
sowie Langleinen in fünf Gebieten entlang
des Mittelatlantischen Rückens nordwestlich
von Irland zu verbieten. Es ist das erste
Mal in der Geschichte, dass eine Fischereiorganisation
Gebiete in internationalen Gewässern
unter Schutz stellt. Eingebracht hatte diesen
Vorschlag die norwegischer Regierung während
der Jahrestagung von NEAFC in London.
Ursprünglich sollten zwei weitere
Gebiete für schweres Fischereigerät
geschlossen werden: Die bekannte Hatton
Bank zwischen den Färöern und
Irland sowie die Riffe am Abhang der Rockall
Bank westlich von Irland scheiterten an
den kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen
der großen Fischereinationen.
"Das ist ein Wermutstropfen",
sagt Stephan Lutter, denn auf der Hatton
Bank wurde 1992 ein 30m hohes Kaltwasserkorallenriff
entdeckt, das schätzungsweise bis zu
9000 Jahre alt ist. Dennoch ist es ein großer
Fortschritt, dass Norwegen und NEAFC eine
Vorreiterrolle übernommen haben. Der
Beschluss macht Hoffnung auf zukünftig
mehr Fingerspitzengefühl im Umgang
mit den fragilsten und wertvollsten Ökosystemen
unserer Tiefsee."
In großen Meerestiefen bis 2000 m
gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt
mit spektakulären Fischarten wie dem
Granatbarsch, der bis zu 150 Jahre alt werden
kann. Bis vor einigen Jahren blieben Tiefseeriffe
und –fische von der Fischerei weitgehend
verschont. Aber in den letzten 10 Jahren
hat sich auf der Hohen See eine Fischerei
entwickelt, die enorme Schäden an Lebensräumen
und Fischbeständen hinterlässt.
www.wwf.de
Scientists
Warn of Undetected, Unmeasured Toxins in
World's Fish
Each day at 4 p.m., the trawlers come back,
alive with giant bass, mackerel and squirming
eels, at the end of a food chain that links
family dinner tables to poisons in the sea.
www.enn.com/today.html?id=408 |
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| 16.11.2004 |
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Wie der Ozean Luft
holt
Eine Forschergruppe vom Kieler Leibniz-Institut
für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR)
hat Ozean-Tiefendrifter erstmals mit modernen
Sauerstoffsensoren ausgestattet und im September
2003 in der Labradorsee ausgesetzt. In der
aktuellen Ausgabe der Science* stellen Professor
Arne Körtzinger und seine Kollegen
erste Ergebnisse vor, die zeigen, dass auch
der Ozean "atmet". Während
des Winters nimmt der Ozean in der beobachteten
Region enorme Mengen von Sauerstoff auf.
Wie eine Lunge scheint die Labradorsee große
Teile der atlantischen Tiefsee mit Sauerstoff
zu versorgen. Die Messungen zeigen außerdem,
dass der eingeatmete Sauerstoff durch die
Meeresströmungen schnell im ganzen
Ozean verteilt wird. Für die Klimaforschung
könnte der Atem des Meeres folgenschwere
Auswirkungen haben, denn der ozeanische
Sauerstoffgehalt hängt eng mit dem
Gehalt an Sauerstoff in der Atmosphäre
zusammen.
Die Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre
hat in den letzten 100 Jahren stetig abgenommen.
Der Grund dafür ist der gleiche wie
der für den kritischen Anstieg des
Kohlendioxids: die Verbrennung von Öl,
Gas und Kohle. Doch während der Treibhauseffekt
als Ursache für die globale Erderwärmung
immer wieder neue besorgniserregende Schlagzeilen
bringt, droht uns bezüglich des Sauerstoffs
noch lange keine Erstickungsgefahr. Die
Abnahme des atmosphärischen Sauerstoffs
könnte sogar nützlich sein. Denn
sie lässt sich relativ einfach messen
und vor allem lässt sich mit ihrer
Hilfe gut abschätzen, wie viel Kohlendioxid
in den Ozeanen gelöst und wie viel
von Pflanzen und Bäumen an Land aufgenommen
wird. Diese Schätzung funktioniert
allerdings nur solange der Sauerstoffgehalt
der Ozeane - wie bisher allgemein angenommen
- konstant ist.
Aktuelle Modellrechnungen prophezeien jedoch
eine Abnahme der Sauerstoffkonzentration
durch Veränderungen der Meeresströmungen
in der Tiefsee. Der Klimawandel könnte
solche Veränderungen bewirken und damit
die Prozesse verlangsamen, durch die der
Sauerstoff in die Tiefen der Ozeane befördert
wird. Bestätigen könnte das nur
eine kontinuierliche Beobachtung des Sauerstoffgehalts,
doch die war bisher nicht möglich.
Die Ozeane sind riesig und der traditionelle
Weg, Sauerstoffkonzentrationen zu messen,
erforderte teure Forschungsexpeditionen.
Die Methode der Kieler Meeresforscher zeigt
eine günstigere und einfachere Alternative
und würde gut in ein bereits laufendes
internationales Forschungsprojekt passen.
Das Projekt setzt weltweit tausende Tiefendrifter
ein, die den Temperaturanstieg der Weltmeere
beobachten sollen. Mit entsprechenden Sensoren
ausgerüstet, könnten sie auch
die Sauerstoffkonzentration messen.
Die von Professor Körtzinger und seinen
Kollegen beobachteten ozeanischen Atemzüge
deuten auf Sauerstoff als einen der Schlüsselparameter
für die zukünftige Meeres- und
Klimaforschung hin. Doch bisher sind erst
circa zwölf Tiefendrifter mit der neuen
Technologie im Einsatz, weitere Tests und
vor allem flächendeckende Beobachtungen
sind notwendig. Die in der Science veröffentlichten
Ergebnisse sollen die internationale Fachwelt
ermutigen, die neuen Messgeräte möglichst
zahlreich zum Einsatz zu bringen.
* "The Ocean Takes a Deep Breath"
von Arne Körtzinger, Jens Schimanski,
Uwe Send, Douglas Wallace, erschienen in
Science am 19.11.2004
idw-online.de/pages/de/news90833
www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0411/18_sauerstoff.php
Kaviar
fürs Volk
In der größten Aquafarm der
Welt soll Kaviar für das Volk produziert
werden
www.zeit.de/2004/48/Zuchtkaviar
Fischer,
die den Meeresboden pflügen
Die Netze der modernen Fischereiflotten
wirken auf dem Boden der Ozeane wie Pflüge.
Tonnenschwere und etliche Meter große
Metallplatten stellen sich in der Strömung
auf und halten die "Grundstellnetze"
offen. Der Meeresboden wird durch diese
"Scherbretter" regelrecht abrasiert
und eingeebnet, berichtet die internationale
Schutzvereinigung "Deep Sea Conservation
Coalition". Die meisten Fische und
Bodenlebewesen sind danach tot. Und 98 Prozent
der Korallen nicht mehr vorhanden.
Diese Form der Jagd auf wertvollen Speisefisch
in bis zu 2.000 Meter Meerestiefe soll eigentlich
verboten werden. So hat es die Vertragsstaatenkonferenz
der Biodiversitätskonvention (CBD)
im Februar 2004 empfohlen. Doch das Moratorium
scheitert aktuell an den Interessen der
elf Tiefseefischerei betreibenden Staaten.
Sechs davon sind innerhalb der EU zu finden:
Vor allem Spanien und Portugal boykottieren
die Entscheidung. Aber auch Lettland, Frankreich,
Irland und Finnland sträuben sich.
Island spielt den Wortführer der Fangnationen.
Seit Mitte Oktober debattieren internationale
Fischereiexperten in Luxemburg im Rahmen
der alljährlichen UN-Generalversammlung
über ein Fangverbot. Das Ergebnis der
Versammlung wird am 16. November erwartet,
ein Moratorium wird es aber aller Wahrscheinlichkeit
nach nicht geben.
Drei Viertel der kommerziell genutzten
küstennahen Fischbestände sind
überfischt, die Goldgrube Tiefsee wollen
die Fänger deshalb nicht verlieren.
Die unterseeischen Oasen liegen zumeist
in dem Bereich außerhalb der 200-Seemeilen-Zone
und damit auch außerhalb nationaler
Gerichtsbarkeiten. Daher sind die Küstennationen
machtlos.
Dabei bringt die Brutal-Fischerei nur einen
kurzen, wenn auch hohen Ertrag. Wenn Flora
und Fauna am Meeresboden zerstört sind,
verschwinden auch die Tiefseefische, denen
die Fangflotten nachstellen.
Der lokale Bestand ist nach wenigen Fängen
restlos ausgebeutet. Die riesigen Schwärme,
die die Fische zur Laichzeit bilden, lassen
sich mit Echolot leicht aufspüren.
Ihre perfekte Anpassung an die extreme Umgebung
impliziert auch eine sehr späte Geschlechtsreife
von bis zu 50 Jahren und nur wenigen Nachkommen,
die allerdings ein hohes Alter erreichen.
Viel zu wenig ist über die Reproduktionsbiologie
bekannt. Wissenschaftler plädieren
inzwischen dafür, Tiefseefische als
eine "nicht erneuerbare" Ressource
anzusehen, da eine nachhaltige Bewirtschaftung
unmöglich ist. Die Schwärme gehen
komplett ins Netz, partielles Entfernen
ist in dieser Tiefe nicht möglich.
Trotzdem ziehen die Fangflotten weiter,
von Berg zu Berg und Riff zu Riff. Was übrig
bleibt, ist die gähnende Öde der
Wüste. Kaltwasser-Korallenriffe, die
Jahrtausende brauchen, ehe sie zu einem
schützenden Habitat und Nahrungsgrund
herangewachsen sind, werden ebenso zerstört
wie Seeberge, wo es durch spezielle Strömungsmuster
zu Nährstoff- und Lebensformakkumulation
kommt.
"Unzählige Arten, die auf diesem
Wege mit rasender Geschwindigkeit ausgerottet
werden, hat noch nie ein Wissenschaftlerauge
erblickt", sagt Thilo Maack, Meeresexperte
von Greenpeace. Auf dem erst einen Prozent
erforschter Tiefsee wurden bereits 1.000
neue Arten von Bodenfischen entdeckt.
STEFANIE WERNER taz
www.taz.de/pt/2004/11/12/a0308.nf/text
Rare
Megamouth shark dies on shore of Iloilo
ILOILO CITY - A giant fish with a large
blubbery head and bulbous snout was stranded
in barangay Namocon, Tigbauan on Nov. 4.
It lay on the beach injured, eyes glassy
and calmly heaving as if preparing for its
inevitable death.
A crowd of locals gathered around it, amazed
at the sight of a creature never before
seen. The locals tried pushing the mammal
back to the water, but it refused even to
budge. Hours later, Nani Torilla of the
Capiz Bureau of Fisheries and Aquatic Resources
(BFAR) arrived and observed that the animal
was suffering from what looked like a spear
wound. Seeing the fish’s worsening
condition, the locals asked if they could
kill the giant fish for its meat and fins.
Now, its Torilla’s turn to refuse
to budge. He insisted to keep the mysterious
fish intact, and when it died, he suggested
that it be buried.
The next day, the creature did not receive
a proper burial, but was instead properly
identified by a Southeast Asia Fisheries
Development Center (SEAFDEC) official as
the rarest shark in the world- a megamouth
shark (Megachasma pelagios). The SEAFDEC
official was notified of the dead shark
by a concerned owner of the Sol y Mar Beach
Resort, which was near the stranding site.
The mystery unravels. The megamouth shark
is called Megamouth No. 24 because it is
only the 24th specimen of its kind recorded
in the world. Megamouth No. 24 is an adult
female that measures 504-centimeter-long
and weighs about a ton. It was not confirmed
yet whether the wound on the megamouth is
indeed a spear wound or a bite from a cookie
cutter shark, which has the same migration
pattern like that of a megamouth.
Megamouth No. 24 is also only the third
megamouth recorded in the Philippines. The
first and second recorded megamouths in
the county were sighted at Macalajar Bay
off Cagayan de Oro in 1998 and 2003. Records
showed both specimens had been eaten by
fisherfolk.
Very little is known about megamouth sharks
because it was only a recent scientific
discovery, surfacing only in 1976 at the
coast of Hawaii. They are called megamouths
for their broadly rounded mouths that can
measure more than one-meter wide in adults.
They are filter feeders much like the whale
sharks - both colossal creatures of the
sea that feed only on small animals like
krill or alamang. Megamouths swim in deeper
waters during daylight and move up to shallower
parts at night, most probably to feed.
"The scientific community believes
that the megamouth is perhaps the most spectacular
discovery of a new shark in the 20th Century,"
said Adon Gaudiano, WWF-Philippines Elasmobranch
and Cetacean Bycatch Researcher. "So
far, megamouth sharks have no commercial
value as opposed to dog sharks which are
heavily hunted for their liver oil, or whale
sharks, which have great ecotourism value.
But due to extremely limited data about
them, we don’t know how every megamouth
casualty affects their population."
WWF also said that the megamouth’s
presence underscores the importance of the
ecologically rich Sulu Sulawesi Seas, especially
to other large filter feeders such as whale
sharks, mantas, and a variety of baleen
whales. Studies show that the abundance
of these creatures is a good indication
of the health of an ecosystem.
This megamouth found in Iloilo is the first
and only intact specimen the Philippines
has. Unfortunately, the caretakers of Megamouth
No. 24 feel that the public is not sharing
the interest of this exciting development.
"Perhaps because we lack a science
culture," one of them said. Hopefully,
he said, the carcass will be preserved properly
for further studies that may one day unlock
the secrets of this mysterious shark and
of the deep sea.
He narrated how 16 men had to be called
to carry the gargantuan megamouth shark
(Megachasma pelagios) to an aquarium in
SEAFDEC. It was stranded alive at Namocon
Beach, Tigbauan, Iloilo, and eventually
died a day after.
www.mb.com.ph/PROV2004111522507.html |
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| 15. 11.2004 |
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PBilanz zwei Jahre
nach der Ölpest
Vor zwei Jahren schlug die Prestige kurz
vor der spanischen Küste in Galicien
Alarm. Tage später zerbrach der mit
77.000 Tonnen Öl beladene Tanker und
bescherte den Küsten von Portugal bis
Frankreich eine Ölpest unbekannten
Ausmaßes. Statt ihn an Land zu schleppen,
hatten ihn die regierenden Konservativen
auf das Meer hinaus schleppen lassen, so
konnte sich das Öl weiträumig
verteilen. Weil die Situation noch immer
schlimm ist, haben am zweiten Jahrestag
der Katastrophe gestern mehr als 20.000
Menschen demonstriert.
Öl
statt Fische aus dem Wasser geholt, Entschädigung
bisher Null!
Es ist still geworden um die giftige Fracht,
die man in Europa als Sondermüll hätte
entsorgen müssen und als Energiebringer
nach Singapur verschiffte. Die Folgen sind
aber noch deutlich zu sehen und die Schäden
weder repariert noch bezahlt. Ausgepumpt
haben will der spanische Ölmulti Repsol
die 16.000 Tonnen Öl, die sich noch
in dem in fast 4000 Meter tiefe liegendem
Wrack befanden.
Man fragt sich nur, warum sich Repsol weigert
der Wissenschaftlichen Koordinationskommission
(CCC) Proben davon zu geben? Vor dem Jahrestag
hat das die CCC öffentlich gemacht.
"Alle Versuche sind gescheitert, Proben
des Öls zu bekommen", erklärte
die Sprecherin Beatriz Morales.
Wurden die Strände meist gesäubert,
klebt das schwarze Gift noch an den Felsen.
Dort, wo ein vielfältiges Ökosystem
existiert. Eine Studie der baskischen Regionalregierung
geht davon aus, dass noch etwa 3000 Tonnen
Öl allein die baskische Felsenküste
bedecken. Unsichtbar bedeckt es zum Teil
auch den Meeresgrund und lagert es sich
in Meerestieren an. Die Professorin für
Meeresbiologie Miren Cajaraville untersucht
in einer interdisziplinären Studie
Proben von der gesamten Küste. Kohlenwasserstoffe
könnten erhöht festgestellt werden.
Genaues könne sie noch nicht sagen,
"doch es gibt klare Hinweise, dass
die Gesundheit vieler Meeresorganismen geschädigt
ist". Fische seien stark von Parasiten
befallen, da ihr Immunsystem geschwächt
sei. Eine Studie der Fischereigemeinschaften
in Galizien hat ein Rückgang der Fangquoten
von Meeresfrüchten und Fischen von
etwa 30 Prozent ermittelt.
Das eingesammelte Öl wartet derweil
in Lagern darauf, dass die Regierung endlich
Geld für die Behandlung bereit stellt.
Seenotrettungsschiffe oder Ölpumpschiffe,
die das Land mit der längsten Küste
in Europa nicht hat, wurden auch nicht angeschafft.
Als sich die damals oppositionellen Sozialisten
einst auf den Demonstrationen einfanden,
kritisierten sie die Konservativen scharf
für ihre verfehlte Politik. Doch auch
nach dem Regierungswechsel im März
ist kein Euro an Entschädigung bei
baskischen Fischern angekommen. Die zogen
statt Fischen damals Ölfladen aus dem
Meer. Sie allein haben fast die Hälfte
des Öls eingesammelt, bevor es die
Küste erreichte. Auch 60 Millionen
Euro, welche die baskische Regierung für
Reinigungsarbeiten ausgegeben hat, wurden
bisher noch nicht bezahlt. Die Küsten
sind noch immer Kompetenz der Zentralregierung,
die hat diese Kompetenz in 25 Jahren Autonomie,
mit 36 anderen, nie an die Basken übertragen.
Gereinigt hat sie natürlich auch nicht.
Angesichts dieses Panoramas wundert man
sich nicht, wenn die damals entstandene
Bürgerbewegung Nunca Mais (Niemals
wieder) nun erneut auf die Straße
gegangen ist. Mit weiteren 300 Gruppen hatte
sie zu einer Demonstration am Jahrestag
in Santiago de Compostela aufgerufen. Die
Forderungen gelten weiter, erklärte
der Nunca Mais Sprecher Xosé Manuel
Abraldes. Mehr als 20.000 Menschen sind
dem Aufruf gefolgt.
Ralf Streck, Donostia-San Sebastian den
14.11.2004
de.indymedia.org/2004/11/98931.shtml media.de.indymedia.org/images/2004/11/98932.jpg
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| 14. 11.2004 |
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Offshore-Windkraft:
Geglättete Wogen
Die Wogen schlugen hoch, als das Bundesamt
für Seeschifffahrt und Hydrografie
(BSH) Ende 2002 den ersten größeren
Offshore-Windpark Butendiek westlich von
Sylt ausgerechnet im Zentrum eines anstehenden
EU-Vogelschutz- und FFH- Gebietes in der
Nordsee genehmigte. Zwar hatte die Bundesregierung
eine Offshore-Strategie entwickelt, nach
der potenzielle Schutzgebiete von Windparks
frei gehalten werden sollten, doch nahm
sie diese in der Praxis nicht ganz so ernst.
Und das BSH als Genehmigungsbehörde
verwies oft und bisweilen genüsslich
auf die geltende Rechtslage, mit der die
Strategie gar nicht vereinbar war.
Dass nadu und BUND tatsächlich Klage
und EU-Beschwerde gegen Butendiek einreichen
würden, hatte letztlich kaum jemand
geglaubt, ging es doch schließlich
um den Klimaschutz. Wohl wahr, doch nach
Fehlentwicklungen und damit einher gehendem
Akzeptanzschwund bei der Windkraftnutzung
an Land hatten die Naturschutzverbände
kein Interesse an weiteren konfliktträchtigen
Planungen. So ging es weniger um Butendiek
als um die Frage: Soll man einen Windpark
ausgerechnet in einem hoch sensiblen Schutzgebiet
zulassen, wenn es auch außerhalb von
Schutzgebieten ausreichend Flächen
für die Entwicklung der Offshore- Windenergie
gibt? Die Antwort der meisten Umweltverbände
lautete "nein" - daher der Streit.
Tabuflächen
und Eignungsgebiete in Nord- und Ostsee
Doch anders als so manche Unke rief, führte
die Auseinandersetzung nicht zum Riss durch
die Umweltszene. Mittlerweile ist auch die
Bundesregierung zu der Überzeugung
gelangt, dass der Streit unnötig und
schädlich ist - auch für den Klimaschutz.
Inzwischen ist eine sehr umfangreiche so
genannte Schutzgebietskulisse für Nordsee
und Ostsee nach Brüssel gemeldet worden,
die künftig auch als Tabufläche
für Windparks gelten soll. Denn nach
der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
sollen nur noch Windparks außerhalb
der Schutzgebiete zulässig sein.
Und noch mehr: Das BSH bereitet schon die
Ausweisung von Eignungsgebieten für
die Windkraftnutzung in Nord- und Ostsee
vor, künftig sollen nur noch dort Windparks
genehmigt werden. Echte Raumordnung im Meer
also. Damit könnte der Ausbau der Offshore-Windenergie
in Zukunft bestens gesteuert sein und die
Meeresnatur weitgehend geschützt bleiben.
Am Fall Butendiek ändert das freilich
nichts mehr. Ob der Windpark gebaut wird
oder nicht, wird letztlich die EU- Kommission
entscheiden.
Pilotphase
muss von sorgfältigem Monitoring begleitet
werden
Die kritischen Naturschutzverbände
wie der nadu haben diese Entwicklung maßgeblich
beeinflusst und einen entscheidenden Erfolg
errungen. Wenn nun auch noch der Begriff
"Pilotphase" ernst genommen und
zunächst nur eine begrenzte Zahl von
Windparks errichtet und mit sorgfältigem
Monitoring begleitet wird, dann ist endgültig
die Zeit des konstruktiven Miteinanders
angebrochen. Denn erfolgreicher Naturschutz
braucht auch effektiven Klimaschutz, zu
dem die Offshore-Windenergie eine Menge
beitragen kann.
Frank Musiol, Energieexperte des nadu
www.dnr.de
Kein
"Prestige" für die Ostsee!
WWF fordert: Ostsee-Anrainer müssen
wirksame Maßnahmen für Ostsee-PSSA
beschließen Zum zweiten Jahrestag
der Prestige-Havarie mahnt der WWF einen
verbesserten Schutz der Ostsee an. In diesem
Herbst sei man drei Mal nur knapp an einer
katastrophalen Ölpest vorbei geschrammt.
"Es ist höchste Zeit, höhere
Sicherheitsstandards für den rasant
wachsenden Schiffsverkehr festzulegen",
betont Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros,
"sonst ist es nur eine Frage der Zeit,
bis wir die nächste Katastrophe à
la Prestige erleben müssen - diesmal
direkt vor unserer Haustür und mit
noch dramatischeren Folgen als in Galicien."
Die Ostsee-Anrainerstaaten diskutieren
derzeit, welche Sicherheitsmaßnahmen
sie bei der Internationalen Schifffahrtsorganisation
(IMO) beantragen werden - und die Zeit drängt:
Wenn die betreffenden Staaten sich nicht
bis Februar 2005 auf geeignete Maßnahmen
einigen sollten, würde der bisher größte
Umweltschutzsieg für die Ostsee, der
Status als Besonders Empfindliches Seegebiet
(PSSA) vom April dieses Jahres, verloren
gehen.
WWF-Experte Jochen Lamp: "Als wichtigste
Maßnahme sollten die Staaten eine
sichere Verkehrslenkung für dieses
besonders sensible Meer beschließen.
Dazu gehört das Navigationssystem VTMIS,
eine Transitroute sowie Verkehrstrennungsgebiete.
Insbesondere Russland sollte seine Zukunftsfähigkeit
im internationalen Seeverkehr beweisen,
indem es sich für diese Maßnahmen
stark macht und seine bisherige Blockadehaltung
aufgibt."
Verabschieden die Anrainer termingerecht
und einstimmig ihr Maßnahmenpaket,
wird die IMO im Juni 2005 darüber entscheiden.
Wichtig ist nach Ansicht des WWF außerdem,
dass in Zukunft weitere Schutzmaßnahmen
von Einzelstaaten oder Staatengruppen bei
der IMO beantragt werden, insbesondere in
Gebieten von besonders hohem ökologischem
Wert. Zu diesen Maßnahmen gehören
Eskortierungen von und zu Häfen, der
Ausschluss von Gefahrgutfrachtern aus bestimmten
Gebieten sowie verpflichtende Lotsenbegleitung
in engen Fahrrinnen, flachen Gewässern
und schwer navigierbaren Passagen.
In Galicien sind zwei Jahre nach dem Prestige-Desaster
immer noch täglich 300 Menschen damit
beschäftigt, tonnenweise angeschwemmte
Ölreste und verklumpten Sand einzusammeln.
Aus dem Wrack in 4.000 Metern Tiefe wurden
offiziellen Angaben zufolge 13.000 Tonnen
Schweröls geborgen. In den Trümmern
des Schiffs schlummern jetzt noch etwa 1.500
Tonnen. Diese so genannten "abschließenden"
Daten bestätigen den Anfangsverdacht
des WWF, dass die havarierte Prestige bereits
zu Beginn fast 65.000 Tonnen und damit sehr
viel mehr Öl verloren hat als damals
offiziell eingeräumt wurde. Die Langzeitfolgen
auf Flora und Fauna, insbesondere der immer
noch bestehenden Ölverschmutzungen
auf dem Meeresgrund, sind unbekannt. Es
gibt jedoch Besorgnis erregende Hinweise
auf eine Anreicherung des Öls in der
Nahrungskette. Für die Ostsee würde
eine vergleichbare Ölmenge aufgrund
des langsamen Wasseraustauschs bedeuten,
dass weite Gebiete auf Jahrzehnte verseucht
werden.
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=6638
Überfischung
dezimiert Landtiere
Die Überfischung eines Meeresgebiets
verstärkt in den Anrainerstaaten die
Jagd auf Landsäuger. Zu diesem Schluss
kommt eine internationale Forschergruppe
im Magazin "Science". Subventionen
für Fischereiflotten fördern demnach
indirekt die Jagd nach und den Handel mit
Bushmeat – Fleisch von Wildtieren,
die häufig ohnehin schon in ihrem Bestand
gefährdet sind.
www.scienceticker.info/news/EEppEAAlppXFpyFYBv.shtml
Magnesiummangel
ließ Riffe verschwinden
Veränderungen der Meereschemie könnten
Korallenriffe für lange Zeit aus dem
Fossilienmaterial gestrichen haben. Zu diesem
Schluss kommt ein amerikanischer Geowissenschaftler
nach Laborexperimenten mit künstlichem
Meerwasser. Ein geringer Magnesiumgehalt
der Meere störte demnach Kalkabscheidung
und Wachstum der Korallen.
www.scienceticker.info/news/EEpppluZFFbhtLkFhy.shtml
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| 12. 11.2004 |
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Mit dem Staubexpreß
reisen Erreger über den Atlantik
Stürme, die Staub von Westafrika in
die Karibik tragen, sind nach Erkenntnissen
von Mikrobiologen die Reisemittel von Bakterien,
Pilzen und Viren. "Rund 30 Prozent
der Organismen, die wir untersucht haben,
stellten sich als Krankheitserreger heraus",
berichtet Christina Kellogg vom Geologischen
Dienst der USA auf dem Treffen der Geologischen
Gesellschaft der USA. Die Forscher haben
den Verdacht, daß Keime aus Afrika
wiederholt Massensterben unter Riffbewohnern
der Karibik ausgelöst haben.
Millionen Tonnen von Staub werden jedes
Jahr von der Sahara und vom Sahel auf den
Atlantik geweht. Daß die Staubwolken
mehr als eine Belästigung sein könnten,
dämmerte den Forschern in St. Petersburg
(Florida) beim Blick auf eine Zeittafel.
"Starke Staubstürme trafen mit
starken Korallen- oder Seeigelsterben zusammen",
so Kellogg. So wurde 1983 der Seeigel Diadema
im Golf von Mexiko nahezu ausgerottet, als
die Winde dort ihre bislang größte
Staubfracht abluden. Ökologen vermuteten
einen Erreger, konnten sich aber seine schnelle
Verbreitung nicht erklären. Gut möglich,
daß der Tod der Seeigel mit dem Staub
aus Afrika kam. Viel spricht auch dafür,
daß der Bodenpilz Aspergillus für
das ebenfalls massenhafte Sterben von karibischen
Fächerkorallen verantwortlich ist.
Staubstürme über den Atlantik
hat es schon früher gegeben, aber nicht
die Dürre im Sahel. "Es kommt
wesentlich mehr Staub über den Ozean,
und jetzt werden auch neue Schadstoffe transportiert",
so Kellogg, etwa Pestizide, die auf die
Äcker gesprüht werden, und Antibiotika,
die über Abwasser in den Boden gelangen.
"Manche dieser Stoffe schädigen
das Immunsystem und bereiten so den Erregern
den Weg", erklärt Kellogg. Möglicherweise
leiden nicht nur Korallen und Seeigel, sondern
auch andere Arten unter den Erregern. Der
Staubexpreß ist jedenfalls gut besetzt:
Er ließ die Mikrobenzahl in den karibischen
Proben um das Vier- bis Zehnfache ansteigen.
DNA-Vergleiche ergaben, daß die Bakterien
in der Karibik eng mit denen aus Westafrika
verwandt sind, in einem Fall konnten die
Forscher sogar eine DNA-Übereinstimmung
von 99 Prozent feststellen. Möglicherweise
rücken durch solche Transportwege auch
die mikrobiologischen Gemeinschaften enger
zusammen. Holger Kroker
www.welt.de/data/2004/11/11/358445.html
Ein
Nordsee-Krebs in der Antarktis
Durch das Ballastwasser von Schiffen werden
Eier und Larven von Meerestieren weltweit
verschleppt. Diese können sich am neuen
Ort explosiv vermehren und ganze Ökosysteme
zum Umkippen bringen. Bis vor kurzem glaubte
man, dass die Antarktis einer der wenigen
Plätze auf diesem Planeten sei, die
noch frei von eingeschleppten Arten sind.
Wie jedoch die beiden brasilianischen Krebsspezialisten
Marco Tavares und Gustavo De Melo kürzlich
berichtet haben, trifft dies nicht mehr
zu.
Bei der Analyse von Proben von der Antarktischen
Halbinsel waren die beiden Forscher auf
ein Männchen und ein Weibchen der Spinnenkrabbe
Hyas araneus gestossen. Diese Art ist bis
jetzt nur von der anderen Seite der Erdkugel
bekannt, nämlich aus der Arktis und
der Nordsee und südlich bis zur Biskaya.
Zwar gibt es tatsächlich einige wenige
sogenannte «bipolare» Arten,
die in beiden Polregionen vorkommen, aber
nicht in den Gebieten dazwischen. Doch alle
bekannten bipolaren Arten sind pelagische
Tiere, also Tiere, die im freien Wasser
leben; bipolare Küstenbewohner hingegen
kennt man nicht. Die Spinnenkrabbe ist vermutlich
in Ballastwasser von Schiffen vom Nordatlantik
in die Antarktis verschleppt worden. Der
ständig zunehmende Schiffsverkehr in
die Antarktis lässt befürchten,
dass wohl in Zukunft noch mehr fremde Arten
in dieses bisher unversehrte Gebiet gelangen
werden.
Um eine solche Verschleppung von räumlich
beschränkten Küstentieren wie
der Spinnenkrabbe in Zukunft möglichst
zu verhindern, haben am 13. Februar dieses
Jahres 74 Mitgliedstaaten der International
Maritime Organization in London eine «Ballast
Water Management Convention» beschlossen,
nach der alle Schiffe, wenn immer möglich,
200 Seemeilen vom nächsten Land entfernt
und über einer Meerestiefe von mindestens
200 Metern den Inhalt ihrer Ballastwassertanks
komplett austauschen sollen.
Peter Wirtz Neue Zürcher Zeitung |
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10. 11.2004 |
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Supermarktkette stoppt
Walfleischverkauf doch Walfangflotte unterwegs
Eine gute und eine schlechte
Nachricht kommen aus Japan. Die schlechte
zuerst: Mitte November läuft die japanische
Walfangflotte in Richtung Antarktis aus.
440 Zwergwale stehen auf ihrer Abschussliste.
Die etwa neun Meter großen "Zwerge"
unter den Großwalen werden angeblich
zu wissenschaftlichen Zwecken getötet.
Wissenschaft tut Not, in diesem Fall, weil
der Walfang zu kommerziellen Zwecken durch
das 1986 in Kraft getretene Moratorium der
"Internationalen Walfang-Kommission"
(IWC) verboten ist. Zudem werden die Zwergwale
in dem IWC-Schutzgebiet der Südlichen
Hemisphäre abgeschossen. Nachdem die
"Forschungswale" in den japanischen
Labors unter die Lupe genommen worden sind,
werden sie für bis zu 400 Euro das
Kilo verkauft. Der Yen muss rollen...
Und nun die gute Nachricht: Die Supermarkt-Kette
Tesco in Japan hat beschlossen, den Verkauf
von Walfleisch zu stoppen. Tesco folgt damit
einer Kampagne von internationalen Naturschutzorganisationen
und setzt ein deutliches Zeichen. "Es
ist die erste wirklich gute Nachricht aus
Japan", sagt die Vorsitzende der GSM,
Petra Deimer, "zumindest in Bezug auf
den Walfang. Mindestens 800 Großwale
töten Japans Flotten in jedem Jahr,
hinzu kommen über 20 000 Kleinwale:
Delfine und Tümmler, die auch als Walfleisch
in Supermarkt und Fischmarkt über den
Ladentisch gehen".
"Der IFAW kann durch DNA-Analysen seit
einigen Jahren nachweisen, dass auch geschützte
Walarten im Angebot sind," erklärt
Dr. Ralf Sonntag, Leiter von IFAW Deutschland.
"Mitunter werden den Käufern im
Land der aufgehenden Sonne sogar Schaf und
Pferd als Wal untergejubelt".
www.ifaw.de
Bottom-Dwelling
Marine Life Found in Georgia
SAVANNAH, Ga. - Researchers working off
coastal Georgia have discovered what could
be three new species of bottom-dwelling
creatures known as sea squirts.
www.enn.com/today.html?id=338
Swimmers,
Fishermen Warned to Avoid Some Beaches in
U.S. Virgin Islands
CHARLOTTE AMALIE, U.S. Virgin Islands -
Over the past few months, high bacteria
levels have forced officials to warn swimmers
and fishermen to stay away from several
beaches in the U.S. Virgin Islands, officials
said Monday.
www.enn.com/today.html?id=325
Species
Loss and Ecosystem Decline:
New research answers important questions
about how ecosystems react to the loss of
species through extinction. Previous research
has tended to assume random extinction of
species, although this is not what occurs
in real ecosystems affected by pollution,
overuse or other environmental degradation.
In this new research, two groups of scientists
studied different habitats (ocean bottom
and grassland), different organisms (sea-bed
invertebrates and grassland plants) and
different ecosystem functions (mixing and
oxygenation of sediment versus resistance
to damaging exotic species). They developed
extinction scenarios using data from actual
events and then studied how the ecosystems
were affected by the various scenarios.
Both studies, one by Martin Solan and colleagues
and the other by Erika Zavaleta and colleagues,
reached the conclusion that the order in
which species become extinct plays a
significant part in how an ecosystem is
affected. As is discussed in a related
"Perspective," these two studies,
while illuminating what occurs when many
species are lost from a particular environment,
should help ecologists provide a firmer
basis for policy-making and conservation.
"Extinction and Ecosystem Function
in the Marine Benthos," by M. Solan
at U. of Aberdeen in Newburgh, UK; B. Cardinale
at U. of California in Santa
Barbara, CA; A. Downing at Ohio Wesleyan
U. in Delaware, OH; K. Engelhardt at U.
of Maryland Center for Environmental Science
in Frostburg, MD; J. Ruesink at U. of Washington
in Seattle, WA; D. Srivastava at U. of British
Columbia in Vancouver, BC, Canada; B. Cardinale
at U. of Wisconsin in
Madison, WI. |
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| 06. 11.2004 |
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CDas arktische Klimapuzzle
wird entschlüsselt
Im August und September dieses Jahres nahmen
drei Eisbrecher Kurs Richtung Nordpol. Während
dieser spektakulären Arctic Coring
Expedition (ACEX = Arktische Bohrexpedition)
wurden 340 Meter Sedimentkerne vom Grund
des Nordpolarmeers erbohrt - eine echte
Premiere, denn bislang waren nur einige
wenige Meter arktischer Meeresboden verfügbar.
Damit können die ACEX-Wissenschaftler
jetzt erstmals harte Fakten zur Klimaentwicklung
liefern.
idw-online.de/pages/de/news89060
Forscher
erstellen neuen Riff-Atlas
Mit einem neuen Atlas wollen amerikanische
Forscher das Wissen um die Korallenriffe
der Welt vertiefen. Derzeit aus einem Grundstock
von 1.500 Satellitenaufnahmen bestehend,
soll die im Internet frei zugängliche
Datensammlung zum Schutz und zur schonenden
Nutzung der empfindlichen Ökosysteme
beitragen.
www.scienceticker.info/news/EpAAyyppZuHxMHrpeI.shtml
http://www.netzeitung.de/wissenschaft/312013.html
Leer
gefischt, verdreckt und zunehmend industriell
genutzt
Er wird zugebaut, mit Schadstoffen belastet
und von Wasser und Wind abgetragen - der
Boden ist eines der Sorgenkinder der Umweltfachleute.
Genau wie das Land leiden aber auch die
Meere unter einer übermäßigen
Nutzung durch den Menschen: Sie werden leer
gefischt, voll gepumpt mit belastetem Abwasser
und zunehmend genutzt für die Schifffahrt,
als Standort für Windkraftanlagen oder
für den Abbau von Rohstoffen. Wie kommen
Tiere und Pflanzen im Meer damit zurecht?
Und was kann und muss für ihren Schutz
getan werden? Mit diesen Fragen beschäftigten
sich Experten auf einer Veranstaltung in
Berlin - eingeladen vom nadu, dem Naturschutzbund
Deutschland. ( Philip Banse )
www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/319059/
Evidence
for hydrothermal vents in the East Scotia
Sea
Although deep-sea hydrothermal vents have
been known to occur at mid-ocean ridges
since the late 1970s, the vast majority
of the 60,000 km globe-encircling ridge
system remains unexplored for hydrothermal
activity. The sea floor hot springs already
explored have been found to host unique
ecosystems containing many species previously
unknown to science. The vent faunas identified
in the North Atlantic and eastern Pacific
are quite different.
The Southern Ocean, which provides a connection
between these two areas, has been targeted
as a key area for new hydrothermal studies.
Already we have gathered evidence of the
presence of high-temperature hydrothermal
vent sites in the East Scotia Sea, South
Atlantic Ocean. Future detailed studies
at these sites are needed. They promise
to improve our understanding of the processes
(such as the migration of vent faunas or
evolutionary processes that occur in isolation)
that have led to the distinct biogeographic
provinces that are observed worldwide.
Food
shortages threaten Antarctic wildlife
Antarctic whales, seals and penguins could
be threatened by food shortages in the Southern
Ocean. Numbers of Antarctic krill (Euphausia
superba), a shrimp-like crustacean at the
heart of the food chain, are declining.
The most likely explanation is a dramatic
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