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DEEPWAVE
Initiative zum
Schutz der Tiefsee |
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A R C H I V |
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news aus Forschung und Umwelt |
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| 30.03.2005 |
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| Fische schweben
scheinbar mühelos |
Foto:
MCEscher |
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Wie Fische schweben
Forscher erkunden Entstehung der Schwimmblase
Forscher aus Großbritannien haben
die Evolution der Schwimmblase erkundet.
Vier Elemente mußten zusammengefügt
werden, damit Fische im Wasser schweben
können. In der aktuellen Ausgabe von
"Science" berichten die Wissenschaftler
darüber.
Sich wie ein Fisch im Wasser zu bewegen,
ist gar nicht einfach, selbst wenn man für
eine vernünftige Sauerstoffversorgung
gesorgt hat. Denn auch unter Wasser fordert
die Schwerkraft ihren Preis. Körper,
die schwerer als Wasser sind, sinken zu
Boden. Fische haben in ihrer Schwimmblase
ein Mittel gefunden, im Wasser zu schweben.
Die einfachste Variante hat etwa der Hering.
Er muss regelmäßig an die Oberfläche
und Luft schnappen, um die Schwimmblase
wieder aufzutanken. Der entscheidende Durchbruch
gelang daher, als die Schwimmblase mit Sauerstoff
aus dem Blutkreislauf aufgefüllt werden
konnte. Das Verfahren ist jedoch technisch
anspruchsvoll. Michael Berenbrink, Zoologe
im englischen Liverpool: "Mit zunehmender
Tiefe wird der Wasserdruck, der auf dem
Fisch lastet, enorm groß, er erreicht
über 100 Atmosphären. Diese Fische
haben einen Mechanismus entwickelt, Gas
gegen diesen enormen Druck in ihre Schwimmblase
zu pressen."
Berenbrink wollte mit 50 verschiedenen
Fischarten herausfinden, wie sich dieses
Organ herausgebildet hat. An Anfang stand
dabei der rote Blutfarbstoff. Alle Fische
verfügen über eine Hämoglobinvariante,
die Sauerstoff im Vergleich zum Hämoglobin
der Landwirbeltiere besonders leicht abgibt.
Der nächste Schritt in der Evolution
war vor 250 Millionen Jahren die Entstehung
eines engmaschigen Adergeflechts, bei dem
das Blut in Arterien und Venen im Gegenstromprinzip
aneinander vorbei fließt. Dabei entstehen
hohe Sauerstoffkonzentrationen, die zunächst
einmal den besonders empfindlichen Augen
zugute kamen. Parallel hatten die Fische
eine primitive Form der Lunge entwickelt,
die von manchen Arten auch schon zur Regelung
des Auftriebs verwendet wurde. Damit waren
die wichtigsten Bausteine der Schwimmblase
vorhanden. Vier Fischgruppen kombinierten
sie unabhängig voneinander und konnten
so erstmals die Schwimmblase unter Wassern
füllen. Damit war der Lebensraum Tiefsee
freigegeben, außerdem mussten die
Fische nicht mehr ständig mit den Flossen
um Auftrieb rudern.
Die Schwimmblase ist ein entscheidender
Vorteil im Kampf ums Überleben. Denn
die Fische können mit den Flossen,
die nicht mehr rudern müssen, verfeinerte
Bewegungen steuern. "So etwas",
so Berenbrink, "sieht man beispielsweise
bei heutigen Korallenfischen, die sich durch
sehr enge Nischen hindurchmanövrieren
können." Andere Gruppen, wie die
Elefantenfische in Afrika können mit
Hilfe der Schwimmblase kommunizieren. Berenbrink:
"Sie erzeugen Laute und Schwimmblasen
erlauben eine Verstärkung dieser Schallwellen,
so dass sie besser hören können."
[Volkart Wildermuth]
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/358167
Aufgepumpte" Schwimmblase hält
Fische in der Tiefe
Mithilfe einer Schwimmblase können
Fische bewegungslos in unterschiedlichen
Tiefen treiben. Wissenschaftler der Universität
Liverpool haben jetzt aufgedeckt, wie Fische
ihre Schwimmblase auch in größeren
Tiefen unter hohem Außendruck mit
Gas gefüllt halten können.
http://www.g-o.de/index.php?cmd=wissen_details&id=2573&datum=2005-03-22
Wie
der Fisch sich gegen das Fangen wehrt
Die größte Gefahr, die einem
Fisch heutzutage droht - egal in welchem
Ozean - ist der Mensch mit seinen Fischernetzen.
Kleine Fische schwimmen einfach durch die
Maschen hindurch. Große bleiben hängen
und enden auf irgendeinem Teller. Je größer
aber die Gefahr für eine Art, um so
intensiver sucht die Natur nach Auswegen.
Sie strebt danach, "dem Selektionsfaktor
auszuweichen", wie das in der Sprache
der Evolutionsbiologen heißen. Für
die Fische bedeutet das: klein bleiben,
bloß nicht wachsen. In den Weltmeeren
schwimmen deshalb von Jahr zu Jahr kleinere
Fische.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1530537,00.html
Biologischer
Kleber heilt Algenzellen
Die Grünalge Caulerpa taxifolia, die
mittlerweile riesige Bereiche des
Mittelmeers erobert hat, ist eine wahre
Meisterin der Selbstheilung.
http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0503/22_algen.php
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| 26.03.2005 |
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Octopus mit aufrechtem
Gang
Tintenfische können sich auf zwei
Armen gehend fortbewegen. Das berichten
Forscher aus den USA und Indonesien in "Science".
Bisher dachten Wissenschaftler, der Gang
auf zwei Beinen sei Lebewesen vorbehalten,
deren Muskeln mit einem stützenden
Skelettsystem verbunden sind. Die Tintenfische
verlassen sich aber nur auf ihre beweglichen
Muskeln, unterstützt von einer Flüssigkeit
darin. Die Fortbewegungsart könnte
ein Vorbild werden, um elastische Roboter
zu konstruieren, sagen die Forscher.
Bei zwei Tintenfischarten hatten die Wissenschaftler
den zweibeinigen Gang beobachtet, bei Octopus
(Adopus) aculeatus aus Australien und bei
Octopus marginatus aus Indonesien. Die Tiere
rollen oder knicken ihre zwei Laufarme abwechselnd,
so daß immer ein Teil davon auf dem
Meeresgrund aufliegt. Auf diesem gleiten
sie dann ähnlich einem Kettenfahrzeug
über den Boden. Sie können so
vor Feinden fliehen und sich gleichzeitig
mit den verbleibenden sechs Armen tarnen.
http://www.welt.de/data/2005/03/26/617610.html
Octopuses
Walk on Two Arms:
Two octopus species can walk on just two
arms, and they appear to use the other six
arms to disguise themselves -- either as
rolling coconuts or clumps of floating algae,
according to a new "Brevia" article.
Before Christine Huffard and colleagues
had observed this fancy octopus footwork,
walking on two limbs was thought to be restricted
to creatures with muscles attached to bones
or other skeletal structures. Instead of
muscles and bones, the small octopuses from
Australia and Indonesia rely on flexible
muscles supported by the fluid inside them.
Using underwater video footage, the authors
analyzed the arm movements of the "coconut
octopus," Octopus marginatus, whose
body is roughly the size of a small apple,
and the "algae octopus," Octopus
aculeatus, a species with walnut-sized bodies.
The regular motions of the arms and the
amount of time each arm spends in contact
with the sandy ocean floor qualify both
of these creatures as official two-limbed
walkers that perform "bipedal
locomotion," the authors say. The tiptoeing
is different enough from the traditional
octopus crawl that it may allow octopuses
to move without alerting predators of their
presence.
ARTICLE #12: "Underwater Bipedal Locomotion
by Octopuses in Disguise," by C.L.
Huffard and R.J. Full at University of California-
Berkeley in Berkeley, CA; F. Boneka at Universitas
Sam Ratulangi in North Sulawesi, Indonesia
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| 22.03.2005 |
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Das zerstörte
Taucherparadies
Die Unterwasserwelt der Malediven nach dem
Tsunami
Schon allein die Postkartenansicht ließ
die Touristen in Scharen hierher strömen.
Die Malediven liegen im indischen Ozean:
26 Atolle, über 1300 Inseln, mit Kokosnuss-Palmen
und weißem Sandstrand, der kräftiger
strahlt als die Sonne.
Ein Paradies aber auch unter Wasser - die
Korallenriffe lockten Taucher und Schnorchler
aus aller Welt. Doch auch hier hat der Tsunami
gewütet und auf dem makellosen Urlaubsbild
seine Spuren hinterlassen. Wer in das 27
Grad warme Wasser eintaucht, entdeckt eine
eigene Welt mit Tausenden von Meerestieren:
die Welt der Korallenriffe.
Schillernde Fischschwärme, Schildkröten
oder tanzende Mantas - hier kann man den
Reichtum eines Riffes hautnah erleben. Doch
nur einige Meter weiter bietet sich ein
ganz anderes Bild: verdorrte Steinwüsten
statt lebendiger Wasserwelt, karger Felsen,
der keinem Lebewesen mehr Halt gewährt.
Man muss tief tauchen, um die Zerstörung
wirklich zu sehen und zu begreifen, denn
die blaue Wasseroberfläche liegt ganz
still da, so, als wäre hier nie etwas
geschehen.
Die tödliche Welle entfaltete ihre
ganze Kraft zwar erst an den Küsten,
doch die flachen Inseln hat sie fast allesamt
überspült und viele der feinen
Korallen konnten der Kraft des Tsunami nicht
stand halten. Fast schon skurril ist das
Bild für die Taucher in der Region.
Sie tauchen erst durch das Paradies und
schwimmen dann in die zerstörten Riffe.
Leer und kahl ist es hier, fast schon gespenstisch.
Das einstige Mekka für Taucher und
Sonnenhungrige scheint leer, nach dem Tsunami
sind die Buchungen für die Region stark
zurück gegangen. Für viele Malediver
bedeutet das den Verlust ihrer Existenz;
fast 70 Prozent der Einnahmen des Landes
schöpfte die Inselgruppe aus dem Tourismus.
Die meisten Menschen hier unterhalten Pensionen
oder Hotels, viele arbeiten als Kellner,
Koch oder Tauchlehrer. Vor allem die zahlreichen
Korallenriffe zogen Scharen von Tauchern
auf die Inselkette.
Wenn die Touristen nun auf Dauer ausbleiben,
bedeutet das für die Einheimischen
eine weitere Katastrophe. Auf den Malediven
ist von der internationalen Fluthilfe noch
nicht viel angekommen. Viele Hotelanlagen
konnten noch nicht wieder aufgebaut werden.
Und auch wenn die Malediven das höchste
Pro-Kopf-Einkommen der Länder Südasiens
haben: Die Flut hat auch sie hart getroffen.
Die Menschen brauchen die Touristen, um
wieder auf die Beine zu kommen. Und so wurde
als erstes der überspülte Inselflughafen
wieder in Stand gesetzt.
Mit den Korallenriffen geht das leider
nicht. Ein zerstörtes Riff kann man
nicht ersetzen. Die gebirgsartigen Riffe,
die vielen Unterwasserlebewesen einen Lebensraum
bieten, brauchen Jahrhunderte, um zu wachsen.
Aber es gibt sie noch, die bunte Unterwasserwelt,
in der tanzende Mantas an bunten Korallengärten
vorbei schwimmen und ab und zu ein dicker
Schildkrötenpanzer sich geschickt durch
die engen Gassen des Korallenlabyrinths
windet. Die Unterwasserlandschaft der Malediven
ist immer noch ein Paradies - ein Paradies,
das unter der Kraft der Welle fast zerbrach.
ZDF.de:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2277251,00.html
Großbritannien
veröffentlicht Bericht zur Meeresbiotechnologie
In dem von der Marine Biotechnology Group
des Foresight Marine Panel (FMP) in Auftrag
gegebenen und vom britischen Ministerium
für Handel und Industrie (DTI) finanzierten
Bericht über Meeresbiotechnologie wird
ein koordinierterer Ansatz in Großbritannien
gefordert, um die Vorteile dieses sich schnell
entwickelnden Sektors optimal nutzen zu
können.
Nach Aussage des Berichts mit dem Titel
'The Prospects of Marine Biotechnology Development
in the UK' stellt die Meeresbiotechnologie
einen der aufregendsten neuen Technologiesektoren
dar mit einem globalen Marktwert von 2,4
Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro)
im Jahr 2002 und einer prognostizierten
Wachstumsrate von über zehn Prozent
jährlich.
Quelle: Britisches Ministerium für
Handel und Industrie (DTI)
Der vollständige Bericht kann unter
http://www.dti.gov.uk abgerufen werden.
Der
Dreck kommt von hoher See
EU-Abgeordnete fordern eine drastische
Reduzierung von Schwefel im Kraftstoff für
Schiffe. Denn deren Sprit enthält 500-mal
mehr Schwefel als der für Kraftfahrzeuge.
Doch sauberer Diesel ist teurer als normaler
- und die Lobby der Reedereien groß.
Schiffsmotoren sind Dreckschleudern: Sie
pusten besonders viel Schwefeldioxid aus
dem Schornstein - ein giftiges Gas, das
die Lunge schädigt, Gebäude zerfrisst
und Wälder durch sauren Regen sterben
lässt. Der Schwefelgehalt im Schweröl,
das die Schiffe tanken, soll nach dem Wunsch
von EU-Parlamentariern gesenkt werden: von
derzeit etwa 3 Prozent auf 0,5 Prozent.
Heute berät der Umweltausschuss des
Parlaments über eine entsprechende
Gesetzesvorlage, die die grüne finnische
Europa-Abgeordnete Satu Hassi formuliert
hat.
Auch im gesamten Parlament, das im April
darüber befinden wird, zeichnet sich
eine Mehrheit für den strengen Grenzwert
ab. EU-Kommission und EU-Umweltminister
liegen mit dem Parlament bei der Binnenschifffahrt
auf gleicher Linie. Für den inländischen
Schiffsverkehr soll der Schwefelgehalt auf
0,1 Prozent gedrückt werden. Aber im
internationalen Fährverkehr zwischen
EU-Häfen und auf Nord- und Ostsee soll
der Wert viel höher sein: 1,5 Prozent.
Wenn dies verwirklicht würde, wären
in zwölf Jahren die Schiffe die größten
Schwefeldioxidschleudern in Europa. Derzeit
sind es noch die Kohle- und Ölkraftwerke.
Doch dank Rauchgasentschwefelung und anderer
Technik werden die immer sauberer.
Allerdings haben Reeder und Transportwirtschaft
eine starke Lobby. Und der ist sauberes
Schweröl zu teuer. Jetzt kostet eine
Tonne Schweröl etwa 200 Dollar. Schwefelarmes
würde 50 bis 90 Dollar pro Tonne mehr
kosten. Technisch ist es kein Problem, in
Raffinerien schwefelarmen Schiffstreibstoff
herzustellen.
Bei Kraftstoffen für den Straßenverkehr
ist diese Hürde längst genommen.
Der maximale Gehalt bei Kfz-Diesel liegt
bei 50 ppm (parts per million). Ab 2009
sind nur noch 10 ppm zulässig. Bei
Schiffsschweröl liegt der Wert über
500-mal höher als bei Kraftfahrzeugdiesel.
Die schwedische Nichtregierungsorganisation
"Secretariat of Acid Rain" hat
ausgerechnet, was der Vorschlag der EU-Parlamentarier
von 0,5 Prozent Schwefelgehalt im Schweröl
kosten und nutzen würde. Dabei standen
die höheren Kosten für sauberes
Schweröl den Einsparungen beim Gesundheitswesen
und im Bausektor gegenüber. Fazit:
Es ist in der Gesamtrechnung billiger, die
scharfen Grenzwerte einzuführen. Und
das, obwohl die Umweltkosten wie Waldschäden
und die Restaurierung von hochrangigem Kulturerbe
wie Kölner Dom oder Akropolis nicht
einmal mit eingerechnet wurden.
EU-weit hat die schwedische NGO den Nutzen
für das Jahr 2020 auf 12 Milliarden
Euro berechnet bei Kosten zwischen jährlich
1,6 bis 5,4 Milliarden Euro - ein Kosten-Nutzen-Faktor
zwischen 2,2 und 7,5. Am profitabelsten
wäre die Schwefeldioxid-Reduktion für
die Mittelmeerregion, die derzeit von der
EU-Kommission ganz ausgeklammert ist. Es
folgen nordöstlicher Atlantik, Nordsee
und die Ostsee, die wegen dünn besiedelter
nördlicher Anliegerstaaten "nur"
bei Faktor 2,8 landete.
Was diese Analyse vor allem wichtig macht,
ist die Tatsache, dass die EU-Kommission
und der Rat der Umweltminister die Parlamentsforderung
nach drastischer Schwefelreduktion gerade
mit Hinweis auf fehlende Kosten-Nutzen-Analysen
abgewiesen haben.
REINHARD WOLFF
www.taz.de/pt/2005/03/15/a0138.nf/text |
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| 21.03.2005 |
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Großes Erholungspotential
für den Grönlandkabeljau
Die letzte Grönlandfahrt des deutschen
Fischereiforschungsschiffes „Walther
Her-wig III“ im Herbst 2004 zeigte:
Es gibt wieder mehr Jungkabeljau vor Grönland.
Der vor 30 Jahren kollabierte Kabeljaubestand
in den Seegebieten um Grönland scheint
sich zu erholen. In den Nachkriegsjahren
wurden die seinerzeit ertragrei-chen Fanggründe
um Grönland insbesondere von deutschen
Fischern erschlos-sen. Die Bestände
an Kabeljau schrumpften aber aufgrund von
Überfischung und einer für das
Fischwachstum ungünstigen Kälteperiode
in den 70er Jahren. Der Kabeljau war in
den letzten 30 Jahren so unproduktiv, dass
die Flotten die Fang-gründe um Grönland
nur noch gelegentlich aufsuchten.
Bei den jüngsten Untersuchungen überwogen
die einjährigen Kabeljaue im Fang und
waren weit über die schmalen Schelfgebiete
Grönlands verteilt. Nach den Berechnungen
der Bundesforschungsanstalt für Fischerei
erreichten diese Einjährigen des Jahrgangs
2003 70 % der Bestandsgröße des
herausragenden Geburtsjahrganges 1984 (Abb.2).
Deshalb lässt sich gegenwärtig
ein ähnlich gutes Entwicklungs- und
Ertragspotential wie beim Jahrgang 1984
prognostizieren, der Ende der 80er Jahre
für große Fangerträge sorgte
(170.000 t). Der grönländische
Kabeljau hat sich vermutlich deshalb so
gut erholt, weil Kabeljaubrut (Eier und
Larven) des benachbarten Islandbestands
mit der Meeresströmung nach Grönland
verdriftet wurde. Der Kabeljau profitiert
auch von der anhaltenden Wiedererwär-mung
des Meeres, die die Entwicklung des Kabeljaus
und seiner Nahrung positiv beeinflusst.
Trotz der langjährigen desolaten Bestandssituation
gilt der grönländische Kabeljau
als selbsterhaltender Bestand, der nur selten
vom Jungfischaufkommen um Island profitiert.
Es gilt jetzt, das günstige Jungfischaufkommen
für eine Regeneration des grönländischen
Kabeljaubestands zu nutzen und Überfischungsfehler
der Vergan-genheit zu vermeiden. Daher muss
möglichst rasch ein mehrjähriger
Wiederauf-bauplan für den Grönlandkabeljau
entwickelt werden, der erforderliche Bewirt-schaftungsmaßnahmen
und die Begrenzung des Fischereiaufwands
vorschreibt.
Als kritisch für den Kabeljaunachwuchs
erweist sich auch die Fischerei auf den
begehrten Tiefseegarnelenbestand im Bereich
Grönlands. Der Jungfisch droht als
Beifang in den engmaschigen Netzen zu verenden.
Außerdem betrachtet die Gar-nelenfischerei
den jungen Kabeljau als unliebsamen Konkurrenten,
da der starke Nachwuchsjahrgang große
Mengen der wertvollen Garnelen fressen könnte.
Deutschland sollte seinen Einfluss als
EU-Mitgliedsstaat nutzen, um über die
Fi-schereiverträge zwischen der EU
und Grönland auf die Managementpläne
Grönlands einzuwirken.
www.bufo.de |
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| 20.03.2005 |
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Erneute Massenstrandungen
von Walen und Delphinen nach Militärmanövern
NATO bereitet dennoch neue Militärübung
auf den Kanarischen Inseln vor
Vergangene Woche strandeten an Floridas
Küste über 60 seltene Rauzahndelphine.
Zeitgleich hatte ein U-Boot der US-Navy
dort eine militärische Sonar-Übung
durchgeführt. Ein Teil der Tiere konnte
zur Pflege in veterinärmedizinische
Stationen gebracht werden, viele Delphine
verendeten aber noch an Ort und Stelle.
Bereits im Januar 2005 strandeten an der
Ostküste der USA, im Bundesstaat North
Carolina, 37 Grindwale. Auch diesem Ereignis
war ein Militärmanöver der US-Navy
vorausgegangen, bei dem ein Sonar-System
getestet wurde.
Experten zufolge werden die Strandungen
unmittelbar mit den Manövern in Verbindung
gebracht. Starke Sonarwellen zerstören
die sensiblen Gehörorgane der Meeressäuger.
Aufgrund des hohen Schalldrucks erleiden
sie Verletzungen, werden orientierungslos
und stranden schließlich oder sterben
auf hoher See. Die US-Navy weist einen Zusammenhang
zwischen ihren Tests und den Strandungen
als "unwahrscheinlich" zurück.
Doch die amerikanische Regierung prüft
nun eine mögliche Verbindung. Für
Fabian Ritter, Biologe vom Berliner M.E.E.R.
e.V., der sich für den Schutz von Walen
und Delfinen einsetzt, bestehen kaum Zweifel:
"Das mittelwellige Sonar hat direkte
Auswirkungen auf Meeressäuger und ist
besonders für die empfindlichen Schnabelwale
oft tödlich. Neu ist, dass nun auch
Rauzahndelphine und Grindwale betroffen
waren."
Massenstrandungen von Walen in Zusammenhang
mit Militärmanövern nehmen seit
Jahren an Häufigkeit zu. 1998 strandeten
nach Sonar-Tests der US-Navy auf den Bahamas
mehr als 15 Wale. Aufgrund der Ergebnisse
von Untersuchungen unabhängiger Wissenschaftler
musste die Navy die Schuld am Tod der Wale
letztendlich einräumen. Ähnliche
Strandungen ereigneten sich nach Sonar-Übungen
der NATO im September 2002 und im August
2004 auf den Kanarischen Inseln. Auch hier
wiesen die Kadaver der gestrandeten Tiere
starke Blutungen im Gehirn und im empfindlichen
Innenohr auf. In der Folge sprach die Kanarische
Regierung ein Verbot für derartige
Manöver in ihren Gewässern aus,
die für ein hohe Dichte an Walen und
Delphinen bekannt sind. Dieser Tage wurde
aber bekannt, dass die NATO auf den Kanarischen
Inseln für Ende März ein zweiwöchiges
Manöver vorbereitet, bei dem möglicherweise
wieder dieselben Sonargeräte zum Einsatz
kommen.
"Wale und Delphine leben in einer Welt
des Schalls. Der Lärm, der durch Militär,
Schiffe, Bohrinseln und seismische Messungen
generiert wird, hat in den letzten Jahrzehnten
kontinuierlich zugenommen. Moderne Sonargeräte
erreichen Lautstärken, die mit jenen
einer startenden Mondrakete vergleichbar
sind. Bei derart massiven akustischen Eingriffen
unter Wasser ist eine direkte Schädigung
der Tiere unvermeidlich. Es ist höchste
Zeit, vorbeugend und nachhaltig zu handeln
und nicht erst zu reagieren, wenn es zu
spät ist", so Jörg Dürr-Pucher
von der Deutschen Umwelthilfe.
Es hat sich bereits eine europäische
Koalition von 52 Nichtregierungsorganisationen
formiert. Auf Druck der ECSO hat das EU-Parlament
im Oktober 2004 eine Resolution verabschiedet,
die ein Moratorium für den Einsatz
von Militärsonarsystemen vorsieht.
Für OceanCare ist dieser Entscheid
ein wichtiger Schritt in Richtung einer
künftigen Regelung des Unterwasserlärms
in den Weltmeeren. Die Planung des neuen
Manövers macht aber deutlich, dass
es mit Resolutionen nicht getan ist. Es
ist an der Zeit, dass die NATO den Empfehlungen
der EU, der IUCN (The World Conservation
Union) und der Internationalen Walfang Kommission
(IWC) Gehör schenkt.
Über ECSO: Die 'Europäische Koalition
für lärmfreie Ozeane' (European
Coalition for Silent Oceans) kämpft
auf politischer Ebene gegen den Lärm
unter Wasser. Sie wurde 2002 gegründet
und zählt heute bereits 52 Partnerorganisationen
aus 16 Ländern (Schweiz, Italien, England,
Schottland, Belgien, Deutschland, Frankreich,
Finnland, Spanien, Slovenien, Grie-chenland,
Dänemark, Österreich, Rumänien,
Bulgarien und Israel).
www.silentoceans.org |
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| 19.03.2005 |
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Verlorene Stadt
am Meeresgrund
US-Forscher finden neues Ökosystem
am mittelatlantischen Rücken
Auf einer Expedition zum Atlantis-Bergmassiv
haben US-Wissenschaftler 2000 ein bisher
unbekanntes Ökosystem der Tiefsee entdeckt,
die so genannten weißen Raucher. Hochhaushohe,
weiße Kamine erheben sich dort über
einen auf den ersten Blick recht öden
Meeresgrund: Lost City war entdeckt. Und
damit sahen die Geologen auch erstmals,
wie sich sozusagen live vor ihren Augen
eine wichtige Lagerstätte bildet: Denn
dort entsteht Serpentinit, ein bedeutender
Schmuckstein für Wandverkleidungen.
Es ist Downtown in der Tiefsee: Über
dem Meeresboden erheben sich weiße
Hochhäuser, Turmspitzen wachsen hoch
hinauf. In sanft gewellten Ebenen öffnen
sich spektakuläre Höhlen, dazwischen
schießen überall weiße
"Pilze" aus dem Boden: Lost City
ist eine bizarre Landschaft aus Kalk. Die
"Verlorene Stadt" liegt am Atlantis-Massiv,
einem submarinen Gebirge am mittelatlantischen
Rücken, wo die Meereskruste auseinanderreißt:
Durch dieses Zerreißen gelangen dort
Gesteine an die Oberfläche, die aus
acht Kilometern Tiefe stammen. Diese Gesteine
sind im Erdmantel entstanden, bei hohen
Drücken und Temperaturen. Kommen sie
mit dem kalten Meerwasser in Kontakt, laufen
sofort chemische Reaktionen ab: Die Minerale
nehmen Wasser auf, wandeln sich in Serpentinit
um, und dabei entsteht Wärme.
Deborah Kelley von der Universität
von Washington in Seattle. Durch die chemischen
Prozesse erwärmt sich das Wasser auf
40 bis 80 Grad. Es schleppt Unmengen an
gelöstem Kalk, Wasserstoff und Methan
hinauf und speist die warmen Quellen.
Wenn dieses kalkbeladene Wasser auf das
kalte Meerwasser trifft, fallen Kalkkristalle
aus. Weiße Kamine aus Kalkstein entstehen.
Die Kristalle formen pittoreske, bis zu
60 Meter hohe Gebilde, drapieren sich wie
Vorhänge um ein nahes Kliff. Lost City
ist sozusagen der Gegenpol zu einem verwandten
Phänomen: den berühmten Black
Smokern.
Black Smoker entstehen in Verbindung mit
Vulkanismus, wenn kaltes Meerwasser in den
Ozeanboden dringt. Es wird auf 400 Grad
aufgeheizt. Vulkanische Gase lösen
sich darin, das saure Wasser löst die
Mineralien und steigt mit Metallen, Schwefelwasserstoff
und Kohlendioxid beladen auf. Beim Kontakt
mit dem Meerwasser fallen schwarze, schwefelhaltige
Minerale aus, die Kamine der Black Smoker
wachsen.
Black Smoker "leben" nur wenige
Tausend Jahre. Unter Lost City hingegen
läuft die chemische Reaktion schon
seit 30.000 Jahren. Und es dauert noch sechs
Millionen Jahre, ehe das Atlantis-Massiv
komplett zu Serpentin verwandelt ist. Das
ist nur ein Unterschied. Black Smoker sind
als reiche Lebenswelt mit hitzeliebenden
Mikroben, mit Krebsen und Röhrenwürmern
bekannt. Die leben, unabhängig von
der Sonne, vom Kohlendioxid und Schwefelgasen
aus dem Untergrund. Auch in Lost City gibt
es Leben, das rein von der chemischen Energie
abhängt - aber anders:
Die Mikro-Organismen, die in den Kalkkaminen
leben, haben ihren Stoffwechsel auf eine
Umgebung abgestimmt, die so basisch ist
wie Natronlauge. Sie nutzen den Wasserstoff
und das Methan, das bei der Umwandlung des
Mantelgesteins zu Serpentinit entsteht.
Im Wasser von Lost City schwimmen Mikroorganismen
in riesigen Mengen. Aber ihre Vielfalt ist
gering: Alle gehören zu einer Handvoll
methanliebender Mikroben. Und draußen,
an den Kaminen, bilden die Einzeller Kolonien:
Sie sehen aus wie durchsichtiger Seetang,
der sich in der Strömung wiegt.
Wir finden auch Tiere, die aber - anders
als an den Black Smokern - sehr klein sind,
meist kleiner als ein Zentimeter. Die meisten
Tiere haben zudem durchsichtige oder durchscheinende
Schalen, so daß sie schwer zu erkennen
sind. Besonders cool finden wir, daß
die Vielfalt der Tiere sehr groß ist,
größer als bei den Black Smokern,
obwohl es jeweils nur wenige Individuen
gibt.
Wie es sich für Downtown gehört,
leben in Lost City Individualisten. Warum
ist noch unklar. Noch ist kein zweites Lost
City entdeckt - aber die Gesteine, die heute
dort entstehen, bildeten sich schon, als
die Erde noch jung war. Damals glich der
ganze Ozeanboden chemisch den Gesteinen,
die am Atlantis-Massiv mit dem Meerwasser
in Kontakt kommen. Was heute unter Lost
City passiert, gab es damals überall.
Die Forscher hoffen deshalb von Lost-City
viel über das frühe Leben zu lernen.
Deutschlandfunk: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/353344/
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249830.html
Mehr
Grün: Plankton legt wieder zu
Die Weltmeere werden wieder grüner,
hat ein amerikanisches Forschertrio ermittelt.
Von 1998 bis 2003 ist die Konzentration
einzelliger Meeresalgen demnach global um
4 Prozent gestiegen. Vor allem in Küstenregionen
legte das Phytoplankton zu, im offenen Wasser
wurde es dagegen seltener.
http://www.scienceticker.info/news/EEpAAukFpFobNebNdm.shtml
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15. 03.2005 |
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Nach dem Tsunami:
Geisternetze bedrohen Meerestiere
Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 war wohl
die schrecklichste Naturkatastrophe in der
Geschichte der Menschheit. Schätzungsweise
250 000 Tote, viele Millionen Obdachlose.
Aber auch die Umwelt hat schlimm gelitten.
Freigesetzte Giftstoffe, mit Salz verseuchte
Grundwasservorräte, Brunnen und Felder.
Darüber hinaus berichtet jetzt die
Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere
(GSM), unter Berufung auf Experten der UN-Umweltorganisation
UNEP, von einem weiteren gewichtigen Problem,
das bisher unbeachtet war. Danach hat der
Tsunami Hunderttausende Fischernetze, Langleinen,
Fischfallen und anderes Fischereigeschirr
in den Ozean gespült. Die genaue Zahl
wird sich nie feststellen lassen, aber allein
im Jemen, der relativ weit vom Epizentrum
des Erdbebens entfernt liegt, wurden etwa
10 000 Netze ins Meer gerissen.
"Das ist wie eine Zeitbombe. Die
Netze werden durch die Ozeane treiben und
Meerestiere wie Fische, Wale und Delfine,
Schildkröten oder Seevögel bedrohen",
sagt Petra Deimer, Vorsitzende der GSM,
"was sich einmal in dem Gewebe verfängt,
kommt nicht mehr frei und muss erbärmlich
verhungern oder ersticken."
Die Netze und anderen Fanggeräte
sind aus modernen synthetischen Materialien
hergestellt und praktisch unverwüstlich.
Über Jahrzehnte werden sie, von Strömungen
verteilt, durch die Ozeane geistern, Tiere
töten, sich um Schiffsschrauben wickeln
und Strände verschmutzen. Jedes einzelne
Netz, so sagen die UNEP-Experten, wird als
"Killing Machine" schätzungsweise
hunderttausend Fische das Leben kosten,
bis es nach vielen Jahren zerfällt.
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=51860
GSM (Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere
e.V.)
Tiefsee:
Auf der Suche nach den Tintenfischen
Ein Kieler erforscht das Leben an den Bergen
in den Meeren. Auf einer Fahrt zum Mittelatlantischen
Rücken entdeckte er eine neue Tintenfischart.
Nichts als weiße Punkte flimmern
über den Bildschirm - doch dann: Ein
weißer Tintenfisch schwimmt zielstrebig
auf uns zu, stoppt ab und guckt uns an.
"Das ist doch sensationell, wie neugierig
diese Tiere der Finsternis sind", kommentiert
Dr. Uwe Piatkowski die Videobilder, die
in rund 2700 Meter Tiefe am Mittelatlantischen
Rücken entstanden sind. "Das sind
wahre Glücksmomente für einen
Meeresbiologen", schwärmt der
Wissenschaftler, der am Kieler Leibniz-Institut
für Meereswissenschaften (Ifm-Geomar)
arbeitet.
Im Juni vergangenen Jahres hat er an der
Expedition zum Mittelatlantischen Rücken
teilgenommen. Gemeinsam mit 60 Kollegen
aus 13 Ländern erkundete er das größte
untermeerische Gebirgssystem im Ozean. Achtzigtausend
Fische, Tintenfische, Quallen und andere
Meeresbewohner holten sie mit ihren Netzen
aus 2000 bis 3000 Meter Tiefe. Allein 180
Fischarten und 50 Tintenfischarten - unter
ihnen wohl drei bislang unbekannte Spezies
- landeten an Deck des norwegischen Forschungsschiffes
"G.O. Sars". "Noch lagern
die Tiere in Bergen. Sie müssen bis
zum Kongreß im Juni dieses Jahres
in Lissabon beschrieben werden", sagt
der Tintenfischexperte, der bereits in der
Antarktis zwei neue Arten gefunden hat.
Diese wurden sogar nach ihm benannt: So
heißt eine Warzenkrake "Adelieledone
piatkowski" und eine Flügelschnecke
"Clio piatkowskii".
"Die beiden Tiere habe ich auf zwei
meiner insgesamt sieben Schiffsreisen in
die Antarktis aus dem Weddellmeer gefischt",
erzählt der Forscher, den es immer
wieder auf die See hinaustreibt. Seine drei
Kinder und seine Frau hätten sich an
sein unruhiges Leben gewöhnt, beteuert
der Meeresforscher und fügt hinzu:
Die Reisen in entlegene Ozeane seien nun
einmal das Spannendste an der Meeresforschung,
die ihn seit Beginn seines Studiums in Kiel
immer fasziniert habe. "Ich will wissen,
wie das Meer funktioniert. Wie leben die
Tiere? Wer frißt wen? Welche Folgen
haben die Eingriffe des Menschen?"
Die Eingriffe der Forscher sind behutsam.
"Bevor wir unsere Netze ausbringen,
kartieren wir den Meeresboden mit Hilfe
des Echolots", erzählt Uwe Piatkowski.
So entsteht ein dreidimensionales Profil
des Meeresbodens. Anhand dieses Profils
legen die Forscher dann fest, wo sie ihre
Netze ausbringen wollen.
Oft schicken sie auch noch einen kleinen,
unbemannten Tauchroboter mit einer Kamera
in die Tiefen hinunter, der nur mit einem
Stahlseil und einem Übertragungskabel
mit dem Forschungsschiff verbunden ist.
"Es ist natürlich wunderschön,
wenn man die Tiere in ihrer natürlichen
Umgebung beobachten kann", schwärmt
der Forscher und fügt hinzu: "Doch
wir müssen einige von ihnen fangen,
um sie zu messen, zu wiegen, zu fotografieren
und letztlich bestimmen zu können."
Allerdings rauschen die Netze erst in die
Tiefe, wenn das Echolot bestätigt,
daß dort wirklich Tiere schwimmen.
Im Unterschied zu manchen Fischern raspeln
die Wissenschaftler mit ihren Netzen auch
keine Lebensgemeinschaften von den Hängen
der untermeerischen Gebirge. Vielmehr setzen
sie das Fanggeschirr vorsichtig ein. Um
die Tiere lebendig zu fangen, haben die
Forscher in den Netzen zudem kleine, mit
Wasser gefüllte Metallcontainer.
"Mar-Eco" ist der Name dieses
Forschungsprojektes. Es ist Teil des internationalen
Projektes "Census of Marine Life",
das eine US-Stiftung ins Leben rief. Sein
Auftrag: Bis 2010 sollen etwa 300 Wissenschaftler
aus 53 Ländern die Bewohner der Weltmeere
möglichst weitgehend entdeckt und ihr
Zusammenleben beschrieben haben.
"Wir kennen die Meere weniger als
den Mond", sagt Piatkowski, den es
wurmt, daß in Deutschland die Erforschung
der Biodiversität in den Ozeanen gegenwärtig
eher ein Stiefkind ist. Norwegen, Frankreich,
Großbritannien und die USA handelten
da ganz anders. In diesen Ländern steht
deutlich mehr Geld für diese Forschung
zur Verfügung.
Zur nächsten marinen Bergtour wird
der leidenschaftliche Meeresbiologe im April
auf dem deutschen Forschungsschiff "Poseidon"
gemeinsam mit den Kollegen aus dem Ifm-Geomar
aufbrechen. Sein Ziel sind die "seqmounts"
nahe der Kapverdischen Inseln. "Diese
unterseeischen Berge bieten eine außergewöhnliche
Vielfalt an Leben, sie sind wahre Hotspots",
sagt der Meeresbiologe, der dieser Reise
entgegenfiebert. Denn dort können die
Wissenschaftler eines der letzten bislang
noch unberührten Ökosysteme erforschen.
"An diesen Bergen leben teilweise extrem
spezialisierte Tiere", erzählt
der Forscher, für den die Seeberge
Oasen im Ozean sind. "Ihre teilweise
steilen Hänge lenken die Meeresströmung
so ab, daß sich die ansonsten rar
gesäten Nährstoffe am oberen Bereich
ihrer Flanken sammeln. Dies ist die Voraussetzung
für die Vielfalt der Arten", erläutert
der Forscher.
Das Ziel ihrer Arbeit ist, so viele Daten
wie möglich zu sammeln. Auf Basis dieser
Daten wollen die Wissenschaftler ein neues
Computermodell entwickeln. "Damit wollen
wir", sagt Uwe Piatkowski, "die
fragilen Beziehungen von Ökosystemen
an Seebergen entlang des Mittelozeanischen
Rückens vorhersagen." Bleibt zu
hoffen, daß diese Erkenntnisse den
Raubbau unter der Wasseroberfläche
stoppen können und das vielfältige,
teilweise bizarre Leben im Ozean erhalten
bleibt.
Von Angela Grosse
http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/02/405089.html
Informationen im Internet: www.mar-eco.no |
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| 15. 03.2004 |
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Mystery Squid Helps
Prove Ocean Research It took only
a minute for scientists to discover a new
deep-sea species with an experimental infrared
camera built in Southern California and
light-emitting artificial lure. Now, the
National Science Foundation has agreed to
spend $500,000 to refine the concept developed
by the Harbor Branch Oceanographic Institute
in Fort Pierce.
A large, 6-foot squid of a type never before
photographed attacked the bait, a bioluminescent
electronic "jellyfish," about
60 seconds after it was turned on in August
off the Louisiana coast during Operation
Deep Scope. The Eye-in-the-Sea video system,
which can sit on the ocean bottom for up
to 24 hours, and the lure were used for
the first time during the 10-day, $210,000
Deep Scope expedition into the Gulf of Mexico
that set off from Panama City in the Florida
Panhandle.
"This was phenomenal proof of concept,"
expedition co-leader Edith Widder said Monday.
"In fact, it apparently has proven
the concept because now I finally have funding
from the National Science Foundation that
is going to allow me to do this in a more
advanced manner." Widder, a senior
scientist at Harbor Branch, said the two-year
grant will be used to develop Eye-in-the-Sea
so it can be connected to a mooring 3,000
feet deep in California's Monterey Bay.
The mooring would provide electrical power,
eliminating the need for batteries, and
allow the camera to send a continuous stream
of video ashore for months at a time. The
original camera was built as a student project
at Harvey Mudd College in Claremont, Calif.,
for $35,000 and the Monterey Bay Aquarium
Research Institute paid for the batteries.
"I got some money from the National
Oceanographic and Atmospheric Administration
to put it in a bottle and to build a tripod
for it," Widder said. "It's kind
of been a stone soup, put together with
little bits and pieces of money." NOAA
also funded the Deep Scope expedition. Another
one is planned for this summer in the gulf
to again photograph and perhaps capture
the mystery squid and other rare or newly
discovered species.
Scientists think Eye-in-the Sea may be
a better tool for such missions than noisy
and obtrusive mini-submarines or remote
underwater vehicles that scare many creatures
away. The camera also uses red light scientists
believe is invisible to sea animals. The
identity of the mystery squid, bigger than
calamari but smaller than the fabled giant
squid, remains a puzzle.
Cephalopod biologist Michael Vecchione
of the National Museum of Natural History
in Washington, D.C., wrote in an e-mail
to Widder that he was unable to identify
it after viewing the seven-second video
and consulting with other experts. It has
body and tentacle characteristics different
from any known squids, Widder said.
"The thing to appreciate is something
this large to be totally unknown is phenomenal
and just such an obvious indication of how
little we understand about what's in our
oceans," she said. The electronic jellyfish
is another new touch. It mimics light given
off by natural bioluminescent jellyfish
when they are being attacked, a characteristic
scientists call a "burglar alarm"
similar to fear screams in birds or monkeys.
"That scream occurs when an animal
is caught in the clutches of a predator,"
Widder said. "Your only hope for escape
may be to attract something bigger and nastier.
It may come and attack what's attacking
you."
March 03, 2005 — By Bill Kaczor, Associated
Press
http://www.enn.com/today.html?id=7244
Hightech-Bohrinsel
ist undicht
Die Plattform "Eirik Raude" in
der Barentssee ist nicht so sicher wie versprochen:
Schon die Leitungsverbindungen halten dem
Wetter nicht stand. Die Aufsichtsbehörde
schließt sie deshalb - vorläufig.
Umweltschützer warnen vor größeren
Gefahren
Der zweite Unfall binnen einer Woche war
der norwegischen Ölaufsichtsbehörde
Petroleumtilsynet zu viel. Sie verfügte
die sofortige Einstellung aller Bohraktivitäten
der Plattform "Eirik Raude". Ein
Rückschlag für die Ölindustrie:
Die "Eirik Raude" war speziell
für die besonders empfindlichen Gewässer
des arktischen Barentsmeeres zur angeblich
"sichersten Plattform der Welt"
umgebaut worden.
Die Regierung in Oslo hatte das Meeresgebiet
vor der Nordküste Norwegens erst nach
langem Zögern und gegen den Widerstand
der gesammelten Umweltschutzbewegung für
Ölsuchaktivitäten geöffnet.
Die "Eirik Raude" hatte erst nach
gründlicher Kontrolle die Erlaubnis
erhalten, mit einer 120-köpfigen Besatzung
zu starten. "Es ist klar, dass uns
hier absolut nichts passieren darf",
hatte Plattformchef Lars Johansen zum Bohrbeginn
am 18. Januar gegenüber der Presse
erklärt. Ansonsten seien alle Bohraktivitäten
im Barentsmeer in Frage gestellt.
Das urspünglich vor zehn Jahren in
China erbaute Plattformungetüm war
vor dem Einsatz im nördlichen Eismeer
für mehrere Millionen Euro umgebaut
worden. Nicht ein einziger Tropfen Regenwasser
werde ungereinigt ins Meer gelangen, so
die Reederei Ocean Rigg.
Es kam anders: Die Mannschaft bohrte gerade
mal drei Wochen, als ein Leitungsverschluss
brach. Am 8. Februar strömten 6.000
Liter chemikalienhaltiges Wasser ins Meer.
Vergangenen Mittwoch dann der zweite Unfall:
Eine Schlauchverbindung riss, weitere 4.000
Liter Chemikalien flossen aus. Mit solchem
Szenarien hatten Umweltschutzorganisationen
vor Bohrungen im Barentsmeer gewarnt: Jahrzehntelange
Erfahrungen in der Nordsee hätten erwiesen,
wie unberechenbar das Umweltrisiko sei.
Und im Barentsmeer sind die Sturmtage noch
wesentlich zahlreicher und die Wellen höher.
Zudem gilt es als Kindergarten der wichtigsten
noch nicht ausgerotteten Fischarten. Eine
Ölkatastrophe würde hier unabsehbare
Folgen haben.
"Ein Schreckexempel an politischer
Feigheit", nannte die Umweltschutzorganisation
Greenpeace das Ja zu den Bohrungen vor einem
Jahr und fühlt sich nun bestätigt:
"Wenn die "Eirik Raude" binnen
zwei Wochen 10.000 Liter Chemikalien im
Meer verlieren kann, zeigt das, dass die
Ölkonzerne weder die Fähigkeit
noch den Willen zur versprochenen Nullbilanz
haben", so Greenpeace-Experte Truls
Gulowsen. Eine etwaige Änderung der
norwegischen Ölpolitik ist aber zumindest
vor den Wahlen im Herbst nicht zu erwarten.
Es ist acht Jahre her, dass auf dem Kontinentalsockel
zuletzt ein bedeutender Öl- und Gasfund
gemacht wurde. Die Ölkonzerne warnen
vor einer sinkender Förderquote, falls
nicht schnell neue Quellen ausfindig gemacht
werden. Und das geht nur mit Vorstößen
in immer weiter nördlich liegende Meeresgebiete.
Auch die "Eirik Raude" wird vermutlich
nach gründlicher Untersuchung der Unfallursachen
und neuen Sicherheitskontrollen eine weitere
Bohrerlaubnis erhalten.
AUS OSLO REINHARD WOLFF
http://www.taz.de/pt/2005/02/21/a0168.nf/text |
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| 15. 03.2005 |
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Tubeworm May Live
Longer by Cycling Its Sulfur Downward
Any organism may be limited by some essential
nutrient in short supply—nitrogen
for a plant on poor soil, for instance,
or iron for phytoplankton in the open ocean.
For the long-lived tubeworm Lamellibrachia
luymesi, what it needs most and has least
is sulfide. L. luymesi lives clustered around
hydrocarbon-releasing ocean floor seeps
in the Gulf of Mexico, and it—or rather,
its menagerie of internal bacterial symbionts—uses
the high-energy sulfide the way plants use
sunlight, extracting energy and releasing
the waste products, in this case sulfate.
With a lifespan of up to 250 years, L.
luymesi is among the longest-lived of all
animals, but how it obtains sufficient sulfide
to keep going for this long has been a mystery.
In this issue, Erik Cordes and colleagues
propose a model in which, by releasing its
waste sulfate not up into the ocean but
down into the sediments, L. luymesi stimulates
the growth of sulfide-producing microbes,
and ensures its own long-term survival.
The sulfide L. luymesi needs is created
by a consortium of bacteria and archaea
that live in the sediments surrounding the
vent. These chemoautotrophs use energy from
hydrocarbons to reduce sulfate to sulfide,
which L. luymesi absorbs through its unique
“roots,” extensions of its body
that it tunnels into the sediments. Measurements
of sulfide and sulfate fluxes in the water
near the vents are inconsistent with the
observed tubeworm colony size and individual
longevity, leading Cordes et al. to propose
that L. luymesi also uses its roots to release
sulfate back to the microbial consortia
from which it draws its sulfide.
Without this return of sulfate, the model
predicts an average lifespan of only 39
years in a colony of 1,000 individuals;
with it, survival increases to over 250
years, matching the longevity of actual
living tubeworms. The model, which was based
largely on empirical data, is relatively
unperturbed by changes in hydrocarbon seep
rate, or in the growth and recruitment rates
for the colony. The authors note that the
proposed return of sulfate into deep sediments
would, in theory, increase the local rate
of carbonate rock formation, creating a
barrier to fluid circulation into the sediments.
Their model predicts this to occur after
about 50 years, in line with observed reductions
in tubeworm recruitment in colonies of this
age. They propose that carbonate precipitation
may be inhibited if roots can also release
hydrogen ions, a possibility open to further
testing. Their model also explains several
biogeochemical anomalies observed near tubeworm
colonies, including elevated levels of highly
degraded hydrocarbons and higher than predicted
rates of sulfur cycling.
To date, the proposed return of sulfate
to the sediments through the roots is only
a hypothesis—albeit one with much
to support it—that still awaits direct
confirmation. By providing a model in which
this hypothetical interaction provides real
benefits and explains real observations,
the authors hope to stimulate further research
into the biology of L. luymesi.
Citation: Boetius A (2005) Microfauna–macrofauna
interaction in the seafloor: Lessons from
the tubeworm. PLoS Biol 3(3): e102.
http://www.plos.org/press/plbi-03-03-boetius.pdf
EU-Parlament
will Meeresverschmutzung strafrechtlich
verfolgen
Straßburg (dpa) - Die illegale Verschmutzung
der Meere soll in der Europäischen
Union unter Strafe gestellt werden. Das
Europaparlament stimmte am Mittwoch in Straßburg
einem Bericht zu, wonach die Einleitung
von Schadstoffen in die Meere künftig
als strafrechtlich relevante Delikte eingestuft
werden sollen, wenn Vorsätzlichkeit,
Leichtfertigkeit oder grobe Fahrlässigkeit
nachgewiesen werden. Bei besonders schweren
Vergehen dürfe auch eine Haftstrafe
nicht ausgeschlossen werden. Die Europäische
Kommission wollte dies nur als Verstoß
ahnden.
Mit der Richtlinie soll die Sicherheit
auf den europäischen Meeren erhöht
werden. Um das durchzusetzen, seien Sanktionen
erforderlich. Künftig sollen alle Verantwortlichen
zur Rechenschaft gezogen werden, also nicht
nur Kapitäne, sondern auch Reeder,
Ingenieure oder Hafenbehörden.
Der Vorstoß ist eine Reaktion auf
Tankerunfälle wie der Untergang der
«Prestige» im November 2002
mit der nachfolgenden Ölpest vor der
Küste Nordwest-Spaniens. Der Europäische
Rat muss der Richtlinie noch zustimmen.
http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/tagesthemen/tt_list.php?p=18704&more=1#more18704
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| 15. 03.2005 |
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Nach dem Tsunami
folgt eine Welle missverstandener Hilfe
WWF kritisiert scharf die von der EU beschlossene
Sendung ungeeigneter Fischerboote
Die internationale Umweltschutzorganisation
WWF ist entsetzt über die von der EU
beschlossene Entsendung von EU-Booten für
Tsunami geschädigte Fischer. „Deutschland
hat sich dem Votum angeschlossen, obwohl
klar ist, dass die Boote den traditionellen
Fischereigewohnheiten widersprechen und
dadurch mehr schaden als nützen werden“
kritisiert WWF-Geschäftsführer
Dr. Peter Prokosch.
Die Europäische Union hatte am Montag
entgegen strikter Warnungen von WWF, Food
and Agriculture Organization der Vereinten
Nationen (FAO) und Interessenverbänden
der asiatischen Fischer wie beispielsweise
des International Collective in Support
of Fishworkers (ICSF) einstimmig beschlossen,
ausgemusterte EU-Fischerboote an Fischer
in den Tsunami-Regionen zu übersenden.
Dies ist nach Ansicht der Umweltschutzorganisation
WWF der falsche Weg, weil die meisten Fischer
in Sri Lanka, Indonesien oder Indien individuell
in kleinen Booten, nicht in hierarchischen
Mannschaften an Bord größerer
Kutter arbeiten. Peter Prokosch: „Die
EU-Boote werden die Fischer in Bootseigentümer
und Lohnarbeiter aufspalten. Sinnvoll wäre
es hingegen, die einheimischen Bootsbauer
mit nachhaltig erzeugtem Holz zu unterstützen.“
Die Umweltschützer geben zudem zu
bedenken, dass die EU-Boote anders betrieben,
gewartet und ausgestattet werden müssen
als die landläufig bekannten Boote.
Außerdem komme ein Import der EU-Boote
um ein Vielfaches teurer als der Neubau
traditioneller Boote vor Ort. Anstatt der
europäischen Boote sollten die Fischer
daher eine Unterstützung gemäß
der Bedürfnisse vor Ort erhalten, so
der WWF.
Als Teil der Tsunami-Wiederaufbauhilfe
sollen fünf- bis zwanzigjährige,
ausgemusterte Fischerboote mit bis zu zwölf
Metern Länge in die von der Flutwelle
betroffenen Länder transferiert werden.
Vorgesehen sind zusätzliche Prämien
der EU an die Mitgliedsländer für
den Transport, die Ausrüstung und den
Sicherheitscheck der Boote.
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02337 |
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