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DEEPWAVE
Initiative zum
Schutz der Tiefsee |
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A R C H I V |
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news aus Forschung und Umwelt |
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| 25.02.2005 |
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| Gewaltige Bauwerke
- wie die Inselstaadt Palm Island vor
Dubai - wirbeln Sediment auf und schaden
den Korallenriffe |
Island-Building Covers Coral Reefs,
Alters Gulf Environment
DUBAI, United Arab Emirates — Stroll
on Dubai's shore and dead coral crunches
underfoot. The normally crystal-clear Gulf
is fogged with silt. Eroding beaches need
truckloads of sand to stay in place. The
US$14 billion (euro10.6 billion) manmade
islands project that is luring buyers from
around the world is also damaging the habitat
for Gulf marine life.
The new land masses have buried coral reefs,
oyster beds and sea grasses that nurtured
fish and sea turtles. They block and reroute
natural currents, eroding Dubai's famed
natural beaches. One of the archipelagoes,
the Palm Jebel Ali, lies in an area once
protected as a marine wildlife zone.
Government-controlled developer Nakheel
acknowledges its projects have covered reefs
and altered the environment, and says it
is trying to counteract some of the damage.
Once work is finished, sea life will thrive
on the islands' artificial reefs, said Imad
Haffar, Nakheel's research and development
manager. But the environment will never
be the same, said Frederic Launay, director
of the Abu Dhabi office of the World Wide
Fund for Nature.
"If you build stretches of five-star
hotels with landscaped gardens, you're transforming
a wild environment to an urban environment,"
Launay said. "There will be different
species. It's an artificial system."
Divers and environmentalists say construction
dredges have stirred up so much silt that
coral reefs and other creatures are being
asphyxiated or chased away. The silt has
ruined Dubai's diving _ at least temporarily.
"Visibility is zero," said Ibrahim
al-Zu'bi of the Emirates Diving Association.
Al-Zu'bi said he dived on an oyster bed
off Dubai this month and found it covered
in more than two inches of silt. Divers
have abandoned Dubai's waters for cleaner
environs on the Gulf of Oman, he said. Haffar
said the silting is temporary and that once
the sea clears, Nakheel will seek to resurrect
diving opportunities around its palm islands.
The company hired a marine biologist to
try to rejuvenate suffering coral, he said.
David Bellamy, the British conservationist
and TV documentary host, said after touring
a Palm construction site that it was "like
watching Venice being built." He agreed
that rubble dumped to create the islands
would provide cover for fish. "If they
do it right with proper effluent treatment,
there will be a lot of new habitat,"
he said.
By Jim Krane, Associated Press http://www.enn.com/today.html?id=7214
Bakterienzellen
in der Tiefen Biosphäre sind lebendig!
Internationales Forscherteam entdeckt Leben
unterhalb des Meeresbodens
Was sich in der Tiefen Biosphäre unterhalb
des Meeresbodens abspielt, konnte man lange
Zeit nur ahnen. Jetzt hat die Auswertung
der Daten eines internationalen Forscherteams
gezeigt, dass die Bohrkerne aus dem östlichen
Pazifik lebendige Bakterien enthalten. Beteiligt
war das Team um Dr. Axel Schippers von der
Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe
in Hannover zusammen mit Kollegen vom Bremer
Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie
und Wissenschaftlern des GeoForschungszentrums
Potsdam sowie der School of Earth, Ocean
and Planetary Sciences in Wales, UK. Schippers
konnte mit neu entwickelten empfindlichen
Nachweistechniken erstmals zeigen, dass
in den reichlich vorhandenen Zellen ein
wichtiger Bestandteil allen Lebens vorkommt,
die sehr instabile ribosomale RNA. Die Forscher
fanden lebendige Zellen in bis zu 16 Millionen
Jahre alten Sedimenten (Nature, 24. Februar
2005).
Marine Sedimente bedecken etwa 70 % der
Erdoberfläche und man schätzt
anhand von ausgewerteten Bohrungen, dass
ungefähr 10 - 30 % aller Mikroorganismen
dort tief verborgen sind. In den oberen
Schichten fanden die Forscher bei einer
Ausfahrt mit dem Forschungsbohrschiff Joides
Resolution 100 Millionen Zellen pro Milliliter,
bis zu einer Tiefe von 40 Metern sank dieser
Wert auf eine Million pro Milliliter ab.
In 400 Metern Tiefe fanden die Forscher
in der Probe immerhin noch 100 000 Zellen.
Die Wissenschaftler standen jedoch vor
dem Problem zu unterscheiden, ob es sich
bei diesen Zellen um lebendige oder tote
handelt. Schippers und Kollegen gelang es,
mit zwei hochempfindlichen Methoden einen
Zellbestandteil nachzuweisen, der nur in
lebenden Zellen zu finden ist: Ribosomale
RNA (Ribonukleinsäure). Diese RNA-Moleküle
sind Bestandteil des Proteinsyntheseapparats
und damit lebensnotwendig für alle
Arten von Zellen. Am Ribosom entstehen wie
am Fließband neue Proteine und Werkzeuge
(Enzyme), die die Zelle zum Leben braucht.
Die CARD-FISH-Technik und die quantitative
Polymerase-Chain-Reaction (Q-PCR) sind zurzeit
die empfindlichsten Methoden, mit denen
man lebende Zellen nachweisen kann. Beide
Techniken wurden am Bremer Max-Planck-Institut
für marine Mikrobiologie erstmals zur
Anwendung von Meeressedimenten optimiert
und erfolgreich eingesetzt. Dabei nutzten
die Forscher die spezifische Bindung eines
kurzen Stücks einzelsträngiger
DNA (Gensonde, Primer bzw. Oligonukleotid)
an die in den Mikroorganismen vorhandenen
Sequenzen auf der ribosomalen RNA. Bei der
Q-PCR wird ein Stück dieser labilen
ribosomalen RNA in eine DNA-Kopie umgeschrieben
und dann künstlich vermehrt. Bei diesem
Prozess wird ein Farbstoffmolekül in
das Produkt eingebaut, das man quantitativ
genau erfassen kann. So konnten die Forscher
die Anzahl der Ausgangsmoleküle in
der Probe bestimmen.
Bei der CARD-FISH-Methode besteht der Trick
darin, an eine spezifische Gensonde ein
aktives Enzym zu koppeln, das eine starke
Farbreaktion bei entsprechender Behandlung
hervorruft. Gensonde mit Enzym müssen
nun in die Zellen geschleust werden, die
Probe angefärbt und unter dem Mikroskop
ausgewertet werden. Nur in den Zellen, in
denen die Gensonde andocken konnte, erkennt
man ein deutliches Signal. Die erhaltenen
Lebend-Zellzahlen verglichen die Forscher
mit der Gesamtzellzahl, die auch tote Zellen
mit einschließt. Bei den Bohrkernen
im östlichen Pazifik sind nach CARD-FISH-
und Q-PCR-Analyse mindestens zwischen 10
bis 30 % aller Zellen lebendig. Mit diesen
Werkzeugen gelang es Schippers und Kollegen
auch, die Tiefenverteilung der Spezies an
verschiedenen Standorten zu vergleichen.
An den Ozeanrändern fanden sie deutlich
mehr Bakterien als Archaeen, die typischen
Einzeller der extremen Standorte. Je tiefer
sie bohrten, umso geringer wurde der Anteil
an Archaeen.
Von anderen Messungen am selben Bohrkern
schätzten die Forscher, wieviel Biomasse
im Meeresboden neu entsteht. Zusammen mit
der Anzahl lebendiger Zellen konnten sie
jetzt berechnen, wie lang ihre Verdopplungszeit
ist. Zu ihrer Überraschung teilen sich
die Bewohner der Tiefe genauso schnell wie
ihre auf dem Meeresboden lebenden Vettern.
Je nach Art kamen sie auf Werte von einem
Viertel Jahr bis zu 22 Jahren. Sie wachsen
langsam, aber im geologischen Zeitrahmen
spielen sie eine wichtige Rolle. Sie leben,
aber ihr Leben läuft sehr langsam ab.
Was sie genau machen und welchen Einfluss
sie auf die globalen Kreisläufe und
das Weltklima nehmen, bleibt noch zu erforschen.
Axel Schippers, Lev N. Neretin, Jens Kallmeyer,
Timothy G. Ferdelman, Barry A. Cragg, R.
John Parkes, Bo B. Jørgensen
Prokaryotic cells of the deep sub-seafloor
biosphere identified as living bacteria
Nature, 24 February 2005
http://idw-online.de/pages/de/news102212
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| 25.02.2005 |
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Die Ostsee ist zur
Wüste mutiert
Veränderungen des Ökosystems
durch zu viel Dünger sind wohl auf
absehbare Zeit nicht mehr umzukehren
Giftige Algen und schrumpfende Fischbestände
sind keine Krankheitssymptome der Ostsee
mehr, sondern der neue Normalzustand des
Binnenmeeres: Überdüngung und
der dadurch bedingte Sauerstoffmangel haben
zum Kollaps des Ökosystems geführt,
das nur sehr schwer zu reparieren sein wird.
Zu diesem Schluss kommen die Forscher des
schwedischen Umweltschutzkomitees, die in
ihrem nun vorgelegten Bericht an die Regierung
drastische Sofortmaßnahmen aller Ostseeanrainer
fordern.
"Die traditionelle Auffassung war,
dass der menschliche Einfluss auf die Natur
umkehrbar ist, und dass das Ökosystem
zu seinem ursprünglichen Zustand zurückkehrt,
sobald die Störungen reduziert werden",
heißt es in dem Rapport. Doch dies
sei nicht immer der Fall. "Ökosysteme
können plötzlich ihren Charakter
ändern und einen neuen Zustand annehmen."
So wie sich eine Steppe zur Wüste verwandeln
könne und ein klarer See in einen trüben
Teich, so sei auch der Zustand der Ostsee
durch die ständige Zufuhr von Nährstoffen
gekippt. Ihr Ökosystem sei einer bleibenden
Veränderung unterzogen, deren Umkehrung
weit mehr erfordere, als man bisher annahm,
sagt Ragnar Elmgren, Professor für
Wasserökologie an der Universität
Stockholm.
Der Sauerstoffmangel, der das Leben in
der Ostsee erstickt, ist auf jahrzehntelange
Überdüngung zurückzuführen.
Seit Mitte der fünfziger Jahre breitete
er sich in alle Tiefengewässer aus
und tötete die am Meeresboden lebenden
Tiere. Große Mengen Phosphor wurden
aus den Sedimenten freigesetzt und verstärkten
die Algenblüte. Die Algen nehmen Stickstoff
aus der Luft auf, der den Düngeeffekt
weiter verstärkt. Das ist mehr, als
das Meer verkraften kann.
Kein neues Problem
Überdüngung sei kein neues Problem,
stellen die Forscher fest. Schon nach dem
Zweiten Weltkrieg seien die Stickstoffableitungen
durch Entwässerungs- und Kläranlagen
sowie die intensivere Landwirtschaft im
Vergleich zum 19. Jahrhundert verdoppelt
worden.
"Vermutlich hatte die Zufuhr von Nährstoffen
in die Ostsee schon zu diesem Zeitpunkt
ein kritisches Niveau erreicht", heißt
es in dem Bericht, doch Mitte der achtziger
Jahre war sie auf das Drei- bis Vierfache
weiter gewachsen.
Abwasserreinigung reicht nicht
Nach früheren Berechnungen könnte
die Düngerzufuhr durch weiter verbesserte
Abwässerreinigung, die Errichtung von
Brachzonen in küstennahen Gegenden
und weitere Reduzierung der Ableitungen
der Landwirtschaft bis 2020 auf das Niveau
der 1940er-Jahre zurückgedrängt
werden.
"Doch selbst das ist nicht genug",
warnen die Forscher nun. Rund um die Ostsee
müsse gegen Agrarsektor, Straßenverkehr
und Schifffahrt noch viel drastischer zu
Werke gegangen werden. Zu lange habe man
sich bei den Gegenmaßnahmen auf Industrie
und Kläranlagen konzentriert, "obwohl
wir längst wussten, dass die Landwirtschaft
der dominierende Faktor war", sagt
Elmgren. Sie sorgt für die Hälfte
der Nährstoffableitungen ins Meer.
Umdenken ist angesagt. Kleinere Viehbestände
und genügsamere Getreidesorten seien
nötig, um die Überdüngung
zu reduzieren, meinen die Forscher und schreiben:
"Unsere Essensgewohnheiten beeinflussen
die Ableitungen von Feldern, Ställen
und Kloaken. Eine vegetarischere Kost vermindert
sie." Weniger Straßenverkehr
und sauberere Autos reduzieren den Beitrag
des Verkehrs zur Überdüngung.
Auch gegen die Schifffahrt als große
Quelle der Stickstoffverschmutzung müsse
vorgegangen werden, was schwierig sei, da
die Seefahrt ein globaler Erwerbszweig ist.
Doch die Alternative sei ein Meer ohne Lachs,
Hering und Kabeljau, mit schleimigen Giftalgen
an den Badestränden, warnen die Forscher:
die Ostsee als Meereswüste.
VON H. GAMILLSCHEG (KOPENHAGEN)
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/aus_aller_welt/?cnt=636665
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| 24.02.2005 |
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Projekt HERMES:
Erkundung der Kontinentalränder von
Europa
Der Greifarm des Tauchroboters QUEST beim
Bergen einer Messsonde, die ein Jahr lang
autonom gearbeitet hatte. Aufnahme aus einem
Tiefwaserriff vor Irland. Foto: MARUM, Bremen
Gemeinschaftsprojekt HERMES: Erkundung der
Kontinentalränder von Europa
Europa ist größer, als die meisten
Menschen denken. Nicht etwa deshalb, weil
die Aufnahme der neuen Mitgliedsländer
in die Europäische Union zu wenig bekannt
wäre. Die Fläche, die ignoriert
wird, entzieht sich der oberflächlichen
Aufmerksamkeit, denn sie liegt unter Wasser,
oft sogar mehrere tausend Meter tief. Was
dort an natürlichen Schätzen verborgen
ist, stellt versunkene Piratenschiffe, auch
wenn sie mit Schatztruhen vollgepackt sein
sollten, mühelos in den Schatten. In
einem europaweiten Großprojekt werden
die Reichtümer, die die Meere an den
Rändern des Kontinents hüten,
nun gesichtet. Die Universität Erlangen-Nürnberg
ist mit Prof. Dr. André Freiwald
vom Lehrstuhl für Paläontologie
im Erkundungsteam dabei.
Über 15.000 Kilometer erstrecken sich
Europas Kontinentalränder, von der
Arktis bis nach Spanien, im Mittelmeer bis
hin zum Schwarzen Meer. In der Tiefe reichen
die Ränder der kontinentalen Platten
von 200 Metern unter dem Meeresspiegel bis
zum Grund des Ozeans bei etwa 4.000 Metern.
Ihre Fläche entspricht einem Drittel
der europäischen Landmasse. Dieses
unterseeische Gebiet liegt fast vollständig
innerhalb der Exclusive Economic Zone (EEZ),
der Wirtschaftszone, die den Europäern
vorbehalten ist. Es liegt deshalb im Interesse
der Staaten dieses Kontinents, das kaum
erforschte Reich unter Wasser und seine
Gesetzmäßigkeiten kennenzulernen,
um Nutzen daraus ziehen zu können,
aber auch, um die Reservoirs der Tiefsee
vor Raubbau und Zerstörung zu schützen.
Das Projekt "Hotspot Ecosystem Research
on the Margins of European Seas" (HERMES)
wird am 1. April 2005 anlaufen. 45 Partner
aus 15 europäischen Ländern sind
beteiligt. Die Erforschung der biologischen,
energetischen und mineralischen Ressourcen
der Kontinentalränder erfolgt im 6.
Rahmenprogramm der EU. Die Forschungsarbeiten
sind international und interdisziplinär
angelegt: Biologen und Biochemiker, Geowissenschaftler
und Ozeanologen müssen zusammenwirken,
um Struktur und Dynamik von Ökosystemen
in der Tiefsee ebenso wie den Einfluss und
Verlauf physikalischer Prozesse von Grund
auf zu begreifen. Den mit erdgeschichtlichen
Entwicklungen verbundenen Wandel von den
Folgen menschlicher Aktivitäten zu
unterscheiden, ist eine der wichtigsten
Aufgaben des Projekts.
Canyons als Kinderstuben
Das Untersuchungsinteresse ist auf vier
Typen von "Hotspots" ausgerichtet,
unterschiedlich aufgebaute Ökosysteme,
von denen zumeist noch sehr wenig bekannt
ist. In Canyons, tiefen Einschnitten in
die Kontinentalplatten, unterhalten Tiefseefische
höchstwahrscheinlich ihre Kinderstuben.
Von der Anpassungsfähigkeit von Mikroben,
die ohne Sauerstoff an heißen Gaskaminen,
Schlammvulkanen oder Methanaustritten existieren
können, profitieren andere Lebensgemeinschaften.
An vermeintlich lebensfeindlichen Orten
wird so Biomasse in erstaunlich hohem Ausmaß
produziert.
Sehr viel weiter verbreitet als angenommen
sind nach neueren Entdeckungen die von Kaltwasserkorallen
gebildeten Riffe in der Tiefsee, auf die
Prof. Freiwald seine Arbeit vorwiegend konzentriert.
Dadurch werden Vergleiche zwischen nährstoffreichen
und -armen Varianten der als CO2-Speicher
und "Klima-Archiv" bedeutsamen
Korallenriffe möglich. Um übergreifende
Zusammenhänge erfassen zu können,
werden außerdem Ökosysteme einbezogen,
die auf den abfallenden Hängen der
Kontinentalränder siedeln. Dazu gehört
die Erforschung instabiler Hänge, deren
großräumiger Abrutsch für
die Meeresbewohner ebenso katastrophal ausfallen
kann wie für Off-shore-Einrichtungen
oder die Anrainer an den Küsten.
Dass Europas Ländereien unter dem
Meeresspiegel neuerdings so viel Aufmerksamkeit
wecken, wäre ohne die Technik nicht
denkbar, die diese Region erst zugänglich
macht. U-Boote, Unterwasserkameras, autonom
agierende Fahrzeuge und Roboter mit Fernsteuerung
öffnen den Menschen den Einblick in
eine Welt, die schwieriger zu erreichen
war als der Mond. Das nur in einigen Staaten
der Gemeinschaft vorhandene modernste Instrumentarium
steht nun allen zur Verfügung, die
sich am Projekt beteiligen.
http://idw-online.de/pages/de/news102012
Kaltwasserkorallen:
Die im Dunkeln sieht man nicht
Wer an prächtige Korallengärten
voller Farben und Formen und mit Tieren
in Hülle und Fülle denkt, hat
dabei wohl die tropischen Gewässer
der Karibik oder Süd-Ost-Asiens vor
Augen. Dabei liegen im Atlantik‚ von
den Küsten Norwegens bis nach Portugal,
Korallen und sogar Barriere-Riffe von mehr
als 100 Quadratkilometern Größe.
Kaltwasserkorallen zählen zu den faszinierendsten
und auch ökologisch bedeutendsten Lebewesen
unserer Meere. Warum wissen wir so wenig
über diese Juwelen der Tiefsee?
Die Antwort liegt im Lebensraum dieser
Tiere. Anders als ihre Vettern in der Südsee
leben Kaltwasserkorallen in Wassertiefen
von mindestens 40 Metern, bis hinab in 3000
Meter. Hier herrscht eine konstante Kälte
von vier Grad - und kein Lichtstrahl reicht
so tief. Zwar haben Fischer immer schon
Korallen in ihren Netzen gefunden, aber
das Ausmaß und die Fülle der
Korallenriffe in kühleren Breiten sind
erst mit der Entwicklung modernen Unterwasser-Forschungsgeräts
bekannt geworden. Wissenschaftler erforschen
seit wenigen Jahren die Geheimnisse der
Tiefsee. Vieles ist unentdeckt. Über
die Lebensweise der Kaltwasserkorallen brachten
sie jedoch schon einiges ans Tageslicht.
Mit Hilfe ihren harpunenbewehrten Tentakeln
fangen die "Blumentiere" Kleinstlebewesen
wie Mini-Garnelen, Larven und anderes Zooplankton
aus dem Wasser. Während Warmwasserkorallen
in einer besonderen Symbiose mit einzelligen
Algen stehen und so auch das Sonnenlicht
nutzen, sind Kaltwasserkorallen ganz auf
die Jagd angewiesen. Um immer genug Nahrung
zu haben, leben sie bevorzugt in Gebieten
mit starker Wasserströmung, an unterseeischen
Bergen und den Abhängen der Festlandssockel.
Die Kaltwasserkorallen erfüllen dort
eine wichtige ökologische Funktion,
ähnlich wie die Bäume und Sträucher
an Land: Sie schaffen Strukturen, an (und
auf, unter, zwischen…) denen andere
Organismen Lebensraum finden, der ohne die
Korallen nicht vorhanden wäre. Deshalb
weisen die Korallenvorkommen, wie Schwamm-
und Muschelbänke, eine höhere
Artenvielfalt und meist auch eine größere
Biomasse auf als die Tiefsee in der Umgebung.
Mehr als 1000 Tierarten wurden in Kaltwasserkorallenriffen
bis heute gefunden.
Als Strukturbildner dienen sie unter anderem
Fischen der Hoch- und Tiefsee als "Kinderstuben",
in denen Jungfische Nahrung und Schutz vor
Räubern finden. "Gesunde Korallenriffe",
erläutert Christian Neumann vom Nord-Ost-Atlantik-Programm
des WWF, "sind deshalb eine wichtige
Grundlage für gesunde Fischbestände."
Und doch sind sie gerade durch die Fischerei
stark in Bedrohung geraten.
Nach Ausbeutung der küstennahen Fischgründe
und mit der Entwicklung tiefer reichender
Netze sind nun die Fische der Hoch- und
Tiefsee ins Visier der großen Fangflotten
geraten. Wie Bulldozer fressen sich die
Grundschleppnetze großer Fischtrawler
durch die Unterwassergärten. Mit tonnenschwerem
Gerät machen sie bis in 2000 Meter
Tiefe Jagd auf am Boden lebende Fische.
Die zerbrechlichen Korallen werden dabei
in Trümmer verwandelt. Aufgrund ihres
extrem langsamen Wachstums von nur vier
bis 25 Millimetern im Jahr erholen sie sich
äußerst langsam von der Zerstörung.
Was über Jahrtausende gewachsen ist,
geht so binnen Minuten verloren. In einigen
Gebieten des Atlantiks sind so bereits bis
zu 50 Prozent der Tiefwasserriffe zerstört
worden. Christian Neumann: "Die Riffe
werden auf nicht absehbare Zeit massiv geschädigt.
Wir arbeiten daher an der Einrichtung eines
Netzwerks von Schutzgebieten, in denen zerstörerisches
Fischereigerät verboten ist. Basis
dafür sind unsere Erfolge vor den Küsten
Norwegens, Schottlands und den Azoren."
Dort wurden in den vergangenen Jahren wertvolle
Korallenvorkommen unter Schutz gestellt.
Die zunehmende Bebauung der Meere ist eine
weitere Bedrohung für die Kaltwasserkorallen.
Denn dort, wo Öl- und Gasplattformen
konstruiert werden, wo Kabel und Rohre über
den Meeresgrund gelegt werden, wird immer
feines Sediment aufgewirbelt. Einmal im
Wasser, verteilen sich die Partikelwolken
über viele Kilometer und verstopfen
die empfindlichen Fressorgane der Tiere.
"Die Korallengebiete müssen für
Baumaßnahmen Tabu sein", verlangt
Christian Neumann: "Wer eine langfristig
sinnvolle Nutzung unserer Meere will, muss
heute die Juwelen der Tiefsee bewahren."
wwf/fr
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/aus_aller_welt/?cnt=635931
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| 24.02.2005 |
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Trittin begruesst
besseren Schutz der Schweinswale durch Schleswig-Holstein
Seit heute ist vor der Kueste Schleswig-Holsteins
die Stellnetzfischerei eingeschraenkt, die
fuer Schweinswale toedlich sein kann. Bundesumweltminister
Juergen Trittin begruesst die Verschaerfung
des schleswig-holsteinischen Fischereirechts:
„Die Bundesregierung wird sich bei
der Europaeischen Kommission und den anderen
EU-Mitgliedstaaten dafuer einsetzen, dass
die Regelungen im schleswig-holsteinischen
Walschutzgebiet moeglichst bald fuer alle
europaeischen Fischer verbindlich werden“,
so der Minister.
Jaehrlich ertrinken allein in der Nordsee
Tausende von Schweinswalen qualvoll in Fischernetzen.
Die schleswig-holsteinische Verordnung verbietet
im Kleinwalschutzgebiet vor Sylt solche
Fischereitechniken, die fuer die Meeressaeuger
besonders gefaehrlich sind. Darueber hinaus
muessen kuenftig alle Schweinswale gemeldet
werden, die als Beifang ins Netz gehen.
Die Regelung gilt zunaechst fuer deutsche
Fischer. Damit die Schutzmassnahmen auch
tatsaechlich Wirkung zeigen, ist die Umsetzung
dieser Regelungen auf europaeischer Ebene
notwendig. Innerhalb des Abkommens zum Schutz
der Kleinwale in Ost- und Nordsee (ASCOBANS)
foerdert die Bundesregierung deshalb mit
Geldern des Bundesumweltministeriums einen
Bestandserholungsplan fuer die Schweinswale
der Nordsee, an dem alle Anrainerstaaten
beteiligt sind. An dem bereits existierenden
Plan fuer die besonders gefaehrdeten Bestaende
der Ostsee ist sie ebenfalls aktiv beteiligt.
http://www.bmu.de/presse
Arktis
ist die chemische Müllhalde der Erde
WWF-Studie warnt vor unabsehbaren Folgen
für Menschen und Tiere
Die Arktis und die dort heimischen Tierarten
sind in wachsendem Maße mit Chemikalien
belastet, die niemals in dieser Region produziert
oder benutzt worden sind, warnt der WWF
in einer heute veröffentlichten Studie.
Der Report stellt ferner fest, dass die
Konzentration der chemischen Substanzen
in der Arktis oft höher ist als in
Vergleichsproben aus Ländern, in denen
diese Chemikalien produziert werden.
Die englischsprachige Studie mit dem Titel:
"Die Spitze des Eisberges: Chemische
Vergiftung der Arktis" zeigt, dass
Luft, Flüsse und Meeresströmungen
sowie treibendes Eis und wandernde Tierarten
die Chemi-kalien aus Industrie und Landwirtschaft
von ihren weit entfernten Herstellungs-
und Einsatzorten in die Polarregion tragen.
Sobald die Schadstoffe in die Arktis gelangen,
können sie z.B. im Polareis gespeichert
werden. Während der Eisschmelze, mitunter
Jahre später, gibt das Eis diese Fremdstoffe
nach und nach an die Umgebung ab. Als Resultat
sei die Arktis dabei, zur chemischen Müllhalde
der Erde zu werden.
"Besonders beunruhigend ist die Erkenntnis
der Studie, dass moderne Chemikalien an
den Polen in hoher Konzentration auf solche
Substanzen treffen, die bei uns bereits
vor Jahrzehnten ausgemustert worden sind,
so dass schädliche Kombinationseffekte
eintreten können. Wenn die Eisbären
nicht als Versuchskaninchen in einem großen
chemischen Experiment herhalten sollen,
müssen Politiker und Chemische Industrie
sich jetzt für eine starke EU-Chemikalienreform
REACH einsetzen", sagt Dr. Peter Prokosch,
Geschäftsführer des WWF Deutschland
und langjähriger ehemaliger Leiter
des WWF- Arktisprogramms.
Aktuelle Untersuchungen an Eisbären
in der norwegischen und kanadischen Arktis
liefern Indizien dafür, dass ältere
Chemikalien wie Polychlorierte Biphenyle
(PCB) und Organo-Chlor-Pestizide im Organismus
der Tiere bereits in Dosierungen vorkommen,
die ihr Hormon- und Immunsystem sowie ihre
Fortpflanzung beeinträchtigen können.
Viele der neueren Chemikalien, die nun die
Arktis erreichen, sind zu ähnlichen
Effekten in der Lage. Die möglichen
Wechsel- und Kombinationswirkungen sind
nicht erforscht.
Verschärft wird dieses Problem noch
dadurch, dass viele arktische Tiere, wie
beispielsweise Robben, Wale und Eisbären,
sich mit einer dicken Fettschicht vor der
Kälte schützen. Dieser "Winterspeck"
ist das ideale Depot für fettlösliche
Chemikalien, die sich hier zu sehr hohen
Konzentrationen anreichern.
Die Studie zeigt weiterhin, dass chlorierte
Paraffine, die beispielsweise in Farben,
Klebstoffen, Leder und in der Gummiverarbeitung
verwendet werden, in norwegischen Kegel-
und Ringelrobben, in Beluga-Walen, Walrossen,
Fischen, Vögeln und Meeressedimenten
gefunden wurden. Bromierte Flammschutzmittel
und Fluorchemikalien, von denen viele äußerst
unzureichend gesetzlich geregelt sind, belasten
bereits Eisbären, Wale, Polarfüchse,
Robben, Schweinswale und Vögel von
Grönland bis Schweden. Zu bromierten
Flammschutzmitteln gibt es beispielsweise
in der Computerindustrie heute schon gute
Alternativen. Neben der Tier- und Pflanzenwelt
würden diese vor allem den indigenen
Völkern der Arktis nützen.
Weitere Informationen:
Kirsten Andrä, WWF-Pressereferentin,
FB Meere und Küsten Tel. 0421 /
65 846 – 18 mobil: 0160 / 90 76 09
63
Tsunami-Folgen
am Meeresboden enthüllt
"Der Tsunami, der im Dezember weite
Teile Südostasiens verwüstete,
hat auch auf dem Meeresboden, seinem Ursprungsort,
deutliche Spuren hinterlassen. Dies ist
auf dreidimensionalen hydrographischen Bildern
des Meeresbodens zu erkennen, die vom Marineschiff
HMS Scott 150 Kilometer vor der Küste
Sumatras aufgenommen wurden und jetzt veröffentlicht
worden sind. "
http://www.g-o.de/index.php?cmd=wissen_details&id=2376&datum=2005-02-15
Erwärmung
der Meere zieht Wassermangel nach sich
US-Forscher haben nach eigenen Angaben
erstmals eindeutig bewiesen, dass der Mensch
für die Erwärmung der Ozeane mitverantwortlich
ist. Die Folge: Trinkwassermangel für
Millionen von Menschen.
http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0502/18_meere.php
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,342505,00.html
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| 16.02.2005 |
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Shell-Pipeline -
Todesurteil für Wale. WWF: Shell-Auftragsstudie
warnt vor Pipeline-Bau an Rußlands
Küste
Die Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen
im Ochotskischen Meer vor der russischen
Insel Sachalin könnte die letzten hundert
Westpazifischen Grauwale ausrotten. Zu diesem
Schluss kommt eine heute in Gland, Schweiz,
veröffentliche Expertenstudie der Weltnaturschutzunion
IUCN. Die Autoren, 14 führende Walforscher,
kritisieren vor allem den geplanten Bau
einer Ölpipeline durch die Nahrungsgründe
der seltenen Wale. Die Studie war vom Betreiberkonsortium
der umstrittenen Pipeline - der unter Federführung
der Shell AG stehenden "Sakhalin Energy
Investment Company" - selbst in Auftrag
gegeben worden.
"Die Studie bestätigt, wovor
der WWF schon seit langem warnt: Lärm
und Ölverschmutzung gefährden
die Grauwale. Jetzt muss Shell die den Bau
einer Pipeline und einer Öl-Bohrinsel
stoppen und nach alternativen Lösungen
suchen, die jegliche Gefahr für die
Wale ausschließen", erklärt
Volker Homes, Wal-Experte des WWF. Der IUCN-
Report kritisiert, dass die bisherigen Sicherheitsvorkehrungen
der Pipeline-Betreiber nicht ausreichen.
Die Westpazifischen Grauwale sind nach
Angaben des WWF einer der am stärksten
bedrohten Walbestände der Weltmeere.
Unter den schätzungsweise hundert verbliebenen
Tieren leben nur noch 23 fortpflanzungsfähige
Weibchen. "Jeder Grauwal zählt",
betont Homes. Nach Ansicht der IUCN-Studie
steigt durch die Baumaßnahmen auch
die Gefahr, dass Wale mit Schiffen kollidieren
und sterben.
Vor Sachalin liegen bedeutende Öl-
und Gasvorkommen. Seit 1998 werden sie ausgebeutet,
weitere Ausbaustufen sind geplant. Vor allem
die enorme Lärmbelastung durch Ölbohrungen
und Sprengungen für den Bau neuer Anlagen
macht den Grauwalen zu schaffen. Die Tiere,
die sich per Schallwellen orientieren und
kommunizieren, reagieren sensibel auf Lärm.
Forscherteams registrieren seit 1999 vermehrt
abgemagerte Tiere, und auch die Fortpflanzung
leidet unter den Störungen.
Der WWF fordert deshalb die Einrichtung
eines Schutzgebietes rund um die Piltun
Bucht im Norden der Insel. Hier halten sich
die bis zu 35 Tonnen schweren und 14 Meter
langen Grauwale in den Sommermonaten auf.
Die Umweltstiftung fordert die potentiellen
Kreditgeber unter Führung der Europäischen
Entwicklungsbank (EBD) auf, erst dann Geld
für die Öl- und Gasförderung
zu geben, wenn das Überleben der Grauwale
und der Artenvielfalt gesichert ist.
www.wwf.de
Die
Rekordspinne, die ein Skorpion war
Die "größte Spinne aller
Zeiten" gehört eigentlich zu den
See- oder Riesenskorpionen
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249240.html
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| 16.02.2005 |
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Forscher finden
Weihnachtsbaum-Koralle
Eine neue Korallenart haben amerikanische
Biologen vor Kalifornien entdeckt.
Zur Verwandtschaft der Schwarzen Korallen
zählend, treten die bis zu zwei Meter
hohen Stöcke der neuen Art in den verschiedensten
Rotschattierungen auf. Gleichzeitig erinnern
sie verdächtig an Weihnachtsbäume,
was ihnen einen entsprechenden Artnamen
eingehandelt hat.
"Wirklich bemerkenswert ist, dass
diese spektakulären, großen Kolonien
bislang unbemerkt geblieben sind, obwohl
sie im Vorhof des größten Ballungsgebiets
der Westküste leben", sagt Mary
Yoklavich vom Fischereidienst der National
Oceanic and Atmospheric Administration in
Santa Cruz. Die Biologin und ihr Kollege
Milton Love von der University of California,
Santa Barbara, fanden die bis zu zwei Meter
hohen Kolonien bei Tauchfahrten im Gebiet
der südkalifornischen Kanalinseln.
Die neue Art gehört zur Ordnung der
Schwarzen bzw. Dörnchenkorallen (Antipatharia).
In lichtlosen Tiefen von 100 bis 225 Metern
wachsend, präsentieren sich ihre Stöcke
im Scheinwerferlicht eines Tauchbootes in
Farbtönen von einem strahlenden Weiß
über Goldorange und Pink bis hin zu
Tiefrot und Rotbraun. Das symmetrische Verzweigungsmuster
und die zahlreichen "Nadeln" erinnerten
Love derart stark an einen Christbaum, dass
er die neue Art kurzerhand Antipathes dendrochristos
taufte.
Trotz der Nähe zum Großraum
Los Angeles sei das Meer vor Südkalifornien
in relativ gutem Zustand, erläutert
Love. Zumindest in den tieferen Regionen
fänden sich am Meeresgrund gesunde
Lebensgemeinschaften von Korallen, Schwämmen
und anderen Tieren. "Vielleicht liegt
das daran, dass es hier in der Vergangenheit
nur wenig Schleppnetzfischerei gab",
so der Biologe. "Nun gilt es herauszufinden,
welche Rolle diese großen Wirbellosen
als Tiefwasser-Lebensraum für Fische
und andere Meeresbewohner spielen."
http://www.vistaverde.de/news/Natur/0502/14_koralle.php
“Missing-Link” zwischen Walen
und Nilpferden entdeckt
?Wer ist der nächste Verwandte des
Nilpferds? Diese Frage stellen sich Zoologen
schon seit längerem. Lange Zeit galten
das Schwein oder das südamerikanische
Pekari als aussichtsreichste Kandidaten.
Doch jetzt haben amerikanische Wissenschaftler
ein „Missing-Link“ zwischen
den Nilpferden und den Walen entdeckt und
damit erstmals Fossilien mit den molekularbiologischen
Indizien in Übereinklang gebracht.
http://www.g-o.de/index.php?cmd=wissen_details&id=2340&datum=2005-02-08
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11. 02.2005 |
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Naturparadiese durch
Schnellfähren gefährdet
Walen und Delfinen droht weltweit eine
neue, tödliche Gefahr. Schnellfähren,
die mit enormen Geschwindigkeiten die Meere
durchpflügen, verursachen in zunehmendem
Maße Kollisionen mit den Meeressäugern.
Jüngstes Beispiel: die Kanarischen
Inseln. Die Fährverbindungen zwischen
den Kanaren, einem der großen Urlaubsparadiese
der Deutschen, werden mit sogenannten High-Speed-Fähren
weiter ausgebaut. Erst kürzlich wurde
die Insel La Palma an das Schnellfährennetz
angeschlossen, nun sollen die Touristen
auch über die Linie Teneriffa-El Hierro
noch schneller an ihr Ziel gebracht werden.
Zudem wird ab Mai diesen Jahres die Verbindung
Teneriffa-Gomera erweitert: Bald soll ein
neuer, über 100 Meter langer Trimaran
zwischen La Palma, Teneriffa und La Gomera
verkehren. Die Schnellfähren durchqueren
mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h
Gebiete, die für viele Populationen
von Walen und Delfinen eine existentielle
Bedeutung haben. Diese Gewässer sind
von so hohem Wert, dass sie von der Europäischen
Union als schützenswert eingestuft
wurden. Vor Teneriffa ist gar eine bereits
ausgewiesene Schutzzone direkt betroffen.
Die Gewässer der Kanarischen Inseln
beherbergen eine außerordentliche
Vielfalt an Walen und Delfinen. Die teilweise
seltenen Arten sind durch den enorm ansteigenden
Schnellfährverkehr in akuter Gefahr,
weil die Routen durch ihre Lebensräume
verlaufen und die Tiere den herannahenden
Schiffen nicht rechtzeitig ausweichen können.
"Es hat in der Vergangenheit auf den
bestehenden Fährlinien immer wieder
Kollisionen mit Walen gegeben, die in der
Regel für die Tiere tödlich sind.
Die Dunkelziffer ist hoch, Schätzungen
gehen jedoch von mindestens 20 getöteten
Walen pro Jahr allein im Gebiet der Kanaren
aus", so der Verhaltensbiologe Fabian
Ritter vom Berliner M.E.E.R. e.V., der dort
seit Jahren die Wale und Delfine erforscht.
Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf
diesen Routen kann das Ökosystem nicht
ohne weiteres verkraften und hat Folgen
für die Tierwelt. Die Kollisionsgefahr,
die von den Fähren ausgeht, gesellt
sich dabei zu bereits vorhandenen Belastungen
wie Meeresverschmutzung, Überfischung
und Lärmbelästigung, unter denen
die Tiere zu leiden haben" so Ritter
weiter. Die Umweltbehörden sind indes
machtlos, da der Schutz der Meereswelt vordergründig
als dem Tourismus zuwiderlaufend wahrgenommen
wird und diesem als wichtigsten Wirtschaftsfaktor
Priorität eingeräumt wird.
Schnellfähren sind nicht nur auf den
Kanaren ein wachsendes Problem. Weltweit
werden immer schnellere Fähren gebaut
und neue Fährverbindungen eingerichtet.
Es gibt Pläne für neue Schnellfähren,
die Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h
erreichen können - mit noch größerem
Fassungsvermögen für Autos und
Passagiere. Die Natur bleibt im wahrsten
Sinne auf der Strecke. "Da können
ernsthafte Auswirkungen nicht ausbleiben",
so Ritter. In der Wissenschaft wird das
Thema bereits diskutiert. Touristen wissen
aber in den seltensten Fällen von der
Gefahr, die von den Fähren ausgeht.
"Und es geht nicht nur um die Wale
und Delfine. Alle Lebewesen nahe der Meeresoberfläche,
sind in Gefahr: Haie, Meeresschildkröten,
sogar Meeresvögel. Deshalb tut Aufklärung
dringend Not, damit gut informierte und
verantwortungsvolle Touristen Ihre Entscheidung
bewusst für langsamere Schiffe treffen
können", sagt Jörg-Dürr
Pucher von der Deutschen Umwelthilfe. Er
fordert, innerhalb von Schutzgebieten keine
Schnellfähren zuzulassen. Eine allgemeine
Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h kann
das Risiko von Kollisionen deutlich reduzieren,
da wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt
haben, dass ab einer höheren Geschwindigkeit
die Zahl der Zusammenstöße deutlich
ansteigt.
Gemeinsame Pressemitteilung von: M.E.E.R.
e.V. (Berlin), Gesellschaft zur Rettung
der Delphine (GRD, München) und Deutsche
Umwelthilfe (DUH, Radolfzell)
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=22521
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| 10. 02.2004 |
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Saurer Wüstenstaub
schmeckt Algen Die Luftverschmutzung
im Osten Chinas könnte auf verblüffende
Art das Algenwachstum im Pazifik fördern.
Entsprechende Resultate präsentiert
ein amerikanisches Forschertrio im "Journal
of Geophysical Research - Atmospheres".
Aus der Wüste Gobi stammender Staub
kann demnach nur dann als Planktondünger
wirken, wenn er die Abgasfahnen von Kraftwerken
und Schwerindustrie passiert hat.?http://www.scienceticker.info/news/EEplEFVZpuWmjSUHKK.shtml
Marine
biology: Whale fall
The fatty bones of dead whales provide
rich pickings for creatures on the sea floor.
Amanda Haag meets the scientists who go
to extreme and unpleasant lengths to study
the unique ecosystems on these corpses.
Food for thought: the decomposing carcass
of a whale can support a whole host of organisms.
In 1987, a manned submersible called Alvin
was making a routine dive along the muddy
plains of the deep sea when its pilot spotted
what he thought was the fossilized remains
of a dinosaur. Instead of an exotic underwater
beast, it turned out to be the 21-metre-long
skeleton of a blue whale. But atop this
mass of bones the pilot did find something
exotic: a carpet of creatures, including
bacteria and worms, similar to those found
on the flanks of underwater volcanoes.
The Alvin team had happened upon what have
since become known as 'whale falls' —
communities of creatures that thrive among
the sulphur-laden ooze of decaying whales.
Just as windfalls deliver a sudden bounty
of ripened fruit, whale falls see the death
of a whale bring a host of nutrients to
the sea floor. The falls are few and far
between, and difficult to track and study,
but researchers are learning ever more —
sometimes through extreme measures —
about the new species to be found among
the remains. Some 39 of the species discovered
so far are thought to be especially suited
or even unique to this environment.
In the barren depths of the open ocean,
a fallen whale carcass is a veritable feast.
Scavengers such as sleeper sharks, hagfish
and squat lobsters can dine for months to
many years on the soft tissue of a single
whale, depending on its size. As bits of
whale tissue spread around the carcass,
the enriched seafloor sediment provides
nutrition for opportunistic worms and crustaceans.
As anaerobic bacteria further the whale's
decomposition, they create a sulphide-rich
environment allowing sulphur-loving creatures
to move in. Worms, clams and mussels, to
name but a few, all take up residence, each
getting their metabolic fix from the chemical
energy provided by the fat-rich marrow in
whale bones1.
Such complex communities have not been
reported on the bones of other marine mammals,
says Craig Smith, a whale-fall expert from
the University of Hawaii at Manoa. This
is probably because whale bones are so much
larger and fat-rich, he says.
Scientists now estimate that a whale-fall
community can survive for up to a century
by sucking the fats and sulphides from these
bones. The bacteria that make their home
on whale falls are so good at degrading
fat in cold waters that the biotechnology
company Diversa in San Diego, California,
is looking to see whether their enzymes
might prove useful in cold-water detergents.
Sinking feeling: intrigued by Osedax, a
newly discovered genus of bone-eating worms
(top and inset), and other odd creatures,
scientists tow dead whales to the deeps
for study.
For scientists such as Smith, studying whale
falls presents some inherent challenges
— not least of which is finding a
body to examine. Many whales die when female
whales or newborns, stressed by the process
of birth, make their annual migration. In
the Pacific, for example, there are often
casualties on the long treck north to Alaska
from birthing grounds along the Baja Peninsula
of Mexico. Although whale carcasses tend
to accumulate along these migratory paths,
they fall at random locations and can be
spaced very far apart.
Body hunt
"They're hard to find because you
can't just follow a particular geological
feature on the sea floor and drive up to
them like you can with hydrothermal vents,"
says Smith. In the early 1990s, the US Navy
surveyed more than 300 square kilometres
of the Pacific sea floor in search of a
lost missile and found eight whale skeletons.
The navy contacted Smith, but didn't take
exact coordinates of where the skeletons
were located. When Smith's team returned
to the site, it could find only one of the
eight.
So far, ten natural whale falls have been
investigated by the dozen or so scientists
who study them. And another 20 have been
sampled accidentally by trawling fishermen.
In an attempt to increase these numbers,
whale-fall researchers have resorted to
sinking beached dead whales. But sinking
a four-tonne juvenile grey whale, or a 35-tonne
adult, is a major undertaking, says Smith.
When researchers get a call about a washed-up
whale, they mobilize their teams and ships.
By the time they reach the whale it is often
bloated with gases from decomposition. To
get it to sink, the scientists have to weigh
it down with up to 3,000 kilograms of scrap
metal, from train wheels to anchor chains.
It can take two days to get a whale from
the shore to the sea floor — and all
those involved agree that it is a highly
unpleasant process. "We often throw
away our clothes because you can't get the
smell out," says Smith. "It's
one of the hazards of the job."
Researchers have so far sunk about 20 whales
this way. They return to these whale falls
regularly to monitor the colonization of
organisms on the remains. Smith's group
placed a time-lapse camera on one carcass,
which took pictures more-or-less continuously
for eight months. Others send submersibles
to the sites, which can pick up rib bones
and vertebrae and bring them to the surface
with the communities still alive and mostly
intact.
We often throw away our clothes because
you can't get the smell out. It's one of
the hazards of the job.
Thomas Dahlgren, a population geneticist
at the Tjärnö Marine Biological
Laboratory in Strömstad, Sweden, has
been fortunate enough to sink a whale near
his lab. The whale falls that have been
studied off the coast of California tend
to be 1,200-3,000 metres deep and at least
half-a-day's cruise away from the nearest
lab; Dahlgren's whale is 125 metres deep
and just half an hour from his office. "We're
not stuck on a ship in the Pacific bobbing
around with a limited time until the cruise
is over," says Dahlgren. He and his
team can sample the whale fall as often
as once a week.
Dahlgren's lab also keeps whale bones with
live specimens in a seawater tank. Unlike
creatures found at hydrothermal vents, which
can only survive at the high pressures found
at the bottom of the deep sea, some whale-fall
organisms seem to adapt quite well to life
on the surface. "Whale bones are hanging
in our cold room with cultures of these
whale bacteria stuck all over them,"
says Dahlgren.
Crunch time
Such research has unveiled a number of
strange creatures. Perhaps the prize find
so far is a newly described worm genus,
Osedax2 — Latin for 'bone-devourer'
— which has a clever metabolic strategy.
With no mouth, stomach or eyes, Osedax has
evolved a root system to excavate the fat
out of whale bones. The worms tunnel into
the bones with their green, fleshy roots
and turn them into "Swiss cheese",
says Smith. The worms then rely on bacteria
within their tissues to digest fats and
oils from the bone marrow. Although the
bacteria are similar to those found in oil
slicks, this sort of microbe has never been
found in a symbiotic partnership with another
creature before.
So far, researchers have found five species
of Osedax — four in the Pacific and,
most recently, one in the Atlantic, implying
that the worms have a worldwide distribution.
Two of the species have a matriarchal society
of sorts, in which all of the female members
are about the length of an index finger,
and the males are mere microscopic threads
that live inside the females' oviducts.
A single female can hold up to 111 males.
Whale bones are hanging in our cold room
with cultures of bacteria stuck all over
them.
Another oddity is a whale-fall worm nicknamed
'Pinky', which at first evaded identification
by its researchers, including Greg Rouse
at the University of Adelaide in Australia.
After much head-scratching, it became apparent
that Pinky was just a polychaete worm —
the class that includes ragworms and lugworms
— albeit much larger than its shallow-water
relatives. "Pinky is a giant,"
says Rouse. "He's more than one centimetre
long, whereas his relatives are of the order
of a couple of millimetres. Pinky's also
quite fat." The worm measures a whopping
one to two millimetres across.
Many mysteries about the whale-fall communities
remain. For one thing, scientists are trying
to find out how larvae from whale-fall organisms
that are spawned into the water live long
enough to find their way to another bone.
"It is really clever. We don't know
how they do it, but they do it," says
Paul Tyler, a deep-sea ecologist at the
Southampton Oceanography Centre, UK.
Scientists guess that the creatures in
whale-fall communities probably date back
some 35 million years. But in the past few
centuries they have faced a serious threat.
Smith estimates that whaling in the 1800s
and 1900s reduced whale-fall habitat by
up to 95%, potentially wiping out up to
half of the species that were specialized
to live on whale carcasses in some ocean
basins3. Each time a whale was dragged aboard
a ship, it not only depleted the live stocks,
but also those of the dead falling to the
sea floor. It's not just the whales that
needed saving, notes Smith. If hunting had
continued apace it might have wiped out
not only the great whales, but Pinky too.
References Smith, C. R. & Baco, A.
R. Oceanogr. Mar. Biol. Annu. Rev. 41, 311-354
(2003). Rouse, G. W., Goffredi, S. K. &
Vrijenhoek, R. C. Science 305, 668-671
Smith, C. R. in Whales, Whaling and Ocean
Ecosystems (ed. Estes, J.) (Univ. California
Press, Berkeley, in the press).
Article #07455: "Sulfide binding is
mediated by zinc ions discovered
in the crystal structure of a hydrothermal
vent tubeworm hemoglobin"
by Jason F. Flores, Charles R. Fisher, Susan
L. Carney, Brian N.
Green, John K. Freytag, Stephen W. Schaeffer,
and William E. Royer,
Jr.
http://www.nature.com/news/2005/050207/full/433566a.html
Übersäuerte
Meere: In 35 Jahren keine Korallenriffe
mehr
Die Hälfte des weltweit in die Atmosphäre
ausgestoßenen Treibhausgases Kohlendioxid
wird von den Ozeanen aufgenommen. Dadurch
entsteht Kohlensäure - Gift für
Korallen und Fische.
Der weltweite Schadstoffausstoß hat
nach Einschätzung britischer Wissenschaftler
verheerende Auswirkungen auf die Ozeane.
Durch die Kohlendioxidbelastung aus Verkehr
und Industrie seien vor allem Korallenriffe
und viele Fischarten vom Aussterben bedroht,
warnten Forscher bei einer internationalen
Umweltkonferenz in der englischen Stadt
Exeter. Einige Wissenschaftler fürchten
Zeitungsberichten vom Freitag zufolge, dass
es durch die Übersäuerung der
Meere in 35 Jahren gar keine lebenden Korallenriffe
mehr geben wird.
"Auch viele Fischarten, die wir heute
noch verspeisen, werden aussterben",
sagte die Chefin des Meeresinstituts im
südenglischen Plymouth, Carol Turley,
und warnte vor einem "wahrscheinlich
gigantischen" Problem für die
gesamte Welt. Das Ausmaß der Bedrohung
sei bislang weitgehend unbekannt gewesen,
da die Forschungsergebnisse verschiedener
Studien erst jetzt zusammengefasst worden
seien.
stern.de: http://www.stern.de/wissenschaft/natur/index.html?id=536175
Rebuilding
fisheries will add to Asia's problems
Sir – The tsunami that hit south and
southeast Asia, taking a horrific toll in
human lives, also affected several coastal
industries, including tourism, agriculture
and shrimp farming, though to what extent
is unclear. As noted in your News story
"Scientists seek action to fix Asia's
ravaged ecosystems" (Nature 433, 94;
2005), the effects in some areas were exacerbated
by existing environmental problems stemming
from settlement and industry.
The governments of Thailand and Indonesia
have announced some estimates of fishing
boats lost and highlighted the need for
investments to restart the fisheries. However
good their intentions, I believe that Western
aid agencies, and indeed, the governments
of the region would be ill-advised to rebuild
the fisheries as they were before the tsunami.
Apart from oceanic fisheries for tuna and
other large fish, fisheries in the tsunami-affected
region fall into two categories: 'artisanal
fisheries', relying on small (5 m or less),
owner- or family-operated craft, some unmotorized;
and 'industrial fisheries', using larger
vessels, mainly trawlers but also other
specialized craft with salaried crews.
Jointly, their fishing activities have
radically depleted the nearshore resources,
down to depths of 100 m in places. Governments
in the region have tried to encourage the
industrial fisheries to operate farther
offshore, but with little success, mainly
because biological production, in tropical
waters, is much higher inshore than offshore.
Hence the artisanal and industrial fisheries
essentially target the same shrimp and fish
stocks, leading to intense competition.
This competition and the ensuing violence,
including boat burnings and riots, can be
serious enough to prompt governments to
take action, such as the 1980 ban on bottom
trawlers in western Indonesia. Usually,
however, government policies ignore these
conflicts. Sometimes they exacerbate conflict
by subsidizing the construction and operation
of industrial vessels, even in cases where
these do not add to the total catch, but
reduce that of the artisanal fishers.
International aid has often aggravated
this through technological and capital transfers,
or donations of surplus vessels. Meanwhile,
failed agricultural and social policies
aggravate the situation by driving thousands
of landless farmers to coastlines, where
they usually fail to emulate the more sustainable
ways of 'traditional' fishers.
After the tsunami, the initial push will
be to get people back to the jobs they know,
and it will be hard to argue otherwise in
the midst of the chaos. But rebuilding the
fisheries without structural reform will
only intensify these trends and conflicts.
The challenge is to rebuild fisheries while
directing as much money and energy as possible
to generating land-based job opportunities
for young fishers. Emphasis should be given
to basic education and technical skills:
many fishers in south and southeast Asia
are illiterate, and this limits their social
mobility.
Amending the old adage that teaching people
to fish is better than giving them a fish
to eat, we should instead be teaching them
to repair bikes, sewing machines and water
pumps.
Daniel Pauly
Fisheries Centre, 2259 Lower Mall, University
of British Columbia, Vancouver, British
Columbia V6T 1Z4, Canada
http://www.nature.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/nature/journal/v433/n7025/full/433457a_fs.html
Volkszählung
für Meeres-Mikroben
Die Einzeller in den Weltmeeren gehören
zur vielfältigsten und zahlreichsten
Lebensform der Erde. Jetzt wollen Wissenschaftler
in einem „Internationalen Zensus für
marine Mikroben“ (IcoMM) erstmals
systematisch alles Wissen darüber erfassen,
wie viele und welche Arten sich in den Ozeanen
tummeln.
http://www.g-o.de/index.php?cmd=wissen_details&id=2332&datum=2005-02-04
Neues
Leben aus der Tiefsee
Wurde die Tiefsee noch vor Jahrzehnten
für eine leblose Wüste gehalten,
finden Forscher nun selbst die ungewöhnlichten
Regionen der Weltmeere
bewohnt. Auch der Mariannengraben macht
da keine Ausnahme, berichten
japanische und britische Wissenschaftler
im Magazin "Science". Schon mit
einer kleinen Sedimentprobe vom tiefsten
Punkt des Meeresbodens förderten
sie zahlreiche tierische Einzeller zutage.
http://www.scienceticker.info/news/EEpZuVZlpVQEpNeUDO.shtml
http://www.natur.de/sixcms/detail.php?id=162883
Prominent Scientists Join Call for
UN Moratorium on Longline Fishing
World renowned primatologist Dr. Jane Goodall,
DBE, Founder of the Jane Goodall Institute
and UN Messenger of Peace, has added her
voice to 705 international scientists from
83 countries who are urging the UN to implement
a moratorium on longline fishing in the
Pacific Ocean to prevent the extinction
of the critically endangered leatherback
sea turtle. The scientists are joined by
230 non-governmental organizations from
54 countries. The list of signers includes
biologist E.O. Wilson, oceanographer Dr.
Sylvia Earle, a National Geographic Explorer-in-Residence,
and former U.S. astronaut Dr. Bernard A.
Harris, Jr.
According to the statement, "An International
Call by Leading Scientists to Reverse the
Pacific Leatherback's Extinction Trajectory,"
the scientists warn that "The Pacific
leatherback sea turtle is at the top of
the list of species being driven to the
brink of extinction by increased efforts
of global industrial fishing." Also
impacted are about 4.4 million sharks, seabirds,
billfish and marine mammals maimed and killed
by longlines in the Pacific each year.
"Sea Turtles are endangered everywhere.
Unless there is a concerted effort by all
the groups and individuals who care, the
Pacific Leatherback Sea Turtle is almost
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